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Samstag, 15. März 2014

Ab nach Kuala Lumpur!

Lecker Street Food in KL

Geschehnisse vom  16.02. - 18.02.2014:

Am nächsten Morgen konnte ich gerade noch so Frühstücken. Das wurde mehr oder weniger ab 7 Uhr serviert. Effektiv eher um 20 nach sieben. Und um halb acht musste ich mein Boot rüber nach Lombok erwischen. Aber ich dacht mir, dass die Indonesier ja sowieso immer ein bisschen länger brauchen. Und so war es dann auch. Das Boot legte erst gegen acht Uhr ab. 
Wurde eine sehr lustige Fahrt. Reiht sich gleich nach der Nussschalenfahrt in Fiji ein. Das Boot ging an die Grenzen des physikalisch machbaren und schwante von liiiinks nach reeeechts. Die ersten Kinder erlitten schon Nervenzusammenbrüche, fingen an zu schreiben, heulen und sich zu übergeben. Aber nach gut 30 Minuten waren wir dann auf Lombok angekommen. Gleich kamen wieder die ach so netten Typen an, die einem das Gepäck quasi aus der Hand reißen wollen, um dann Geld für den Transport zu kassieren. Tja, aber nicht mit mir den Trick kennen wir ja schon...
Da ich mehr oder minder sehr wenig Ahnung hatte, wo ich als nächstes hinmusste, fragte ich einen der rumstehenden, gelangweilt aussehenden Locals. Doof nur das er sich als Kutschenfahrer herausstellte. Und da ich wie gesagt keine Ahnung hatte, wo ich hinmusste, ließ ich mich von im belatschern und stieg schließlich in seine Kutsche ein. Es sollte ja ein sehr langer Weg zu der Bushaltestation sein. Schon an dieser Stelle Schande über mein Haupt, ich hätte es besser wissen sollen...
Er ließ mich dann an dem Café raus, an dem ich auch schon auf dem Hinweg zu den Gili‘s gewartet hatte. Aber nun ja, es war ja jetzt nicht so, als das mich das verarmen lassen würde. 
So wartete ich da eine gute Stunde auf den Bus. Der „Aufseher“ konnte sich sogar noch an mich erinnern und freute sich einen Ast, dass ich mit seiner Firma zurückgekommen war. Angesichts der Masse an Backpackern die er in den knapp zwei Wochen gesehen haben muss ist das schon irgendwo erstaunlich, dass er sich noch erinnern konnte. Hab ich wohl mal wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen :D
Während des Wartens kam ich dann noch mit einer Amerikanerin ins Gespräch die für eine internationale Ingenieursvereinigung arbeitete und schon so überall auf der Welt war, wo man sein kann. Auf Lombok hatte sie gerade ein Projekt das sich mit dem ganzen Plastikmüll beschäftigte. 
Und dann kam auch endlich mal unser Bus. Neben mir stiegen noch vier Niederländer ein. Drei davon waren Drillinge :D und außerdem noch ein russisches Pärchen. 
Wir fuhren durch die Berge hielten an einem kleinen Straßenstand kurz an, an dem unser Fahrer irgendwas kaufte, dann ging es weiter. In Mataram hielten wir dann irgendwann noch mal an. Unser Fahrer verschwand wieder für kurze Zeit mit den zwei zuvor gekauften Flaschen und kam dann mit leeren Händen wieder. Wir tippten geschlossen auf das dealen von Arak. - Selbst gebrannter Schnapps, der nicht ganz so rein ist, wie er eigentlich sein sollte. Es gibt immer mal wieder Todesfälle wegen diesem Zeug auf den Gili‘s. 
Wir erwischten unsere Fähre ohne Probleme und mussten auch nichts extra bezahlen. Das hieß wir waren nicht über den Tisch gezogen worden. Yeahhh. Auf dem Schiff stürzten sich dann natürlich erst mal alle Verkäufer wie die Fliegen auf uns. Als das ausgestanden war, setzte sich das Schiff langsam in Bewegung. Wir quatschten ein bisschen, bevor ich die Niederländer ein bisschen auf ihrer Landessprache erzählen ließ und schlief. 
Eine Stunde bevor wir in Bali ankamen, wachte ich dann auf. Lustigerweise hatten ein paar von den Passagieren schleppleinen ausgeworfen und sogar einen kleinen Fisch gefangen. 
In Bali verließ uns dann die Niederländerin und kurze Zeit später stiegen auch die andern Jungs in einen anderen Bus als ich. Der Bus fuhr noch einen Umweg zum Flughafen, um einen Passagier abzuwerfen, bevor er dann in Kuta hielt. Ja hier war ich wieder in Kuta...
Ich hatte mich im Hotel Neo eingebucht, dass natürlich sehr, sehr, sehr weit von dem Punkt entfernt lag, an dem mich der Bus rausgelassen hatte. Half also nichts, es musste ein Taxi her. Zum Glück fahren diese hier eigentlich überall rum. Nur war gerade Rushhour und es ging einfach nicht voran. Nach bestimmt 20 Minuten für vielleicht 4 Kilometer waren wir da.
Das Hotel Neo entpuppte sich als kleine Perle. Super freundliches Personal, auch wenn man über meinen Wunsch, mich zu upgraden nur lachte, ohne weiter darauf einzugehen. Das geht aber besser! Zimmer war top, schickes Design, einigermaßen viel Platz und ein groooßes Bett.
Mich trieb der Hunger jedoch sehr schnell wieder nach draußen. Den ganzen Tag nichts ordentliches gegessen. Und seit dem ich wusste, dass ich noch mal nach Kuta kommen würde, so wusste ich auch, dass ich noch mal diese geniale Quattro Fromaggi Pizza essen würde, die ich bei meinem ersten Mal in Kuta schon probiert hatte. Und sie war wieder absolut göttlich :D
Sehr gut genährt wankte ich zurück zum Hotel, holte mir noch einen dieser leckeren Eistee‘s und viel ins Bett. 13 Stunden unterwegs am Tag macht halt auch irgendwie müde... 

Da ich es wie erwartet nicht geschafft hatte noch einen Flug zu buchen, sah ich mich gezwungen, noch eine weitere Nacht in Kuta zu bleiben. Nach harten Verhandlungen mit dem netten Herrn von der Rezeption konnte ich den Onlinepreis plus ein Frühstück rausschlagen. 
Da es in Kuta (wie wir ja alle schon wissen), nicht all zu viel zu tun gab, blieb ich eine Weile im Zimmer. Dann wagte ich mich aber doch raus, da ich noch ein, zwei Sachen kaufen wollte. So schlenderte ich gut drei Stunden umher. Eingeschlossen ein haariger Besuch in einem angeblich so guten Restaurant. Reaktion der Bedienung auch eher Bescheiden...
So richtig wurde ich auch nicht fündig, sodass ich mit leeren Händen ins Hotel zurückkam. Aber in Kuta hat ja alles bis 22 Uhr offen, deshalb war noch nichts verloren. Abends ging es in einen kleinen Warung, der in Kuta von den blöden Australiern natürlich nicht gerade viel Aufmerksamkeit erfährt. Die wollen ihre westliche Küche. 
Und dann kurz vor Ladenschluss fand ich doch noch das was ich gesucht hatte. Nach harten Verhandlungen konnte ich mit meinem gebrochenen Indonesisch noch einen etwas besseren Preis aushandeln als vielleicht nur auf Englisch. Den zwei gefiel es sichtlich das ich mich mit der Sprache abmühte :D
Dann war ich gegen 22 Uhr zurück im Hotel. Und irgendwas hatte ich doch vergessen oder? Ah ja, Flug buchen. Das Zeil stand ja schon fest. Kuala Lumpur. Isa, die ich damals in Australien getroffen hatte, würde am nächsten Tag auch hinfahren.
Also schnell einen billigen Flug rausgesucht. Am Ende waren es 49€ mit Malaysia Airlines. Top Preis angesichts der „richtigen“ Airline. Natürlich wollten mich die Götter an diesem Abend noch auf eine Probe stellen und so kam es, dass ich mein Verified by Visa Passwort drei mal falsch eingab. Damit fiel das Bezahlen mit Kreditkarte Nummer eins schon mal weg. Da Kreditkarte Nummer zwei auch mit dem sagenhaft tollen „Verified by Visa“ ausgestattet war, der Pin aber auf meine deutsche Handynummer geschickt werden würde, welches natürlich kein Netz hatte, musste ich einen Shop ohne „Verified by Visa“ finden. Zum Glück fand ich auch einen. Sonst hätte das Mobiliar im Zimmer eventuell etwas gelitten...
Das Hotelzimmer war dann auch gegen ein Uhr gebucht und die Adresse an Isa weitergeleitet. Es konnte also nach Kuala Lumpur gehen!



