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Sonntag, 9. Juni 2013

Melbourne to Perth Roadtrip - Tag 2



Geschehnisse vom 24.05.2013:


Wir wachen auf, als ein Auto mit Warnblinklicht vor uns steht. Im ersten Moment schießt uns natürlich der Gedanke an einen Ranger durch den Kopf. Doch durch die angelaufene Scheibe können wir nicht genau erkennen was draußen vor sich geht. Also warten wir. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es auf der gesamten Great Ocean Road (Strände mit eingeschlossen), nicht erlaubt ist, im Auto zu Schlafen. 
Aber auch nach 10 Minuten hat noch niemand am Van geklopft. Erleichtert lassen wir uns wieder auf die Matratze sinken und dösen noch ein bisschen vor uns hin.
Doch die ersten Sonnenstrahlen sind schon zu sehen, also stehen wir auf um dieses schöne Schauspiel zu beobachten. 
Das Auto mit Warnblinklicht stellte sich dann als Baustellenfahrzeug heraus. Nach kurzer Nachfrage erfuhren wir, dass an diesem Tag ein Haus nach unten an den Strand gebracht wird. Wohl für ein Surftunier. 
Da wir mit 6:30 Uhr noch relativ früh dran sind, fahren wir erst einmal ein bisschen die Great Ocean Road entlang. (Einer der Bauarbeiter war so nett und öffnete uns noch einmal die Absperrung die schon aufgestellt worden war ;) )
Irgendwann finden wir dann ein relativ schönes Plätzchen zum Frühstücken. Die Sonne brutzelt derweil auch schon ein wenig. So sitzten wir in der wärmenden Morgensonne auf einer Holzbank mit Meerblick und genießen unser Müsli mit Apfel und Milch. - What a life!
Dann fahren wir halt wieder die Great Ocean Road. Ich habe diese ja schon einmal mit Tim und Marcel gemacht, aber Wolfgang wollte das ganze natürlich auch sehen. Als wir gegen spätem Mittag an den 12 Aposteln ankommen, fängt es an zu regnen. 
In Warnambool halten wir natürlich an der Käsefabrik. Wolfgang wurde dann auch am Käseregal fündig. Danach gehen wir noch zu Hungry Jack‘s schütteln. Unser Mittag besteht dann dank free Fries und einem 2 für 1 Gutschein aus Pommes und zwei Burgern. 
Da Warnambool relativ groß ist und Wolfgang noch eine Versicherung für den Van brauchte, fuhren wir noch zur nächsten Commonwealth Bank. 
Dort kündigte er dann die Versicherung von seinem anderen Auto, dass er noch auf den letzten Drücker losgeworden war. Und so hatte der Van dann nach knapp 30 Minuten eine Versicherung. 
Von Warnambool aus ging es dann Richtung Mt. Gambier. Dort gibt es einen „Blue Lake“. Einen See, der aus unerklärlichen Gründen Blau ist. Jedenfalls im Sommer. Im Winter färbt er sich dann Stahlgrau. 
Da wir den See sowieso angucken wollten und es auch zu dunkel zum weiterfahren war (Stichwort: Kängurus), suchten wir uns einen Schlafplatz in Mt. Gambier. Wir wurden direkt am See fündig. Dort gab es absolut keine Laternen oder sonstige Beleuchtung. 
Also stellten wir uns dort auf eine Art Parkplatz. Wobei wir bis heute nicht wissen ob es wirklich ein Parkplatz war ;). 
Wir warfen dann noch kurz einen Blick auf den See, aber außer dem silbernen Schimmern des Mondlichts auf dem Wasser, war er schwarz. Aber es war ja auch dunkel. 
Wir überlegten noch kurz was wir noch machen könnten, jetzt wo wir ja in einer relativ großen Stadt waren. Die Pub‘s fielen jedoch schon einmal weg, da ich noch krank war. Das Kinoprogramm sagte uns auch nicht ganz so zu. Also entschieden wir uns, einfach ein kleines eigenes „Kino“ in unserem Van aufzubauen. 
Und nachdem wir beide mit dem Gefummel an unseren Handys fertig waren, klappten wir den Laptop auf und guckten Hangover 2. 

