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Sonntag, 25. Januar 2015

Der Mae Hong Son Loop


Geschehnisse vom 13.05. - 18.05.2014:

Tag 1

Unsere Sachen waren am nächsten Morgen schon alle gepackt und so verfrachteten wir unsere großen Rucksäcke nur in den Abstellraum des Hostels und dann ging es noch was frühstücken. Danach mussten dann noch zwei Scooter aufgetrieben werden. Aber das sollte ja nicht das Problem werden. Allerdings suchten wir eine ganze Weile. Aber dann war es gar nicht so einfach halbautomatische Scooter aufzutreiben. Halbautomatische, da ich die Erfahrung gemacht hatte, dass diese besser für bergige Straßen sind, da man auch mit der Motorbremsung arbeiten kann. Und außerdem macht Schalten ja auch Spaß :D
Am Ende fanden wir dann aber welche, verhandelten ein bisschen über den Preis, kauften noch etwas Wasser und dann düsten wir los.
Der Verkehr in der Stadt war etwas interessant aber man erkennt schnell ein System im Chaos. Mittels Google Maps Navigierten wir auf die richtige Straße, die uns dann aus der Stadt führte. Und dann ging es eigentlich erst mal nur geradeaus durch die Suburbs, bis sich irgendwann die Felder mit kleinen Dörfern abwechselten. 
Der Verkehr nahm dann auch immer mehr ab und erlaubte doch recht zügiges Fahren. Teilweise konnte man die alten Möhren sogar an ihre Grenze treiben. 
Irgendwann war es dann mal Zeit etwas zu essen. Also in der nächsten Stadt an der nächstbesten Garküche angehalten und etwas leckeres bei einer alten thailändischen Dame gegessen. Danach wurde noch mal aufgetankt und dann ging es in die bergigen Regionen. 
Wir kamen an ein paar Schildern vorbei die von Wasserfällen sprachen, also guckten wir uns das ganze mal an. Auf dem Weg dort hin hupte mich Lars auf einmal wie verrückt an. Und als ich hinter mich guckte verstand ich auch warum… 
Meine kleine Möhre qualmte ganz ordentlich. Also erst mal angehalten, ausgemacht, gewartet, wieder gestartet und geguckt ob es besser war. Aber es qualmte immer noch.
Da wir aber den Wasserfall angucken wollten, stellte ich meinen Scooter erst mal neben einem kleinen Feldweg ab und fuhr bei Lars hinten mit. 
Der Wasserfall sollte am Ende recht viel kosten, was wir eigentlich nicht bezahlen wollten, da auf der Weg sowieso noch mehrere kommen würden. 
Also zurück zu meinem Schrotthaufen. Als ich ihn dann noch mal anmachte schien wieder alles ok. So fuhren wir erst mal weiter. Keine Ahnung warum Lars dann schon wieder Hunger hatte, aber wir aßen dann noch mal eine ziemlich gute Suppe, an einer weiteren kleinen Garküche :D 
Danach ging es dann aber wirklich weiter in die Berge. Bald schon kamen wir an einen weiteren Wasserfall, der aber wieder eintritt kosten sollte. Dann mussten wir eine Schranke passieren, die etwas Geld zur Überquerung des Bergpasses einsammelte. Doch als „Studenten“ konnten wir natürlich einen kleinen Rabatt rausschlagen. 
Die Straßen waren herrlich. Recht breit, besserer Asphalt als in Deutschland, schöne Kurven und wenig Verkehr. 

Dann kamen wir an einen weiteren Wasserfall den man sich mal kostenlos angucken konnte. Wir ließen die Beine eine Weile ins eiskalte Wasser hängen und starteten dann wieder durch. Wir waren ja schließlich nicht zum Vergnügen hier, sondern um Benzin zu verbrennen!!!
Bald kamen wir an einen weiteren Checkpoint, der das Ende des Bergpasses darstellte. Es gab dann mehr oder weniger zwei Möglichkeiten weiter zu fahren. Die eine war die sichere und führte uns auf jeden Fall wieder auf die andere Straße. Die zweite Möglichkeit war eine sehr, sehr schmale Straße die aber deutlich interessanter aussah. Wo sie uns hinführte war aber nicht ganz klar. 
Natürlich nahmen wir die zweite Straße. Um die drei Meter breit, aber mit zwei Fahrspuren, gespickt mit etlichen scharfen Kurven und wieder einem vorzüglichen Asphalt, schien es die richtige Wahl gewesen zu sein. Ab und zu kamen uns fette SUV’s entgegen, die auf der Ladefläche teilweise Sachen bis zu sechs Meter Höhe gestapelt hatten. Lars preschte voraus und hatte irgendwann schon einen guten Vorsprung. 
Er wartete dann an einer Kurve auf mich, von der auch ein kleiner Schotterweg ins Tal führte. Das konnte er ich nicht entgehen lassen und guckte mal nach was dort unten war. Ich wartete derweil oben. 
Als Lars aus dem kleinen Dorf, was dort im Tal lag, wieder kam, ging es weiter. Der Himmel hatte sich während der letzten knapp 40 Minuten etwas dunkel gefärbt und wir wunderten uns schon wann es denn anfangen würde zu regnen. Doch bei nur ein bisschen Regen blieb es dann nicht. Wir suchten uns rechtzeitig eine kleine Hütte als Schutz die wohl normalerweise von den Arbeitern auf den Feldern benutzt wurde. Gerade angekommen zog dann das Gewitter über uns hinweg. Es dauerte eine Weile bis es aufhörte zu schütten, aber dann ging es auch gleich weiter. Wir hatten noch einige Kilometer wegzufahren. Am Anfang mussten wir es allerdings noch etwas gemächlicher angehen lassen. Denn die Straßen waren schon recht nass. 

Bei der Weiterfahrt sahen wir dann aber erst mal wie stark das Gewitter doch gewesen sein musste. Überall lagen Äste und Bäume auf der Straße, andere teile waren überflutet. 
An der nächsten Gabelung ging es dann für uns nach links und wir staunten nicht schlecht wie weiter wir es noch hatten. Ich glaube das Schild sagte was von 78 Kilometern bis in das Dorf wo wir eigentlich schlafen wollten. Doch die Sonne würde definitiv in knapp 40 Minuten untergehen. Dumm gelaufen, aber erst mal musste es weitergehen. Wir sagten uns das da schon noch en Dorf kommen würde, in dem man notfalls schlafen könnte. 
Und so fuhren wir mit einem Affenzahl die geraden Straßen. Es wurde dunkel, es wurde kalt, es fing an zu regnen. Alles natürlich super Voraussetzungen wenn man mit einem Scooter unterwegs ist, und keine langen Sachen dabei hat, geschweige denn von etwas regendichtem :D
Ich warf mir dann mein Handtuch wie ein Poncho um und so ging es dann weiter. Der Regen nahm dann aber Gefühlt immer mehr zu und wir beteten, dass doch endlich mal ein Dorf kommen würde. Und dann kamen auch die ersten Gebäude. Und immer mehr. Eine kleine Tankstelle gab es auch, an der wir dann versuchten nachzufragen ob es etwas zum Übernachten in der Stadt gab. Man verstand uns dort aber nicht wirklich, weshalb wir erst mal zurück fuhren, da wir meinten dort etwas gesehen zu haben. Das war dann aber irgendwie nur ein abgesperrtes Areal, aus dem zum Glück jedoch gerade jemand mit seinem Truck kam. Er schien etwas Englisch zu verstehen und versuchte uns zu erklären wo wir hinmussten.
Wir fanden es nicht gleich aber nach etwas suchen und ein paar durchfahrenen Gassen kamen wir zu einer Reihe von Garagen. Dort standen auch schon ein paar andere SUV’s und wir fragten bei einer netten Dame nach ob denn noch etwas frei war. Man soll es ja nicht glauben aber wir bekamen dann wirklich die letzte „Garage“. Ein sehr interessantes Übernachtungskonzept wurde dort an den Tag gelegt. Es handelte sich wirklich um eine Garage, die ein Abgetrenntes Zimmer mit Bett, ein Bad und eine Art Waschküche hatte. Uns war’s egal denn wir wollten definitiv nicht mehr im Regen weiter fahren. 
Dann klopfte es noch an der Tür und der Mann, der uns den Weg gewiesen hatte tauchte auf. Er wohnte gleich nebenan und lud uns ein etwas Essen zu gehen. 
Wir sagten natürlich nicht nein und fuhren dann mit ihm in die Ortsansässige Garküche. Wir aßen ein bisschen vorzügliches Khao Pad, schlürften ein Bier mit unserem Retter und erfuhren, dass er mal mit einer Amerikanerin zusammen war und in der Tourismusbranche gearbeitet hatte. Dann ging es wieder zurück und wir legten uns erst mal eine Runde schlafen, denn wir hatten noch viiiieeele Kilometer vor uns. 