Die ersten paar Stunden in Kuala Lumpur:

Da mein Flug erst gegen ein Uhr war, konnte ich schön ausschlafen und das ausgehandelte Frühstück genießen, dass sich als nicht sonderlich beeindruckend herausstellte. Dann checkte ich aus und schnappte mir ein Taxi. Da ich den Preis zum Flughafen kannte, hatte der Fahrer keine Chance mit seinem völlig überzogenen Preis. Am Flughafen angekommen, gab ich meinen Backpack auf. Endlich mal wieder an einem „richtigen“ Schalter mit netten Mitarbeitern von Malaysia Airlines. 
Dann ging es die Ausgangsgebühr zum verlassen des Landes zu bezahlen. Danach passierte ein Phänomen, dass ich in den nächsten Tagen noch öfters erleben werden sollte. Ich wurde missverständlich für eine Frau gehalten und zur Sicherheitsschleuse für Frauen geschickt. Die Polizeibeamtin dort bewies allerdings ein besseres Auge und schickte mich dann zu den Männern. Dankeschön!
Die Schlange der Passkontrolle war so schon lang, wurde aber dank vier Russen noch länger. Diese nahmen gleich vier Beamte in Anspruch und hatten allesamt Probleme. Am Ende kümmerten sich dann zwei Beamte um die ganze Gruppe die anscheinend zusammen reiste. So ging es dann wenigstens langsam voran. 
Da ich vergessen hatte nach einem Platz zu fragen, landete ich am Gangplatz der mittleren Viererreihe. Dafür aber neben mir die nächsten zwei Plätze frei. Der Flug war normal. Ein zwei Turbulenzen. Aber das Beste: Entertainment System! und ein kleiner Snack. Ja irgendwann vermisst man die „richtigen“ Fluggesellschaften schon...
Nach knapp 2:30 Stunden waren wir in Kuala Lumpur. Dort galt es sich erst mal zu orientieren. Die Beschilderung war nicht wirklich ersichtlich und so erfragte ich mir eher meinen Weg, als das mir die Schilder in irgend einer Weise halfen. 
Ich musste aus dem Hauptterminal raus, über zwei dreispurige Straßen, dann war ich am Busterminal. Ich hatte mir schon einen Bus rausgesucht, welcher mich nahe dem Zentrum rauslassen würde.
Im Bus lernte ich dann einen Amerikaner aus New York kennen, der auf dem Weg von Hong Kong nach Indien war. Er und sein Kumpel hatten einen Stopover von einem Tag in Kuala Lumpur. Es stellte sich heraus, dass wir sogar im gleichen Hotel waren. Als der Bus uns dann abwarf, stiegen wir in einen Minivan um. Ich schlich mich einfach mit hinein, da ich ja auch zum Swiss Inn musste. Da noch andere Leute im Van waren, welche wir zuerst zu ihrem Hotel brachten, dauerte die „Fahrt“ relativ lange. Der Verkehr in Kuala Lumpur Center war schrecklich. Eher als durchgehender Stau zu beschreiben. 
Aber nach knapp 30 Minuten waren wir dann am Swiss Inn. Mitten in China Town.
Ein unfreundlicher Mann an der Rezeption empfing mich. Der Weg zum Zimmer war auch nicht ganz leicht zu finden. Mit Fahrstuhl Nummer eins musste man erst in den zweiten Stock, dann in ein anderes Nebengebäude und dort in Lift Nummer Zwei. Auf der Hälfte des Weges kam ich am Büro des General Managers vorbei. Dieser sprang auch gleich aus diesem hervor und führte mich zum zweiten Lift und erklärte mir alle möglichen Dinge zum Hotel. Ja, er weiß halt welche Kunde ganz besonders wichtig sind :D
Zimmer war gut. Wie ich wollte im höchsten Stock und ein Eckzimmer. Mit gutem Blick über die Stadt.
Nach 30 Minuten Klingelte das Telefon und man unterrichtete mich über das Ankommen eines ganz speziellen Gastes. Isaaaa!
Wir waren erst mal eine Weile im Zimmer, bevor wir ein bisschen Hunger bekamen. Ein kleiner Stand war schnell gefunden. Wir befanden uns immerhin im Zentrum von Chinatown...
Man konnte sich alle möglichen verschiedenen Spieße aussuchen. Hühnchen in hunderten verschiedenen Varianten, Lamm, Rind und, und, und. Entweder ließ man sich das dann auf dem Grill brutzeln oder man nahm es mit an Tisch und tauchte es in ein Kochendes Wasserbad und ließ es garen. Mir war eher nach brutzeln. 
Dazu gab es einen Lemon Ice Tea. Perfekt. Allerdings waren wir danach nicht so wirklich gesättigt. Also ging es noch zu einem anderen Stand. Wir orderten gebratene Nudeln und Reis. Das geht ja quasi immer. Dann schlenderten wir durch die Stände, die vornehmlich ihre Hermés, Louis Vuitton, Gucci, Prada und Goyard Taschen anpriesen. 100% Originale ;)
Ganz praktisch war, dass unser Hotel auch auf der Rückseite einen Eingang hatte, der direkt zu den Ständen führte.

Wir kamen spät zurück und brauchten dann erst mal Ruhe. Am nächsten Tag sollte schließlich Kuala Lumpur erforscht werden!
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Montag, 3. März 2014

Gili Trawangan und Meno


Geschehnisse vom: 06.02 - 15.02.2014:

Am nächsten Tag machte ich dann erst mal das was der Jonas sehr gerne tut. Ausschlafen! 
Als ich dann schließlich um die frühe Mittagszeit aus dem Bett krabbelte musste ich feststellen, dass es ohne Klimaanlage doch schon ganz schön warm war. Der Tag wurde dann mit vollem Elan weitergeführt. In einer Beachbar. In einem kleinen Häuschen sitzend das Meer beobachten. Und so ging auch der Tag irgendwie ganz schnell rum. 
Wie eigentlich alle Tage auf Gili Trawangan. Ich habe viel Zeit in diversen Beachbars und Beachlounges verbracht, bin mal in die Fluten gehüpft, habe mich dem allabendlichen Joggerwahn angeschlossen, um dann schließlich Abends in eines der Restaurants einzukehren, dass noch auf meiner To-Do-Liste stand. Von dem angeblich abends so lebhaften Partyleben habe ich nicht viel mitbekommen. Eigentlich gab es nur eine Bar in der immer ein bisschen was los war. Und die spielte jeden Abend das gleiche. Und natürlich gab es auch hier ein paar Spaßvögel die Dogen an den Mann bringen wollten. 
Auf den Gili‘s gibt es übrigens keine richtige Polizei. Nur einmal kam mir ein Soldat (?) mit Maschinengewehr entgegen. Ich fragte mich erst was das nun sollte, als ich dann aber den anderen Typen mit schwarzem Geldkoffer sah, war klar das es sich wohl um einen Geldtransport handelte...
Außerderdem gibt es auch keine Auto‘s oder Mopeds auf den Gili‘s, weshalb es relativ ruhig ist. Für lange Strecken werden ausschließlich Kutschen verwendet. Hund sind auch verboten, da die auch zu viel Lärm machen. Deshalb wuseln überall Katzen umher. 