Und hier noch mal ein paar Bilder von der Great Ocean Road im Winter:

















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Samstag, 8. Juni 2013

Melbourne to Perth Roadtrip - Tag 1


Geschehnisse vom 23.05.2013:

Um 6:45 Uhr hieß es schon aufstehen. Quasi so wie wir auch immer zur Arbeit aufgestanden sind. So konnten wir dann alle auch noch einmal zusammen Frühstücken. 
Gevyn, Paul und Marc sind dann zehn Minuten bevor ich losmusste zur Arbeit gefahren. So konnte ich mich auch noch von ihnen verabschieden. 
Nachdem ich mich dann noch von Kate verabschiedet hatte, wurde es doch noch ein wenig knapp mit dem Zug. Aber schlussendlich stand ich pünktlich am Bahnsteig. War ja auch nur ein Lauf von 1 Minute zum „Bahnhof“ ;).
In Bendigo mussten dann kurz alle aus dem Zug, damit ein anderer angekoppelt werden konnte. Dann wieder alle rein in den Zug und weiter ging‘s. Allerdings nicht lange. Irgendwann hielt der Zug einfach. Nach Fünf Minuten kam dann eine Ansage. 
Der Zug habe ein Känguru überfahren und man müsse jetzt erst einmal gucken ob mit dem Zug alles in Ordnung sei. - Da dachten sich auch alle, was denn ein Känguru einem massiven Zug anhaben konnte.
Die Minuten verstrichen. Allgemeine Unruhe breitete sich aus. Die Leute rannten mit ihren gezückten Handys durch den Zug und versuchten verzweifelt Empfang zu bekommen. Bei ein zwei klappte es wohl sogar. Aber wir waren halt in der Pampa.
Nach einer Stunde kam dann mal ein Bahnangestellter durch das Abteil. Er sagte, dass das Känguru wohl ein paar Kabel unter dem Zug rausgerissen hatte und deshalb die Elektronik spinnt. - Super. Ich hatte mit Wolfgang eigentlich ausgemacht, dass wir uns um 10:45 Uhr in Melbourne Southern Cross treffen.  
Ich konnte mir dann noch ein bisschen Zeit mit einer Zeitung vertreiben, die ich von einer Australierin bekommen hatte. 
Als der Bahnangestellte dann noch mal vorbei kam, erklärte er uns, dass es leider auch  nicht möglich ist uns mit Bussen abzuholen, da die „Straßen“ die vorhanden waren nur von Allradfahrzeugen zu befahren seien. 
Nach zwei Stunden kam dann der nächste Zug nach Melbourne neben uns angerollt. Dann hielt er und es wurden kleine Brücken zwischen den Zügen aufgebaut. 
Über diese konnten wir dann in den anderen Zug gehen und schlussendlich nach zwei Stunden weiterfahren. 
Zwischendurch hatte ich zum Glück dann mal Empfang um Wolfgang zu sagen was los ist. Dieser hatte sich schon so gefreut endlich was essen hu können. Musste er dann aber alleine machen :).
Gegen ein Uhr rollte der Zug in Melbourne ein. Wir brachten schnell meinen Rucksack in den Van und suchten dann was zu Essen. Da habe ich Wolfgang dann die Huungry Jack‘s App gezeigt. Da haben wir dann auch gegessen. Denn so einen schönen 50% Gutschein kann man ja nicht einfach verfallen lassen ;).
Nach unserem Essen und dem Austausch der ersten Farmerlebnisse, machten wir uns auf den Weg zu IKEA.
Denn Wolfgangs Van war noch nicht komplett ausgestattet. Zu unserem Glück stellten wir fest, dass es auch einen Kmarkt und einen Coles neben dem IKEA gab. Alles was wir brauchten. 
Bei IKEA kauften wir dann ein paar Boxen, die später einmal unter die Bettkonstruktion im Van kommen sollten. Außerdem ein Bettlaken, Besteck, Teller, Becher, Schalen und ein Schneidebrett. 
Danach bei Kmarkt sorgten wir für die Campingausstattung. Schlafsäcke, Kühlbox, Gaskocher, Campingstühle, Töpfe und noch ein paar Küchenutensilien. Coles ließen wir aus und fuhren lieber zum Aldi. 
Da machten wir dann unseren großen Lebensmitteleinkauf. Natürlich mit den üblichen Verdächtigen: Dosensuppen, 3 Minuten Nudeln, Pasta und Saucen. Aber auch Früchte waren dabei ;). 
Am späten Nachmittag, fast schon früher Abend, geht es dann endlich in Richtung Great Ocean Road. 
Wir verfahren uns zwar noch einmal auf dem Highway in der Stadt, aber nach 1 1/2 Stunden kommen wir in Torquey an - dem Start dem Great Ocean Road. 
Nach kurzer Besprechung entscheiden wir zum Bells Beach zu fahren und dort zu schlafen. 
Kommen um neun Uhr dort an. Dann bauen wir das Auto noch ein bisschen um. Bells Beach stellt sich dann als Top Schlafplatz heraus. Mit Meerblick, aber in einer dunklen Ecke stellen wir „Sam the Van“ ab. 
Komischerweise kommen ab und zu doch mal Autos und halten. Aber alle fahren nach kurzer Zeit weiter. Mit zwei belgischen Backpackern aus einem Van erzählen wir dann noch kurz aber wir sind beide Müde da wir noch im Farm-Schlafrhythmus waren ;)
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Samstag, 16. März 2013