Tag 2

Wir standen früh auf, da wir in der nächsten Stadt, die die wir eigentlich schon erreicht haben wollten, Frühstücken wollten. Als wir losfuhren liefen wir noch einmal unserem Retter über den Weg, bedankten uns noch mal und knatterten dann los. 
Mein kleiner Schrotthaufen fing dann natürlich noch mal an zu qualmen. Doch nach ein bisschen warten hatte er sich wieder gefangen. Wir tankten und setzten unsere Reise fort. 
Und ich muss sagen, dass wäre der Horror gewesen wenn wir das Stück noch in der Nacht davor gefahren wären. Die Straßen wurden wieder sehr kurvig und es zog sich ganz schön. 
Mae Sariang entpuppte sich als ganz schöne Stadt. Sie lag ein einem kleinen Fluss und wir aßen standesgemäß auf einer Terrasse die diesen Fluss überblickte. Das große Frühstück tat gut und bereitete uns auf die nächsten Kilometer vor. Doch irgendwann war es Zeit der schönen Kulisse tschüss zu sagen, also schwangen wir uns wieder auf unsere Klapperkisten und weiter ging der wilde Ritt. 
Der Tag wurde ganz angenehm, es regnete nicht, die Strecke war wieder schön kurvenreich und der Asphalt war ebenfalls glatt. Mae Hong Son erreichten wir noch deutlich vorm Dunkelwerden und auch dieser Kleinstadt schien ganz schön zu sein. Wir schliefen in einem ruhigen, Guesthouse einer wirklich sehr sehr netten Dame und gingen dann mal ganz unklassisch eine Pizza essen. Die war zwar nicht wirklich gut aber mal eine Abwechslung. Lars konnte dem Crepestand dann nicht widerstehen und genehmigte sich noch eine süße Köstlichkeit :D



Tag 3

Den dritten Tag blieben wir noch in Mae Hong Son und erkundeten ein wenig das Umland. Wir knatterten durch die Umliegenden Hügel, sahen Elefanten und durch Zufall das „Long Neck“ Dorf, in dem die Frauen durch Ringe um ihre Hälse, diese um mehrere Zentimeter strecken. Dann machten wir noch ein wenig Schabernack auf unseren Scootern, fuhren in ein Bergdorf und am Abend dann zu den Mönchen auf den Berg, von dessen Spitze man die ganze Stadt und die Berge sehen konnte. Dort gab es dann noch einen ziemlich spektakulären Sonnenuntergang zu sehen. Alles in allem also ein ganz entspannter Tag.







Tag 4

Am nächsten Morgen sollte es dann aber weitergehen. Wir fuhren noch mal den Berg hoch auf dem wir am Vorabend waren und dann wurden wieder Kilometer geschrubbt. Der Weg war malerisch und führte ob über Bergkuppen mit einem Sagenhaften Blick. Vor Papi, unserem Tagesziel machten wir noch eine kleine Pause und sahen deutlich mehr Backpacker als sonst. Man merkte, dass wir in die Nähe von Pai kamen, welches oft in großen Tönen gelobt wird. Dafür das es so relaxed, ruhig und schön ist. 
Außerdem sahen wir zwei Engländer die eiskalt mit ihren großen Backpacks Scooter fuhren. Eine ganz schöne Zumutung! Zum Glück waren wir nur mit unseren kleinen Taschen unterwegs. Dafür hatte es sich auf jeden Fall gelohnt zu frieren :D
Wir erreichten Pai dann nach einer schönen Fahrt wieder im Hellen und hatten viel Zeit eine schöne Absteige zu finden. Unsere Wahl fiel auf ein Bungalow, dass fast genau im Zentrum lag, aber trotzdem ruhig war. Die Gerüchte schienen zu stimmen. Wir bezahlten lächerliche 500 Bath zusammen, was ca. 13 Euro sind. 
Pai war tatsächlich recht schön, wenn auch touristisch komplett entwickelt. Es hatte trotzdem eine recht angenehme Atmosphäre und jeder schien es langsam angehen zu lassen. Abends genehmigten wir uns indisch, was ziemlich gut war und dann natürlich noch ein kühles Bier in einer der zahlreichen Bars. 





Tag 5

Wir blieben dann natürlich auch noch den nächsten Tag. Wieder erkundeten wir die umliegenden Hügel und ließen es recht ruhig angehen. Der Ort strahlte das aber auch irgendwie aus :D



Tag 6 

Dann sollte es aber weiter gehen. Lars hatte zwar keinen großen Zeitdruck aber in ein paar Tagen musste er halt schon seinen Flug in Bangkok bekommen. 
Doch daran war natürlich erst mal nicht zu denken. Vor uns lagen noch etliche schöne Kurven die gefahren werden wollten. Das ging auch bis zu einem Gewissen Zeitpunkt gut. Bis zu dem Zeitpunkt nämlich, an dem sich mein Hinterrad plötzlich so schwammig anfühlte. Ich hielt an und eigentlich war schon klar was passiert war. Ein Platter Hinterreifen…
Da wir natürlich keine thailändische Handykarte hatten, versuchten wir jemanden anzuhalten um die Vermietung anzurufen. Das ging auch recht schnell. Allerdings war die Vermietung nicht gerade hilfreich. Bzw. gar nicht. Also blieb uns nicht viel anderes übrig, als zurück nach Pai zu fahren und den Spaß zu reparieren. 
Doch als wir dann ein paar Kilometer gefahren waren, kam uns beiden der Gedanke, dass uns recht viele SUV’s mit leeren Ladeflächen entgegen kamen. Es sollte doch evtl. Möglich sein so jemanden anzuhalten, der uns dann vielleicht mitnehmen würde. Die ersten Male hatten wir Pech, aber dann hielt tatsächlich jemand an. 
Und dann sprach der nette Herr auch noch recht gut Englisch. Und er war sogar bereit den Scooter und mich mitzunehmen! Also wuchteten wir das Ding hinten auf die Ladefläche, zurrten es fest und dann ging es doch noch weiter in die richtige Richtung. Lars folgte uns derweil auf seinem Scooter und konnte die ersten paar Kilometer auch gut mit uns mithalten. Doch irgendwann hängten wir ihn ab. 

