Posts mit dem Label Life's good werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 8. Mai 2014

Sihanoukville und Koh Rong


Geschehnisse vom 19.03. - 26.03.2014:

Am nächsten Tag ging es dann in einem 20 Sitzer Minivan nach Sihanoukville. Sihanoukville liegt an der Küste von Kambodscha und ist als Backpackerstadt bekannt. Es gibt schöne Strände, endlos viele Strandbars und billige Unterkünfte. Jedenfalls dachte ich, dass es billige Unterkünfte geben würde. Am Ende war keines der Hostels frei, da diese logischerweise sehr begehrt sind. So endete ich in einem Guesthouse für um die 10 US$ die Nacht, wenn ich mich recht erinnere. 
Ich hatte keine große Lust am gleichen Tag noch irgendwas zu starten, also ließ ich es ruhig angehen. 
In den nächsten zwei, drei Tagen - kriege es nicht mehr komplett auf die Reihe, wie lange ich da war - erkundete ich die Strände, die ganz ok waren, aber letztendlich nicht suuuper toll. Ich verbrachte viel Zeit in den Strandbars und in Restaurants und genoss die Sonne. 
Dann nach ein paar Tagen entschied ich mich nach Koh Rong zu fahren. Das ist eine vorgelagerte Insel, die als „Geheimadresse“ gilt. 
An einem Morgen ging es also los. Ich war pünktlich am Punkt, wo mich der Bus aufsammeln sollte. Aber er kam und kam einfach nicht. Eine gute Stunde verstrich, da kam eine Art kleiner LkW mit zwei Sitzbänken hinten drauf herangetuckert. Die Fahrer schienen beide auch nicht so recht zu wissen, was gerade Sache war, nach ein bisschen telefonieren stellte sich aber heraus, dass das Slow Boat, welches ich gebucht hatte, nicht fahren würde. So bekam ich und die anderen im „Bus“ dann ein Upgrade auf das Schnelle Speedboot. Das brauchte anstatt der zwei Stunden nur 45 Minuten für den Weg. 



Nach einer flotten, aber ruhigen Fahrt war ich dann da. Auf dem Pier stehend, machte ich mir ein erstes Bild. Wasser: leichtes türkis, hier und da Plastikmüll. Strand: schön hell, sah gut aus. Umgebung: Insel hatte in der Mitte einen großen Berg der mit Dschungel bewachsen zu sein schien. Alles in allem erst mal gut!
Ein Italiener machte dann eine Ansage für alle in einer der Strandbars und gab einen kalten Drink aus. Wichtigste Regel war, niemals allein in den wilden Dschungel zu gehen, und seine Wertsachen gut zu verstauen. 
Dann brauchte ich eine Bleibe. Da ich die Fahrt über geschlafen hatte und auch sonst niemand wirklich alleine zu reisen schien, fiel die Bungalow Variante schon einmal weg. Aber das erste Hostel war schnell gesichtet. 
So ziemlich alles auf der Insel ist aus Holz gebaut. Das Zimmer war also recht rustikal, aber hatte seinen Holzschuppencharme. 

Ich ging ein bisschen den Strand ab, bis ich an ein paar Baumhäusern ankam, die das Ende markierten. Danach waren nur noch Felsen zu sehen. Ich drehte also wieder um und warf einen Blick ins Zimmer, ob vielleicht jemand da war, der irgendwas machen wollte. 
So traf ich dann Jack aus England. Er hatte zwar keine Lust irgendwas zu machen, aber später am Abend würde er auf jeden fall was Essen gehen.
So zog ich dann alleine zur eigentlichen Attraktion von der Insel los. Dem Long Beach. 
Nach einer Stunde wandern durch den Dschungel, teilweise nahezu klettern, weil es so steil war, war ich da. Der Strand sah in etwa so aus wie der Whitehaven Beach in Australien. Ich machte es mir an einem schattigen Platz gemütlich und döste erst mal ne Runde. Dann ging es ins Wasser, bevor ich gegen 18 Uhr den Heimweg antrat. So schaffte ich es gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein. 
Dann ging es eine Pizza essen und danach noch einen Cocktail schlürfen. Allerdings war ich ziemlich müde und so ging es gegen 11 Uhr schon ins Bett. Ach ja, unser Zimmer war übrigens direkt über der Bar. Und damit den Lautsprechern die auf voller Leistung bis ca. 2 Uhr durchliefen :D




Am nächsten Tag ging es dann mit Jack noch mal an den Strand. Viel anderes war ja eigentlich auch nicht zu tun. Wir verbrachten den ganzen Tag da, was wir dank eines sehr guten, großen Frühstücks auch locker aushielten. Abends machten wir es uns in den Loungesesseln von unserem Hostel im weichen Sand bequem und lernten schnell noch ein paar duchgeknalle Typen kennen. Am nächsten Tag würden viele von uns abhauen und da passe es ja, dass in einer Bar auf dem Pier eine große Party stieg. Da traf ich dann noch eine Gruppe Berliner und es wurde etwas später...




Nächster Tag sollte für mich dann auch schon wieder Abreise sein. Der letzte Abend war eigentlich relativ spaßig gewesen, aber ich wollte mich noch mit zwei Engländerinnen in Sihanoukville treffen, die ich damals in Fiji kennengelernt hatte.
Dieses Mal gab es dann leider kein Upgrade auf das Speedboot. So wurde es eine lange wacklige Fahrt auf dem Dach des Bootes und die Sonne brutzelte mich und ein paar andere Backpacker. 
Am Pier wurden wir dann wieder mal von den Tuk Tuk Fahrern bedrängt, aber das Ticket enthielt auch einen kostenlosen Bus in die Stadt, von daher war es einfach sie zu ignorieren. Zurück im Zentrum klapperte ich dann ein paar Hostels ab, aber es schien wieder alles voll zu sein. Und es war gerade mal 12 Uhr...
So ging ich dann wieder in mein altes Guesthouse zurück und bekam sogar ein schöneres Zimmer als vorher. Mittags traf ich mich dann noch mal mit Jack, der noch am selben Tag nach Bangkok mit dem Bus fahren würde. Danach war kurz Ausruhen angesagt, bevor es zum nächsten Treffen ging. 
Die zwei Mädels wohnten schon zwei Monate in der Stadt und kannten sich bestens aus. Wir hatten erst ein richtig gutes BBQ bei einem etwas versteckten Restaurant und dann ging es in ihre Stammbar. Man kannte sich und es wurde schnell lustig. Wir unterhielten uns eine Zeit lang mit einem amerikanischen ehemaligen Mormonen, der jetzt in Thailand Englisch unterrichtete. Ist schon lustig was für Charaktere man während der Reise so trifft. Die Zeit verging sehr sehr schnell und dann war es auch schon zwei Uhr oder so. Ich hatte dem Barmann noch ein, zwei neue Cocktails beigebracht, was er sehr cool fand. 
Als wir dann aus der Bar kamen, war die komplette Stadt schon ruhig und besonders für mich Zeit ins Bett zu gehen...
Am nächsten Tag wurde ordentlich ausgeschlafen, dann traf ich mich noch mal mit den Mädels, da eine sich ein Tattoo stechen ließ.
Danach ging es dann daran, den weiteren Trip zu organisieren. Oder vielmehr, sich darüber klar zu werden, wie es weitergehen sollte. Für mich stand schon seit etwas längerer Zeit fest, dass ich auch noch nach Vietnam gehen würde. Die Frage war nur, ob ich noch einen weiteren Halt an der Küste von Kambodscha machen wollte oder nicht. 
Am Ende entschied ich mich dagegen. So wusste ich, was für ein Datum ich bei der Beantragung für das Vietnamvisa angeben konnte. 
Mit dem Scooter ging es zur Botschaft, ich füllte alles aus und übergab meinen Pass. Am nächsten Tag konnte ich ihn dann wieder abholen. 


