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Freitag, 1. Mai 2015

Koh Chang


Geschehnisse vom 19. - 23.05.2014

Etwas planlos stiegen wir dann am nächsten Morgen aus dem Bett. Den Zug nach Bangkok würden wir wahrscheinlich nicht mehr kriegen, bzw. hatten wir keine Lust uns zu beeilen. Also musste ein Alternativplan her. Die Scooter hatten wir am Vortag zwar schon abgegeben, aber die Frau von der Vermietung freute sich natürlich sehr als wir noch mal vorbeikamen. 
So mieteten wir uns wieder zwei kleine Maschinen und knatterten los. Wir hatten von Mark gehört, dass man nicht weit außerhalb von Chiang Mai Elefanten sehen kann, das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Weg in den Nationalpark machten wir noch an einer Garküche halt und kamen dann irgendwann zu einem Elefantenpark. Der hatte allerdings vor fünf Minuten zu gemacht. Dumm gelaufen, aber wir machten das beste aus der Situation und erkundeten so ein bisschen die umliegenden Hügel. Wir kamen in ein paar kleine Dörfer, wo man sich über den ausländischen Besuch sichtlich freute. 
Dann irgendwann stand ein großer Grauer vor uns. Wir hatten tatsächlich noch einen gefunden. Wir machten ein paar Fotos, guckten uns an wie die Männer auf die Elefanten kletterten und dann ging’s weiter. 
Wir entschieden uns dafür den Rundweg zu fahren, anstatt umzukehren. Das war dann auch definitiv die bessere Entscheidung, da wir so noch mal ein paar Kurven, schöne Landschaft und ein paar Dörfer mitnahmen. 
Zurück in Chiang Mai schlichen wir auf unseren Scootern noch ein bisschen durch die kleinen Gassen, was auch nicht schlecht war. Dann, nach einer Ehrenrunde auf dem „Chiang Mai Ring“ gaben wir die Scooter ab, gingen kurz ins Hostel und danach was Essen. Zum Abschuss fanden wir ein wirklich richtig gutes „Restaurant“ in dem wir wie die Wahnsinnigen bestellten :D

Let’s go to Bangkok/ Koh Chang

Am nächsten Tag wollten wir uns dann wirklich mal auf den Weg nach Bangkok machen. Wir hatten noch ein bisschen im Internet geguckt und Lars hatte mit Nina, einer Norwegerin gesprochen. Die war gerade auf Koh Chang und sprach in hohen Tönen von der Insel. Etwas kleiner als die prominenten Brüder im Süden Thailands, versprach sie weniger Touristen und einen entspannten Abschluss. Und da es sowieso extrem kompliziert war, vom Norden schnell in den Süden zu kommen, hieß unser nächstes Ziel so: Koh Chang.
Gegen Nachmittag verabschiedeten wir uns von der netten „Hostelmama“ und steigen in unser Taxi zum Bahnhof. Wir hatten die Zeit recht großzügig geplant und so aßen wir noch in einem der umliegenden Restaurants ein, zwei Reispfannen. Nicht lange nach uns kamen dann noch ein paar thailändische Offiziere, die sich lauthals auf einen Tisch stürzten und ein angeregtes Schwätzchen hielten. Zu der Zeit war übrigens gerade der Putsch im Gange. Auch der Bahnhof wurde von mehreren bewaffneten Soldaten bewacht.  
Wir verspeisten nichtsdestotrotz ganz genüsslich unser Essen, kauften unsere Karten für den Nachtzug, ein paar Snacks ( Lars Snack bestand aus zwei Pad Thai :D ) und gingen dann schon mal zum Zug. 
Noch sah alles nach einem normalen Zug aus, doch später würde dann der Schaffner kommen und die Betten hervorzaubern. 


Langsam rollten wir aus Chiang Mai raus, die Landschaft zog vorbei und irgendwie muss ich sagen, war Chiang Mai schon ziemlich geil. Irgendwie anders als die restlichen Teile Asiens. Vielleicht ist der Norden Thailands am ehesten mit Laos zu vergleichen. Sehr entspannt, das Klima auch ganz angenehm und irgendwie fühlt man sich sehr wohl. 
Als unsere Betten dann hergerichtet waren, hieß es ein paar Stunden schlafen, denn in Bangkok wollten wir ausgeschlafen sein, um den weiteren Weg nach Koh Chang zu finden. 
Als wir langsam nach Bangkok kamen, passierten wir wie üblich die Slums der Stadt, viel Autobahn und Wellblechhütten, die teilweise nur ein paar Meter von den Schienen entfernt gebaut waren. Im Hintergrund stachen die Hochhäuser langsam in der Morgensonne hervor und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon da. 
Hektisch wurden wir aus dem Zug gescheucht, da der wohl gleich wieder weiterfahren würde. 
Wir huschten schnell in die U-Bahn und dann irgendwann in eine der BTS ( so ne Art Magnetschwebebahn ). Nach kurzer Suche hatten wir unsere Busstation gefunden, doch der Schalter zur Fähre nach Koh Chang war noch nicht offen.
Im nächsten 7-Eleven holten wir uns dann ein „Frühstück“ und vertrieben uns die Zeit unter anderem damit, Selfies mit den Soldaten zu machen :D
Dann ging alles ganz schnell und der Bus war auf einmal da. Dieser fuhr dann noch mal gefühlte Ewigkeiten zu der Fähre, doch zum Glück machten wir auch einen Zwischenstopp, bei dem wir uns ein paar Brötchen kaufen konnten.
Die Fähre machte wie immer nicht mehr den neusten Eindruck, doch brachte sie uns sicher ein Stück über den Ozean nach Koh Chang. 
Am Hafen teilten wir uns dann einen Pickup mit ein paar Leuten, die alle nach einander abgeworfen wurden. Wir planten im Süden nach einem Quartier zu suchen, da es dort am wenigsten Touristen geben sollte. Irgendwann fragten wir uns schon ob da noch was kommen mag, doch dann kamen wir zu einer Bucht in der eine ewig langen Brücke ins Meer führte. Von der Hauptbrücke gingen dann kleinere Stege ab, die dann meist in Gebäuden endeten. Mehr oder weniger eine kleine Stadt auf Stelzen. Und da gab es ein paar richtige Perlen. Leider das meiste etwas über unserem Budget. Das „Buddha View“ hatte es uns besonders angetan, doch wir gingen erst mal zurück und guckten ob es auch noch was auf dem Festland gab. Doch wir fanden nichts. Oder guckten nicht gründlich genug, wer weiß. Auf jeden Fall checkten wir dann ins Buddha View ein. Essen ging es dann mit Nina und ihrer Freundin in einer Garrküche. Stellte sich heraus, dass die beiden in einem Hostel ganz in der Nähe wohnten. Aber wir waren auch so sehr zufrieden mit unserem Buddha View :D.
Die Nacht in der Garküche wurde noch recht lang. Die ein oder andere Flasche Chang wurde geleert und wir fragten uns alle 30 Minuten was dieser thailändische Offizier da wohl gerade im Fernsehen sagte…