Ansonsten wechselte ich dann nach zwei Nächten das Zimmer. War das Wifi am Anfang noch einbahnfrei, ging in meinem Zimmer dann irgendwann gar nichts mehr. Und da ich die meiste Zeit sowieso der einzige Gast war, war es kein Problem in das Zimmer direkt neben dem Router zu wechseln. Nebenbei bekam ich so noch eine Klimaanlage zum gleichen Preis. Am Anfang wollten die Kollegen die Fernsteuerung für die Anlage aus dem Zimmer nehmen, aber schließlich waren sie so nett und ließen sie drin. Waren echt Korrekt die Typen da. Der eine bot mir sogar an sein Fahrrad kostenlos zu nutzten, sodass ich keins mieten musste. 
Eigentlich hatte ich ja noch überlegt einen Free Diving Kurs zu machen, aber es stellte sich heraus, dass dieser teurer als angenommen war. Verglichen mit dem was man in Thailand bezahlen würde, deutlich teurer. Und da es dort zum Ende der Reise ja auch noch hingeht, mach ich den dann lieber da. 
Abends ging es öfters mal auf den Night Market, der durch sein zauberhaftes Angebot an lokalem Essen bestach. Angesichts der Stände würde sich wahrscheinlich mancher schlagartig umdrehen und schreiend wegrennen, aber da gibt es immer das beste Essen. Und dazu noch so unschlagbar billig.
Nach dem Essen guckte ich in meinem Stammshop vorbei, in dem ich meist eine Flasche Wasser und ab und zu mal ein Bierchen kaufte. Man kannte mich schon und wir plauderten immer mal wieder ein bisschen.

Mein Bungalow auf Meno

Nach einer knappen Woche war es dann schließlich Zeit mal die Insel zu wechseln.
Ich entschied mich für Gili Meno. Die kleinste der drei Inseln. Am Vortag wurde noch in der besten Beachlounge der Insel köstlich diniert (für 7€...), bevor es dann am nächsten Morgen zum Ticketschalter ging. 25k IDR kostete die Überfahrt und würde so um die 15 Minuten dauern. 
Auf Gili Meno noch nicht ganz vom Boot, bereitete ich mich mental schon mal auf das vor was gleich kommen würde: Leute die auf einen einredeten. Aber huch? Nichts dergleichen geschah. Ich setzte einen, dann den nächsten Fuß an Land. Und nichts passierte. Vielleicht nach 10 Schritten? Nö. Aha, aber dann. „Where are you going?“ - Gili Smile aber danke ich laufe. - „Yeah first left and then straight on“. Okay, das war mal was neues.
Kurz darauf kam dann noch ein anderer Mann aus dem Tickethäuschen auf mich zu. Ahhh, aber er jetzt oder? Nope, es stellte sich heraus, dass er der Besitzer vom Gili Smile war und eigentlich noch jemanden von einer Onlinebuchung erwartete, der aber nicht aufgetaucht war. So brachte er mich gleich zu den Bungalows.
Erster Eindruck Gili Meno: Sehr gut. 
Mein Bungalow war quasi riesig. Zwar mit nichts besonderem ausgestattet, außer einer Klimaanlage aber mit so extrem viel Platz. Das ist der kleine Nachteil wenn man alleine reist. Man bezahlt immer den gleichen Preis für ein Doppelzimmer oder Bungalow, wie als wenn man zu zweit wäre. Nicht das man dadurch sonderlich schnell verarmen würde aber es ginge halt noch billiger. 
Dann machte ich mich erst mal auf die Insel zu erkunden. Ich brauchte knapp eine Stunde, es war die meiste Zeit still und ich traf nur vier andere Leute. Ah und einen Eismann auf einem Fahrrad mit einer grausigen Sirene. 
Auf halber Strecke kehrte ich noch kurz in eines der kleinen, von mir so geliebten, kleinen Strandhüttchen ein. Nach einem kalten Lemon Ice Tea wollte ich eine angeblich sagenhafte Pizza im Bi Bi‘s Café probieren. Dumm nur, dass der Steinofen (!!!) erst um sechs Uhr angeworfen wurde. Ich versprach jedoch, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde. 
Und so saß ich um halb acht wieder in Bi Bi‘s Café. Der Besitzer freute sich wie Schmidt‘s Katze und machte sich sogleich an die Pizza. Wie sollte es anders sein, kam danach ein junges deutsches Pärchen in das Restaurant. Unter meinem schwedischen Tarnmantel hatte ich natürlich nichts zu befürchten. Und so freute ich mich mal wieder auf eine gute alte Runde „Lauschen was die Deutschen labern“. Kam dann aber anders, als die zwei erst mal das Wifi Passwort hatten. Da wurden dann noch zwei Worte gewechselt und das war‘s dann :(
Die Pizza war wirklich extrem gut. Komplett aus frischen Zutaten und mit knusprig dünnem Boden. Schade das jeden Tag Pizza irgendwie auch langweilig wäre...

Die nächsten zwei Tage wurde dann noch entspannt und gefuttert. Dann lieh ich mir Schnorchelzeug aus. Das waren mal wieder harte Verhandlungen. Aber am Ende war zumindest ich mit dem Deal zufrieden. Da war es schon später Nachmittag, also nutzte ich noch die letzten Sonnenstrahlen um ein paar Tierchen zu beobachten. Nach nicht mal zwei Minuten schwamm dann auch schon die erste Schildkröte vor mir (weg). Ich ließ mich allerdings nicht so schnell abhängen, bewegte mich sanft, was ihr zu verdeutlichen schien, dass ich erst mal genug Schildkrötensuppe hatte. 
Zusammen ging es etwas weiter raus wo zu meiner Überraschung ganz schön fette Brummer rumschwammen. Ein Paradies für Spearfisher. Ich verließ dann die gute Kröte, aber es dauerte nicht lange da war schon die nächste vor mir. Sie ließ ich aber zufrieden und schnorchelte den Strand runter. Dann drehte ich wieder um. 
Zu Freediving findet man auch relativ viel im Internet, was ich dann gleich mal ausprobieren musste. Und ich muss sagen, mit meinem lächerlichen Wissen, schaffte ich es schon auf gut acht Meter. Das scheint also echt gut zu funktionieren. 
Dann wurde es auch schon langsam dunkel und ich sah zu, dass ich zum Bungalow zurück kam. Das waren vom Strand übrigens so um die 300 Meter :D