Great Ocean Road - Tag 4


Aufgrund des Alkoholpegels, fast aller Personen, wurde es aber dann schnell ruhig in unserem kleinen Camp. Da es nicht besonders kalt war und Marcel sich strikt weigerte, alleine im Zelt zu schlafen, tat ich ihm den Gefallen und gesellte mich zu ihm ins Zelt. In der Nacht war es dann, vielleicht auch wegen 2 Jacken, welche als Decke benutzt wurden, nicht sonderlich kalt. Allerdings fing es Nachts an zu Regnen. Und auch Morgens tröpfelte es noch ein wenig vom Himmel herunter. So was ist beim Zelten natürlich immer doof. Aber wir konnten‘s ja leider nicht ändern. Da wir ja eigentlich weiterwollten, unser Zelt aber nass war, mussten wir dieses erst einmal ein bisschen unter nem Unterstand trocknen lassen. Mussten zwar ein wenig laufen, aber wenigstens dauerte das Auto aufräumen nicht so lange, da ja nur der Tim dort geschlafen hatte. In der Zwischenzeit, in der das Zelt trocknete, haben wir weiter unsere zahlreichen elektronischen Geräte geladen, gefrühstückt und Zähne geputzt. 
Da Marcel und Tim beide noch ordentlich verkatert waren, was bei der nicht gerade kleinen Menge von 2 Litern Goon für jeden, nicht gerade verwunderlich war, bin ich dann erst mal weitergefahren.  
London Bridge
Nach und nach ging es dann zu „The Grotto“, der „London Bridge“ und noch ein paar anderen Sehenswürdigkeiten. Irgendwann geht es dann durch die Pampa. Die kleinen Städte erinnern dabei immer stark an Vororte, wie es sie in den USA gibt. 
Nach einer ganzen Weile kommen wir dann schließlich am nächsten Hauptpunkt auf unserer Liste an. Einem Käsemuseum. Das Museum hat zwar auf ganzer Linie enttäuscht, aber die Käse und Weine waren wirklich der Hammer. Da gab es dann auch mal wieder Gouda oder Ziegenkäse. Für uns natürlich alles unerschwinglich ;). Leider mussten wir die Käseverkostung auslassen, da wir sonst über eine Stunde hätten warten müssen.
Ein wenig geknickt, den schönen kostenlosen Gouda links liegen lassen zu müssen, fuhren wir dann weiter in Richtung nächst größerer Stadt. Dort angekommen, geht es erst einmal zu Mc Donald‘s. Dann zu Wollworth einkaufen. Und da würfle ich auch nach einer Zeit mal wieder mit meiner Hungry Jack‘s App. Aber leider gab es diesesmal nichts gutes für mich :(. Für die Weiterfahrt machen wir dann einen Fahrerwechsel. So geht es dann, mit Tim als Fahrer, weiter Richtung nächstem Highlight. 
Auf dem Weg werden noch schnell ein paar der 24 Cookies für 4$ gemampft. Und dann waren wir auch schon wieder da. Am Vulkankrater. Welcher nebenbei bemerkt, mit Wasser gefüllt ist. Nach einem Ordentlichen Anstieg stehen wir auf einer kleinen Bergkuppe und genießen den Ausblick. Nun ja insoweit das bei Wolken möglich ist...
Außerdem haben wir auf dem Berg auch seit seht langer Zeit mal wieder Handyempfang. An dieser Stelle will ich alle Backpacker warnen, ja nicht Vodafone als Anbieter zu nehmen. - Man wirft euch die Simkarten nicht umsonst überall hinterher ;) 
Ach und dann laufen wir auf dem Berg auch noch einem wilden Pfau über den Weg. Durch und durch ein Ereignisreicher Berg :).
Eigentlich sollte es dann zur nächsten „großen“ Stadt gehen. Aber bis heute ist nicht geklärt, wer schuld war, dass wir die falsche Ausfahrt genommen haben. Jedenfalls kommen wir irgendwann zu einem ziemlich einsamen Leuchtturm. Aber - no worries - am Ende war der Ausblick gar nicht schlecht und wir fuhren wieder zurück, in richtiger Richtung. 
Nun auf der Richtigen Straße kommen wir nach ca. zwei Stunden in der vor vorletzten Stadt, vor South Australia an. Nach langem Rumgesuche entscheiden wir uns, bei Kentucky Fried Chicken zu Essen. Ich mein ist ja nicht so das wir an diesem Tag bei noch keiner anderen Fast Food Kette waren...