Ich erfuhr derweil, dass mein Fahrer bei der Polizei arbeitete. Ansonsten war er allerdings nicht so gesprächig :D 
Die Checkpoints nach Pai, an denen die Leute wohl auf Drogen und andere Dinge überprüft werden, konnten wir recht schnell passieren, was wohl dem Ausweis des Fahrers geschuldet war. Diese Checkpoints gibt es übrigens überall in den Bergen, doch meist werden gerade Ausländer einfach durchgewunden. Nicht so bei Lars wie er mir später erzählte. Er wurde sogar mit Drogenhund kontrolliert. 
Auf der Mitte des Weges fing es dann auch nochmal abartig doll an zu regnen. Und der arme Lars musste das alles auf dem Scooter durchmachen…
Als die Straßen nur noch gerade waren, nahm es mein Fahrer nicht mehr ganz so genau mit der Geschwindigkeitsbegrenzung und fuhr auch mal 140. Irgendwann erklärte er mir, dass er vor Chiang Mai abbiegen müsste. Also wuchteten wir zu zweit dann den Scooter von der Ladefläche, ich fragte ihn ob ich ihm etwas Geld geben könne, aber er winkte nur ab und lachte. Ich bedankte mich noch tausende mal und hoffte dann, dass in der Nähe irgendwo eine Werkstatt war. 
Und ich hatte Glück. Ich musste nur ein paar hundert Meter rollen da war schon eine Werkstatt gefunden. Der Wechsel ging schnell und war auch noch erstaunlich billig. Nur 200 Bath hat das ganze gekostet. Und dabei hatte ich den Mechaniker am Anfang auch noch falsch verstanden und wollte ihm erst mehr geben. 
Die Fahrt ins Zentrum von Chiang Mai war dann noch ganz lustig. Der Verkehr war dicht und man konnte sich schön überall durchschlängeln. Allerdings muss ich einmal falsch abgebogen sein, denn ich musste noch einmal nachfragen wo es denn ins Zentrum ginge. Dann gab ich den Scooter ab, ging ins Hostel, wo die Besitzerin ganz überrascht war mich lebend wieder zu sehen. Denn auf der Strecke Chiang Mai - Pai legen sich die Backpacker wohl gerne mal hin. Ich wollte gerade in die Stadt gehen, da kam mir der Lars entgegen. Deutlich schneller als ich gedacht hatte. Aber der ist ja auch ein kleiner Raser :D

Dann ging es was Essen, ein Tourenabschlussbier trinken und dann ein bisschen schlafen. 
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Montag, 29. Dezember 2014

Chiang Rai und ein großes Wiedersehen


Geschehnisse vom 10.05 - 12.05.2014:

Am nächsten Morgen wachte ich zugegebenermaßen etwas spät auf. Ich hechtete noch schnell zum Restaurant meines Vertrauens, bestellte ein Frühstück, lief schnell meine Sachen holen, bevor ich auch schon das wartende Tuk-Tuk bestieg, welches mich zum Busbahnhof brachte. 
Dort angekommen war mir und ein paar Mitreisenden erst mal nicht klar welcher denn der richtige Bus sei. Manche spekulierten auf den großen geschlossenen Reisebus, wohlmöglich klimatisiert. Doch aus Erfahrung ist das meist nicht der Bus den man selber nehmen muss. Und so war es dann auch. Der Bus, der an die Thailändische Grenze nach Huay Xai fuhr, war etwas einfacher gestrickt. Der Begriff „Chicken Bus“ trifft es wohl ganz gut. Die Seiten mit offenen Fenstern, innen eigentlich schon komplett voll und jeder hatte noch irgendwas auf seinem Schoß. Da der Bus schon recht voll aussah, fackelte ich nicht lange und stieg einfach mal ein, wohingegen die anderen noch etwas unentschlossen warteten - großer Fehler da man so meist die schrecklichsten Plätze bekommt. Ich saß dann in der Mitte des Ganges auf einer Art Notsitz. Die anderen quetschten sich irgendwie hinein. 
Die Fahrt war ganz ok. Nicht besonders schlimm und nicht besonders gut. Wir machten sogar einen kleinen Stopp. 
Dann waren wir irgendwann in der Nähe der Grenze. Ich teilte mir dann ein Tuk-Tuk, mit einer anderen Deutschen, dass uns zur eigentlichen Grenze brachte. Auf der Fahrt dorthin versuchte noch einer der Mitreisenden auf seinem Fahrrad mit dem Tuk-Tuk mitzuhalten, aber irgendwann musste er aufgeben. 
An der Grenze trennten sich dann auch schon wieder unsere Wege. Ich steig in ein weiteres Tuk-Tuk, das mich in eine kleine Stadt auf der thailändischen Seite brachte, von der aus ich dann einen Bus nach Chiang Rai nehmen würde.
Der Tuk-Tuk Fahrer ließ mich irgendwo raus, meinte ich müsste in die kleine Gasse und da hinten würde dann der Bus stehen. Und man soll es nicht glauben aber da stand dann wirklich n’ Bus. Vor einem kleinen Markt. Und ich muss sagen das war mit Abstand der geilste Bus den ich bis jetzt gesehen habe. Innen komplett Rot lackiert, Sitze Rot, überall Ventilatoren, Vorne eine komplette Heimkinoeinrichtung. Aber der Bus hatte definitiv schon gut 50 Jahre auf dem Buckel. Irgendwann erwachte der alte Dieselmotor dann zum Leben, ich kaufte ein Ticket und merkte warum Thailand auch „Land des Lächelns“ genannt wird. 
Es stiegen ab und zu mal ein paar Leute zu aber ansonsten fuhren wir ohne große Verzögerungen auf den gut asphaltierten Straßen Richtung Chiang Rai. Die Landschaft erinnerte stark an andere Teile in Asien aber irgendwie hatte die ganze Szene etwas anderes. - Ich musste zugeben, war ganz nett in Thailand. 
In Chiang Rai angekommen manövrierte ich mit meinem Handy zum Hostel, welches etwas außerhalb des Zentrums lag. Was mich ein wenig wunderte war, dass ich kein einziges Mal von einem Tuk-Tuk Fahrer belästigt wurde. 
Schon gut verschwitzt im Hostel angekommen, checkte ich ein, freute mich über die gut funktionierende Klimaanlage im Zimmer und duschte erst mal. 
Dann las ich noch ein bisschen über Chiang Rai, bevor ich mich noch mal ins Getümmel stürzte. Leider gab es ein Tage zuvor ein stärkeres Erdbeben, welches die Hauptattraktion, den weißen Tempel etwas zerstört hatte. Dieser war gesperrt worden und so blieb mir nur die Stadt. Also lief ich ein bisschen rum, bewunderte den goldenen Brunnen und das Gewusel in der Stadt. 