Am nächsten Tag wollte ich mich dann voll dem Schnorcheln widmen. Allerdings war die Sicht im Gegensatz zum Vortag eher bescheiden. Als ich den Strand dann runter geschnorchelt war, wollte ich auf die andere Seite der Insel laufen, um es dort zu probieren. Auf dem Weg dahin sah ich dann schon die herrlich schwarzen Wolken über Gili Trawangan, welche sicherlich auch gleich über Meno sein würden. Und so kam es natürlich auch. In einem verlassenen Resort konnte ich mich unterstellen, bis das schlimmste vorbei war. 
Der Strand sah aber nicht so schnorchelfreundlich aus, weshalb ich weiter und weiter lief. Dann irgendwann ging ich wieder rein und fand mich in einem mittelprächtigen Schnorchelrevier wieder. Nach 30 Minuten fing es dann natürlich wieder an zu regnen. Und zu gewittern. Da wollte man mal aktiv sein und dann so was! 
Im Bungalow war natürlich schön Stromausfall. So war ich erst mal etwas planlos. Die meisten Restaurants sind jetzt auch nicht gerade optimal gegen Regen geschützt, ansonsten wäre ich irgendwo eingekehrt. 
Abends war der Regen dann abgeklungen und ich lief ein bisschen durch die Nacht zu einem etwas weiter entfernten Restaurant. 

Der nächste Tag war dann wieder ruhig. Ich aß Mittags im Ya Ya Warung, quatschte mit Andy, einem Local und ansonsten passierte nicht viel.
So langsam musste ich mir dann Gedanken machen wann ich zurück nach Bali fahren würde, um Indonesien zu verlassen. Es gab die Möglichkeit auf den letzten Drücker Gili Meno zu verlassen, dann würde ich aber riskieren, dass ich es evtl. nicht mehr rechtzeitig schaffen würde das Land zu verlassen. Jeder Tag den man sein Visa überzieht kostet dann knappe 25 US$ und ich glaube so gerne sehen die das auch nicht. Also entschloss ich mich, lieber einen Tag eher zu fahren. Allerdings war das Wifi in meinem Homestay mittlerweile komplett ausgefallen. Das veranlasste mich dann dazu, für die letzte Nacht noch mal zu wechseln. Der Besitzer ging nicht auf meine Verhandlungen ein und generell waren die dort sehr unfreundlich. Definitiv die unfreundlichste Unterkunft in der ich bis jetzt war. 
Ein letztes Mal sprang ich noch in die Fluten, bevor ich gut Essen ging, eine letzte Runde um die Insel drehte und mich an die „Arbeit“ machte um mir eine Unterkunft und den Transport nach Bali zu organisieren. Die Mücken freuten sich außerordentlich, dass ich bis um elf Uhr draußen saß. So herrlich und üppig haben sie garantiert lange nicht mehr gespeist gehabt. Ich kann sie heute noch lachen hören...








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Samstag, 1. Februar 2014

Bali - Ubud


Geschehnisse vom 24.01. - 31.01.:

Die Check Out Zeit von 12 Uhr nutzte ich natürlich komplett aus. Mein Frühstück war etwas mau. Es bestand aus einem Tee und einem Muffin. Da war ich anderes gewöhnt :D
Da es in Bali keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gibt, hatte ich mir einen Bus rausgesucht, der von Kuta nach Ubud fuhr. Allerdings machte mir das Wetter dann einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete und schüttete und schüttete. Da hatte ich keinerlei Lust raus zu gehen und das blöde Büro von der Firma zu suchen. Also hielt ich einfach ein Taxi an und ließ mich kutschieren.
Der Regen hielt fast die komplette Fahrt an. Nach gut 1 1/2 Stunden waren wir dann in Ubud. Dann dauerte es noch mal etwas, bis wir uns durch das kleine Verkehrschaos gekämpft hatten. Insgesamt machte Ubud einen etwas besseren ersten Eindruck als Kuta. Aber es war immer noch ziemlich voll und touristisch.
Was ich schon vermutet hatte, traf dann ein. Der Taxifahrer kannte die genaue Adresse von meinem Homestay nicht. Warum sollte er auch? Er kann ja auch einfach seinen Gast auf Google Maps nachgucken lassen. Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass es eine kleine Gasse war. Aber trotzdem. Ich musste ihn am richtigen Ort anhalten, damit er nicht einfach weiter fuhr. Dann stapfte ich durch den Regen um zu gucken ob es die richtige Gasse war. Und zum Glück war sie es. Knapp 200,000 IDR kostete mich der Spaß dann. Aber egal war es Wert. Seit dem ich in Bali bin, ist meine Faulheit noch ausgeprägter als sonst.
Mit meinem Rucksack auf den Schultern ging es dann die letzten Meter durch strömenden Regen zum Homestay. Dort empfing mich die Mutter der Familie. Mein Zimmer befand sich neben einem anderen im Innenhof. Ziemlich schick war es. Überall Verzierungen und geschnitztes Holz. Innen dann Stuck an der Decke. 
Ich legte mein Gepäck ab und marschierte mal wieder los. Ich ging Richtung Süden, wo sich irgendwo der „Monkey Forest“ befinden musste. Es war ein relativ kurzer Weg. Für 20,000 IDR konnte man durch den Park gehen und die Affen beobachten. Ja, war ganz lustig. Die Affen hüpfen überall rum und werden richtig aggressiv wenn sie Bananen oder anderes Futter sehen. Am besten man kapituliert dann und überlässt ihnen das Zeug ohne Widerstand. Ansonsten geht es einem wie einer Asiatin, die von zwei Affen gleichzeitig besprungen wurde. Munter kletterten die beiden dann an ihr rum, was ihr nicht ganz so zu gefallen schien. Ich denke jedenfalls das sie deshalb so geschrieen hat.
Auf der anderen Seite des Parks kam ich dann heraus  und lief einfach erstmal geradeaus weiter. Es wurde ruhiger und die Restaurant und Hoteldichte nahm rapide ab. Ich kam an einem Fußballplatz vorbei und es war endlich mal so richtig schön friedlich. Ich wurde zwar wie immer ein paar mal gefragt ob ich denn keinen „Transport“ brauchen würde, aber das hat man ja immer. 
Weiter ging es immer geradeaus, bis ich an einer etwas größeren Straße stand. Mein innerer Kompass riet mir nach links zu gehen. Also tat ich das. Und so nahm die Dichte der Shops und Restaurants wieder zu, während ich mich langsam wieder nach Ubud hinein bewegte. 
Ich lief die drei Hauptstraßen ab, die allesamt mit kleinen Shops, Surfshops und Restaurants gesäumt waren und kehrte schließlich in ein kleines im zweiten Stock liegendes balinesisches Restaurant ein. Leider war aus unerklärlichen Gründen nur die Hälfte der Karte verfügbar. Aber ich war auch relativ früh dran und der einzige Gast. 
Am Ende fiel meine Wahl auf ein balinesisches gebratenes Hähnchen mit Süßkartoffelpommes. Es war lecker, aber die Portion war ein Witz. Ich war schon fast gewillt noch was zu bestellen, allerdings dachte ich mir dann, dass ich lieber einem zweiten Restaurant eine Chance gebe. Also orderte ich die Rechnung und lief zurück zum Homestay. Auf dem Weg kam ich an einer Bäckerei vorbei. Und ich sage euch! Et sah verdammt lecker aus. Also nahm ich mir eine halbe Pizza mit Pilzen, Käse und Sahnesauce mit.
Zurück im Homestay wurde diese dann verputzt. Und sie sah nicht nur lecker aus, sie war es auch! Dann gab es noch ein Filmchen und dann schlummerte ich so langsam ein.