So geht es mit vollen Bäuchen in Richtung der vorletzter Stadt Victorias. 
In dieser besagten vorletzten Stadt, dessen Name mir grad entfallen ist, treffen wir die Entscheidung, noch weiter zu fahren und nicht im Ort zu übernachten.
Trotz bedrohlich leerem Tank schaffen wir es in die  letzte Stadt. Dort dann aber die Ernüchterung. - Die Tankstelle hat zu. Und der Nachtautomat geht seit 2005 nicht mehr. - Suuuper. Aber nach kurzer Befragung der einzigen Passanten in diesem kleinen Örtchen (keineswegs konnte man das als Stadt bezeichnen), finden wir heraus, dass es noch eine zweite Tankstelle gibt. Diese hat bis 10 Uhr offen. Also noch genug Zeit um ein wenig Futter für unsern kleinen Corolla zu bekommen. Nachdem unser Corolla dann genau so voll war, wie wir zuvor nach unserem Mahl bei Kentucky Fried Chicken, geht es weiter.
Vor uns liegt zu diesem Zeitpunkt noch eine Strecke von ca. 500 Km bis nach Adelaide. Und nach kurzer Besprechung legten wir Adelaide auch als Ziel für diese Nacht fest.
Durch die Pampa geht es dann in besagte Richtung. Dabei dürfen wir mal wieder einen der Zahlreichen super Sonnenuntergängen Australiens miterleben. Und dann beginnt der ernst der Fahrt. Känguruspotting. Alle drei von uns scannen unerbittlich die Seiten der Straßen nach heranspringenden Kängurus. Nach ein, zwei Stunden werden wir dann irgendwann von einem Truck überholt. Dieser ist von da an dann unser persönliches Kängururäumgerät. - Und wirklich kommen wir unversehrt an einer Tankstelle im Nirgendwo an. 
Da vertreten wir uns dann erst einmal ein bisschen die Beine, gönnen uns einen Kaffee und erforschen das innere der Tankstelle, die mehr an ein Jagdhaus erinnert. Überall hängen Hirschgeweihe, Hirschköpfe und Bilder von wirklich, wirklich großen Fischen. Kaufen konnte man diese Hirschköpfe und Geweihe übrigens auch :D.
Nachdem wir eine beachtliche Pause von bestimmt 30 Minuten gemacht haben, schnacken wir noch kurz mit den Typen die auf der Tankstellenveranda ihre Angeln für den nächsten Tag vorbereiten. Und Marcel kann es sich dann auch nicht nehmen lassen, nach den Toll Streets (Mautstraßen) in Adelaide zu fragen. Aber man sagt uns das es so etwas nicht in Adelaide und Umgebung gibt. 
Und dann verabschiedet man uns mit einem „Watch out for the Kangaroos!“. 
Und so machen wir uns wieder alleine auf, in die schwarze Nacht, immer wachsam den Straßenrand absuchend...
Auch wenn wir einige Kängurus am Straßenrand gesehen haben, schaffen  wir es ohne Wildunfall nach Murray Bridge. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis nach Adelaide. So wird der letzte Energydrink geschlürft und ein letztes Mal die Beine vertreten. Ich wache dann erst wieder auf als wir grad nach Adelaide reinfahren ;). Und schon da erkennt man das Adelaide eine wirklich schöne Stadt ist. Sehr viele Parks und insgesamt sehr grün.  
Wir sind dann ein wenig ratlos, wie wir zur Küste kommen, aber nachdem wir einen Taxifahrer gefragt haben, war das dann auch kein Problem mehr. An der Küste suchen wir dann eine Seitenstraße und versuchen ein wenig zu schlafen. Ich muss sagen für mich war das ganze sehr Erfolgreich, nur Tim und Marcel fanden wohl nicht ganz so gut in den Schlaf. Der eine wahrscheinlich wegen seiner Größe und der andere weil er sich einfach ständig Sorgen machen muss, dass ja evtl. jemand vorbeikommen könnte und uns dann wegscheucht. - Ja, ja alles manchmal nicht so einfach. 
Und so wird der Motor wieder angelassen und es geht weiter zum nächsten Mc Donald‘s Parkplatz. Aber auch da halten wir uns nicht lange auf...