Der nächste Tag wurde recht entspannt. Das Buddha View lud mit seiner, über dem Wasser gebauten Terrasse, sehr zum entspannen ein und so taten wir das auch. Wir quatschten ein bisschen mit dem Besitzer, der sich als Belgier herausstellte. Er hatte die Hütte vor ein paar Jahren mit zwei Kumpels gekauft und dann renoviert und das Hotel daraus gemacht. Ich würde sagen, hat er alles richtig gemacht :D
Nach ein bisschen weiter Blog schreiben klapperten Lars und ich dann mal das Stelzendorf ab. Er wollte noch das ein oder andere Souvenir kaufen und davon gab es reichlich. 
Und so ging der Tag dann halt auch rum. Abends ging es noch zu einem Griechen, der ein Restaurant auf dem Steg eröffnet hatte.

Am nächsten Tag wollten wir dann mal umziehen. Es war zwar nicht super teuer aber man konnte sich ja noch mal das ein oder andere Plätzchen auf der Insel angucken. 
Auf der Hinfahrt hatte ich ein anderes Hotel gesehen, was recht günstig war und auch ganz gut aussah. 
Leider wollte man uns in einem der heruntergekommenen Bungalows unterbringen, mit welchen wir nicht ganz so zu frieden waren. So gingen wir also ein paar 100 Meter und kamen zu der nächsten Anlage. Durch die Mittagshitze wurde das eine ganz schöne Tortur, aber zum Glück gab es dann noch ein freies Bungalow. Zwar ohne den Luxus einer Klimaanlage aber wir waren zufrieden. Immerhin lag der Komplex direkt am Wasser. 
Wir erhofften uns schon die beste Erfrischung seit Tagen, rannten zum Meer und dann das. Warm wie ne Badewanne. Wir blieben 15 Minuten drin und dann hielten wir’s einfach nicht mehr aus. Die darauf folgende (kalte!) Dusche brachte schon deutlich mehr Erfrischung. 
Dann setzten wir uns an die Strandbar und leerten das erste kühle Blonde. Was sollte man auch sonst machen :D
Gegen Abend ging es dann in die nächste größere Ansammlung von Häusern. War so eine Art Dorf, nur noch kleiner. Überall Restaurants und Gasthäuser. 
Durch Zufall bogen wir in eine der kleinen Gassen Richtung Strand und fanden ein niedliches, wenn auch etwas hochpreisiges Restaurant. An kleinem Tisch direkt am Wasser dinierten wir ein feines Thailändisches Curry, während die Sonne im Hintergrund gerade mit den kräftigsten Farben aus dem Malkasten den Himmel verzierte. Der Sonnenuntergang geht definitiv in die Top 3 ein. 


Danach ging es noch in so einen abgefuckten Schuppen, in dem man Billard spielen konnte. Zwei Niederländische Backpacker wollten ihr Glück versuchen und uns schlagen, was natürlich nicht klappte :D
Trotz Ausgangssperre ging es in den kleinen Gassen noch ganz gut zur Sache. Wir begaben uns dann aber langsam auf den Heimweg und hatten Glück noch eine Flasche Wasser zu bekommen, die uns aber auch nur höchst zögerlich verkauft wurde. 


Da unser Bungalow nicht gerade der super Burner war, hatte ich den grandiosen Plan noch einmal umzuziehen. Ich hatte am Vorabend noch eine andere Reihe Bungalows entdeckt bei denen ich mal nachfragen wollte. 
So spazierten wir mal wieder in der Sonne dort hin uns siehe da, es gab noch eins. Sah auf den Fotos an der Rezeption ganz nice aus. Also guckten wir uns das Ding mal an. 
Wir mussten beide grinsen als es immer weiter Richtung Wasser ging. Und am Ende handelte es sich wirklich um ein Ocean Front Bungalow. Für 12 Euro die Nacht war das glatt gekauft. 
An der Rezeption sahen wir dann auch, dass Scooter vermietet wurden, von denen wir natürlich gleich zwei nahmen. So war es dann auch nicht mehr ganz so mühsam von unserem alten Bungalow in das andere Umzuziehen. 
Da das unser letzter Tag auf der Insel war, füllten wir noch schnell unsere Tanks mit billigem Benzin und düsten erst mal in Richtung Süden. Wie immer schöne kurvige Straßen, schöne Strände und irgendwann dann eine Sackgasse. Also umdrehen, mal hier mal da einen kleinen Schotterweg rein. So fanden wir ein paar kleine Buchten, düsten dann aber weiter nach Norden. So kamen wir durch die wirkliche Stadt der Insel und ich war Solo froh nicht dort zu wohnen. Alles vollgebaut. Aber dann ging es bald die Berge hoch, die wir schon damals mit dem Pickups überquert hatten. Nach dem Hafen wurde es recht flach und gerade, was unsere Reisegeschwindigkeit erhöhte. Irgendwann gaben wir den kleinen Motoren dann aber mal eine Pause und genehmigten uns ein feines Pad Thai und einen Hibiskusblüten Eisteee. Frisch gestärkt ging es immer weiter. Bei einem der Wasserfälle der Insel wollte man 5$ Eintritt, welche wir nicht bereit waren zu zahlen. So umfuhrren wir quasi einmal die ganze Insel bis wir auf der anderen Seite der Sackgasse vom Vormittag waren. Die lag übrigens im Dschungel und da war die Straße weggebrochen. Dumm gelaufen :D 
Wir machten noch mal die Tanks voll, knatterten noch durch das ein oder andere Dorf, bevor wir dann zurückfuhren. Wir kamen dann etwas in Regen, konnten uns aber an einem Schießstand unterstellen. 
Abends gingen wir in einem der amerikanisch angehauchten Schuppen was Essen und dann genossen wir noch die letzten Chang’s an unserem Privatstrand… 





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Sonntag, 25. Januar 2015

Der Mae Hong Son Loop


Geschehnisse vom 13.05. - 18.05.2014:

Tag 1

Unsere Sachen waren am nächsten Morgen schon alle gepackt und so verfrachteten wir unsere großen Rucksäcke nur in den Abstellraum des Hostels und dann ging es noch was frühstücken. Danach mussten dann noch zwei Scooter aufgetrieben werden. Aber das sollte ja nicht das Problem werden. Allerdings suchten wir eine ganze Weile. Aber dann war es gar nicht so einfach halbautomatische Scooter aufzutreiben. Halbautomatische, da ich die Erfahrung gemacht hatte, dass diese besser für bergige Straßen sind, da man auch mit der Motorbremsung arbeiten kann. Und außerdem macht Schalten ja auch Spaß :D
Am Ende fanden wir dann aber welche, verhandelten ein bisschen über den Preis, kauften noch etwas Wasser und dann düsten wir los.
Der Verkehr in der Stadt war etwas interessant aber man erkennt schnell ein System im Chaos. Mittels Google Maps Navigierten wir auf die richtige Straße, die uns dann aus der Stadt führte. Und dann ging es eigentlich erst mal nur geradeaus durch die Suburbs, bis sich irgendwann die Felder mit kleinen Dörfern abwechselten. 
Der Verkehr nahm dann auch immer mehr ab und erlaubte doch recht zügiges Fahren. Teilweise konnte man die alten Möhren sogar an ihre Grenze treiben. 
Irgendwann war es dann mal Zeit etwas zu essen. Also in der nächsten Stadt an der nächstbesten Garküche angehalten und etwas leckeres bei einer alten thailändischen Dame gegessen. Danach wurde noch mal aufgetankt und dann ging es in die bergigen Regionen. 
Wir kamen an ein paar Schildern vorbei die von Wasserfällen sprachen, also guckten wir uns das ganze mal an. Auf dem Weg dort hin hupte mich Lars auf einmal wie verrückt an. Und als ich hinter mich guckte verstand ich auch warum… 
Meine kleine Möhre qualmte ganz ordentlich. Also erst mal angehalten, ausgemacht, gewartet, wieder gestartet und geguckt ob es besser war. Aber es qualmte immer noch.
Da wir aber den Wasserfall angucken wollten, stellte ich meinen Scooter erst mal neben einem kleinen Feldweg ab und fuhr bei Lars hinten mit. 
Der Wasserfall sollte am Ende recht viel kosten, was wir eigentlich nicht bezahlen wollten, da auf der Weg sowieso noch mehrere kommen würden. 
Also zurück zu meinem Schrotthaufen. Als ich ihn dann noch mal anmachte schien wieder alles ok. So fuhren wir erst mal weiter. Keine Ahnung warum Lars dann schon wieder Hunger hatte, aber wir aßen dann noch mal eine ziemlich gute Suppe, an einer weiteren kleinen Garküche :D 
Danach ging es dann aber wirklich weiter in die Berge. Bald schon kamen wir an einen weiteren Wasserfall, der aber wieder eintritt kosten sollte. Dann mussten wir eine Schranke passieren, die etwas Geld zur Überquerung des Bergpasses einsammelte. Doch als „Studenten“ konnten wir natürlich einen kleinen Rabatt rausschlagen. 
Die Straßen waren herrlich. Recht breit, besserer Asphalt als in Deutschland, schöne Kurven und wenig Verkehr. 

Dann kamen wir an einen weiteren Wasserfall den man sich mal kostenlos angucken konnte. Wir ließen die Beine eine Weile ins eiskalte Wasser hängen und starteten dann wieder durch. Wir waren ja schließlich nicht zum Vergnügen hier, sondern um Benzin zu verbrennen!!!
Bald kamen wir an einen weiteren Checkpoint, der das Ende des Bergpasses darstellte. Es gab dann mehr oder weniger zwei Möglichkeiten weiter zu fahren. Die eine war die sichere und führte uns auf jeden Fall wieder auf die andere Straße. Die zweite Möglichkeit war eine sehr, sehr schmale Straße die aber deutlich interessanter aussah. Wo sie uns hinführte war aber nicht ganz klar. 
Natürlich nahmen wir die zweite Straße. Um die drei Meter breit, aber mit zwei Fahrspuren, gespickt mit etlichen scharfen Kurven und wieder einem vorzüglichen Asphalt, schien es die richtige Wahl gewesen zu sein. Ab und zu kamen uns fette SUV’s entgegen, die auf der Ladefläche teilweise Sachen bis zu sechs Meter Höhe gestapelt hatten. Lars preschte voraus und hatte irgendwann schon einen guten Vorsprung. 
Er wartete dann an einer Kurve auf mich, von der auch ein kleiner Schotterweg ins Tal führte. Das konnte er ich nicht entgehen lassen und guckte mal nach was dort unten war. Ich wartete derweil oben. 
Als Lars aus dem kleinen Dorf, was dort im Tal lag, wieder kam, ging es weiter. Der Himmel hatte sich während der letzten knapp 40 Minuten etwas dunkel gefärbt und wir wunderten uns schon wann es denn anfangen würde zu regnen. Doch bei nur ein bisschen Regen blieb es dann nicht. Wir suchten uns rechtzeitig eine kleine Hütte als Schutz die wohl normalerweise von den Arbeitern auf den Feldern benutzt wurde. Gerade angekommen zog dann das Gewitter über uns hinweg. Es dauerte eine Weile bis es aufhörte zu schütten, aber dann ging es auch gleich weiter. Wir hatten noch einige Kilometer wegzufahren. Am Anfang mussten wir es allerdings noch etwas gemächlicher angehen lassen. Denn die Straßen waren schon recht nass. 

