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Freitag, 1. Mai 2015

Koh Chang


Geschehnisse vom 19. - 23.05.2014

Etwas planlos stiegen wir dann am nächsten Morgen aus dem Bett. Den Zug nach Bangkok würden wir wahrscheinlich nicht mehr kriegen, bzw. hatten wir keine Lust uns zu beeilen. Also musste ein Alternativplan her. Die Scooter hatten wir am Vortag zwar schon abgegeben, aber die Frau von der Vermietung freute sich natürlich sehr als wir noch mal vorbeikamen. 
So mieteten wir uns wieder zwei kleine Maschinen und knatterten los. Wir hatten von Mark gehört, dass man nicht weit außerhalb von Chiang Mai Elefanten sehen kann, das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Weg in den Nationalpark machten wir noch an einer Garküche halt und kamen dann irgendwann zu einem Elefantenpark. Der hatte allerdings vor fünf Minuten zu gemacht. Dumm gelaufen, aber wir machten das beste aus der Situation und erkundeten so ein bisschen die umliegenden Hügel. Wir kamen in ein paar kleine Dörfer, wo man sich über den ausländischen Besuch sichtlich freute. 
Dann irgendwann stand ein großer Grauer vor uns. Wir hatten tatsächlich noch einen gefunden. Wir machten ein paar Fotos, guckten uns an wie die Männer auf die Elefanten kletterten und dann ging’s weiter. 
Wir entschieden uns dafür den Rundweg zu fahren, anstatt umzukehren. Das war dann auch definitiv die bessere Entscheidung, da wir so noch mal ein paar Kurven, schöne Landschaft und ein paar Dörfer mitnahmen. 
Zurück in Chiang Mai schlichen wir auf unseren Scootern noch ein bisschen durch die kleinen Gassen, was auch nicht schlecht war. Dann, nach einer Ehrenrunde auf dem „Chiang Mai Ring“ gaben wir die Scooter ab, gingen kurz ins Hostel und danach was Essen. Zum Abschuss fanden wir ein wirklich richtig gutes „Restaurant“ in dem wir wie die Wahnsinnigen bestellten :D

Let’s go to Bangkok/ Koh Chang

Am nächsten Tag wollten wir uns dann wirklich mal auf den Weg nach Bangkok machen. Wir hatten noch ein bisschen im Internet geguckt und Lars hatte mit Nina, einer Norwegerin gesprochen. Die war gerade auf Koh Chang und sprach in hohen Tönen von der Insel. Etwas kleiner als die prominenten Brüder im Süden Thailands, versprach sie weniger Touristen und einen entspannten Abschluss. Und da es sowieso extrem kompliziert war, vom Norden schnell in den Süden zu kommen, hieß unser nächstes Ziel so: Koh Chang.
Gegen Nachmittag verabschiedeten wir uns von der netten „Hostelmama“ und steigen in unser Taxi zum Bahnhof. Wir hatten die Zeit recht großzügig geplant und so aßen wir noch in einem der umliegenden Restaurants ein, zwei Reispfannen. Nicht lange nach uns kamen dann noch ein paar thailändische Offiziere, die sich lauthals auf einen Tisch stürzten und ein angeregtes Schwätzchen hielten. Zu der Zeit war übrigens gerade der Putsch im Gange. Auch der Bahnhof wurde von mehreren bewaffneten Soldaten bewacht.  
Wir verspeisten nichtsdestotrotz ganz genüsslich unser Essen, kauften unsere Karten für den Nachtzug, ein paar Snacks ( Lars Snack bestand aus zwei Pad Thai :D ) und gingen dann schon mal zum Zug. 
Noch sah alles nach einem normalen Zug aus, doch später würde dann der Schaffner kommen und die Betten hervorzaubern. 