So tat ich es dann auch und relaxte noch in einer der Strandbars, bevor es am nächsten Tag dann nach Ha Tien, kurz hinter der Grenze von Vietnam, gehen sollte.
read more

Montag, 3. März 2014

Gili Trawangan und Meno


Geschehnisse vom: 06.02 - 15.02.2014:

Am nächsten Tag machte ich dann erst mal das was der Jonas sehr gerne tut. Ausschlafen! 
Als ich dann schließlich um die frühe Mittagszeit aus dem Bett krabbelte musste ich feststellen, dass es ohne Klimaanlage doch schon ganz schön warm war. Der Tag wurde dann mit vollem Elan weitergeführt. In einer Beachbar. In einem kleinen Häuschen sitzend das Meer beobachten. Und so ging auch der Tag irgendwie ganz schnell rum. 
Wie eigentlich alle Tage auf Gili Trawangan. Ich habe viel Zeit in diversen Beachbars und Beachlounges verbracht, bin mal in die Fluten gehüpft, habe mich dem allabendlichen Joggerwahn angeschlossen, um dann schließlich Abends in eines der Restaurants einzukehren, dass noch auf meiner To-Do-Liste stand. Von dem angeblich abends so lebhaften Partyleben habe ich nicht viel mitbekommen. Eigentlich gab es nur eine Bar in der immer ein bisschen was los war. Und die spielte jeden Abend das gleiche. Und natürlich gab es auch hier ein paar Spaßvögel die Dogen an den Mann bringen wollten. 
Auf den Gili‘s gibt es übrigens keine richtige Polizei. Nur einmal kam mir ein Soldat (?) mit Maschinengewehr entgegen. Ich fragte mich erst was das nun sollte, als ich dann aber den anderen Typen mit schwarzem Geldkoffer sah, war klar das es sich wohl um einen Geldtransport handelte...
Außerderdem gibt es auch keine Auto‘s oder Mopeds auf den Gili‘s, weshalb es relativ ruhig ist. Für lange Strecken werden ausschließlich Kutschen verwendet. Hund sind auch verboten, da die auch zu viel Lärm machen. Deshalb wuseln überall Katzen umher. 

Ansonsten wechselte ich dann nach zwei Nächten das Zimmer. War das Wifi am Anfang noch einbahnfrei, ging in meinem Zimmer dann irgendwann gar nichts mehr. Und da ich die meiste Zeit sowieso der einzige Gast war, war es kein Problem in das Zimmer direkt neben dem Router zu wechseln. Nebenbei bekam ich so noch eine Klimaanlage zum gleichen Preis. Am Anfang wollten die Kollegen die Fernsteuerung für die Anlage aus dem Zimmer nehmen, aber schließlich waren sie so nett und ließen sie drin. Waren echt Korrekt die Typen da. Der eine bot mir sogar an sein Fahrrad kostenlos zu nutzten, sodass ich keins mieten musste. 
Eigentlich hatte ich ja noch überlegt einen Free Diving Kurs zu machen, aber es stellte sich heraus, dass dieser teurer als angenommen war. Verglichen mit dem was man in Thailand bezahlen würde, deutlich teurer. Und da es dort zum Ende der Reise ja auch noch hingeht, mach ich den dann lieber da. 
Abends ging es öfters mal auf den Night Market, der durch sein zauberhaftes Angebot an lokalem Essen bestach. Angesichts der Stände würde sich wahrscheinlich mancher schlagartig umdrehen und schreiend wegrennen, aber da gibt es immer das beste Essen. Und dazu noch so unschlagbar billig.
Nach dem Essen guckte ich in meinem Stammshop vorbei, in dem ich meist eine Flasche Wasser und ab und zu mal ein Bierchen kaufte. Man kannte mich schon und wir plauderten immer mal wieder ein bisschen.

Mein Bungalow auf Meno

Nach einer knappen Woche war es dann schließlich Zeit mal die Insel zu wechseln.
Ich entschied mich für Gili Meno. Die kleinste der drei Inseln. Am Vortag wurde noch in der besten Beachlounge der Insel köstlich diniert (für 7€...), bevor es dann am nächsten Morgen zum Ticketschalter ging. 25k IDR kostete die Überfahrt und würde so um die 15 Minuten dauern. 
Auf Gili Meno noch nicht ganz vom Boot, bereitete ich mich mental schon mal auf das vor was gleich kommen würde: Leute die auf einen einredeten. Aber huch? Nichts dergleichen geschah. Ich setzte einen, dann den nächsten Fuß an Land. Und nichts passierte. Vielleicht nach 10 Schritten? Nö. Aha, aber dann. „Where are you going?“ - Gili Smile aber danke ich laufe. - „Yeah first left and then straight on“. Okay, das war mal was neues.
Kurz darauf kam dann noch ein anderer Mann aus dem Tickethäuschen auf mich zu. Ahhh, aber er jetzt oder? Nope, es stellte sich heraus, dass er der Besitzer vom Gili Smile war und eigentlich noch jemanden von einer Onlinebuchung erwartete, der aber nicht aufgetaucht war. So brachte er mich gleich zu den Bungalows.
Erster Eindruck Gili Meno: Sehr gut. 
Mein Bungalow war quasi riesig. Zwar mit nichts besonderem ausgestattet, außer einer Klimaanlage aber mit so extrem viel Platz. Das ist der kleine Nachteil wenn man alleine reist. Man bezahlt immer den gleichen Preis für ein Doppelzimmer oder Bungalow, wie als wenn man zu zweit wäre. Nicht das man dadurch sonderlich schnell verarmen würde aber es ginge halt noch billiger. 
Dann machte ich mich erst mal auf die Insel zu erkunden. Ich brauchte knapp eine Stunde, es war die meiste Zeit still und ich traf nur vier andere Leute. Ah und einen Eismann auf einem Fahrrad mit einer grausigen Sirene. 
Auf halber Strecke kehrte ich noch kurz in eines der kleinen, von mir so geliebten, kleinen Strandhüttchen ein. Nach einem kalten Lemon Ice Tea wollte ich eine angeblich sagenhafte Pizza im Bi Bi‘s Café probieren. Dumm nur, dass der Steinofen (!!!) erst um sechs Uhr angeworfen wurde. Ich versprach jedoch, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde. 
Und so saß ich um halb acht wieder in Bi Bi‘s Café. Der Besitzer freute sich wie Schmidt‘s Katze und machte sich sogleich an die Pizza. Wie sollte es anders sein, kam danach ein junges deutsches Pärchen in das Restaurant. Unter meinem schwedischen Tarnmantel hatte ich natürlich nichts zu befürchten. Und so freute ich mich mal wieder auf eine gute alte Runde „Lauschen was die Deutschen labern“. Kam dann aber anders, als die zwei erst mal das Wifi Passwort hatten. Da wurden dann noch zwei Worte gewechselt und das war‘s dann :(
Die Pizza war wirklich extrem gut. Komplett aus frischen Zutaten und mit knusprig dünnem Boden. Schade das jeden Tag Pizza irgendwie auch langweilig wäre...

Die nächsten zwei Tage wurde dann noch entspannt und gefuttert. Dann lieh ich mir Schnorchelzeug aus. Das waren mal wieder harte Verhandlungen. Aber am Ende war zumindest ich mit dem Deal zufrieden. Da war es schon später Nachmittag, also nutzte ich noch die letzten Sonnenstrahlen um ein paar Tierchen zu beobachten. Nach nicht mal zwei Minuten schwamm dann auch schon die erste Schildkröte vor mir (weg). Ich ließ mich allerdings nicht so schnell abhängen, bewegte mich sanft, was ihr zu verdeutlichen schien, dass ich erst mal genug Schildkrötensuppe hatte. 
Zusammen ging es etwas weiter raus wo zu meiner Überraschung ganz schön fette Brummer rumschwammen. Ein Paradies für Spearfisher. Ich verließ dann die gute Kröte, aber es dauerte nicht lange da war schon die nächste vor mir. Sie ließ ich aber zufrieden und schnorchelte den Strand runter. Dann drehte ich wieder um. 
Zu Freediving findet man auch relativ viel im Internet, was ich dann gleich mal ausprobieren musste. Und ich muss sagen, mit meinem lächerlichen Wissen, schaffte ich es schon auf gut acht Meter. Das scheint also echt gut zu funktionieren. 
Dann wurde es auch schon langsam dunkel und ich sah zu, dass ich zum Bungalow zurück kam. Das waren vom Strand übrigens so um die 300 Meter :D