Harrie war auch in Chiang Rai und wir wollten uns dann Abends noch mal auf ein Bierchen treffen. Ich saß gerade beim Essen, als er mir schrieb. Im Anschluss suchte ich die Bar, die er beschrieben hatte, konnte sie aber beim besten Willen nicht finden. Da ich dann auch kein Wifi mehr hatte ging ich erst mal zurück ins Hostel und guckte ob er zurückschrieb. Machte er aber leider nicht.
In meinem Zimmer war auch nicht viel los. Zwei schweigsame Asiatinnen waren noch da, aber mehr oder weniger auch schon am schlafen. So blieb ich dann im Zimmer und schmiedete Pläne wie es denn weitergehen würde…

Da ich mich auch recht schnell mit Lars in Chiang Mai treffen wollte und Chiang Rai auch schon komplett abgeklappert war, entschied ich mich am nächsten Tag den Bus nach Chiang Mai zu nehmen. Die Rezeptzionistin im Hostel sagte zwar zu mir das ich evtl. Pech haben könnte, da die Tickets oft schnell ausverkauft seien, aber am Ende bekam ich noch ganz easy eins. Dieses Mal ging es mit einem neuen klimatisierten Reisebus weiter. War mal eine nette Abwechslung, wenn auch schon fast langweilig so zu reisen ;)
Die Fahrt dauerte etwa drei Stunden. Am Busterminal in Chiang Mai nahm ich mir ein Tuk-Tuk welches mich zu Lars’ Hostel brachte. In Chiang Mai war der Verkehr schon etwas chaotischer, aber im Vergleich zu Vietnam fast schon entspannt. 
Gerade als ich nach dem reservierten Bett fragte, sah mich der Lars von der Relaxarea und stürmte gleich auf mich zu :D 
Dann kam auch noch eine Nachricht von Mark, den ich das erste mal in Vietnam getroffen hatte. Er war auch in Chiang Mai!
Mit Lars ging ich dann erst mal was essen. Mein erstes Pad Thai konnte voll und ganz überzeugen und ich freute mich schon auf weitere leckere thailändische Köstlichkeiten. 
Wir orderten dann glatt noch eine zweite Portion und quatschten erst mal ne Runde. 
Dann ging es zurück ins Hostel. Lars hatte Nina, eine Norwegerin, kennengelernt. Zusammen gingen wir dann in ein anderes Restaurant. Mark wohnte gleich nebenan, also ging ich ihn kurz suchen. Die Rezeption dachte zwar, dass er schon lange ausgezogen sei, aber nach knapp fünf Minuten traf ich ihn dann auf der Straße. Zusammen gingen wir zurück ins Restaurant und tranken erst mal eine kalte Runde Chang Bier. 
Mark und Nina aßen noch eine Kleinigkeit, bevor Lars uns noch mal das Thai Boxen schmackhaft machte, was etwas später stattfinden würde. 
Zum Glück lag das Restaurant nur ein paar Schritte von der Arena entfernt, ansonsten hätte uns der Monsunregen wohl weggespült. 


Die Kämpfe war hart und wir waren überrascht, dass auch schon achtjährige gegen einander kämpften. Als das Spektakel zu Ende war, hatte zum Glück auch der Regen aufgehört und so ging es ein paar Meter die Straße runter noch etwas Essen. An diesem Abend hatte ich dann noch eine ziemlich scharfe Begegnung mit der Chilesauce die überall auf den Tischen steht. Dann ging es zurück ins Hostel.
Wir wunderten uns dann noch über den Armeetransporter und die zahlreichen Soldaten die auf dem großen Platz in Chiang Mai rumstanden. Aber das sollte in den nächsten Tagen auch noch mehr Sinn machen.

Lars und ich hatten im Voraus schon mal ein bisschen besprochen was für Schabernack wir am Ende der Reise noch treiben könnten. Ich hatte irgendwann mal von jemanden gehört, dass es im Norden von Chiang Mai aus einen Rundkurs gab. Und das war nicht irgendein Rundkurs, sondern der „Mae Song Loop“. 1864 Kurven und knapp 430 km ohne Umwege. Manche fahren das in vier Tagen weg, wir hatten theoretisch sechs.
Jetzt zu schreiben, wir nutzten den nächsten Tag, um die Reise zu planen wäre vielleicht etwas übertreiben. Wir lasen noch ein bisschen im Internet, luden uns ein zwei schlechte Karten herunter und den Rest des Tages war Lars mit Nina in einem Hochseilgarten, ich stromerte ein bisschen durch die Stadt, aß hier und da mal was und wartete dann auf die beiden. Nina wollte am Anfang eigentlich auch mitkommen, entschied sich dann aber im letzten Moment noch dagegen. Mark konnten wir leider auch nicht überzeugen, da es für ihn auch recht knapp geworden wäre, da er einen Flug nach Nepal kriegen musste. Und dazu musste er auch noch nach Bangkok. So blieb also am Ende nur noch das Dream-Team über. 

Abends erkundeten wir noch ein bisschen die Gassen von Chiang Mai und aßen dann wieder viel zu viel. Aber es war einfach zuuu gut. 


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Samstag, 4. Oktober 2014

Der laotische Dschungel


Geschehnisse vom 03.05.- 04.05.2014:

Am nächsten Tag frühstückte ich dann mit Remy schnell was, bevor wir uns alle trafen um die Wanderung zu starten. 
Unser Gepäck konnten wir in einem Bungalow einschließen, somit waren wir alle nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Aber wir würden ja auch schon in zwei Tagen wieder zurück sein.
Als wir durch die Stadt liefen, kamen wir auch an dem Guesthouse vorbei, in dem Dylan wohnte. Und durch Zufall sah er uns auch vorbeilaufen. Wir quatschten kurz und es stellte sich heraus, dass er und Mark noch sehr viel Spaß am vorherigen Abend hatten. Der Einheimische hatte sie nach seiner Garküche wohl noch zu ein paar Getränken und „Shakes“ eingeladen. Im Nachhinein fand Dylan es dann ein bisschen schade, da er genau so eine Tour auch machen wollte, aber manchmal muss man wohl Abstriche machen. 
Unsere erste Anlaufstelle war der Fluss, wo ein Boot auf uns warten würde, welches uns dann Flussabwärts bringen sollte. 
Es war schmal gebaut, hatte jedoch Autositze für optimalen Komfort ;)
Wir knatterten recht schnell den Fluss entlang durch die malerische Landschaft. Irgendwann kam eine Flussenge, an der der Fluss extrem Wild war. Es gab noch eine kurze Warnung, dann fuhren wir auch schon mit Vollgas hindurch. Und kamen teilweise klitschnass wieder heraus. Von diesen Stellen gab es dann noch zwei, bei denen jedoch keiner nass wurde. 
Dann stiegen wir irgendwo im Nirgendwo aus und starteten in den Dschungel. Unser Guide erklärte uns hier und dort mal eine Pflanze, dann kamen wir an eine Art Reise-Außenposten. Dort bereiteten ein paar Männer die Felder für die nächste Saison vor. 
Erst brannte man die Felder ab, danach mussten tausende von kleinen Löchern in die Erde gestoßen werden, in die dann der Reissamen gesteckt wurde. Eine Knochenarbeit. 
Für uns ging es dann weiter immer tiefer und tiefer in den Dschungel hinein. Wir mussten Flüsse auf bedenklichen Konstruktionen überwinden, uns mit Insekten und Blutegeln herumschlagen und unser Guide hatte sichtlich Spaß sich den Weg freizuschlagen. 
Nach gut zwei Stunden kamen wir dann zu einem kleinen Unterstand, wo eine Familie auch die Felder bewirtschaftete. In der Zwischenzeit hatten wir allerhand über die Stämme der Region erfahren. Unter anderem auch, dass manche von ihnen vor einiger Zeit von den USA als Spitzel und Agenten angeworben worden waren. 
Wir waren froh, dass wir uns zu der Familie unter den winzigen Unterstand gesellen konnten, da es angefangen hatte wie aus Eimern zu schütten. 
Dann gab es erst mal Mittag. Schnell wurde ein Feuer entfacht, die Wasserbüffelzunge und die Chilli geschickt auf ein paar Bambusstäbe gespannt, und dann war das Essen auch schon fast fertig. Die kleinen Kinder freuten sich unterdessen riesig über die Süßigkeiten die wir dabei hatten :D