Bei der Weiterfahrt sahen wir dann aber erst mal wie stark das Gewitter doch gewesen sein musste. Überall lagen Äste und Bäume auf der Straße, andere teile waren überflutet. 
An der nächsten Gabelung ging es dann für uns nach links und wir staunten nicht schlecht wie weiter wir es noch hatten. Ich glaube das Schild sagte was von 78 Kilometern bis in das Dorf wo wir eigentlich schlafen wollten. Doch die Sonne würde definitiv in knapp 40 Minuten untergehen. Dumm gelaufen, aber erst mal musste es weitergehen. Wir sagten uns das da schon noch en Dorf kommen würde, in dem man notfalls schlafen könnte. 
Und so fuhren wir mit einem Affenzahl die geraden Straßen. Es wurde dunkel, es wurde kalt, es fing an zu regnen. Alles natürlich super Voraussetzungen wenn man mit einem Scooter unterwegs ist, und keine langen Sachen dabei hat, geschweige denn von etwas regendichtem :D
Ich warf mir dann mein Handtuch wie ein Poncho um und so ging es dann weiter. Der Regen nahm dann aber Gefühlt immer mehr zu und wir beteten, dass doch endlich mal ein Dorf kommen würde. Und dann kamen auch die ersten Gebäude. Und immer mehr. Eine kleine Tankstelle gab es auch, an der wir dann versuchten nachzufragen ob es etwas zum Übernachten in der Stadt gab. Man verstand uns dort aber nicht wirklich, weshalb wir erst mal zurück fuhren, da wir meinten dort etwas gesehen zu haben. Das war dann aber irgendwie nur ein abgesperrtes Areal, aus dem zum Glück jedoch gerade jemand mit seinem Truck kam. Er schien etwas Englisch zu verstehen und versuchte uns zu erklären wo wir hinmussten.
Wir fanden es nicht gleich aber nach etwas suchen und ein paar durchfahrenen Gassen kamen wir zu einer Reihe von Garagen. Dort standen auch schon ein paar andere SUV’s und wir fragten bei einer netten Dame nach ob denn noch etwas frei war. Man soll es ja nicht glauben aber wir bekamen dann wirklich die letzte „Garage“. Ein sehr interessantes Übernachtungskonzept wurde dort an den Tag gelegt. Es handelte sich wirklich um eine Garage, die ein Abgetrenntes Zimmer mit Bett, ein Bad und eine Art Waschküche hatte. Uns war’s egal denn wir wollten definitiv nicht mehr im Regen weiter fahren. 
Dann klopfte es noch an der Tür und der Mann, der uns den Weg gewiesen hatte tauchte auf. Er wohnte gleich nebenan und lud uns ein etwas Essen zu gehen. 
Wir sagten natürlich nicht nein und fuhren dann mit ihm in die Ortsansässige Garküche. Wir aßen ein bisschen vorzügliches Khao Pad, schlürften ein Bier mit unserem Retter und erfuhren, dass er mal mit einer Amerikanerin zusammen war und in der Tourismusbranche gearbeitet hatte. Dann ging es wieder zurück und wir legten uns erst mal eine Runde schlafen, denn wir hatten noch viiiieeele Kilometer vor uns. 





Tag 2

Wir standen früh auf, da wir in der nächsten Stadt, die die wir eigentlich schon erreicht haben wollten, Frühstücken wollten. Als wir losfuhren liefen wir noch einmal unserem Retter über den Weg, bedankten uns noch mal und knatterten dann los. 
Mein kleiner Schrotthaufen fing dann natürlich noch mal an zu qualmen. Doch nach ein bisschen warten hatte er sich wieder gefangen. Wir tankten und setzten unsere Reise fort. 
Und ich muss sagen, dass wäre der Horror gewesen wenn wir das Stück noch in der Nacht davor gefahren wären. Die Straßen wurden wieder sehr kurvig und es zog sich ganz schön. 
Mae Sariang entpuppte sich als ganz schöne Stadt. Sie lag ein einem kleinen Fluss und wir aßen standesgemäß auf einer Terrasse die diesen Fluss überblickte. Das große Frühstück tat gut und bereitete uns auf die nächsten Kilometer vor. Doch irgendwann war es Zeit der schönen Kulisse tschüss zu sagen, also schwangen wir uns wieder auf unsere Klapperkisten und weiter ging der wilde Ritt. 
Der Tag wurde ganz angenehm, es regnete nicht, die Strecke war wieder schön kurvenreich und der Asphalt war ebenfalls glatt. Mae Hong Son erreichten wir noch deutlich vorm Dunkelwerden und auch dieser Kleinstadt schien ganz schön zu sein. Wir schliefen in einem ruhigen, Guesthouse einer wirklich sehr sehr netten Dame und gingen dann mal ganz unklassisch eine Pizza essen. Die war zwar nicht wirklich gut aber mal eine Abwechslung. Lars konnte dem Crepestand dann nicht widerstehen und genehmigte sich noch eine süße Köstlichkeit :D



Tag 3

Den dritten Tag blieben wir noch in Mae Hong Son und erkundeten ein wenig das Umland. Wir knatterten durch die Umliegenden Hügel, sahen Elefanten und durch Zufall das „Long Neck“ Dorf, in dem die Frauen durch Ringe um ihre Hälse, diese um mehrere Zentimeter strecken. Dann machten wir noch ein wenig Schabernack auf unseren Scootern, fuhren in ein Bergdorf und am Abend dann zu den Mönchen auf den Berg, von dessen Spitze man die ganze Stadt und die Berge sehen konnte. Dort gab es dann noch einen ziemlich spektakulären Sonnenuntergang zu sehen. Alles in allem also ein ganz entspannter Tag.







Tag 4

Am nächsten Morgen sollte es dann aber weitergehen. Wir fuhren noch mal den Berg hoch auf dem wir am Vorabend waren und dann wurden wieder Kilometer geschrubbt. Der Weg war malerisch und führte ob über Bergkuppen mit einem Sagenhaften Blick. Vor Papi, unserem Tagesziel machten wir noch eine kleine Pause und sahen deutlich mehr Backpacker als sonst. Man merkte, dass wir in die Nähe von Pai kamen, welches oft in großen Tönen gelobt wird. Dafür das es so relaxed, ruhig und schön ist. 
Außerdem sahen wir zwei Engländer die eiskalt mit ihren großen Backpacks Scooter fuhren. Eine ganz schöne Zumutung! Zum Glück waren wir nur mit unseren kleinen Taschen unterwegs. Dafür hatte es sich auf jeden Fall gelohnt zu frieren :D
Wir erreichten Pai dann nach einer schönen Fahrt wieder im Hellen und hatten viel Zeit eine schöne Absteige zu finden. Unsere Wahl fiel auf ein Bungalow, dass fast genau im Zentrum lag, aber trotzdem ruhig war. Die Gerüchte schienen zu stimmen. Wir bezahlten lächerliche 500 Bath zusammen, was ca. 13 Euro sind. 
Pai war tatsächlich recht schön, wenn auch touristisch komplett entwickelt. Es hatte trotzdem eine recht angenehme Atmosphäre und jeder schien es langsam angehen zu lassen. Abends genehmigten wir uns indisch, was ziemlich gut war und dann natürlich noch ein kühles Bier in einer der zahlreichen Bars. 