Am nächsten Tag wollte ich mich dann voll dem Schnorcheln widmen. Allerdings war die Sicht im Gegensatz zum Vortag eher bescheiden. Als ich den Strand dann runter geschnorchelt war, wollte ich auf die andere Seite der Insel laufen, um es dort zu probieren. Auf dem Weg dahin sah ich dann schon die herrlich schwarzen Wolken über Gili Trawangan, welche sicherlich auch gleich über Meno sein würden. Und so kam es natürlich auch. In einem verlassenen Resort konnte ich mich unterstellen, bis das schlimmste vorbei war. 
Der Strand sah aber nicht so schnorchelfreundlich aus, weshalb ich weiter und weiter lief. Dann irgendwann ging ich wieder rein und fand mich in einem mittelprächtigen Schnorchelrevier wieder. Nach 30 Minuten fing es dann natürlich wieder an zu regnen. Und zu gewittern. Da wollte man mal aktiv sein und dann so was! 
Im Bungalow war natürlich schön Stromausfall. So war ich erst mal etwas planlos. Die meisten Restaurants sind jetzt auch nicht gerade optimal gegen Regen geschützt, ansonsten wäre ich irgendwo eingekehrt. 
Abends war der Regen dann abgeklungen und ich lief ein bisschen durch die Nacht zu einem etwas weiter entfernten Restaurant. 

Der nächste Tag war dann wieder ruhig. Ich aß Mittags im Ya Ya Warung, quatschte mit Andy, einem Local und ansonsten passierte nicht viel.
So langsam musste ich mir dann Gedanken machen wann ich zurück nach Bali fahren würde, um Indonesien zu verlassen. Es gab die Möglichkeit auf den letzten Drücker Gili Meno zu verlassen, dann würde ich aber riskieren, dass ich es evtl. nicht mehr rechtzeitig schaffen würde das Land zu verlassen. Jeder Tag den man sein Visa überzieht kostet dann knappe 25 US$ und ich glaube so gerne sehen die das auch nicht. Also entschloss ich mich, lieber einen Tag eher zu fahren. Allerdings war das Wifi in meinem Homestay mittlerweile komplett ausgefallen. Das veranlasste mich dann dazu, für die letzte Nacht noch mal zu wechseln. Der Besitzer ging nicht auf meine Verhandlungen ein und generell waren die dort sehr unfreundlich. Definitiv die unfreundlichste Unterkunft in der ich bis jetzt war. 
Ein letztes Mal sprang ich noch in die Fluten, bevor ich gut Essen ging, eine letzte Runde um die Insel drehte und mich an die „Arbeit“ machte um mir eine Unterkunft und den Transport nach Bali zu organisieren. Die Mücken freuten sich außerordentlich, dass ich bis um elf Uhr draußen saß. So herrlich und üppig haben sie garantiert lange nicht mehr gespeist gehabt. Ich kann sie heute noch lachen hören...








read more

Samstag, 1. Februar 2014

Bali - Ubud


Geschehnisse vom 24.01. - 31.01.:

Die Check Out Zeit von 12 Uhr nutzte ich natürlich komplett aus. Mein Frühstück war etwas mau. Es bestand aus einem Tee und einem Muffin. Da war ich anderes gewöhnt :D
Da es in Bali keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gibt, hatte ich mir einen Bus rausgesucht, der von Kuta nach Ubud fuhr. Allerdings machte mir das Wetter dann einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete und schüttete und schüttete. Da hatte ich keinerlei Lust raus zu gehen und das blöde Büro von der Firma zu suchen. Also hielt ich einfach ein Taxi an und ließ mich kutschieren.
Der Regen hielt fast die komplette Fahrt an. Nach gut 1 1/2 Stunden waren wir dann in Ubud. Dann dauerte es noch mal etwas, bis wir uns durch das kleine Verkehrschaos gekämpft hatten. Insgesamt machte Ubud einen etwas besseren ersten Eindruck als Kuta. Aber es war immer noch ziemlich voll und touristisch.
Was ich schon vermutet hatte, traf dann ein. Der Taxifahrer kannte die genaue Adresse von meinem Homestay nicht. Warum sollte er auch? Er kann ja auch einfach seinen Gast auf Google Maps nachgucken lassen. Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass es eine kleine Gasse war. Aber trotzdem. Ich musste ihn am richtigen Ort anhalten, damit er nicht einfach weiter fuhr. Dann stapfte ich durch den Regen um zu gucken ob es die richtige Gasse war. Und zum Glück war sie es. Knapp 200,000 IDR kostete mich der Spaß dann. Aber egal war es Wert. Seit dem ich in Bali bin, ist meine Faulheit noch ausgeprägter als sonst.
Mit meinem Rucksack auf den Schultern ging es dann die letzten Meter durch strömenden Regen zum Homestay. Dort empfing mich die Mutter der Familie. Mein Zimmer befand sich neben einem anderen im Innenhof. Ziemlich schick war es. Überall Verzierungen und geschnitztes Holz. Innen dann Stuck an der Decke. 
Ich legte mein Gepäck ab und marschierte mal wieder los. Ich ging Richtung Süden, wo sich irgendwo der „Monkey Forest“ befinden musste. Es war ein relativ kurzer Weg. Für 20,000 IDR konnte man durch den Park gehen und die Affen beobachten. Ja, war ganz lustig. Die Affen hüpfen überall rum und werden richtig aggressiv wenn sie Bananen oder anderes Futter sehen. Am besten man kapituliert dann und überlässt ihnen das Zeug ohne Widerstand. Ansonsten geht es einem wie einer Asiatin, die von zwei Affen gleichzeitig besprungen wurde. Munter kletterten die beiden dann an ihr rum, was ihr nicht ganz so zu gefallen schien. Ich denke jedenfalls das sie deshalb so geschrieen hat.
Auf der anderen Seite des Parks kam ich dann heraus  und lief einfach erstmal geradeaus weiter. Es wurde ruhiger und die Restaurant und Hoteldichte nahm rapide ab. Ich kam an einem Fußballplatz vorbei und es war endlich mal so richtig schön friedlich. Ich wurde zwar wie immer ein paar mal gefragt ob ich denn keinen „Transport“ brauchen würde, aber das hat man ja immer. 
Weiter ging es immer geradeaus, bis ich an einer etwas größeren Straße stand. Mein innerer Kompass riet mir nach links zu gehen. Also tat ich das. Und so nahm die Dichte der Shops und Restaurants wieder zu, während ich mich langsam wieder nach Ubud hinein bewegte. 
Ich lief die drei Hauptstraßen ab, die allesamt mit kleinen Shops, Surfshops und Restaurants gesäumt waren und kehrte schließlich in ein kleines im zweiten Stock liegendes balinesisches Restaurant ein. Leider war aus unerklärlichen Gründen nur die Hälfte der Karte verfügbar. Aber ich war auch relativ früh dran und der einzige Gast. 
Am Ende fiel meine Wahl auf ein balinesisches gebratenes Hähnchen mit Süßkartoffelpommes. Es war lecker, aber die Portion war ein Witz. Ich war schon fast gewillt noch was zu bestellen, allerdings dachte ich mir dann, dass ich lieber einem zweiten Restaurant eine Chance gebe. Also orderte ich die Rechnung und lief zurück zum Homestay. Auf dem Weg kam ich an einer Bäckerei vorbei. Und ich sage euch! Et sah verdammt lecker aus. Also nahm ich mir eine halbe Pizza mit Pilzen, Käse und Sahnesauce mit.
Zurück im Homestay wurde diese dann verputzt. Und sie sah nicht nur lecker aus, sie war es auch! Dann gab es noch ein Filmchen und dann schlummerte ich so langsam ein.