Zu der Wasserbüffelzunge gab es dann Bambusherzen und in Palmenblättern eingewickelten Reis. 
Nach dem Essen ging es dann weiter. Nach einer weiteren Stunden waren wir in dem Dorf angekommen, in dem wir die Nacht verbringen würden. 
Wir machten eine Runde durch das Dorf und ließen uns dann an unseren Hütten nieder. 
Es gab ein paar Früchte, ein paar Leute spielten Karten, der Rest schlief ein bisschen. 
Am Abend Waren dann wieder alle Wach, es wurden im kleinen „Dorfladen“ die essentiellen Dinge gekauft und dann musste noch etwas für das Feuer gefunden werden. Eins der umherlaufenden Hühnchen bot sich dafür eigentlich ganz gut an und so wurde es gefangen, getötet, ausgenommen und gegrillt. Dabei wurde natürlich nichts weggeworfen, sondern alles gegessen. Und man muss sagen an so Hühnchenfüßen ist zwar nicht viel dran, aber sie schmecken nicht anders als das Fleisch. 
Zu dem Hähnchen gab es noch ein bisschen Grünzeug und Reis. Wir aßen mit ein paar Einwohnern des Dorfes und unser Guide übersetzte unsere Fragen, die wir hatten. 
Dann wurde ein großes Feuer entfacht und alle versammelten sich, um den Darbietungen der Bewohner beizuwohnen. Es wurden exotische Instrumente und Blätter gespielt und getanzt.
Danach ging es dann zum Häuptling des Dorfes wo wir wieder ein paar Fragen stellen konnten. Unter anderem erfuhren wir, dass die nächste Investition eine Schule sein sollte, was in dieser Region quasi das Non Plus Ultra war. Denn der Großteil der Jugendlichen blieb für immer im Dorf. Nur eine Hand voll schaffte es auf eine weiterführende Schule in einer der Städte zu gehen.  
Dann war es schon spät geworden und das Dorf kam allmählich zur Ruhe, was wir dann auch taten. 







Der nächste Tag startete sehr früh, was unter anderem an den ganzen krähenden Hähnen lag. Wir hatten ein schnelles, leichtes Frühstück welches aus Reis und Ei bestand. Danach  stand noch ein „Baci Ritual“ an. Das fand in der Hütte des Dorfschamanen statt und sollte sehr lustig werden. 
Wir setzten uns alle im Kreis um eine Opferschale, die dann kurz darauf mit allerlei Dingen bestückt wurde. Ein Hähnchen, Süßigkeiten, Lao-Lao, Bier Lao und noch ein paar anderen Sachen. Dann legte der Schamane los.
Es wurden mysteriöse Sätze gemurmelt, die Luft fing an zu knistern und es legte sich eine Spannung in die Luft. Dann gab es für alle den ersten Lao Lao des Tages. Um Acht Uhr...
Das wiederholte sich dann noch dreimal, bevor der Schamane und seine Handlanger begannen uns weiße Baumwollbänder um die Arme zu binden. Diese sollten unsere Geister an unseren Körper binden und ihn so beschützen. 
Vor dem langsam einsetzenden Lao Lao konnten sie uns allerdings nicht bewahren. Wir bedankten uns bei den mysteriösen Männern aus dem Dorf und setzten unseren Weg durch den Dschungel dann sehr gut gelaunt fort. 
Nach gut 1 1/2 Stunden wandern kamen wir dann in ein weiteres Dorf. In diesem sollten wir auf Kanus umsteigen und dann die letzten 23 Kilometer zurück nach Nong Khiaw paddeln. Dumm nur, dass die Kanus aber irgendwie noch nicht da waren. 
Nun war in dem Dorf gerade ein anderer Stamm zu besuch, was Anlass eines großen Festes war. Unser Guide wies uns an erst mal irgendwo neben den Leuten platz zu nehmen, die gerade ein Schwein zerteilten. 
Schnell wurden für uns ein paar Bänke aufgetrieben und dann kam auch schon der erste mit einem großen Krug. Remy freute sich schon, dass er jetzt endlich seinen Durst mit etwas Wasser löschen konnte. Doch weit gefehlt. Die klare Flüssigkeit war keinesfalls Wasser. Vielmehr handelte es sich um den guten Lao Lao. Wir versuchten höflich abzulehnen, aber die Dorfbewohner waren sehr hartnäckig und so hatten wir dann alle schnell den nächsten Shot getrunken. Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt schon recht gut. Ein paar von uns halfen, das Schwein zu zerteilen, einer der Engländer und ich sollten mit den frisch geputzten Schweineknochen um den Hals posieren. Es war recht amüsant. 
Uns wurde frischer Schweinedarm mit Blut-Chilisauce angeboten und dann kamen auch noch die Dorfältesten mit einer Kiste Bier vorbei. 
Schnell wurden die Bänke zu einem Kreis geformt und dann ging das Glas nur noch reihum. Alle die sich zierten, wurde die gute goldene Flüssigkeit dann mehr oder weniger per Zwang eingeflößt :D 


Als nächste Spezialität des Hauses wurde eine Art Suppe präsentiert. Hauptbestandteile waren Hirn, Blut und allerlei anderer schwer zu deutende Dinge. Die Stimmung war schon auf dem Höhepunkt, als dann auch noch eine Gruppe Frauen tanzend und singend im Pulk vorbeikam und uns in ein Haus zum tanzen einlud. 
Unterdessen versuchte unser Guide den noch halbwegs Nüchternen Leuten klar zu machen, dass die Kanus jetzt da waren und wir ablegen konnten. 
Remy und ein Franzose waren gerade dabei mit den Einwohnern Musik zu machen und so ganz glaube ich auch nicht, dass sie noch wirklich zuhörten was wir sagten. Sie entschieden einfach im Dorf zu bleiben und dann am nächsten Tag irgendwie nachzukommen. 
Der Rest der Truppe entschied derweil, dass wir das Abenteuer auf dem Mekong weiterführen würden. Wir legten unsere Schwimmwesten und Helme an und dann paddelten wir los. Trotz unseres Zustandes ging es recht flott voran. Immer mal wieder legten wir kleine Stopps zur Abkühlung ein. 
Dann kam die erste Stromschnelle. Das erste Kanu vor uns kenterte, doch der Guide und ich schafften es mit Mühe uns im Kanu zu halten. Nun wussten wir auch warum wir Helme trugen :D
In der nächsten Stromschnelle erwischte es mich dann. Keine Chance. Recht schnell waren aber alle wieder in ihren Kanus und dann ging es weiter. 
Irgendwann war es dann langsam Zeit mal wieder was zu essen. Unser Begleitboot hatte schon an einer Stellte angelegt und der Captain hatte in der Zwischenzeit zwei Fische gefangen. Nichtsdestotrotz ließen wir es uns jedoch nicht nehmen um selber unser Glück zu versuchen. Mit Wurfnetz und Harpunen versuchten wir unser Glück, jedoch kam nicht all zu viel dabei heraus. Zum Glück hatte der Profi vorgesorgt. 
Da es noch ein recht langer Weg war, machten wir nicht zu lange Pause. Ich weiß nicht mehr genau wann wir dann da waren, aber es war sicherlich schon fünf oder sechs. Mit Mühe schleppten wir dann noch unsere Kanus das Ufer hoch. 
Zurück in der Stadt suchte ich mir dann eine neue Unterkunft. Da Remy ja im Dorf geblieben war musste eine etwas günstigere Alternative her. Und die fand ich dann auch. Mit eingeschränktem Flussblick, aber dafür Terrasse und Top Zimmer. 