Tag 5

Wir blieben dann natürlich auch noch den nächsten Tag. Wieder erkundeten wir die umliegenden Hügel und ließen es recht ruhig angehen. Der Ort strahlte das aber auch irgendwie aus :D



Tag 6 

Dann sollte es aber weiter gehen. Lars hatte zwar keinen großen Zeitdruck aber in ein paar Tagen musste er halt schon seinen Flug in Bangkok bekommen. 
Doch daran war natürlich erst mal nicht zu denken. Vor uns lagen noch etliche schöne Kurven die gefahren werden wollten. Das ging auch bis zu einem Gewissen Zeitpunkt gut. Bis zu dem Zeitpunkt nämlich, an dem sich mein Hinterrad plötzlich so schwammig anfühlte. Ich hielt an und eigentlich war schon klar was passiert war. Ein Platter Hinterreifen…
Da wir natürlich keine thailändische Handykarte hatten, versuchten wir jemanden anzuhalten um die Vermietung anzurufen. Das ging auch recht schnell. Allerdings war die Vermietung nicht gerade hilfreich. Bzw. gar nicht. Also blieb uns nicht viel anderes übrig, als zurück nach Pai zu fahren und den Spaß zu reparieren. 
Doch als wir dann ein paar Kilometer gefahren waren, kam uns beiden der Gedanke, dass uns recht viele SUV’s mit leeren Ladeflächen entgegen kamen. Es sollte doch evtl. Möglich sein so jemanden anzuhalten, der uns dann vielleicht mitnehmen würde. Die ersten Male hatten wir Pech, aber dann hielt tatsächlich jemand an. 
Und dann sprach der nette Herr auch noch recht gut Englisch. Und er war sogar bereit den Scooter und mich mitzunehmen! Also wuchteten wir das Ding hinten auf die Ladefläche, zurrten es fest und dann ging es doch noch weiter in die richtige Richtung. Lars folgte uns derweil auf seinem Scooter und konnte die ersten paar Kilometer auch gut mit uns mithalten. Doch irgendwann hängten wir ihn ab. 

Ich erfuhr derweil, dass mein Fahrer bei der Polizei arbeitete. Ansonsten war er allerdings nicht so gesprächig :D 
Die Checkpoints nach Pai, an denen die Leute wohl auf Drogen und andere Dinge überprüft werden, konnten wir recht schnell passieren, was wohl dem Ausweis des Fahrers geschuldet war. Diese Checkpoints gibt es übrigens überall in den Bergen, doch meist werden gerade Ausländer einfach durchgewunden. Nicht so bei Lars wie er mir später erzählte. Er wurde sogar mit Drogenhund kontrolliert. 
Auf der Mitte des Weges fing es dann auch nochmal abartig doll an zu regnen. Und der arme Lars musste das alles auf dem Scooter durchmachen…
Als die Straßen nur noch gerade waren, nahm es mein Fahrer nicht mehr ganz so genau mit der Geschwindigkeitsbegrenzung und fuhr auch mal 140. Irgendwann erklärte er mir, dass er vor Chiang Mai abbiegen müsste. Also wuchteten wir zu zweit dann den Scooter von der Ladefläche, ich fragte ihn ob ich ihm etwas Geld geben könne, aber er winkte nur ab und lachte. Ich bedankte mich noch tausende mal und hoffte dann, dass in der Nähe irgendwo eine Werkstatt war. 
Und ich hatte Glück. Ich musste nur ein paar hundert Meter rollen da war schon eine Werkstatt gefunden. Der Wechsel ging schnell und war auch noch erstaunlich billig. Nur 200 Bath hat das ganze gekostet. Und dabei hatte ich den Mechaniker am Anfang auch noch falsch verstanden und wollte ihm erst mehr geben. 
Die Fahrt ins Zentrum von Chiang Mai war dann noch ganz lustig. Der Verkehr war dicht und man konnte sich schön überall durchschlängeln. Allerdings muss ich einmal falsch abgebogen sein, denn ich musste noch einmal nachfragen wo es denn ins Zentrum ginge. Dann gab ich den Scooter ab, ging ins Hostel, wo die Besitzerin ganz überrascht war mich lebend wieder zu sehen. Denn auf der Strecke Chiang Mai - Pai legen sich die Backpacker wohl gerne mal hin. Ich wollte gerade in die Stadt gehen, da kam mir der Lars entgegen. Deutlich schneller als ich gedacht hatte. Aber der ist ja auch ein kleiner Raser :D

Dann ging es was Essen, ein Tourenabschlussbier trinken und dann ein bisschen schlafen. 
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Freitag, 21. November 2014

Luang Nam Tha - Ein Straßenrennen zum Abschluss


Geschehnisse vom 05.05.- 09.05.2014:

Logischerweise schlief ich dann erst mal ziemlich lange, frühstückte schnell was und dann machte ich mich los einen der Berge über der Stadt zu besteigen, von dem man dann einen super Ausblick haben sollte. Kurz sprach ich noch mit unserem Guide, der mir seinen persönlichen Rekord verriet und dann ging es los. Die Sonne brutzelte schon ganz gut vom Himmel und der Aufstieg war echt nicht ohne. Ich weiß nicht wie viele Höhenmeter ich hinter mir ließ, aber es waren einige. Den Rekord konnte ich leider nicht brechen, aber das Ganze hatte sich allemal gelohnt. Es erwartete mich ein Ausblick über alle Gipfel der umliegenden Berge und unter mir lag die Stadt wie eine kleines filigranes Modell. 
Ich knipste noch ein paar Bildchen, für mich und für die beiden deutschen Urlauber, die auch gerade auf dem Gipfel waren, ruhte mich für eine Ganze Weile aus, bevor es dann wieder hinunter ging. Am Ende überholte ich die zwei dann noch und kam unten komplett schweißgebadet an. Zum Glück wusste ich wer den besten Eistee in der Stadt verkaufte, welcher den Durst dann auch einigermaßen gut löschte. Und wen sah ich dann, als ich so die Straße entlangging? Remy und den Franzosen. Ich gesellte mich zu den beiden und orderte gleich noch einen Eistee. 
Die zwei hatten am vorherigen Tag noch viel Spaß gehabt, konnten sich aber auch nicht mehr an alles erinnern. Die Rückreise war allerdings recht leicht gewesen, da sie einfach auf eines der Botte gehüpft waren, welches sie uns andere Leute dann nach Nong Khiaw gebracht hatte.
Wir saßen noch eine Weile da, dann hielten die beiden nicht mehr durch und mussten sich hinsetzten. Ich setzte mich derweil auf meine Sonnengeflutete Terrasse und schrieb ein bisschen Blog. Irgendwann guckte ich noch mal in dem Guesthouse von Dylan und Mark vorbei, doch die beiden waren schon weiter gezogen. Ich unterhielt mich noch mit ein paar der Traveler dort, dann wollte ich mich noch mal kurz mit Remy treffen. Denn er wollte wohl am nächsten Tag auch weiter. Abends gab es wieder ein BBQ und dann wurde noch ein bisschen was mit den Neuankömmlingen getrunken. Irgendwann zog die Gruppe dann weiter, was ich nicht so richtig mitbekam und ich sollte sie dann auch nicht mehr wiederfinden. Dafür fand ich aber einen sehr amüsanten Niederländer, mit dem ich mich des Rest des Abends unterhielt. Er hatte den Plan am nächsten Tag nach Lang Nam Tha zu fahren, was in der Weise auch mein Plan war. Ich war mir nur noch nicht ganz sicher gewesen, wann ich fahren würde. Doch da Remy am nächsten Tag abreiste und ich „nur“ noch die Bergstraßen entlang brettern wollte, entschied ich mich spontan mit dem Harrie schon am nächsten Tag zu fahren. Mit diesen Spontanaktionen hatte ich eigentlich immer Glück gehabt. 
Und so genossen wir beiden dann noch unser letztes Frühstück in Nong Khiaw, in einem Restaurant welches manche ihrer Rezepte von zwei deutschen Stammgästen bekam :D
Dann brachte uns die nette Frau vom Guesthouse zur Bushaltestation. 
Dort angekommen wollten wir voller Elan unser Ticket kaufen. Doch der Bus, der eigentlich hätte fahren sollen, fiel für diesen Tag wohl aus. Er war auch schon die drei Tage davor nicht gefahren. Tja, das ist Laos. Keine Hektik in einer sehr extremen Form. Remy trafen wir dort auch wieder, dessen Bus auch noch nicht aufgetaucht war. 
Doch Harrie hatte anscheinend seine Hausaufgaben gemacht. Er hatte gelesen, dass man auch erst in eine andere Stadt fahren konnte, die irgendwo auf dem Weg nach Luang Nam Tha lag. Von dort würde dann sicherlich ein anderer Bus fahren, der uns ans Ziel bringen würde. Diesem Vorschlag war ich natürlich erst mal nicht abgelehnt. Doch es kam noch besser. Remys Bus kam und der Fahrer bot uns an, für den Tarif den Remy nach Luang Prabang bezahlte, uns zu einer „zentralen“ Kreuzung mit zu nehmen. Dort würde dann wohl ein anderer Bus auf uns warten, welcher uns bis nach Luang Nam Tha bringen würde. Alles ein bisschen kompliziert und unsicher? Joa, schon aber wir waren eigentlich nichts anderes gewöhnt und es hatte ja bis jetzt immer alles geklappt. Also willigten wir ein uns besteigen den total überladenen Minivan. 
1 1/2 Stunden später waren wir an der „zentralen“ Kreuzung in irgend einer kleinen laotischen Stadt. Und tatsächlich stand dort ein anderer Minivan, zu dem man uns hinwinkte. Der Minivan, der uns gebracht hatte, verschwand in einer braunen Staubwolke und dann standen wir dort. Mental schon darauf vorbereitet, was nun gleich passieren würde. 
Der Fahrer, sich seiner nicht gerade schlechten Verhandlungsbasis bewusst, nannte uns natürlich erst mal einen exorbitant hohen Preis. Wir rollten nur mit den Augen und dann nahm das Feilschen seinen Lauf. Dabei war natürlich nicht zu verachten, dass unsere Position auch nicht gerade schlecht war. Denn er nahm sicherlich lieber zwei Leute mit, anstatt zwei leere Plätze zu haben. Doch Laos blieb sich treu und am Ende fanden wir einen Preis, mit dem alle zufrieden waren. 
Die Fahrt reihen wir dann wohl aber eher mal in die Kategorie „Nicht so geil“ ein. Die Straßen, sofern man das noch so nennen konnte, glichen einem Schweizer Käse. Dann schlichen für eine Ewigkeit noch LkW‘s vor uns her und als wir schon fast da waren, gingen wir noch knapp einem Frontalunfall aus dem Weg. Unser Fahrer hatte zum Glück Reflexe wie ein Roboter.
Doch dann nach etlichen Stunden und tausenden Kurven kamen wir endlich an einem Bussammelpunkt an. Dort warteten schon die Tuk-Tuk‘s um uns in die Stadt zu fahren. Auf feilschen hatten wir keinen Bock mehr also setzten wir uns einfach hin, nachdem uns der genannte Preis schwer in Ordnung erschien. Das sah eine andere Gruppe Backpacker etwas anders und sie wollten partout nicht einsehen, dass sie das bezahlen sollten, was alle bezahlten. Auch verstanden sie nicht, dass der Preis nicht geringer wurden, wenn doch das Tuk Tuk mit acht Leuten besetzt war. Wir konnten nur die Köpfe schütteln und auch unser Fahrer und die anderen Einheimischen in unserem Tuk Tuk fanden das ganze etwas affig. Und deshalb fuhren wir dann auch schon mal los. 
Während der Fahrt fing es dann noch etwas an zu regnen, was zwei Mädels auf Mopeds nicht ganz so gefiel. Wie lachten und winkten ihnen. Das fanden sie dann überhaupt nicht mehr komisch :D
In der Stadt angekommen, suchten wir uns erst mal ein Restaurant. Wir hatten den ganzen Tag nichts gegessen und ich habe mich noch nie im leben so über gebratene Nudeln gefreut. Völlig verdattert nahm die Besitzerin dann noch meine zweite Bestellung auf, aber es war einfach zu gut :D
Beim Essen guckten wir auch gleich noch nach einer guten Unterkunft. Doch als ich dann die Kandidaten ablief, schien schon alles, bis auf das größte Hotel der Stadt, ausgebucht zu sein. Also nahmen wir uns dort ein Doppelzimmer, welches auch wirklich schwer in Ordnung war. 

Den Tag darauf passierte nicht gerade viel. Wir standen beide recht spät auf, aßen etwas in einem total überteuerten und schlechten Restaurant das von zwei Engländern geführt wurde und erkundeten ein bisschen die Stadt. Dann musste es natürlich noch anfangen zu regnen, womit ich mich dann ins Zimmer setzte und etwas Blog schrieb. 
Abends hörte es dann wieder auf zu regnen, wir gingen was essen und dann noch in eine Bar. Trafen dort dann auf ein paar andere Leute mit denen wir ein bisschen quatschten, aber am Ende gingen alle recht schnell. Wir holten uns dann noch ein paar Bierchen für den Weg, guckten noch im einzigen Laden vorbei, der um diese Uhrzeit noch geöffnet war und dann ging es schon wieder ins Zimmer. 