Tag 2: 

Morgens lernte ich dann meine Nachbarin kennen. Raphaelle kam aus Australien, begann gerade ihre kleine Weltreise und kam aus Australien. Wir quatschten eine Weile beim Frühstück und dann ging es weiter ins Café. Wie ich schon sagte, ich bin sehr Faul, seit dem ich in Bali bin. Bei einem Iced Chai führten wir unseren kleinen Plausch fort. Dann kam eine Freundin von ihr. Für mich gab es zum Mittag eine Misosuppe mit Schitake Pilzen und Seegras. Eben jene Freundin lebte schon ewig auf Bali und kannte somit ewig viele Leute und die besten Plätze. Während wir dort so aßen, begrüßte sie bestimmt sechs Leute die hereinkamen. Ich war drin, im Bali inner Circle :D
Sie empfahl uns dann ein anderes kleines Café, zu dem man etwas hinlaufen musste. Aber ein bisschen Laufen hat ja noch niemandem geschadet. Also sind wir erst mal an den Rand der Stadt, dann einen Schotterweg hoch und durch die Reisfelder zum Café. Es war gut hinter Büschen versteckt, doch als wir auf der Terrasse platz nahmen, bot sich ein genialer Ausblick und eine herrliche Brise die uns durch die Haare fuhr. Zum ersten Mal fand ich Bali richtig toll. Friedlich und schön. 
Wir orderten einen Lassie und einen Fruchteistee und genossen die Aussicht. Raphaelle wollte dann noch zu einem Spa, den ihre Freundin empfohlen hatte. Darauf konnte ich verzichten, deshalb blieb ich noch und brach erst auf, als eine dicke, fette, schwarze Regenwolke auftauchte. 
Ich schaffte es noch gut ohne nass zu werden. Raphalle hatte noch ein bisschen eingekauft und war dann gegen halb sieben wieder da. Es war also schon wieder Essenszeit. Sie hatte schon ein Laden im Kopf also folgte ich erst mal Anstandslos. Der war dann allerdings schon voll. Also suchten wir erst mal weiter. Dann gingen wir wieder zurück. Bogen in eine kleine dunkle Gasse ab, in der es auch ein paar gute Restaurants gab, aber alle waren voll. Schließlich übernahm ich die Führung und navigierte uns zu einem Restaurant von dem ich gelesen hatte. Komischerweise waren dort sogar noch zwei Plätze frei.
Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Unsere Wahl fiel am Ende auf ein Rotes vegetarisches Curry und einen Crepe mit Nutella (!!!) zum Nachtisch. Beides schmeckte fantastisch. Irgendwann kam der Besitzer noch zu uns und plauderte etwas. Er war Schweizer, aus dem französischen Part, hatte das Restaurant gegründet und spendete den Hauptteil der Einnahmen einem balinesischen Krankenhaus. 
Die Zeit raste und auf einmal war es schon halb 11. Das schöne an Ubud ist, dass die Stadt ab 10 Uhr zum Ruhen kommt. Der Verkehr wird deutlich ruhiger und es sind kaum noch Menschen auf der Straße.
Wir verabschiedeten uns vom Besitzer und traten den Heimweg an. Dann ging es sofort ins Bett, da Raphaelle morgens von 6 - 10 Uhr zwei Yogastunden hatte. Ubud ist auch als Yogamekka von Bali bekannt. Aber so früh aufstehen? Ne, ne nicht mit mir ;)




Tag 3:

Frühstück aßen wir wieder zusammen. Dann ging es für Raphaelle zum Geburtstag ihrer Freundin, die ich am Vortag getroffen hatte. Und außerdem war gleichzeitig ja auch Australia Day. Und der Großteil der Gäste waren Australier.
Ich hatte mir im Internet die Goa Gajah oder Elefantenhöhle rausgesucht. Da ich mental noch nicht bereit war einen Scooter zu mieten, wollte ich dort hin laufen. Waren ja nur knapp Vier Kilometer. One Way. 
Als ich schon etwas außerhalb der Zivilisation war, fuhr ein Scooterfahrer ran und fragte ob ich nicht vielleicht einen Lift brauchen würde. Es stellte sich heraus, dass er aus Österreich war. Zudem, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gelaufen war. Kann man nur von Glück sagen, dass er angehalten hat, sonst wäre ich wohl noch ne Weile weiter gelaufen...
Ich schlug sein Angebot, mit ihm mitzufahren, aus und lief stattdessen zurück. Ich wollte nämlich auf dem Rückweg noch einen anderen Tempel angucken. 
Dummerweise konnte ich auch diesen Tempel nicht finden. Ich weiß nicht was an diesem Tag falsch lief aber offensichtlich war es nicht einer der besten. Aber ich machte das beste aus der Situation und machte das was ich am liebsten tat. Einfach weiter Laufen. 
So kam ich irgendwann zu einem Supermarkt. Und nicht zu so einem kleinen 24 Stunden Ding, sondern einem richtig großen. Es ist ja immer sehr interessant Supermärkte in andern Ländern anzugucken. Finde ich jedenfalls :D
Aber dieser kam mir noch relativ westlich vor. Viele australische Produkte und wenig wirklich Unbekanntes...
Mit einer Flasche Sprite und einer neuen Zahnbürste zog ich von dannen. Aber auf dem Rückweg fiel mir dieses große offene Haus auf, in und an dem überall Kunst hing. Also mal rein da. Die meisten der Werke waren modern abstrakt gehalten und teilweise ziemlich gut. Der Künstler war auch da. Ein Balinese. Das Gespräch mit ihm gestaltete sich ein bisschen schwierig, aber er war sehr freundlich. 

Einwurf: Hinter mir sitzt gerade ein älteres Deutsches Paar, dass sich darüber auslässt wie schön dieses „Office“ hier ist, in dem ich sitze und „arbeite“. Hehe, ja wo sie recht haben, ham se recht! - Ich liebe es Deutsche zu belauschen :D

Weiter im Text. Der Rückweg war ziemlich lang, da ich ganz schön außerhalb der Stadt im Westen war. Es dauerte ein gutes Stündchen bis ich wieder in meinem Bett lag ;)
Raphaelle und ich hatten überlegt, ob zu zweit oder noch mit zwei anderen Freunden von ihr, zum Mount Batur zu fahren, um dort den Gipfel zu besteigen und den Sonnenaufgang anzugucken. Wieder zurück im Homestay fragten wir dann mal den Vater der Familie, wie viel das ungefähr kosten würde. Wir hatten gehofft, dass es ein bisschen billiger, als im Internet sein würde. Denn die Preise die wir dort gefunden hatten, gingen ja mal gar nicht. Es ging so bei 150 US$ los. Aber auch er konnte uns keinen besseren Preis geben. 
Ein anderer Gedanke war, dort einfach alleine mit einem Scooter hin zu fahren. Könnte ganz lustig werden, wenn man bedenkt, dass wir den Weg nicht kannten und bei Nacht fahren mussten.
Aber wir legten die Pläne dann erst mal auf Eis und sagten uns, dass sich schon was ergeben würde. So läuft das ja meistens. 

Einwurf Nummer 2: Jetzt rätseln sie gerade ob das Essen auf Palmenblättern oder Bananenblättern serviert wurde. Insbesondere untersuchen sie dabei die Struktur des Blattes. Am Ende fragen sie die Bedienung. Palmenblatt.

Nach einer halben Stunde hieß es dann mal wieder Dinnertime. Man merkt schon mein Tagesablauf besteht hier Hauptsächlich daraus, zu Trinken und zu Essen.
Wir versuchten es noch einmal in dem Wunschrestaurant von Raphaelle. Auf dem Weg dort hin, wohnten wir kurz einer kleinen Zeremonie bei, die auf der Straße im Gange war. 
Und tatsächlich bekamen wir einen Tisch. Es war ein kleiner Laden. Spezialisiert auf Gesunde vegetarische Kost. Nett eingerichtet. Wir bekamen einen sehr flachen Tisch, an dem man sich auf Kissen rumlümmeln konnte. 
Wir bestellten Sandwiches mit gebratenem Gemüse, in Salatblättern eingewickeltes Gemüse mit Sataysauce und Reis, Eis und Käsekuchen. Wir ließen es richtig krachen :D
Am Ende hätte ich nicht gedacht, dass man von so ein paar Pflanzen wirklich komplett satt werden kann. 
Dann ging es noch kurz zum Supermarkt, Trinkwasser und ein Schokobrötchen (ja ich war wirklich satt, konnte aber nicht widerstehen), kaufen.