Nach einer Dusche und einer kurzen Verschnaufpause ging ich dann zu einem der Inder. Kurz darauf stießen die zwei Engländer und unser Guide zu uns. Als wir schon fertig waren, kamen dann auch die zwei Mädels. Der großteil der Gruppe musste am nächsten Tag schon abreisen, also verabschiedeten wir uns und ich ging erst mal ins Bett. Den Schlaf hatte ich mir wirklich redlich verdient...



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Freitag, 23. Mai 2014

Easyrider Tour


Geschehnisse vom 09.04. - 10.04.2014:

Morgens ging es früh raus, um noch ein ausgiebiges Frühstück verspeisen zu können. Der erste Easyrider trudelte noch vor halb acht ein und stellte sich schon einmal vor. Allerdings würde er eines der beiden Mädchen fahren. Die Spannung blieb also. Dann kam der Typ vom Vorabend. Und als letztes dann mein Fahrer. Thanh war sein Name und er schien eine ganz coole Socke zu sein. Er sprach quasi perfektes Englisch und zusammen mit den Mädels ging es dann los. Allerdings verloren wir uns schnell im Stadtverkehr. 
Erster Stopp war dann eine Pagode. Danach ging es zu den ersten Bergstraßen, die einen sagenhaften Blick über die Blumenfarmen und die kleinen Dörfer im Tal boten.
Ich bestieg noch einen kleineren Hügel, welcher fast noch einen besseren Blick bot, als schon die Straße. 
Wir fuhren gemächlich und ohne Eile durch die schöne Landschaft und stoppten dann bei einer Blumenfarm. Wie die Niederlande, exportiert auch Vietnam international Blumen aller Arten. Dort sahen wir dann auch die Mädels wieder. Oder besser, die Maschinen. Von den Mädels keine Spur. Hatten sich wohl zwischen den Blumen verlaufen :D
Wir setzten uns also wieder an die Spitze und fegten durch die Landschaft. Die Straße ging in eine Schotterpiste über und wechselte dann zu einer Schlammpiste. So musste ich am Ende noch absteigen. Das war eine einzige Rutschpartie. Vor uns Busse, die so stark driftenen, dass sie bald den Hang hinunter gefahren wären. Und dabei hatte die Regenzeit noch nicht einmal angefangen...
Neben den Straßen wurde immer eifrig gebaut oder auf Granit herumgehämmert. Wie die Blumen wird auch der Granit dann exportiert. Und hier wird er noch per Hand zerlegt. Komplett vom 6x6 Meter Block zum kleinen Stein. Alles in der Sonne, meist ohne Schutz. Echte Knochenarbeit. 
Danach kamen dann wieder ein paar schöne Kurven. Danach stoppten wir auf einer Kaffeefarm. Sie lag malerisch am Hang und hatte einen eigenen See, der komplett zur Bewässerung genutzt wurde. Da ich allerdings nicht der Kaffee-pur Trinker bin, fuhren wir dann auch weiter. 
Nächster Stopp war eine Seidenfabrik. Von der Larve bis zum fertigen Produkt konnte man sich alles angucken. Und letztendlich ist die Herstellung geradezu simpel.
Danach ging es zu einem Wasserfall, der allerdings etwas zu „nass“ für meine Kamera war. Thanh hatte vorher noch geschwärmt, dass man sogar hinter ihn gehen konnte, aber schon davor lief das Wasser der Gischt schon die Linse herunter. Ich genehmigte mir noch einen „Café Sua Da“ und dann ging es auch schon weiter. 
Die Landschaft war durchgehend malerisch, allerdings machte das Fahren so einen Heiden Spaß, sodass ich nicht einen einzigen Fotostopp machte.
Dann gab es auch bald was zu Essen. Das Restaurant lag auf dem Gipfel einer der Berge und tischte die herrlichsten vietnamesischen Speisen auf. Thanh freute sich wie ein kleines Kind, als er sah wie ich die ganzen Köstlichkeiten verschlang. Er berichtete mir von anderen Touristen, welche der vietnamesischen Küche wohl eher skeptisch gegenüberstanden. Und diese überwogen auch noch. 
Weiter fetzten wir die Bergstraßen entlang und lieferten uns ein kleines Kopf an Kopf Rennen mit zwei anderen Mädels auf Bikes. 
Dann stoppten wir an einer kleinen Brücke, welche komplett aus Bambus gebaut war, aber locker mehrere Scooter tragen konnte. Das sagte Thanh jedenfalls. Und tatsächlich sahen wir später dann noch eine Frau drüber fahren. 
Kurz vor unserem Tagesziel, kamen wir noch über eine monströse Brücke, unter welcher Ein Stamm auf Hausbooten lebte. Thanh erzählte, dass schon mehrere Versuche unternommen wurden, die Menschen auf‘s Land zu übersiedeln, aber das sei wohl immer fehlgeschlagen. Die Kultur des Stammes reicht zu weit zurück, als das sie einfach an Land leben könnten. Damit ist das größte Problem die Bildung, denn schwimmende Schulen gibt es nicht. 
Wir schnackten noch eine Weile und dann starten wir zu unserem letzten Punkt für den Tag. Einem Dorf. In diesem waren „die Frauen an der Macht“ und die Männer hatten absolut nichts zu sagen. Außerdem lebten sie in traditionellen Langhäusern. 
Ich lief ein bisschen im Dorf rum, wo ich einer jungen vietnamesischen Reisegruppe begegnete. Von der fragten mich dann prompt zwei, ob sie nicht ein Foto machen könnten. Als wenn ich die Attraktion im Dorf wäre :D - ich hatte schön öfters von diesen Fotoaktionen gehört, aber das war das erste Mal, dass ich es erlebte. 
Dann ging es in ein Hotel für die Nacht und ich freute mich nur noch über eine Dusche. Abends kochte die Familie des Hotels für uns und wir saßen alle zusammen. Allerdings war allen deutlich anzumerken, wie müde sie waren, womit sich die Gruppe auch schnell auflöste. 