Langsam rollten wir aus Chiang Mai raus, die Landschaft zog vorbei und irgendwie muss ich sagen, war Chiang Mai schon ziemlich geil. Irgendwie anders als die restlichen Teile Asiens. Vielleicht ist der Norden Thailands am ehesten mit Laos zu vergleichen. Sehr entspannt, das Klima auch ganz angenehm und irgendwie fühlt man sich sehr wohl. 
Als unsere Betten dann hergerichtet waren, hieß es ein paar Stunden schlafen, denn in Bangkok wollten wir ausgeschlafen sein, um den weiteren Weg nach Koh Chang zu finden. 
Als wir langsam nach Bangkok kamen, passierten wir wie üblich die Slums der Stadt, viel Autobahn und Wellblechhütten, die teilweise nur ein paar Meter von den Schienen entfernt gebaut waren. Im Hintergrund stachen die Hochhäuser langsam in der Morgensonne hervor und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon da. 
Hektisch wurden wir aus dem Zug gescheucht, da der wohl gleich wieder weiterfahren würde. 
Wir huschten schnell in die U-Bahn und dann irgendwann in eine der BTS ( so ne Art Magnetschwebebahn ). Nach kurzer Suche hatten wir unsere Busstation gefunden, doch der Schalter zur Fähre nach Koh Chang war noch nicht offen.
Im nächsten 7-Eleven holten wir uns dann ein „Frühstück“ und vertrieben uns die Zeit unter anderem damit, Selfies mit den Soldaten zu machen :D
Dann ging alles ganz schnell und der Bus war auf einmal da. Dieser fuhr dann noch mal gefühlte Ewigkeiten zu der Fähre, doch zum Glück machten wir auch einen Zwischenstopp, bei dem wir uns ein paar Brötchen kaufen konnten.
Die Fähre machte wie immer nicht mehr den neusten Eindruck, doch brachte sie uns sicher ein Stück über den Ozean nach Koh Chang. 
Am Hafen teilten wir uns dann einen Pickup mit ein paar Leuten, die alle nach einander abgeworfen wurden. Wir planten im Süden nach einem Quartier zu suchen, da es dort am wenigsten Touristen geben sollte. Irgendwann fragten wir uns schon ob da noch was kommen mag, doch dann kamen wir zu einer Bucht in der eine ewig langen Brücke ins Meer führte. Von der Hauptbrücke gingen dann kleinere Stege ab, die dann meist in Gebäuden endeten. Mehr oder weniger eine kleine Stadt auf Stelzen. Und da gab es ein paar richtige Perlen. Leider das meiste etwas über unserem Budget. Das „Buddha View“ hatte es uns besonders angetan, doch wir gingen erst mal zurück und guckten ob es auch noch was auf dem Festland gab. Doch wir fanden nichts. Oder guckten nicht gründlich genug, wer weiß. Auf jeden Fall checkten wir dann ins Buddha View ein. Essen ging es dann mit Nina und ihrer Freundin in einer Garrküche. Stellte sich heraus, dass die beiden in einem Hostel ganz in der Nähe wohnten. Aber wir waren auch so sehr zufrieden mit unserem Buddha View :D.
Die Nacht in der Garküche wurde noch recht lang. Die ein oder andere Flasche Chang wurde geleert und wir fragten uns alle 30 Minuten was dieser thailändische Offizier da wohl gerade im Fernsehen sagte…


Der nächste Tag wurde recht entspannt. Das Buddha View lud mit seiner, über dem Wasser gebauten Terrasse, sehr zum entspannen ein und so taten wir das auch. Wir quatschten ein bisschen mit dem Besitzer, der sich als Belgier herausstellte. Er hatte die Hütte vor ein paar Jahren mit zwei Kumpels gekauft und dann renoviert und das Hotel daraus gemacht. Ich würde sagen, hat er alles richtig gemacht :D
Nach ein bisschen weiter Blog schreiben klapperten Lars und ich dann mal das Stelzendorf ab. Er wollte noch das ein oder andere Souvenir kaufen und davon gab es reichlich. 
Und so ging der Tag dann halt auch rum. Abends ging es noch zu einem Griechen, der ein Restaurant auf dem Steg eröffnet hatte.