Tag 4:

Am nächsten Tag reiste Raphaelle dann für ein paar Tage nach Changgu ab. Ich hatte noch eine Nacht in dem Homestay, bevor ich wegen einer Onlinebuchung umziehen musste. Selber schuld wenn man nicht rechtzeitig verlängert...
Joa, ich setzte dann aber erst mal konsequent das rumhängen fort. Café hier, Café hier. Gibt einfach zu viele von denen. 
Am späten Nachmittag musste ich mich dann doch aber mal um eine neue Unterkunft kümmern. Ich guckte ein bisschen auf Booking.com, hatte mir schon eins ausgeguckt, aber dann kam der Vater des Homestays. Er fragte mich wo ich denn als nächstes hingehen würde. Ich beschrieb ihm den Weg und er meinte nur, dass er mir ein anderes empfehlen würde, bei dem er den gleichen Preis wie in seinem aushandeln könnte. Dazu sagte ich natürlich nicht nein. Sah ganz schick aus, also gingen wir zusammen hin und machten eine informelle Buchung. 
Rest des Tages ging, ihr ahnt es schon, mit Essen und Trinken rum :D

Tag 5:

Morgens zog ich dann nach dem Frühstück um. Zu dem Familienvater des neuen Homestays war es wohl noch nicht ganz durchgesickert, dass ich kommen würde, aber er hatte auch so noch ein Zimmerchen für mich.
Ich bekam ein ziemlich cooles Zimmer. Gelegen in einer Art Turm, hatte ich meine eigene kleine Terrasse und ein Himmelbett mit Panorama Rund um Sicht. Eine Weile ließ ich mir die sanfte Brise auf der Terrasse durchs Haar wehen, dann zog es mich wieder hinaus in die Welt der Restaurants.

Tag 6 und 7:

Hm, an den beiden Tagen passierte mal wieder nicht viel. Keine Ahnung ob ich gerade in nem‘ Tief bin. Aber manchmal braucht man einfach so ne gewisse Zeit in der man absolut nichts macht. Und das ist hier sehr, sehr, sehr einfach. 
Hauptsächlich arbeitete ich weiter daran, die Restaurant und Cafészene Ubud‘s abzuarbeiten. Dabei stieß ich auf ein wirklich sehr schönes Plätzchen, gelegen in den Reisfeldern. In der Nähe war ich schon mal mit Raphaelle in einem anderen Café gewesen, aber das neue gefiel mir sogar noch besser. Gab zwar kein „organic food“ aber das Mango - Panacotta war der Wahnsinn. Dazu konnte man sich an einem flachen Tisch auf Kissen rumlümmeln und nebenbei gab es auch noch Wifi. Achso und den Blick und den schönen Wind könnte man evtl. auch noch erwähnen ;)
An diesem Ort ist dann auch der Großteil dieses Post‘s entstanden. Und das ältere Paar von Tag 3 saß dort hinter mir. 




Tag 8:

Junge, junge da war ich schon wieder ne Woche in Ubud. Das Frühstück in meinem neuen Homestay war übrigens genial. Wraps mit gebratener Banane, Toast gefüllt mit gebratener Banane oder Toast mit Tomatenrührei. Dazu immer eine Schale frisches Obst. 
Am achten Tag in Ubud packte mich dann die Unternehmungslust. Ihr erinnert euch ja vielleicht noch an den Tempel den ich besuchen wollte, wo ich aber in die falsche Richtung gelaufen war. Diesen wollte ich mir dann doch noch angucken, auch wenn der Österreicher ja nicht so begeistert war. Einfach mal raus aus Ubud. 
Und wie ich so bin, lief ich. Taxi ist einfach zu langweilig. Und zu einfach. Ich bin ja auch schließlich nicht hier um die Innenausstattung und Klimaanlage von zig Autos kennenzulernen. Sonder das Land.
Ich guckte mir eine Route bei Google Maps an, die möglichst nicht an großen Straßen lang führte und dann ging‘s los. Durch kleine Straße, die wahrscheinlich noch nie ein Backpacker, geschweige denn Tourist gesehen hatte. Das ließen jedenfalls die Blicke der Einheimischen vermuten als sie mich da lang spazieren sahen. Alle grüßten zurück und hatten ein Lächeln im Gesicht. Zugegeben, mein Indonesisch ist ein wenig holprig, aber der Versuch zählt.
Nach einem guten Kilometer durch die kleinen Straßen ließ sich die große Straße leider nicht mehr vermeiden. Ich holte mir ne Flasche Wasser und dann ging ich die restlichen fünf Kilometer an. Neben mir rauschten die Motorroller, Autos und Lastwagen vorbei und wieder einmal wurde mir klar, warum Bali ca. 360 Verkehrstote im Monat aufzuweisen hat.
Am Ende war ich dann sogar schneller als die Autos, da es sich massiv staute.
15k IDR kostete es sich die Goa Ghojas, oder Elefantenhöhlen, anzugucken. Dabei war ein Sulu, ähnlich dem in Fiji, zu tragen. 
Leider muss ich Flo aus Österreich recht geben. Die Höhlen waren jetzt nicht gerade außergewöhnlich. Ich möchte nicht so weit gehen und sagen man hätte sich von dem Geld auch ne kalte Cola kaufen können, aber vielleicht wäre es die bessere Entscheidung gewesen...
Immerhin hatte ich keine asiatischen Touristenmassen. Als ich allerdings ein bisschen das Gelände erkundete, kam ich zu einer Art Tempel. Eine alte Frau war dort und erwachte sprichwörtlich zum Leben, als sie mich sah. Ungefragt führte sie irgendein Ritual durch, dass beinhaltete mich mit (geweihtem?!?) Wasser zu bespritzten und Reis auf meine Stirn und Hals zu drücken. Und danach sollte natürlich die Geldbörse gezückt werden. 
Hm, ja Sorry aber ich konnte jetzt nicht in diesem heiligen Tempel mein Sulu ablegen um mein Portemonnaie rauszuholen. Ich glaube das hätte die Götter mehr erzürnt als ein weiterer nicht abgezockter Tourist ;)
Weiter ging es auf einem kleinen Pfad, der zu einem weiteren Tempel führen sollte. Aber hoppla was war das? Eine kleine Straßensperre. Der zuständige Straßensperrenverwalter erklärte mir dann, dass ich mich in ein Buch eintragen müsse. Und da sah ich schon in einer der Spalten lauter Geldbeträge. Echt jetzt? Schon wieder?
Ich drehte um und kehrte der ganzen Anlage den Rücken. Ich fand auf dem Heimweg ein kleines Restaurant in dem nur Einheimische aßen. Also rein da. 
Das „Paket Ayam“ war ziemlich gut und enthielt einen Eistee, geratenes Hühnchen in Kokoskruste mit einem leicht scharfen Gemüsesalat und Reis. Und alles füüüüüür 20k IDR.
Auf dem letzten Kilometer war ein Hund dann noch ein bisschen grimmig, aber so nett mich nicht zu beißen. 
Und dann stand nichts groß anderes auf dem Programm. Außer Essen natürlich...