Da keiner aus unserer Gruppe einen Elefanten reiten wollte, konnte wir alle ein bisschen später starten. Die zwei Mädels guckten sich am Morgen allerdings noch das Dorf an, was wir den Abend zuvor noch gemacht hatten. So kam es, dass wir uns dann bei einer Ziegelsteinfabrik erneut über den Weg liefen. 
Diese Fabriken werden immer dort hingebaut, wo gerade eine Lehmquelle ist. Bis dieser erschöpft ist, werden die Steine produziert und dann zieht die Fabrik quasi weiter. 
Wir zogen dann auch weiter und unsere Wege trennte sich auch bald. Wir fuhren weiter ins Landesinnere, wohingegen die zwei Mädels zurück an die Küste steuerten. 
Wir hielten noch an einer Pfefferplantage und dann an vielleicht dem besten Ort der ganzen Tour. 
Es war die relax und Schwimmoase schlechthin. Kein Mensch weit und breit, kaltes frisches, klares Bergwasser und Vogelgezwitscher. Ich hab versucht, dass ganze auf Bildern einzufangen, aber es wird dem Ganzen (wie so oft), nicht gerecht. Aber alleine schon der Fakt, dass ich dort allein war, war viel wert. Es gibt sie halt doch noch, die kleinen unentdeckten Plätze. 
Langsam aber sicher kamen wir nach Buan Ma Thout. Ich hatte Thanh zwischenzeitlich auch mal gefragt, ob es möglich wäre, die Tour zu verlängern, aber er riet mir davon ab, da ich auch nicht mehr so sagenhaft viel Zeit in Vietnam hatte und noch den Norden sehen wollte. Cooler Typ der Thanh. Wir hielten noch in einem typisch vietnamesischen „Café“, mit Hängematten, direkt neben der Straße. Ich genoss meinen „Café Sua Da“, Thanh seinen „Sua“ und dann legten wir die letzten Kilometer zurück. 
In denen mussten wir uns allerdings noch mehrfach unterstellen, da es immer wieder anfing zu regnen. Doch schließlich fanden wir auch das Guesthouse, dass ich mir rausgesucht hatte und dann hieß es Abschied nehmen. Thanh fuhr dann noch zum Hotel vom Vortag zurück, um dann am nächsten Tag den Rest des Weges nach Dalat zu fahren. 

Alles in allem eine super geile Tour und ich muss schon fast sagen, dass ich es ein bisschen bereue, Vietnam nicht komplett auf einem Motorrad gemacht zu haben. Aber sag niemals nie. Ich komm wieder, keine Frage. 





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Dienstag, 6. Mai 2014

Siem Reap und Angkor Wat


13.03. - 18.03.2014: 

Am nächsten Tag sollte es dann aber wirklich weiter gehen. Eigentlich hatte ich mir auch schon einen Busanbieter herausgesucht, aber am Morgen musste ich dann feststellten, dass die Station zu weit weg war. Aber es gab ja noch vier andere Anbieter. Da ich ein paar nicht so schöne Story‘s von den alten Klapperbussen gehört hatte, entschied ich mich am Ende für den „Ibis Express“. Die Station war auch nur drei Minuten zu Fuß vom Hostel weg, was die ganze Sache erleichterte.
Neben mir nah Jason aus New York platz. Es stellte sich heraus, dass er professioneller Fotograf in den Staaten war, seine eigene kleine Firma hatte und sich gerade eine Auszeit gönnte. Wir verstanden uns super und so vergingen die knapp sechs Stunden Busfahrt wie im Flug. 
In Siem Reap angekommen, ging das ewige Spiel der Tuk-Tuk Fahrer, die einem schon beim Aussteigen zuriefen, von vorne los. Am Ende hatte das Guesthouse von Jason, entgegen seiner Erwartungen, ein Tuk-Tuk geschickt, das wir uns dann teilten. Erst wusste der Fahrer nicht, wo mein Hostel war, fragte dann jedoch einen Kollegen, welcher ihm wohl den ungefähren Weg wies.
Als wir Jason abgesetzt hatten, fuhren wir dann aber irgendwie relativ Ziellos durch die Gegend. Ich nahm das Ruder dann in die Hand und fragte am Ende einen weiteren Tuk-Tuk Fahrer nach dem Weg. Er schien auch zu wissen wo wir hinmussten und immerhin waren wir auch schon in der richtigen Straße gewesen. Nur leider waren wir in die falsche Richtung gefahren...
Im Hostel angekommen, hieß es dann erst mal weiter warten. Grad war Stromausfall, weshalb ich leider nicht einchecken konnte. Nach 20 Minuten floss der Saft dann aber wieder durch die Leitungen und ich konnte mich endlich kurz hinlegen, duschen und dann was Essen gehen. 
Am Abend organisierte ich dann mit Jason noch den nächsten Tag, an dem wir Angkor Wat besuchen wollten. 

Tag 2:

Da wir uns dazu entschieden hatten, den Sonnenaufgang über Angkor zu sehen, mussten wir um kurz vor fünf aus den Federn. Gegen viertel nach fünf rauschte dann das Tuk-Tuk mit Jason heran, ich sprang auf und dann ging es auch schon in Richtung der uralten Tempel. 
Wir beiden, natürlich in T-Shirts bekleidet, froren dann schon fast ein bisschen, bei dem Fahrtwind und den morgendlichen Temperaturen. Auf dem Weg zum Ticketschalter (wobei das Wort Schalter hier leicht untertrieben ist - Komplex würde es wohl eher treffen), sah es noch so aus, als wenn es gar nicht sooo voll ist. Dann sahen wir aber immer mehr Tuk-Tuk‘s und auch schon die ersten Minivan‘s. 
Doch die Schlangen für die Tickets waren noch relativ kurz. Wir bezahlten unsere 20 US$ und ließen von uns ein Foto mit einer Webcam machen. Dann hatte die Dame hinter dem Schalter aber irgendwie unsere Geldscheine durcheinander gebracht, was erst einmal dazu führte, dass ich beschuldigt wurde, noch nicht gezahlt zu haben. Am Ende ging die Sache so aus, dass das gesamte, bis zu diesem Zeitpunkt, eingenommene Geld, an diesem Schalter, gezählt und dann durch die Anzahl der Tickets geteilt wurde. Ich glaube jedenfalls das sie das gemacht haben. Alles andere würde eher wenig Sinn ergeben. 
Wir schwangen uns nach dieser kleinen Verzögerung dann zurück ins Tuk-Tuk und legten den letzten Kilometer zu Angkor Wat zurück.
Nun musste man auch zugeben, dass es nicht mehr ganz so leer war, wie am Anfang vermutet. Die gesamte Meute pilgerte dann in den Tempel hinein, um sich dann an einem kleinen See, auf der linken Seite, vor Angkor zu platzieren. Ich tippe mal, dass dort dann beim Sonnenaufgang um die 200 oder mehr Leute standen. 
Der Sonnenaufgang an sich war nicht wirklich spektakulär, da die Luft wie eine dunkle graue Suppe gefärbt war.
Wir gingen langsam nach rechts herüber, genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die orangene Sonne schob sich schlussendlich doch noch langsam immer höher, und höher. Und dieses Spektakel konnte man von der rechten Seite deutlich besser beobachten. 
Schlau wie wir sind, haben wir uns dann nicht gleich Angkor angeguckt, sondern sind zu einem anderen Tempel gedüst, in dem mal ein paar Szenen von „Tomb Raider“ gefilmt wurden. So würden wir hoffentlich dem Touristenstrom entgehen. Das funktionierte auch ganz gut muss man sagen. Wir hatten bei den folgenden Tempeln eigentlich immer unsere Ruhe und konnte ordentlich knipsen. 
Gegen 12 Uhr waren wir dann auf einem zwischenzeitlichen Tief angekommen. Zum Glück wusste unser Fahrer, wo es was zu Essen gab. So machten wir etwas mehr als eine Stunde Pause und aßen etwas. 
Dann wagten wir uns wieder aus dem Schatten. Die Temperaturen waren in der Zwischenzeit bestimmt auf knapp unter 40 Grad gestiegen und es drohte noch heißer zu werden. Sobald ich mich auch nur einen Zentimeter bewegte, tropfte mir die Suppe von der Stirn und in den roten Sand, in dem sie augenblicklich auch wieder verschwand. Wir arbeiteten uns langsam vor und ich bewegte Jason dazu, jeden erdenklichen Tempel zu besteigen, da wir hier sicherlich nur einmal hinkommen würden. Der Bayon Temple war ein besonderes Prachtexemplar. Nicht unbedingt wegen der Größe, sondern vielmehr der Verzierungen und Gesichter die in den Fels gemeißelt worden waren. 
Vom Bayon Temple zurückkommend, bestiegen wir noch einen „Berg“ auf dem ein weiterer Tempel stand. Und schlussendlich schlossen wir unsere kleine Tour dort ab, wo alles angefangen hatte. Dem eigentlichen Angkor Wat. Dem konnten die anderen Tempel bezüglich der Größe nicht man ansatzweise das Wasser reichen. Bezüglich der Verzierungen war es allerdings nicht ganz so gut wie der Bayon Temple.
Gegen drei oder halb vier waren wir dann mit unserem Programm erst einmal durch. Da waren wir auch schon gut 10 Stunden auf den Beinen. Den Großteil der Zeit hatten wir dabei bei knapp 40 Grad verbracht. Wir waren komplett alle! Unser Tuk-Tuk Fahrer war so nett und setzte uns nahe der Pub Street ab, in der sich alle Restaurants und Bars der Stadt befanden. Der Durst wurde mehr oder weniger mit kaltem Eistee gestillt. Dann war eine kalte Dusche fällig und natürlich, ein Nickerchen. 
Auch wenn ich eigentlich keine Lust hatte, rappelte ich mich zu später Stunde noch einmal auf, ging noch mal etwas essen, bevor ich dann wieder zurück ins Bett wankte.