Da uns die Atmosphäre der Stadt irgendwie gefiel und es mal wieder so herrlich war nicht groß was zu machen, lebten wir auch noch in den nächsten Tag hinein und genossen einen weiteren Tag in Laos. 
Den Tag darauf musste Harrie dann abreisen. Er haute schon ziemlich früh ab, um noch seinen Bus an die Grenze zu bekommen, aber eigentlich war es ja schon fast klar, dass man sich in Thailand irgendwo, irgendwie noch mal sehen würde. Denn er wollte sich ja in Pai ein Appartement mieten und dort für eine Weile bleiben.
Ich nahm für diesen Tag dann endlich meinen Plan in Angriff, den ich schon die Tage zuvor geschmiedet hatte. 
Doch erst mal musste ich noch mein Zimmer wechseln. Das gestaltete sich dann ziemlich schwer, da der Rezeptzionist nicht verstand was ich von ihm wollte. So kam es, dass ich meinen Rucksack erst mal einfach in mein neues Zimmer im Erdgeschoss ohne Fenster abstellte. Ich würde mich dann nach meiner Rückkehr darum kümmern…

Mein Plan war eigentlich recht simpel. Die Chinesische Grenze war knapp 70 Km von Luang Nam Tha entfernt. Die Strecke führte, laut Berichten im Internet durch die Berge, was wiederum viel Spaß bedeutete. 
Ich hatte mir am Vortag schon einen Laden ausgeguckt bei dem ich dann ein Scooter mieten wollte. Die Sache mit dem Pfand gestaltete sich etwas schwierig, da der Besitzer meine (abgelaufene) Kreditkarte nicht als Pfand akzeptierte. Allerdings wollte ich ihm auch unter keinen Umständen meinen Pass oder Führerschein geben. Was blieb also noch? Mein internationaler Führerschein, in dem zum Glück auch ein Passbild war. Sonst hätte er den bestimmt auch nicht angenommen. Der war zu dem Zeitpunkt übrigens auch schon abgelaufen :D
Der erste Scooter war dann schon mal Müll, da die Tankanzeige und der Tacho nicht funktionierten. Also bekam ich einen Ersatz. Der war dann schon besser. Ich tankte schnell voll und dann düste ich los. 
Die Berichte hatten recht gehabt und es machte einen Heidenspaß durch die Berge zu brettern. Ich kam durch ein paar kleine Dörfer in denen man mir fröhlich zuwinkte und sogar zu einem das Laut riesiger Tafel durch deutsche Organisationen gesponsert war. 
Die Straßen waren eng und bestanden wirklich fast nur aus Kurven. Der Urwald huschte an mir vorbei und ich schwang mich von der einen zur anderen Seite. 
Dann kam ich nach knapp 50 Km in die Nähe einer Stadt und die Straßen wurden wieder gerade. Aber da sie noch recht gut erhalten waren, konnte man dort auch schön schnell fahren ;) - da man von der Straße einen recht weiten Blick hatte, konnte ich auch komische Raketen in den Himmel aufsteigen sehen. Doch was es mit denen auf sich hatte, wird sich wohl nie klären…
Ich nahm zum Glück die richtige Abbiegung und knatterte immer weiter Richtung China. Lustigerweise waren die Straßen nach China allesamt perfekt und so nahm ich dort noch mal richtig Fahrt auf. Und dann war ich nach knapp 1 1/2 Stunden da. Die Chinesische Grenze war vor mir. Ich machte ein paar Fotos, sah mir das Treiben an und drehte dann irgendwann um. Dann ging es wieder durch die Stadt, kurz danach noch mal auftanken, da ich es sonst nie im Leben mit dem Rest Benzin zurück geschafft hätte. 
Ich hängte mich für eine Ganze Weile an einen Einheimischen und brauste mit ihm zusammen die Piste entlang, bis ich dann doch mal anhielt um die malerische Landschaft fest zu halten. Aus dem Tal winkte mir ein Bauer, und die Welt schien mal wieder perfekt und friedlich zu sein.



Für eine weitere Stunde knatterte der Motor dann unter mir vor sich hin und heulte hier und dort beim herunterschalten mal auf, um dann aber gleich wieder voll belastet zu werden. 
Zurück in Luang Nam Tha hatte ich noch viel Zeit, bis ich den Scooter zurückgeben musste. Ich fuhr erst mal zu dem Büro in dem man Bustickets kaufen konnte. Dort kaufte ich ein Ticket an die Grenze zu Thailand für den nächsten Tag. 
Dann fuhr ich noch ein bisschen in der Stadt umher, erkundete die Hügel und fuhr dann die Hauptstraße hinunter, etwas raus aus dem Center. 
Dort war der Flughafen und eine menge Flachland welches in der untergehenden Sonne mal wieder grandios aussah. Nachdem ich dann noch auf ein paar Feldwegen herumgefahren war und mal wieder amüsierte und überraschte Blicke von den Locals bekam, drehte ich schussendlich um, da es langsam dunkel wurde. 
Auf dem Rückweg zog ein Scooter mit mir gleich, auf dem zwei geschätzt 12 Jahre alte Jungs saßen. 
Wir guckten uns kurz an, lachten beide, dann hupte er und dann wurden die Gashähne auch schon aufgerissen. Aufgrund ihres Gewichts hatten die zwei natürlich einen recht großen Vorteil, aber ich war an ihnen dran. Ohne Rücksicht auf Verluste knatterten die beiden weiter voran und überfuhren ein paar rote Ampeln. Dann wurden sie langsamer da meine alte Mühle einfach nicht mehr nachkam :D 
Doch im zweiten Rennen waren wir dann beide gleichauf, bis ich es etwas ruhiger angehen ließ, da wir wieder in recht Verkehrsreichen Gebieten waren. 
Kurz nachdem ich dann meinen Scooter abgegeben hatte, sah ich die zwei noch mal und wir hupten, bzw. applaudierten uns gegenseitig zu. 
Zurück im Hotel konnte ich dann auch mit einem anderen Rezeptzionisten klären, dass ich ein anderes Zimmer bekam, welches ein Fenster hatte und auch ansonsten schicker war. 

Nach einem leckeren Abendessen konnte ich dann also sagen, dass der Tag ein lustiger Abschluss für das Kapitel Laos war. 




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Donnerstag, 24. Juli 2014

Luang Prabang


Geschehnisse vom 29.04. - 01.05.2014:

In der Nacht zog dann erst mal ein schönes Gewitter auf, welches dann auch unsere Elektrizität lahm legte. Natürlich nur die von unserem Guesthouse. Ansonsten hatten wohl alle anderen in der Straße noch Strom. Aber positiv war natürlich die kühle Brise die so durch mein kleines Turmzimmer wehte. 
Dummerweise hatte ich mir irgendwann wohl ein bisschen den Magen verstimmt. Nichts schlimmes, aber ich blieb erst mal im Guesthouse und ließ die anderen alleine los ziehen. Am späten Mittag machte ich mich dann auch auf den Weg. Ich hatte mir schon ein Restaurant ausgeguckt, in dem es angeblich die beste Pizza der Stadt gab. Manchmal brauchte man halt auch einfach mal was anderes als Eiernudeln und Reis. 
Dafür musste ich dann noch den örtlichen Fluss überqueren. Eine stabil wirkende Brücke führte über den doch recht breiten Fluss. Dummerweise musste man bis 18 Uhr dort bezahlen um rüberzugehen. Aber ich wollte unbedingt meine Pizza haben! 
Auf der anderen Seite sah es dann erst mal ein bisschen Chaotisch aus, dann stieg ich ein paar Treppen hoch, sah auf der linken Seite ein recht schickes Restaurant, welches ich aber nicht weiter beachtete, da ich so auf die Pizza eingeschossen war. Doch dann der Schock! Das Pizza-Restaurant hatte zu! Machte erst um 18 Uhr jeden Tag auf. Tja, da ich nun aber schon die Brückengebühr bezahlt hatte, wollte ich natürlich auch auf der anderen Seite etwas Essen. Ich hatte die Wahl zwischen zwei kleinen Garküchen und dem schicken Laden. Und da ich ja sowieso schon das Frühstück gespart hatte, ging ich in den Schicken Laden. 
Von innen war es dann eigentlich noch besser als von außen. Es war eine Wohlfühloase wie man so schön sagt. Neben normalen Tischen gab es auch die beliebten sehr niedrigen, an denen man sich dann auf den vielen großen Kissen lümmeln kann. Dann ganze auf einer Vorgesetzten Terrasse, mit leichtem Flussblick und unter riesigem Bambus. Joa, so ließ es sich aushalten. Ich bestellte mir die laotische Spezialität: Wasserbüffeleintopf mit einheimischen Kräutern und würzigem Bambus.
Preislich natürlich so ziemlich das teuerste was es auf der Karte gab, aber wie gesagt ich hatte ja schon das Frühstück gespart :D - und mein Gott es war göttlich. 
Nach dem vorzüglichen Mahl ging es dann wieder auf die andere Seite. Im Guesthouse fand ich dann auch Remy und Marion wieder. Sie waren in dem Restaurant vom Vorabend gewesen und dann ne Runde entspannt. 
Für den Abend nahmen wir uns vor, den Berg in der Mitte der Stadt zu besteigen und den Sonnenuntergang von dort aus zu genießen.
Zum Essen ging es dann zurück an den Fluss. Dann zog wieder ein Gewitter auf und wir sahen zu, dass wir schnell zurück kamen. 


Ein Plan den weir eigentlich schon von Anfang an hatten, war die bei Luang Prabang gelegenen Wasserfälle zu besuchen. Dort konnte man sich entweder mit einem Tuk-Tuk hinbringen lassen, oder man mietete sich einen Roller. Der war in Luang Prabang zwar nicht ganz billig, aber das war eindeutig die bessere Variante. Am Ende fanden wir auch noch einen Vermieter, der vom Preis her in Ordnung war. Allerdings waren die Roller dafür dann auch nur Halbautomatik. Das machte im Nachhinein aber eigentlich noch mehr Spaß als so ein Automatik. 
Es ging Tanken, dann raus aus der Stadt und über kurvige Straßen durch Dörfer, an Tuk-Tuk‘s vorbei, dessen Insassen uns sehnsüchtig anguckten. 
Schließlich waren wir nach guter einstündiger Fahrt da. Angeschlossen an die Wasserfälle war auch noch ein Bärenpark, wo die geplante Fütterung zwar nicht stattfand, aber auch so waren die Bären da. 
Die Wasserfälle waren definitiv schön, aber es war dezent überfüllt und meine Wasserfall-Sättigungs-Messer stand sowieso schon lange auf Anschlag.
Als wir uns alle Wasserfälle angeguckt hatten, trennten wir uns irgendwann, da die anderen noch eine kleine Wanderung machen wollten. Ich wartete ein bisschen, ob sie vielleicht schneller als gedacht zurückkamen, aber dann wurde mir etwas langweilig und ich tat das, was ich in den letzten Wochen so schätzen gelernt hatte: Benzin verbrennen und Kurven räubern :)
Irgendwann war der Spaß dann aber vorbei, da die Kinder grad alle Schulaus hatten und sie somit überall auf der Straße rum rannten. Dann wurde die Straße aber wieder freier und es ging wieder etwas flotter voran.
Ich wollte dann an diesem Abend auch noch in ein Hostel umziehen, da ich noch ein paar andere Leute kennen lernen wollte, aber hatte natürlich nicht bedacht, dass meine ganzen Sachen bei Remy im Zimmer standen. Nach einer ganzen Weile, entschied ich mich dann aber mal einfach zu fragen ob ich nicht den Schlüssel bekommen könnte. Und natürlich bekam ich den dann auch, konnte umziehen, duschen und war dann ready to go. Im Hostel war aber nicht all zu viel los, weshalb ich dann erst mal nur mit Remy und Marion Essen ging. Das Restaurant entpuppte sich als echte Perle und man bot uns sogar an, eine Grille zuzubereiten, falls wir sie fangen würden :D
Am nächsten Morgen wollten wir dann dem allmorgendlichen Ritual beiwohnen, wo die Bewohner der Stadt den Mönchen Essen gaben. Das ist zwar etwas umstritten, da die meisten Touristen es mit dem Respekt nicht ganz so genau sehen, findet aber immer noch statt. Die Mönche hatten vor einigen Jahren auch schon mal angekündigt, dass Ganze zu unterlassen, die Regierung meinte dann aber nur, dass sie das ganze dann mit Statisten weiterführen würden. Klar, das ist mit einer der Hauptgründe, weshalb manche kommen. 






Abartig früh um kurz nach fünf waren wir dann bereit. Nur um dann bei unserem Gang durch die Straßen zu bemerken, dass irgendwie keiner mehr da war. Wir waren tatsächlich zu spät. Dabei hatte uns eigentlich jeder gesagt, dass das Ganze gegen halb sechs stattfinden würde. Schade, aber so war die Stadt schön leer was auch mal nicht schlecht war. 
Für das kostenlose Frühstück im Hostel war es natürlich dann auch noch zu früh, weshalb wir bei einem Laden einkehrten, bei dem wir schon mal gefrühstückt hatten. Die waren zwar etwas verplant, aber das Frühstück war gut. 
Weiterer Plan für den Tag war dann noch ein bisschen Scooter zu fahren. Wir hatten noch genug Benzin und auch noch Zeit bis wir sie wieder abgeben mussten. So fuhren wir erst mal zum Busterminal, da es für Remy und mich am nächsten Tag weitergehen sollte.  Marion trat noch am gleichen Tag ihren Flug nach Vientiane an, um dann weiter nach Afrika zu fliegen. 
Zurück ging es durch die kleinsten Gassen und die holprigsten Schotterpisten, aber so fanden wir noch ein gemütliches Plätzchen am Fluss, an dem wir noch etwas Zeit verbrachten. 
Dann mussten wir aber auch zurück. Nach der Abgabe verabschiedeten wir uns von Marion und dann ging ich erst mal ins Hostel Blog schreiben. Remy lag derweil vermutlich faul auf seinem Bett :D
Abends ging es dann doch noch die lang ersehnte Pizza Essen, aber im Endeffekt hat sie mich nicht vom Hocker gerissen. Schade.





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