Nächster Stopp werden wahrscheinlich die Gilli Islands sein. Hoch gelobt, klein und ruhig, dürfte das schön werden. Außerdem hat dort auch ein bekannter Freediver eine kleine Tauchschule, in der ich den Spaß vielleicht mal ausprobieren werde. Wir werden sehen...





read more

Mittwoch, 22. Januar 2014

Singapur


Geschehnisse vom 10.01. - 20.01.:

So, ich hänge wieder mal etwas hinterher, aber ich war die letzte Woche in Singapur immer ziemlich beschäftigt.
Wie schon geschildert kam nach zwei Tagen dann der große Abschied. Sogar die Wolken haben ihren Tränen freien Lauf gelassen, was sie schon mehrere Tage nicht mehr getan hatten. Am Samstag gab es noch eine kleine Abschlussparty für Jimmy und mich, dann hieß es auf wiedersehen. Mit einem Schweitzer, Anwalt, der aber später auf Medizin umgestiegen ist und in Brasilien wohnt, ging es dann zum Flughafen. Dort kamen wir zeitgleich mit der kleinen DHC-6 Twin Otter an. Diese fliegende Blechbüchse hat Platz für 19 Leute und wurde nach Wikipedia von 1965 - 1988 hergestellt. Eine neuere Auflage seit 2008, um die es sich bei uns jedoch nicht handelte. Das ließen jedenfalls zahlreiche nicht wirklich ins Cockpit passende Schrauben vermuten. Ein bisschen so als wenn der eine Schraubentyp ausgegangen war und man dann mit irgendwelchen anderen weitergemacht hatte...
Aber egal. Der Flug war ganz schön. Es war quasi gleichzeitig auch ein kleiner Sight-Seeing Flug. Logischerweise besitzt das Ding keine Druckkammer, womit man immer in Höhen fliegt, aus denen man alles unter einem noch fabelhaft erkennen kann. Korallen, Dörfer oder einfach den blauen Ozean. Fünf Minuten vor Nadi flogen wir über ein kleines Gebirge, wo es dann mal ordentlich geruckelt hatte. Aber auch da bestand kein Grund zur Sorge, der Pilot hatte alles unter Kontrolle. Ich guckte ihm etwas über die Schulter und kontrollierte nebenbei die Instrumente ;)
Nach knapp 1 1/2 Stunden war ich dann wieder da wo alles in Fiji angefangen hatte. Nadi Airport. Im Maravu Hostel auf Taveuni hatte man mir angeblich noch einen Fahrer organisiert. Aber ich wusste ja wie die Organisation dort war...
Auf meinem Weg zum internationalen Terminal lief ich dann tatsächlich einem alten Bekannten aus dem Hostel über den Weg, der mich und zwei andere mit nahm. Auch wenn er glaube ich nicht so recht wusste, dass ich auch ankommen würde. 
Eigentlich war mein Plan dann in die Stadt zu fahren um ein paar Dinge zu besorgen, aber wie es so sein sollte, war Sonntag und da sind alle Läden zu. Ich setzte also all meine Hoffnung auf Montag. Aber dann fiel mir wieder ein, dass Montag ein Feiertag war. Na super. Blieb nur noch ein kleiner Shop in einem anderen Hostel. Dieser sollte offen haben. 
Aber Sonntag hieß es erst mal entspannen und vor allem: Viele Leute wieder treffen. Ich kannte die Angestellten des halben Hostels und Lisbeth war auch da. Ich lernte noch ein paar andere Leute kennen und so ging der Abend schnell rum. 
Am nächsten Tag bin ich dann in den Laden gegangen. Und siehe da, es gab sogar was ich wollte. Danach verzog ich mich eine Weile ins Klimatisierte Zimmer um die letzten Reisevorbereitungen anzugehen.
Als ich dann mal kurz auf dem Balkon war konnt ich‘s kaum fassen. Da lief doch echt Luke‘s Bruder auf der Straße entlang. Es stellte sich heraus, dass er aus seinem Dorf zurückgekommen war. Nach einem guten letzten Mahl mit Blick auf den Ozean konnte ich mich so von allen verabschieden und stieg in das Taxi zum Flughafen um meinen kleinen Flugmarathon zu starten. 
Dieser begann mit einem Flug von Nadi nach Melbourne. In der Wartehalle traf ich Chris wieder. Wir hatten durch Zufall den gleichen Flug gebucht gehabt. Die knapp vier Stunden gingen recht schnell rum und der Steward meinte es sehr gut mit mir. Er gab mir gleich zwei Gläser Wein :D - hat schon was mit einer richtigen Airline zu fliegen!
In Melbourne angekommen wurden Chris und ich am Visaschalter natürlich zur Seite gewunken. Warum wir denn schon wieder hier seien etc. Lange und komplizierte Geschichte, die hier jetzt zu weit gehen würde. Am Ende ließ man uns einreisen. Ich schnappte mir dann mein Gepäck, verabschiedete mich von Chris, kam ohne Probleme durch die Zollkontrolle und stellte mich beim AirAsia Schalter an. Nächster Stopp: Kuala Lumpur. Das Warten in der Schlange dauerte bestimmt 45 Minuten. Aber in Melbourne gibt es ja wenigstens free Wifi im Airport. 
Dann ging es in sieben Stunden nach Kuala Lumpur. Dort musste ich dann noch einmal eine Stunde warten und mir meinen Weg zum richtigen Gate hart erkämpfen. Man schickte mich schließlich über das offene Rollfeld zum richtigen Gate. Nun ja, die Flughafensicherheit wäre vermutlich ausgerastet wüssten sie das :D - aber dann stellt sich wieder die Frage ob so was dort überhaupt existiert. 
Dann bestieg ich den letzten Flieger von Kuala Lumpur nach Singapur. Und nach einer Stunde war ich dann schlussendlich dort angekommen. 
Ich bahnte mir meinen Weg zum Shuttlebusschalter, da ich absolut keine Lust hatte mit der U-Bahn zu fahren. Und am Ende kostete das auch nur knapp fünf Euro. Dafür wurde ich aber vor der Tür meines Hostel‘s abgesetzt.
Ich konnte nicht gleich einchecken, also schnappte ich mir meine Kamera und begab mich auf Stadtwanderung. Ohne Plan einfach mal drauf los. 
Ich schlenderte am Fluss entlang, mit dem Hauptziel etwas zu Essen zu finden. Denn seit dem Antritt des Flugmarathons hatte ich nur eine kleine Flugzeugmahlzeit mit Fiji Airways gehabt. 
Da kam es mir ganz gelegen, als mich John von Couchsurfing.org anschrieb und mich fragte ob wir nicht zusammen was Essen gehen wollen. Wir verabredeten uns vor einem Mc Donald‘s, an dem es eigentlich Wifi geben sollte. Gab es natürlich nicht. Ich wartete 20 Minuten, aber er kam leider nicht. Also ging ich Richtung Marina Bay Sands. Dort angekommen (ganz schön weiter Weg), hatte ich dann tatsächlich Wifi. Aber John war schon wieder zurück im Büro. Ich setzte meinen „Spaziergang“ fort. Hinter dem Marina Bay Sands (das große Hotel auf den drei Stelzen mit dem Infinity Pool auf dem Dach) lag ein großer Garten. 
Durch diesen lief ich dann noch zwei Stunden, genehmigte mir einen Eistee und ging dann schließlich zurück zum Hostel. Auf dem Weg dort hin wurde ich zum dritten Mal von einem Inder angelabert, der am Ende natürlich Geld von mir haben wollte. 

Das Hostel entpuppte sich als richtig schick. Die Zimmer waren top, jeder hatte seine eigene Steckdose und Locker. Außerdem gab es einen Balkon und quasi ein Wohnzimmer im oberen Stockwerk, von dem aus man das Marina Bay Sands und den Fluss sehen konnte. Fast schade, dass ich nur eine Nacht dort war. Danach sollte es zu Champ gehen. Ihn hatte ich über Couchsurfing.org kennengelernt und er war bereit mich zu hosten. 
Mit ihm traf ich mich dann auch an diesem Abend. Wir gingen richtig Einheimisch Essen, er zeigte mir einen kleinen versteckten Laden, in dem wir dann eines der besten Desserts meines Lebens bestellten. Die Straßen in Chinatown waren alle bunt geschmückt, da das Chinesische Neujahrsfest vor der Tür stand. Außerdem gingen wir noch in einen Indischen Tempel, in dem auch gerade ein Ritual im Gange war. Danach ging es mit ein paar Bierchen zurück in die Stadt. Gegen halb 12 machte er sich dann wieder zurück nach Hause, während ich ins Hostel ging. 