Tag 2: 

Morgens lernte ich dann meine Nachbarin kennen. Raphaelle kam aus Australien, begann gerade ihre kleine Weltreise und kam aus Australien. Wir quatschten eine Weile beim Frühstück und dann ging es weiter ins Café. Wie ich schon sagte, ich bin sehr Faul, seit dem ich in Bali bin. Bei einem Iced Chai führten wir unseren kleinen Plausch fort. Dann kam eine Freundin von ihr. Für mich gab es zum Mittag eine Misosuppe mit Schitake Pilzen und Seegras. Eben jene Freundin lebte schon ewig auf Bali und kannte somit ewig viele Leute und die besten Plätze. Während wir dort so aßen, begrüßte sie bestimmt sechs Leute die hereinkamen. Ich war drin, im Bali inner Circle :D
Sie empfahl uns dann ein anderes kleines Café, zu dem man etwas hinlaufen musste. Aber ein bisschen Laufen hat ja noch niemandem geschadet. Also sind wir erst mal an den Rand der Stadt, dann einen Schotterweg hoch und durch die Reisfelder zum Café. Es war gut hinter Büschen versteckt, doch als wir auf der Terrasse platz nahmen, bot sich ein genialer Ausblick und eine herrliche Brise die uns durch die Haare fuhr. Zum ersten Mal fand ich Bali richtig toll. Friedlich und schön. 
Wir orderten einen Lassie und einen Fruchteistee und genossen die Aussicht. Raphaelle wollte dann noch zu einem Spa, den ihre Freundin empfohlen hatte. Darauf konnte ich verzichten, deshalb blieb ich noch und brach erst auf, als eine dicke, fette, schwarze Regenwolke auftauchte. 
Ich schaffte es noch gut ohne nass zu werden. Raphalle hatte noch ein bisschen eingekauft und war dann gegen halb sieben wieder da. Es war also schon wieder Essenszeit. Sie hatte schon ein Laden im Kopf also folgte ich erst mal Anstandslos. Der war dann allerdings schon voll. Also suchten wir erst mal weiter. Dann gingen wir wieder zurück. Bogen in eine kleine dunkle Gasse ab, in der es auch ein paar gute Restaurants gab, aber alle waren voll. Schließlich übernahm ich die Führung und navigierte uns zu einem Restaurant von dem ich gelesen hatte. Komischerweise waren dort sogar noch zwei Plätze frei.
Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Unsere Wahl fiel am Ende auf ein Rotes vegetarisches Curry und einen Crepe mit Nutella (!!!) zum Nachtisch. Beides schmeckte fantastisch. Irgendwann kam der Besitzer noch zu uns und plauderte etwas. Er war Schweizer, aus dem französischen Part, hatte das Restaurant gegründet und spendete den Hauptteil der Einnahmen einem balinesischen Krankenhaus. 
Die Zeit raste und auf einmal war es schon halb 11. Das schöne an Ubud ist, dass die Stadt ab 10 Uhr zum Ruhen kommt. Der Verkehr wird deutlich ruhiger und es sind kaum noch Menschen auf der Straße.
Wir verabschiedeten uns vom Besitzer und traten den Heimweg an. Dann ging es sofort ins Bett, da Raphaelle morgens von 6 - 10 Uhr zwei Yogastunden hatte. Ubud ist auch als Yogamekka von Bali bekannt. Aber so früh aufstehen? Ne, ne nicht mit mir ;)




Tag 3:

Frühstück aßen wir wieder zusammen. Dann ging es für Raphaelle zum Geburtstag ihrer Freundin, die ich am Vortag getroffen hatte. Und außerdem war gleichzeitig ja auch Australia Day. Und der Großteil der Gäste waren Australier.
Ich hatte mir im Internet die Goa Gajah oder Elefantenhöhle rausgesucht. Da ich mental noch nicht bereit war einen Scooter zu mieten, wollte ich dort hin laufen. Waren ja nur knapp Vier Kilometer. One Way. 
Als ich schon etwas außerhalb der Zivilisation war, fuhr ein Scooterfahrer ran und fragte ob ich nicht vielleicht einen Lift brauchen würde. Es stellte sich heraus, dass er aus Österreich war. Zudem, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gelaufen war. Kann man nur von Glück sagen, dass er angehalten hat, sonst wäre ich wohl noch ne Weile weiter gelaufen...
Ich schlug sein Angebot, mit ihm mitzufahren, aus und lief stattdessen zurück. Ich wollte nämlich auf dem Rückweg noch einen anderen Tempel angucken. 
Dummerweise konnte ich auch diesen Tempel nicht finden. Ich weiß nicht was an diesem Tag falsch lief aber offensichtlich war es nicht einer der besten. Aber ich machte das beste aus der Situation und machte das was ich am liebsten tat. Einfach weiter Laufen. 
So kam ich irgendwann zu einem Supermarkt. Und nicht zu so einem kleinen 24 Stunden Ding, sondern einem richtig großen. Es ist ja immer sehr interessant Supermärkte in andern Ländern anzugucken. Finde ich jedenfalls :D
Aber dieser kam mir noch relativ westlich vor. Viele australische Produkte und wenig wirklich Unbekanntes...
Mit einer Flasche Sprite und einer neuen Zahnbürste zog ich von dannen. Aber auf dem Rückweg fiel mir dieses große offene Haus auf, in und an dem überall Kunst hing. Also mal rein da. Die meisten der Werke waren modern abstrakt gehalten und teilweise ziemlich gut. Der Künstler war auch da. Ein Balinese. Das Gespräch mit ihm gestaltete sich ein bisschen schwierig, aber er war sehr freundlich. 

Einwurf: Hinter mir sitzt gerade ein älteres Deutsches Paar, dass sich darüber auslässt wie schön dieses „Office“ hier ist, in dem ich sitze und „arbeite“. Hehe, ja wo sie recht haben, ham se recht! - Ich liebe es Deutsche zu belauschen :D

Weiter im Text. Der Rückweg war ziemlich lang, da ich ganz schön außerhalb der Stadt im Westen war. Es dauerte ein gutes Stündchen bis ich wieder in meinem Bett lag ;)
Raphaelle und ich hatten überlegt, ob zu zweit oder noch mit zwei anderen Freunden von ihr, zum Mount Batur zu fahren, um dort den Gipfel zu besteigen und den Sonnenaufgang anzugucken. Wieder zurück im Homestay fragten wir dann mal den Vater der Familie, wie viel das ungefähr kosten würde. Wir hatten gehofft, dass es ein bisschen billiger, als im Internet sein würde. Denn die Preise die wir dort gefunden hatten, gingen ja mal gar nicht. Es ging so bei 150 US$ los. Aber auch er konnte uns keinen besseren Preis geben. 
Ein anderer Gedanke war, dort einfach alleine mit einem Scooter hin zu fahren. Könnte ganz lustig werden, wenn man bedenkt, dass wir den Weg nicht kannten und bei Nacht fahren mussten.
Aber wir legten die Pläne dann erst mal auf Eis und sagten uns, dass sich schon was ergeben würde. So läuft das ja meistens. 

Einwurf Nummer 2: Jetzt rätseln sie gerade ob das Essen auf Palmenblättern oder Bananenblättern serviert wurde. Insbesondere untersuchen sie dabei die Struktur des Blattes. Am Ende fragen sie die Bedienung. Palmenblatt.