Tag 3:

Manche Menschen besuchen Angkor Wat, beziehungsweise die andern kleineren Tempel drum herum, am nächsten Tag dann gleich noch mal. Zu dieser Sorte gehörte ich jedoch nicht, da ich definitiv erst mal genug von Tempeln hatte. Ab einem gewissen Punkt ist die Tempel-Sättigungs-Skala halt doch mal erschöpft. Oder um es ganz klar auszudrücken: Man kann sie einfach nicht mehr sehen!
Es galt den Tag erst einmal ruhig angehen zu lassen. Ein bisschen die Stadt erkunden, über den Markt schlendern, sich mal wieder wundern, unter welch hygienischen Bedingungen Fleisch verkauft wurde. Das übliche halt. Die Zeit verging relativ flott und ehe ich mich versah, war ich kurz davor, Essen zu gehen. Auf dem Weg aus dem Hostel raus, lief ich dann noch einem Deutschen über den Weg, welchen ich in Phnom Penh so halb kennengelernt hatte. Zusammen und noch mit zwei Freunden, suchten wir dann noch zwei andere Freunde, die wir aber nicht fanden. So endeten wir schließlich bei einem der kleinen Stände auf dem Nightmarket.



Tag 4:

Der mehr oder weniger vierte Tag in Siem Reap starte auch relativ entspannt. Eine Amerikanerin und ich mussten das Zimmer wechseln, da in unserem ursprünglichen Bauarbeiten stattfanden. Am Ende landeten wir wieder beide im gleichen Zimmer und hatten sogar die gleichen Betten. 
Ansonsten hatte ich über eine Quadtour gelesen, dann sah ich den Flyer noch mal im Hostel und da entschied ich mich dann spontan die Tour für den Sonnenuntergang zu buchen. Gegen fünf wurde ich mit einem Dirtbike abgeholt und dann bei beim Büro abgesetzt. Ich und zwei Tschechen bekamen eine kleine Einweisung in das Quad. Danach mussten wir eine kleine Testfahrt machen, bei der mich der „Lehrer“ erst einmal zurechtweisen musste, da ich nach seinem Geschmack etwas zu schnell fuhr :D
Dann bekamen wir alle diese schönen Ärzte-Mundschützer. Einer der „Lehrer“ fuhr auf seinem Dirtbike voraus, während ich an letzter Stelle in der Kette war, was sich noch als sehr gut herausstellen sollte. Es ging an den Rand der Stadt und dann auf Schotterpisten durch die ländlichen Gebiete. Die Locals waren alle hellauf begeistert als sie uns vorbeisausen sahen und winkten meist. 
Mit dem Vorteil des Letzten in der Kette, ließ ich mich immer wieder zurückfallen, um dann einfach mal das Gas aufzureißen. Denn ich bin der festen Überzeugung das Quad‘s nicht dazu gedacht sind mit konstanten 30 km/h durch die Gegend zu tuckern. 
Außerdem denke ich auch, dass ein Hinterradantrieb und Sand einfach dazu genutzt werden müssen, um ein bisschen zu driften. Und genau da kam mir die letzte Position in der Kette sehr zu Gute. 
Durch malerische Landschaften ging es dann immer weiter von der Stadt weg. Links und rechts Wiesen, Reisfelder und ab und zu mal ein Wasserbüffel. Immer der, sich dem Horizont entgegen neigende, blutrote Sonne entgegen. 
Dann legten wir einen Stopp ein, um uns voll dem Sonnenuntergang zu widmen. Ein paar Kinder hatten sich schon an der Stelle versammelt und sobald wir abgestiegen waren, begannen sie auf den Quad‘s zu spielen. Das gefiel dem Tourenleiter nicht so ganz, aber er drückte ein Auge zu. 
In der Dämmerung ging es dann weiter ein paar Meter an Reisfeldern vorbei, durch ein Wasserloch und schließlich durch ein paar kleine Gassen. Und dann war der Spaß auch schon vorbei. Es war genug Benzin für diesen Tag verbrannt worden. 
Das Dirtbike setze mich wieder am Hostel ab und ich kam gerade noch rechtzeitig um meine Zimmerkumpanen zum Dinner zu begleiten.





Tag 5:

Am nächsten Tag war wieder eher nicht so viel angesagt. Ein bisschen Blog schreiben  und relaxen. Ach ja, und es war St. Patricks Day. Wobei ich diesen auch nicht sehr exzessiv zelebrierte, da mein Magen noch etwas empfindlich von dem Nightmarket Mahl, zwei Tage zuvor, war. Außerdem wollte ich mir noch ein bisschen was zu Essen für die Fahrt am nächsten Tag kaufen. Der Supermarkt lag allerdings etwas entfernt. Am Ende kam ich gerade so zu Ladenschluss gegen halb Zehn dort an. Und es gab auch noch ein paar durchschnittliche Rosinenbrötchen. 


Zurück in Phnom Penh:

Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Phnom Penh. Auf der Fahrt gab es keine besonderen Vorkommnisse, aber wenigstens brauchten wir auch wirklich nur die sechs angegebenen Stunden Fahrzeit. Wobei das aufsammeln der ganzen Leute in Siem Reap bestimmt schon eine Stunde gedauert hatte. 
Im Hostel erkannte man mich wieder und war erfreut mich mal wieder als Gast begrüßen zu dürfen. Ich würde eine Nacht in Phnom Penh bleiben, um dann am nächsten Tag den Bus nach Sihanoukville an die Küste Kambodscha‘s zu nehmen. 

Ich genehmigte mir am Abend noch eine ziemlich gute Pizza und damit war das Kapitel Phnom Penh dann auch geschlossen. 
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