Und wieder eine Flut von Bildern:


The Grotto












Port Campbell

Ausblick beim Leuchtturm

Vulkan



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Montag, 11. März 2013

Great Ocean Road - Tag 3


Entgegen aller Befürchtungen, war die Nacht nicht so abartig kalt wie die davor. Sie war vielmehr geradezu warm. Marcel hat irgendwann aber ins Zelt gewechselt. Wohl wegen dem Geschnarche von Tim. Was ich allerdings nicht mitbekommen habe.
Um halb neun hieß es dann raus aus‘m Auto. Nach dem Umräumen geht es direkt zurück in den Ferienort. Auf dem Weg dort hin, passieren wir ein abgenagtes Skelett, was den Tag davor garantiert noch nicht dort lag - Welcome to Australia. War dann vielleicht doch kein Koala der da so geknurrt hat ;).
Am Strandpark lassen wir uns dann nieder und verspeisen unseren Toast mit Nutella oder Marmelade. Nachdem unser Auto dann auch wieder gefüttert ist, fahren wir zu einem Rain Forest Walk. Das ganze war ganz ok, aber die etwaige Flora und Fauna sollte nicht die letzte seiner Art auf unserer Reise bleiben. 
Der nächste Punkt auf der Liste hörte sich dann schon besser an. Ältester Leuchtturm Australiens. Und gleichzeitig ist man dort dann auch am zweitsüdlichsten Punkt auf dem Festland.
Für den Leuchtturm musste man natürlich wieder bezahlen. Der Lookout, von welchem aus man diesen, ach so schönen, Leuchtturm sehen konnte, war dann auch nicht das gelbe vom Ei. Die Hauptattraktion war dann doch eher ein lustiges, stachliges, igelähnliches Tier, was über den Weg lief. 
Ernüchtert fuhren wir dann zurück. Allerdings befand sich eine weitere Attraktion auf dem Rückweg zur Great Ocean Road. Denn der Weg zum Leuchtturm war an einer Stelle von Eukalyptusbäumen gesäumt. Und welche Tiere leben in Eukalyptusbäumen? - Richtig. Koalas. Und so bekamen wir mal wieder ein paar flauschige Bärchen zu Gesicht.
Der nächste Punkt war dann der Johanna Beach. Von dem ich im vorherigen Blogeintrag schon einmal kurz berichtet hatte. Ich sag mal - Guckt euch einfach die Bilder an, mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. 
Dann schlängelte sich die Great Ocean Road ein wenig ins Landesinnere, weg von der Küste. Durch malerische Landschaften geht es so weiter in Richtung der 12 Apostel. Der Hauptattraktion der Great Ocean Road überhaupt. 
Auf dem Weg dort hin halten wir noch an einem komischen Baumausguck, welcher am Ende dann 25$ Eintritt kosten sollte. Außerdem haben wir uns auf einer elend langen Schotterstraße bis kurz vor den Wreck Beach durchgekämpft. Aber als wir dann die Leute in einem vorbeifahrenden Auto fragten, ob man denn etwas sehe, sagten diese uns das Flut ist. Damit war die Sache dann auch gelaufen und wir drehten um. 
Und dann waren wir da. Die 12 Apostel. Und das erste was auffällt - deutlich mehr Touristen und Backpacker. Man kann eigentlich wenig zu diesen massiven, großen, monströsen Felsen sagen. Außer das sie echt sehenswert sind. Leider bezweifle ich, dass das die schiere Größe auf den Bildern rüberkommt. 
Was an dieser Stelle aber auch gesagt sei. Be aware of the flies!  Denn die Fliegen dort sind wirklich, aber wirklich die schlimmsten, denen ich je begegnet bin. So dermaßen aggressiv und dreist. Und dann sind es auch noch so dermaßen viele. Und alle versuchen einem in die Nase oder in die Ohren zu fliegen. Das nervt dann doch schon dezent auf Dauer. Und leider kann man die Viecher auch nicht verscheuchen. Verscheucht man drei, kommen fünf Neue. Da wird die Besichtigung zur kleinen Tortur. Aber man freut sich dann umso mehr, wenn man wieder im Auto ist. 