Nach einer halben Stunde hieß es dann mal wieder Dinnertime. Man merkt schon mein Tagesablauf besteht hier Hauptsächlich daraus, zu Trinken und zu Essen.
Wir versuchten es noch einmal in dem Wunschrestaurant von Raphaelle. Auf dem Weg dort hin, wohnten wir kurz einer kleinen Zeremonie bei, die auf der Straße im Gange war. 
Und tatsächlich bekamen wir einen Tisch. Es war ein kleiner Laden. Spezialisiert auf Gesunde vegetarische Kost. Nett eingerichtet. Wir bekamen einen sehr flachen Tisch, an dem man sich auf Kissen rumlümmeln konnte. 
Wir bestellten Sandwiches mit gebratenem Gemüse, in Salatblättern eingewickeltes Gemüse mit Sataysauce und Reis, Eis und Käsekuchen. Wir ließen es richtig krachen :D
Am Ende hätte ich nicht gedacht, dass man von so ein paar Pflanzen wirklich komplett satt werden kann. 
Dann ging es noch kurz zum Supermarkt, Trinkwasser und ein Schokobrötchen (ja ich war wirklich satt, konnte aber nicht widerstehen), kaufen.




Tag 4:

Am nächsten Tag reiste Raphaelle dann für ein paar Tage nach Changgu ab. Ich hatte noch eine Nacht in dem Homestay, bevor ich wegen einer Onlinebuchung umziehen musste. Selber schuld wenn man nicht rechtzeitig verlängert...
Joa, ich setzte dann aber erst mal konsequent das rumhängen fort. Café hier, Café hier. Gibt einfach zu viele von denen. 
Am späten Nachmittag musste ich mich dann doch aber mal um eine neue Unterkunft kümmern. Ich guckte ein bisschen auf Booking.com, hatte mir schon eins ausgeguckt, aber dann kam der Vater des Homestays. Er fragte mich wo ich denn als nächstes hingehen würde. Ich beschrieb ihm den Weg und er meinte nur, dass er mir ein anderes empfehlen würde, bei dem er den gleichen Preis wie in seinem aushandeln könnte. Dazu sagte ich natürlich nicht nein. Sah ganz schick aus, also gingen wir zusammen hin und machten eine informelle Buchung. 
Rest des Tages ging, ihr ahnt es schon, mit Essen und Trinken rum :D

Tag 5:

Morgens zog ich dann nach dem Frühstück um. Zu dem Familienvater des neuen Homestays war es wohl noch nicht ganz durchgesickert, dass ich kommen würde, aber er hatte auch so noch ein Zimmerchen für mich.
Ich bekam ein ziemlich cooles Zimmer. Gelegen in einer Art Turm, hatte ich meine eigene kleine Terrasse und ein Himmelbett mit Panorama Rund um Sicht. Eine Weile ließ ich mir die sanfte Brise auf der Terrasse durchs Haar wehen, dann zog es mich wieder hinaus in die Welt der Restaurants.

Tag 6 und 7:

Hm, an den beiden Tagen passierte mal wieder nicht viel. Keine Ahnung ob ich gerade in nem‘ Tief bin. Aber manchmal braucht man einfach so ne gewisse Zeit in der man absolut nichts macht. Und das ist hier sehr, sehr, sehr einfach. 
Hauptsächlich arbeitete ich weiter daran, die Restaurant und Cafészene Ubud‘s abzuarbeiten. Dabei stieß ich auf ein wirklich sehr schönes Plätzchen, gelegen in den Reisfeldern. In der Nähe war ich schon mal mit Raphaelle in einem anderen Café gewesen, aber das neue gefiel mir sogar noch besser. Gab zwar kein „organic food“ aber das Mango - Panacotta war der Wahnsinn. Dazu konnte man sich an einem flachen Tisch auf Kissen rumlümmeln und nebenbei gab es auch noch Wifi. Achso und den Blick und den schönen Wind könnte man evtl. auch noch erwähnen ;)
An diesem Ort ist dann auch der Großteil dieses Post‘s entstanden. Und das ältere Paar von Tag 3 saß dort hinter mir. 




Tag 8:

Junge, junge da war ich schon wieder ne Woche in Ubud. Das Frühstück in meinem neuen Homestay war übrigens genial. Wraps mit gebratener Banane, Toast gefüllt mit gebratener Banane oder Toast mit Tomatenrührei. Dazu immer eine Schale frisches Obst. 
Am achten Tag in Ubud packte mich dann die Unternehmungslust. Ihr erinnert euch ja vielleicht noch an den Tempel den ich besuchen wollte, wo ich aber in die falsche Richtung gelaufen war. Diesen wollte ich mir dann doch noch angucken, auch wenn der Österreicher ja nicht so begeistert war. Einfach mal raus aus Ubud. 
Und wie ich so bin, lief ich. Taxi ist einfach zu langweilig. Und zu einfach. Ich bin ja auch schließlich nicht hier um die Innenausstattung und Klimaanlage von zig Autos kennenzulernen. Sonder das Land.
Ich guckte mir eine Route bei Google Maps an, die möglichst nicht an großen Straßen lang führte und dann ging‘s los. Durch kleine Straße, die wahrscheinlich noch nie ein Backpacker, geschweige denn Tourist gesehen hatte. Das ließen jedenfalls die Blicke der Einheimischen vermuten als sie mich da lang spazieren sahen. Alle grüßten zurück und hatten ein Lächeln im Gesicht. Zugegeben, mein Indonesisch ist ein wenig holprig, aber der Versuch zählt.
Nach einem guten Kilometer durch die kleinen Straßen ließ sich die große Straße leider nicht mehr vermeiden. Ich holte mir ne Flasche Wasser und dann ging ich die restlichen fünf Kilometer an. Neben mir rauschten die Motorroller, Autos und Lastwagen vorbei und wieder einmal wurde mir klar, warum Bali ca. 360 Verkehrstote im Monat aufzuweisen hat.
Am Ende war ich dann sogar schneller als die Autos, da es sich massiv staute.
15k IDR kostete es sich die Goa Ghojas, oder Elefantenhöhlen, anzugucken. Dabei war ein Sulu, ähnlich dem in Fiji, zu tragen. 
Leider muss ich Flo aus Österreich recht geben. Die Höhlen waren jetzt nicht gerade außergewöhnlich. Ich möchte nicht so weit gehen und sagen man hätte sich von dem Geld auch ne kalte Cola kaufen können, aber vielleicht wäre es die bessere Entscheidung gewesen...
Immerhin hatte ich keine asiatischen Touristenmassen. Als ich allerdings ein bisschen das Gelände erkundete, kam ich zu einer Art Tempel. Eine alte Frau war dort und erwachte sprichwörtlich zum Leben, als sie mich sah. Ungefragt führte sie irgendein Ritual durch, dass beinhaltete mich mit (geweihtem?!?) Wasser zu bespritzten und Reis auf meine Stirn und Hals zu drücken. Und danach sollte natürlich die Geldbörse gezückt werden. 
Hm, ja Sorry aber ich konnte jetzt nicht in diesem heiligen Tempel mein Sulu ablegen um mein Portemonnaie rauszuholen. Ich glaube das hätte die Götter mehr erzürnt als ein weiterer nicht abgezockter Tourist ;)
Weiter ging es auf einem kleinen Pfad, der zu einem weiteren Tempel führen sollte. Aber hoppla was war das? Eine kleine Straßensperre. Der zuständige Straßensperrenverwalter erklärte mir dann, dass ich mich in ein Buch eintragen müsse. Und da sah ich schon in einer der Spalten lauter Geldbeträge. Echt jetzt? Schon wieder?
Ich drehte um und kehrte der ganzen Anlage den Rücken. Ich fand auf dem Heimweg ein kleines Restaurant in dem nur Einheimische aßen. Also rein da. 
Das „Paket Ayam“ war ziemlich gut und enthielt einen Eistee, geratenes Hühnchen in Kokoskruste mit einem leicht scharfen Gemüsesalat und Reis. Und alles füüüüüür 20k IDR.
Auf dem letzten Kilometer war ein Hund dann noch ein bisschen grimmig, aber so nett mich nicht zu beißen. 
Und dann stand nichts groß anderes auf dem Programm. Außer Essen natürlich...