Tag 2 in Singapore:

Am zweiten Tag wurde dann erst mal ein bisschen ausgeschlafen. Check out war erst um 12 Uhr, was ich ziemlich cool finde. Sollte überall so sein :D
Meine Plan nach Little India zu gehen viel dann erst mal ins Wasser. Denn es fing an zu regnen. Also ging ich nach oben auf den Balkon. Im kleinen Wohnzimmer waren gerade Dreharbeiten zu einem Interview mit einem Fotografen im Gange. Da hörte ich nebenbei immer mal ein bisschen zu ;) 
Als es dann endlich mal aufgehört hatte, führte mich meine Route erst in den Fort Canning Park. Dieser liegt über der Stadt. Schickes Plätzchen. Danach ging es durch ein paar Straßen Richtung Little India. Dort waren gerade Feierlichkeiten im Gange bzw. in der Vorbereitung. Es war also eine gute Stimmung. Ich schlenderte ein bisschen durch die kleinen Gassen und hielt Ausschau nach einem kleinen authentischen Restaurant. Nach einer Runde durch Little India entschied ich mich für ein kleines Restaurant an einer Ecke. Ich bestellte von allem etwas und einen Lemon Ice Tea mit Milch. Genial dieses Getränk. Mein Essen wurde auf einem Palmenblatt serviert und war nicht überraschend köstlich. Es sah erst etwas wenig aus, aber am Ende war ich kurz vorm Platzen. 
Dann dachte ich, dass ich in die richtige Richtung gehen würde. Ich wollte zu „Mustafa‘s“ einem riesigen 24 Stunden Einkaufstempel. Dort kann man von Haargummis über Kameras bis zu Essen und Trinken alles bekommen. Aber leider verfehlte ich mein Ziel irgendwie. Singapur zog mich immer weiter in seine Straßen hinein. Aber es ist immer wieder schön in einer Stadt „verloren“ zu gehen. So kam ich an ulkigen asiatischen Läden vorbei, kaufte in einem anderen kleinen Laden ein noch ulkigeres Getränk und ließ mich einfach treiben. Ich richtete mich ein bisschen nach einem silbernen Hochhaus, von dem ich wusste, dass es auf der anderen Seite vom Marina Bay Sands stand. Und so kam ich irgendwann auf eine Straße, die mich zurück in bekanntere Gefilde führte. 
Ich kam zu den Märkten bei Bugis. Wie kann man diese adäquat beschreiben, hmmm. Sagen wir mal es gibt dort sehr, sehr, sehr viel Tinnef.
Danach verschlug es mich in eine Mall. Warum weiß ich auch nicht. Jedenfalls guckte ich mir dort ein paar westliche Läden an. 
Es gab sogar einen H&M. Allerdings führte der für die Temperaturen hier ziemlich wenig Shorts. Dann machte ich einen Bogen und steuerte auf das Marina Bay Sands zu.
Champ hatte mir am Vortag noch vorgeschlagen mit ihm und seinen Kollegen was trinken zu gehen. Also wartete ich auf eine Nachricht von ihm. Dazu brauchte ich logischerweise Wifi, also ging ich zurück zum Hostel. Ich schlich mich hinein, da ich dort ja eigentlich nicht mehr wohnte, machte mir oben einen schönen Latte Macchiato. Dann wartete ich auf die Nachricht.
Wie ich dort so meinen Kaffee genoss, bekam ich eine Whats App Nachricht von ihm. Es würden noch ein paar höhere Tiere mitkommen, ob ich mich evtl. noch ein bisschen alleine Beschäftigen könnte. Alles kein Problem. Ich ging erst mal was Essen. Dann zurück ins Hostel. Er schrieb mir, dass er nur noch mit zwei anderen in einer Karaoke Bar sei. Also schnappte ich mir ein paar Sachen aus meinem Rucksack, zog mich schnell um und machte mich auf den Weg. Die Bar lag in der Straße, in der auch der Asiatische Nachtmarkt war. Demzufolge war es etwas schwerer den Schuppen zu finden. Ich brauchte drei Anläufe bis ich ihn endlich gefunden hatte. Diese Straße hatte echt ne ziemliche Dichte an Karaokebars :D
Nach ein, zwei Stündchen dort, brachen wir dann auf. Noch ein kurzer Zwischenstopp bei Mc Donald‘s, dann holten wir das Gepäck und fuhren zu Champ. Dieser teilte sich übrigens seine Bude mit zwei anderen Arbeitskollegen. Kate hatte ich schon in der Bar kennengelernt. Kevin sollte ich am nächsten Tag begegnen...






Tag 3:

Am nächsten Tag nahm ich den Bus und fuhr in die Botanischen Gärten. Ich mach es kurz: Nichts besonderes, halt ein großer Park. Ähnlich zu denen in Australien. 
Der weitere Plan bestand darin, bis um sechs wieder in der Stadt zu sein um freien Eintritt im Singapore Museum zu bekommen. Schaffte ich auch gerade noch so. Davor war ich noch kurz in einer Mall und was Essen. Von dort nahm ich dann die MRT (U-Bahn) und fuhr in die Stadt. Das ist ganz lustig, da ich hier quasi einer der größten bin. Ich muss mich immer unter den Haltestangen und Haltelaschen wegducken. Wie in einem Stadtdschungel. 
Ich schaffte es dann um sieben dort zu sein. Aber es stellte sich sowieso heraus, dass man nicht so viel Zeit für das Museum brauchte. Vom Museum ging ich an den ganzen Uni‘s der Stadt vorbei, an die Promenade, gegenüber dem Marina Bay Sands. Ich hatte mein Stativ eingepackt und wollte ein paar Nightshoots von der Lasershow machen. 
Ich denke ein paar sind ganz gut geworden. Einen lade ich mal hoch. Lustig war die ganze Armada an Fotografen ein paar Meter weiter, die ein Gebäude, auf welches Bilder projiziert wurden, mit der Stadt im Hintergrund ablichteten. Ich übersprang dieses Motiv mal, machte nur einen ganz kurzen Stopp um es für die Erinnerung fest zu halten. 
Viel lieber wollte ich die Gärten hinter dem Marina Bay Sands vor die Linse bekommen. Diese wurde in der Nacht in den verschiedensten Farben angestrahlt. 
Nach dem Shooting ging ich dann wieder einheimisch Essen. Streetfood. Ein Gericht Namens „Carrot Cake“ - ich hatte keine Ahnung was es war aber es war köstlich. Champ erzählte mir später, dass es süßer Teig gebraten mit Ei ist.
Danach ging es dann zurück in die Stadt. Ich sagte Champ bescheid, dass ich bald nach Hause kommen würde und bekam dann gerade so den vorletzten Zug nach Kembangan. Ab zwölf ist der MRT Verkehr hier nämlich eingestellt. 
An der Wohnung angekommen klingelte ich und Kevin, der andere Mitbewohner, ließ mich hinein. Er war auch gerade erst nach Hause gekommen. 
Champ und ich guckten dann noch ein bisschen Game of Thrones und dann war der Tag auch schon wieder rum. 






Tag 4:

Ich hatte ein paar Tage vorher schon einmal kurz mit Shenna von Couchsurfing geschrieben. Morgens bekam ich dann wieder eine Nachricht von ihr. Und nach zehn Minuten hatten wir ein Treffen ausgemacht. Sie wollte mir ein paar versteckte Stellen der Stadt zeigen. Unser Weg führte uns etwas raus aus dem CBD zu der „Haw Par Villa“. Bei dem ganzen handelt es sich um einen chinesischen Märchenpark. Erbaut von dem Erfinder des „Tiger Balm“ steht der kleine Park heute noch immer. War ziemlich abgefahren und bunt. 
Nach diesem Exkurs in chinesische Märchen, fuhren wir zu einem Walk und dem höchsten Berg von Singapur. Dieser ist sagenhafte 68 Meter hoch! Eine schicke Holzbrücke verbindet ihn und den restlichen Teil des Walkes, welcher uns aber aufgrund seiner 5 Kilometer nicht so zusagte...
Stattdessen stiegen wir relativ planlos in einen Bus zur City. Keine Ahnung wie wir drauf kamen aber einer von uns kam auf die „ Ku Dé Ta Bar“. Das ist die Bar oben auf dem Marina Bay Sands. Champ hatte mir auch davon erzählt, dass man sich dort hoch schummeln könnte und man so nicht den Preis für die Aussichtsplattform zu bezahlen hätte. Tja, und da sagte ich nicht nein. Unsere Mission hieß also: Schummeln sie sich in normalen Sachen (Kurze Hose, T-Shirt, Flip Flops) in die Ku Dé Ta Bar. Wäre doch gelacht wenn wir das nicht schaffen würden. Durch die Edelmall ging es in die Lobby des Hotels. Shenna versteckte sich hinter mir, da sie allen Ernstes glaubte das wir das niemals schaffen würden. Aber da hatte sie die Rechnung ohne mich gemacht, hehe. Schnurstracks ging es zur Information die uns weiter zum Aufzug zur Bar schickte. Ein tiefer Blick in die Augen der Person am Schalter und dann hatten wir unsere Eintrittskarte nach oben. Ha, das war ja einfach. Shenna bemühte sich sichtlich nicht zu grinsen, doch im Aufzug musste sie dann ihrem Lachen Luft machen :D
Oben angekommen machten wir ein paar Fotos und fuhren dann wieder nach unten. 
Dann ging es zum „SAM“ - Singapore Art Museum. Dieses hatte Freitags ab sechs Uhr immer freien Eintritt und war um Welten besser, als das am Vortag. 
Da Champ bei einem 10 Jahres Treffen von seiner High School war, ich die Keycard für das Tor aber nicht hatte musste ich diese irgendwie bekommen. Das machte die weitere Abendplanung etwas schwieriger. Shenna und ich fuhren dann aber erst mal ins Mustafa‘s. Echt ein richtig geiler Laden. Es gab alles. In der Lebensmittelabteilung unter anderem auch ein paar deutsche Sachen. Wir waren bestimmt knapp eine Stunde da drin. 
Dann machte sich langsam mein leerer Magen bemerkbar. Shenna kannte allerdings ein gutes indisches Restaurant. Dort suchte sie was für mich aus, da ich mich gerne überraschen lasse. Gerade was das Essen angeht. 
Nach einem vorzüglichen Mahl fuhren wir zur MRT Station „City Hall“ an der sich unsere Wege dann trennten. Aber wir werden uns in Berlin wieder treffen. Shenna kommt im November oder Dezember :)
Ich ging dann zum Fluss an dem mein Hostel lag, da ich dort Wifi hatte, schrieb Champ wo er denn sei und genoss kurz die nächtliche Skyline von Singapur. Als ich seinen Standort hatte, fuhr ich mit einem der letzten Züge dort hin. 
Ich borgte ein Handy um ihn anzurufen und dann hielt ich endlich die Keycard in meinen Händen! Jetzt hieß es nur noch nach Hause kommen...
Züge fuhren nicht mehr. Also ging ich zu einer Bushaltestation die mir Google vorgeschlagen hatte. Allerdings brauchte ich zu lange und verpasste den Bus. Eigentlich sollte auch noch ein anderer Bus fahren, aber der kam und kam einfach nicht. Also lief ich in die City. Waren vielleicht 2 - 3 Kilometer. Dort angekommen musste ich dann aber feststellen, dass auch der Bus dort nicht mehr fuhr. Also blieb nur ein Taxi anzuhalten. 
Das kostete am Ende auch nicht die Welt. Aber trotzdem. In einen Außenbezirk von Singapur in der Nacht zu kommen ist der Horror...
Der Witz des Tages war dann, dass Champ schon zu Hause war. Zum Glück war zur gleichen Zeit ein Nachbar nach Hause gekommen, welcher ihn reingelassen hatte :D






Tag 5:

Am Samstag hatte Champ seine Abschiedsparty. Denn er würde Singapur in einer knappen Woche verlassen. Er hatte mich gefragt ob ich gerne mitkommen würde. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Was hätte ich auch sonst gemacht? 
An diesem Tag entdeckten Champ und ich noch eine gemeinsame Leidenschaft :D - lange Schlafen, haha. Als wir aufgestanden waren, ging es erst mal zum Chinesen was Essen. Auch hier ließ ich Champ für mich wählen. Das was er mir aussuchte hätte ich so nie probiert. Nudeln mit Tintenfischringen, Garnelen und ein bisschen Chillisauce. Da war es wieder das Seafood. Aber bis auf die Garnelen war echt alles lecker. Und meine Stäbchenskills habe ich jetzt auch gut verbessert ;)
Da wir noch ein bisschen Zeit totschlagen mussten, bis wir zu der Poolparty erscheinen konnten, gingen wir noch in ein Café. Dann machten wir uns langsam auf den Weg. Vor Charlie‘s Wohnung (Arbeitskollege) angekommen, bekam Champ dann einen Anruf, dass er in einem Pub sei. Also sind wir zum Pub, haben ein Bierchen gezischt (13 SGD - 6€), bevor wir zu Charlie gegangen sind. Er händigte uns munter Corona‘s aus, dann kamen noch die restlichen Leute. Alle Arbeitskollegen von Champ. Alle Anwälte. Na das konnte ja ein lustiger Abend werden :D
Das Corona wechselte sich mit Gin Tonic ab und zwischendurch waren wir noch etwas Essen holen gegangen. Namen des Gerichtes habe ich leider vergessen, aber es war wieder spitze. 
Charlie hatte für den Abend einen Partybus organisiert, der gegen 11 Uhr kommen sollte. Also fanden wir uns alle unten auf der Straße ein und warteten. Charlie telefonierte mit dem Fahrer oder der Firma. Doch es kam einfach kein Partybus. 
Also änderten wir unsere Pläne. Wir nahmen uns zwei Taxis und fuhren zu einem Freund von Charlie. Dort angekommen, war die Stimmung schon recht gut. In der Wohnung wohnten zwei Banker und ein Anwalt. Einer der Banker war der Freund von Charlie, mit dem wir dann zu den Orchard Towers loszogen. Dort waren wir in zwei Clubs bis wir dann zu Wendy‘s unser Mitternachtsmahl bzw. Morgenmahl zu uns nahmen. Dann schnappten wir uns wieder ein Taxi und fuhren zum Büro von Champ. Corinne musste noch ein Dokument ausdrucken. Ja, nicht mal am Wochenende hatten sie Ruhe...
Und dann, man glaub es kaum, ging es nach Hause.



Tag 6:

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Erholung. Champ war schon um 11 auf den Beinen, da er sich mit einem Kumpel traf. Gegen zwei Uhr war er allerdings wieder da und machte das gleiche wie ich - nichts. Wir verließen das Haus nur noch ein weiteres mal. Um was zu Essen. Natürlich war der Burger schon ausverkauft, so musste ich auf ein Salat - Salami Sandwich umsteigen. Danach ging es noch kurz an die Tanke ein paar Sachen kaufen. Unter anderem Schokolade! 
Auf dem Rückweg trafen wir noch Kevin. Ansonsten passierte nicht mehr viel. 

Tag 7:

Am Montag, meinem letzten Tag in Singapur, machte ich auch nicht viel. Ich hatte alle touristischen Sachen gemacht. Die Stadt ist zwar groß, aber es gibt nicht so viel zu sehen. Es ist mehr eine Businessstadt. 
Ich zog los um Champ eine gute Flasche Wein als Dankeschön zu kaufen, danach fuhr ich zu Mustafa‘s und kaufte eine Kleinigkeit ein. Mittag aß ich in der Straße, die mir Champ am ersten Tag gezeigt hatte. - Meine Stäbchenskills müssten jetzt schon ganz gut sein :D
Dann fuhr ich zurück zur Wohnung. Ich machte den ganzen organisatorischen Krempel. Flug buchen, Bilder etc.
Eigentlich wollte ich was kochen, aber wir konnten einfach kein gehacktes und Käse finden. Und der Laden, der welches hätte haben sollen, war natürlich zu. So irrten wir knapp zwei Stunden umher, bevor wir entschieden im „two fat men“ was Essen zu gehen. 

Dann ging es zurück. Champ guckte das Finale von Game of Thrones und ich buchte noch schnell ein Hotel für Bali. Da sollte es als nächstes hingehen...
read more
Blogger Template by Clairvo