Nach den 12 Aposteln machen wir direkt in dem Ort danach Halt. Wir gucken nach Campingplätzen, es gibt aber auf den ersten Blick nur einen für 71$. Da das logischerweise viel zu teuer ist, fragen wir noch ein wenig rum. Und schließlich kriegen wir die Info, dass hinter einem Sportplatz versteckt, sich noch ein sehr billiger Platz befindet. Und dieser hat sogar Duschen. Also fahren wir dort hin. 
Nach einer kurzen Besichtigung unsererseits, entschieden wir, dass 10$ pro Person für das Gebotene völlig in Ordnung sind. Denn es gab zusätzlich zu den Duschen auch noch Strom ;). Da aber sowieso noch keiner da war, bei dem wir hätten bezahlen können, sind wir erstmal noch zum Badestrand gefahren. Das ist auch der einzige wirkliche Badestrand auf der kompletten Great Ocean Road. An den anderen Stränden sind die Strömungen wohl zu heftig. 
Marcel und ich stürzten uns dann zwei mal in die Fluten, während Tim Tagebuch in einer Strandbar schrieb. Später sollten wir dann noch erfahren, dass er dabei noch ein kühles Blondes genossen hatte. Aber dafür hatten wir eine richtige Abkühlung. Und das Bier war wie zu erwarten auch nicht ganz billig. 
Im Gras liegend, entdecken wir zwei Mädels, die Marcel schon vorher in der Information der Stadt gesehen hatte. Wir fragen die beiden kurzerhand, wo sie denn schlafen werden. Und da stellt sich heraus, dass sie wohl auch auf den selben Campingplatz fahren wie wir. 
Danach erforschen wir dann ein bisschen den Ort. Auch auf der Suche nach Essen. Wie zu erwarten, halten Marcel und Tim natürlich auch Ausschau nach einem Laden, der Goon verkauft. Und den finden sie dann auch. Nachdem dieser Punkt dann schonmal geklärt war, sagen wir alle, dass wir nicht unbedingt etwas warmes zu Essen brauchen. Also laufen wir noch mal zum Supermarkt. Da kaufen wir dann ein paar Salamischeiben und einen Dip für 8$. Und natürlich kaufen Tim und Marcel auch ein Packet Goon. 
Dann geht es zum Campingplatz „einchecken“. Als wir mit dem Typ von der Rezeption sprechen, kommt uns gleich etwas komisch vor. Und siehe da, er ist ein Deutscher. Und die erkennt man natürlich an ihrem Akzent. Dann erzählt er uns ein bisschen was er dort so macht. Er ist wohl in dem Ort nur wegen dem Surfen. Denn ein paar Surfkumpels, die er kennengelernt hat, haben ihn bei sich aufgenommen. Und da einer der Typen genau diesen Job am Campingplatz macht, gerade aber in Melbourne Urlaub macht, konnte er übernehmen. Und auch sein Verdienst bei dem Job ist nicht so schlecht. Er arbeitet zwar nur zwei Stunden am Tag, kriegt dafür aber auch 25$ die Stunde. 
Wir bezahlen dann am Ende anstatt der 10$ pro Person, nur 10$ insgesamt. Nach dieser positiven Überraschung, richten wir uns auf dem Campingplatz ein. Ein wenig später kommen dann auch die Mädels. Bis auf die sind sonst nur zwei andere auf dem Platz.
Dann verspeisen wir unser Festmahl, welches wirklich wirklich gut war, gucken den Sonnenuntergang an, gehen dann später duschen und laden unsere Sachen. 
Wegen Kopfschmerzen mache ich mir einen ruhigen Abend, schreibe ein bisschen Blog und passe auf all die Elektronik auf, die an der Steckdose hängt. Währenddessen vernichten Marcel und Tim zusammen 4 Liter Goon. Dementsprechend lustig waren die beiden dann auch drauf als ich wiederkam...

Und hier gibts noch meeeehr Bilder:

Berge gabs auch mal


Rainforest












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