Nächster Stopp werden wahrscheinlich die Gilli Islands sein. Hoch gelobt, klein und ruhig, dürfte das schön werden. Außerdem hat dort auch ein bekannter Freediver eine kleine Tauchschule, in der ich den Spaß vielleicht mal ausprobieren werde. Wir werden sehen...





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Mittwoch, 29. Januar 2014

Welcome to Bali


Geschehnisse vom 21.01. - 23.01.2014: 

So liebe Freunde des gepflegten Reiseberichtes. Ich melde mich mal wieder. Ich schreibe euch aus Bali. Ja am Ende ist es dann doch Bali geworden. War ja so halb geplant aber Shenna hatte mir dann erzählt das die Flüge nach Sri Lanka auch nicht so teuer wären. Stellte sich aber als Falsch heraus. Und so bin ich dann am 21.01 nach Bali aufgebrochen...
Früh Morgens ging es raus aus den Federn. Ich verabschiedete mich von Champ, packte noch ein paar Sachen und dann ging es zum Bus. Dieser brachte mich dann in einer guten Stunde zum Terminal 2 vom Changi Airport. Dort angekommen, marschierte ich zum Jetstar Schalter und gab mein Gepäck auf. Dann begab ich mich erst mal auf die Suche nach einem Geldautomaten. Denn: Wer ein Touristenvisa für Indonesien haben will, muss 25 US$ auf den Tisch legen. Ich hatte dann noch knapp zwei Stunden Zeit bevor das Boarding losging. Also kramte ich erst mal all meine Münzen zusammen und holte mir ein backfrisches Croissant. Dann konnte ich mich selbst davon überzeugen, am Welt besten Flughafen zu sein. Das Wifi funktionierte einbandfrei und ich fand eine Liege (!) in einem kleinen angelegten Dschungel (!) vor meinem Gate (!). Besser hätt‘s ja kaum laufen können.
Da lag ich dann so da, bis ich auf den letzten Drücker durch die Sicherheitskontrolle ging. So umgeht man diese ganze unnötige Hektik ;)
Nach kaum mehr als 10 Minuten war dann auch schon Boarding angesagt. Aufgrund meines Platzes (A1), konnte ich ganz entspannt als einer der Ersten ins Flugzeug und es mir auf meinem Sitz mit extra viel Beinfreiheit gemütlich machen. 
Als der Visa - und Zollbogen ausgefüllt waren, genehmigte ich mir ein kleines Schläfchen. Ich wachte auf, als wir uns schon im Landeanflug befanden. Optimales Ausnutzen eines Fluges: Schlafen!
Am Schalter wo man das Visa kaufen musste, stellte sich dann heraus, dass man auch in anderen Währungen bezahlen kann. Aber egal. Meine 25 US$ ließen die Augen des Zollmannes aufblitzen.
Dann kam der langweiligste Teil. In der Zollschlange anstellen. Diese war bestimmt schon um die 100 - 150m lang und wirklich vorwärts ging es auch nicht. Aber alles kein Problem. Ich bin ja im Urlaub und nebenbei funktionierte auch an diesem Flughafen das Wifi.
Ohne Zögern bekam ich mein Indonesisches 30 Tage Visa in den Pass geklebt und machte mich auf, meinen Rucksack zu holen. Der drehte sich auch schon auf dem Gepäckband und war somit auch schnell aufgesetzt. Einmal wurde noch alles durchleuchtet, dann war ich frei. Welcome to Bali!
In der Empfangshalle schlenderte ich als erstes zum Geldautomaten. Der Indische Geldautomat wollte mir dann leider keine Million geben, aber zum Glück gab es noch einen anderen. Dieser Spuckte die Scheine ohne Murren aus. Ach ja. Hier wird man ganz locker mal zum Millionär. Eine Million Rupiah sind so um die 60€.
Dann war ich mental bereit mich in das Chaos zu stürzen. Sobald ich die weiße Linie übertreten hatte ging es los. „Sir, Sir, Taxi, taxi! Where you going? Taxi, taxi.“ - und ich so „No!“. Aber er ließ sich nicht so leicht abschütteln. Der obrige Satz fiel noch um die fünf Mal, bevor ein anderer sein Glück versuchte. „Sir Taxi! Taxi! Cheap!“. Und da war‘s mir schon zu blöd zu antworten. Blick geradeaus, strammer Schritt und dann kapierten sie es. 
Genau genommen ist Singapur ja auch schon Südostasien, aber erst jetzt fühlte ich mich als wäre ich dort. Die Luftfeuchte, die Temperatur, die Gerüche. Und eben jene lieben, aufdringlichen Fahrer.
Am „offiziellen“ Taxistand angekommen fragte ich nach meinem Ziel und dem Preis. Erst später fiel mir dann auf, das man ja hätte handeln können. Och nööö.
Für 80,000 IDR (4€) brachte mich der gute Taxifahrer dann zu meinem Hotel. Die Fahrt war, sagen wir, interessant. Die Gassen waren teilweise nur so breit, dass ein Auto hineinpasste und überall tauchten Mofas auf. Rechts, Links von hinten vorne. Hupen da hupen dort. Möp, möp, möp. Wuschhhhh. Knatter, knatter. 
Sorry, ich versuche nur das geordnete Chaos zu verdeutlichen ;) Insgesamt lernte ich schnell das drei Regeln meist zutrafen:
  1. - Der größere hat immer Recht und damit Vorfahrt. (Anders kann ich mir nicht erklären wie der Fahrer mit 50 Km/h durch die Gassen bretterte)
  2. - Einfach fahren, die anderen Bremsen schon.
  3. - Hupen! Hupen ist gaaanz wichtig! - Egal ob als Hinweis, dass man gleich überholt oder in nicht einsehbaren Kurven, um deutlich zu machen, dass man da gleich lang kommt. (Man fährt hier gerne auch einfach mal in der Mitte der Straße)
Nun gut. Ich kam also heil an meinem Hotel an. Und hatte schon mal ein paar Eindrücke gewinnen können. Unter anderem auch den, dass diese Stadt verdammt touristisch war. Aber ich war schon vorgewarnt worden. 
Im Hotel lud ich nur kurz meine Sachen ab. Dann machte ich mich auf den Weg, die Kamera über der Schulter baumelnd. Ich ging zwei mal rechts und dann war ich auf der, so wie mir vorkam, Hauptstraße. Kleine Läden mit Klimbim auf beiden Seiten. Einer nach dem anderen. Dann mal Ein Restaurant. Eine Bar. Ein Surfshop, ein weiterer und noch einer. Angeblich hat Kuta die höchste Surfshopdichte der ganzen Welt...
Sagenhaft viel billiger als anderswo sind die Sachen aber dennoch nicht. Ist klar, die Hersteller passen die Preise an. Ansonsten wäre es das Shoppingparadies schlecht hin :D
Wir ich so die Straße hinunterging, wurde mir immer deutlicher bewusst, warum Bali auch das Mallorca von Australien genannt wird. Kuta wäre dann das Äquivalent zum Ballermann. Aber wirklich überall Australier.
Irgendwann kam ich an einen Kreisverkehr und drehte um. Insgesamt zückte ich die Kamera ein Mal. Und auch nur um das Elend fest zu halten. Auf dem Weg zurück flogen mir die immer gleichen Sätze entgegen. „Sir, Sir, Taxi! Taxi!“, „Have a look, cheap cheap!“, „Scooter, Scooter, cheap cheap. No? Maybe tomorrow?“ oder mein all time favorite: „hmmm mushroom? Mariuhana? Cocaine?“. Auf meine Nachfrage, ob ich denn auch ein wenig Heroin bekommen könnte, bekam ich nur große Augen als Antwort. 
Auf halben Weg kehrte ich dann in ein ganz gut aussehendes Restaurant ein. Ich bestellte mir ein Cordon Bleu und ein großes Bintang. Bintang ist das lokale Bier. Und wirklich, wirklich ohne zu übertreiben. Jeder zweite auf der Straße läuft hier mit nem‘ Bintang Singlet rum. Eigentlich kann man nur noch drüber lachen. Zumal das Zeug wie Wasser schmeckt. Aber das ist ja das Ding von den Australiern. 
Als kleine Extrawurst gibt es hier in jedem Restaurant Free Wifi. Das freut den Alleinreisenden natürlich besonders, denn so kann er auf sein Smartphone starren, bis das Essen kommt. Oder auch dann noch, wenn es schon da ist. 
Ich muss sagen, ich wusste nicht, dass die Indonesier bekannt für ihre Cordon Bleus sind, aber es hat echt ziemlich gut gescheckt. Nach meiner harten Anreise und den Schocks die ich verarbeiten musste, bestellte ich mir glatt noch die „Mango Madness“. Am Ende meines kleinen Festmahls stand eine Rechnung von 5€. So lässt‘s sich leben.
Dann ging es zurück ins Hotel. Und das war dann mein erster Tag in Bali. Es konnte quasi nur besser werden...



Tag 2:

Gegen 10 Uhr genehmigte ich mir das Frühstück. Man konnte zwischen Amerikanischen, Europäischen und Asiatischen wählen. Ich entschied mich für das Amerikanische. Bacon braucht der Mensch! Danach ging es wieder ins Zimmer, wo ich irgendwie wieder einschlief :D
Zu meinem Entsetzen wachte ich dann erst wieder um kurz nach zwei auf. Naja, war ja anscheinend nötig gewesen. Am Abend zuvor hatte ich das erst nicht funktionierende Wifi noch zum Laufen bekommen. Die Rezeption hatte für diesen Fall schon einen Zettel mit der Überschrift „Fehlerbehebung, eines nicht funktionierenden Wifi‘s“ - wenn das Problem schon bekannt ist, warum zur Hölle löst man es dann nicht mal anders, als dem Gast einen Zettel mit einer statischen IP und und und zu geben? Ohhhne Worte.
Nun gut. Ich guckte mir dann jedenfalls ein paar Restaurants aus, in die ich am Abend einkehren konnte. Zuvor fragte ich aber noch, ob ich vielleicht eine Nacht verlängern könnte, da ich noch nicht wusste wo ich als nächstes hinfahren sollte. Man sagte mir das ich Zimmer wechseln müsste. Außerdem war der Preis auf einmal um einiges teurer. Dann fragte ich nach dem Weg zum Strand. Die nette Dame erklärte mir das ich einfach nur geradeaus gehen musste. Und dann fügte sie noch an: „Und der Strand ist sehr schön!“. So,so na da war ich aber mal gespannt.
Der Weg zum Strand sah in etwa so aus wie der am Vortag die Hauptstraße entlang. Nur das mir dieses mal nur drei Leute Drogen andrehen wollten. 
Und dann war ich am wunderschönen Strand. Jo, wenn man Plastikmüll, Menschenmassen und Strandliegen, sowie Schirme, als schön empfindet, willkommen im Paradies. Für alle anderen würde die Beschreibung: „Absolut hässlich!“ - wohl eher passen. Schon merkwürdig wenn wirklich überall Plastikmüll liegt. An manchen Stellen zu Haufen aufgetürmt. Ich entschied mich dann für den Gehweg an der Straße, parallel zum Strand. War nur unwesentlich glamouröser, aber immer noch besser als dieser Strand. Gott, wie ich Kuta hasse.
Ich ging zur Hauptstraße und bog dann nach einer Weile nach links in eine kleine Gasse. Hier wurde man dann wenigstens nicht mehr so viel belatschert. Das erste Restaurant auf meiner Liste sagte mir dann doch nicht so zu, also ging ich weiter zum nächsten. Immer tiefer in die verschlungenen Gassen hinein. Das nächste Restaurant auf meiner Liste war ein Steakhouse. Das Angebot sagte mir zu und nebenbei war die Kellnerin, die mich begrüßte, auch noch nett. 
Nach einer Gemischten Grillplatte die vorzüglich war, ging ich im Dunklen zurück zum Hotel. Auf dem Weg schnappte ich mir noch einen Drink in einem der kleinen 24 Stunden Läden. Weitere zwei Leute wollten mir die üblichen Drogen anbieten, aber ansonsten kam ich heil im Hotel an. 




Tag 3:

Nach einem weiteren Amerikanischen Frühstück, packte ich meine Sachen und ging zum Hotel nebenan. Dort hatte ich mich am Vorabend noch zu einem deutlich besseren Preis eingebucht. Da Check In Zeit erst 14 Uhr war, gab ich mich mit einem Zimmer mit zwei Einzelbetten zufrieden, die aber für mich zusammengeschoben wurden. Das Hotel gefiel mir deutlich besser als das vorherige. Es gab zwar keine Minibar, aber dafür sag das Zimmer freundlicher aus, es roch gut, war sauber und hatte nicht so viele Macken wie das zuvor. Ach ja, und das Wifi funktionierte von Anfang an ;)
Ich machte mich dann erst mal daran, herauszusuchen, wo ich als nächstes hingurken könnte. Die Wahl fiel auf Ubud. Im Landesinneren, wurde mir dieser Ort von zwei anderen Personen empfohlen. Da dacht ich versuch ich das mal. Hörte sich ganz gut an und sah auch gut aus. Nicht so touristisch und schön Grün. Von Strand hatte ich sowieso erst mal genug...
Meinen restlichen Tag in Kuta verbrachte ich dann hauptsächlich drinnen. Sorry, aber nach draußen zog mich in diesem Loch echt nichts. Nur zum Essen musste ich mich dann mal bewegen. Beim Italiener gab es eine Quattro Fromaggi. Bruschetta als Vorspeise. War beides ganz ok. Ok, die Pizza war wirklich schwer in Ordnung.
Voll bis zum Rand, trat ich den Heimweg an. Der Tägliche Drogen-Leute-Zähler sprach am Ende eine mickrige zwei. Hatte sich wohl rumgesprochen das dieser eine Typ außer Heroin nichts kaufen wollte :D
Und so verbrachte ich die letzten Stunden in Kuta im Zimmer. Immer mit der Aussicht, dass Morgen alles besser werden würde...




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