Am nächsten Tag wollten wir dann mal umziehen. Es war zwar nicht super teuer aber man konnte sich ja noch mal das ein oder andere Plätzchen auf der Insel angucken. 
Auf der Hinfahrt hatte ich ein anderes Hotel gesehen, was recht günstig war und auch ganz gut aussah. 
Leider wollte man uns in einem der heruntergekommenen Bungalows unterbringen, mit welchen wir nicht ganz so zu frieden waren. So gingen wir also ein paar 100 Meter und kamen zu der nächsten Anlage. Durch die Mittagshitze wurde das eine ganz schöne Tortur, aber zum Glück gab es dann noch ein freies Bungalow. Zwar ohne den Luxus einer Klimaanlage aber wir waren zufrieden. Immerhin lag der Komplex direkt am Wasser. 
Wir erhofften uns schon die beste Erfrischung seit Tagen, rannten zum Meer und dann das. Warm wie ne Badewanne. Wir blieben 15 Minuten drin und dann hielten wir’s einfach nicht mehr aus. Die darauf folgende (kalte!) Dusche brachte schon deutlich mehr Erfrischung. 
Dann setzten wir uns an die Strandbar und leerten das erste kühle Blonde. Was sollte man auch sonst machen :D
Gegen Abend ging es dann in die nächste größere Ansammlung von Häusern. War so eine Art Dorf, nur noch kleiner. Überall Restaurants und Gasthäuser. 
Durch Zufall bogen wir in eine der kleinen Gassen Richtung Strand und fanden ein niedliches, wenn auch etwas hochpreisiges Restaurant. An kleinem Tisch direkt am Wasser dinierten wir ein feines Thailändisches Curry, während die Sonne im Hintergrund gerade mit den kräftigsten Farben aus dem Malkasten den Himmel verzierte. Der Sonnenuntergang geht definitiv in die Top 3 ein. 


Danach ging es noch in so einen abgefuckten Schuppen, in dem man Billard spielen konnte. Zwei Niederländische Backpacker wollten ihr Glück versuchen und uns schlagen, was natürlich nicht klappte :D
Trotz Ausgangssperre ging es in den kleinen Gassen noch ganz gut zur Sache. Wir begaben uns dann aber langsam auf den Heimweg und hatten Glück noch eine Flasche Wasser zu bekommen, die uns aber auch nur höchst zögerlich verkauft wurde. 


Da unser Bungalow nicht gerade der super Burner war, hatte ich den grandiosen Plan noch einmal umzuziehen. Ich hatte am Vorabend noch eine andere Reihe Bungalows entdeckt bei denen ich mal nachfragen wollte. 
So spazierten wir mal wieder in der Sonne dort hin uns siehe da, es gab noch eins. Sah auf den Fotos an der Rezeption ganz nice aus. Also guckten wir uns das Ding mal an. 
Wir mussten beide grinsen als es immer weiter Richtung Wasser ging. Und am Ende handelte es sich wirklich um ein Ocean Front Bungalow. Für 12 Euro die Nacht war das glatt gekauft. 
An der Rezeption sahen wir dann auch, dass Scooter vermietet wurden, von denen wir natürlich gleich zwei nahmen. So war es dann auch nicht mehr ganz so mühsam von unserem alten Bungalow in das andere Umzuziehen. 
Da das unser letzter Tag auf der Insel war, füllten wir noch schnell unsere Tanks mit billigem Benzin und düsten erst mal in Richtung Süden. Wie immer schöne kurvige Straßen, schöne Strände und irgendwann dann eine Sackgasse. Also umdrehen, mal hier mal da einen kleinen Schotterweg rein. So fanden wir ein paar kleine Buchten, düsten dann aber weiter nach Norden. So kamen wir durch die wirkliche Stadt der Insel und ich war Solo froh nicht dort zu wohnen. Alles vollgebaut. Aber dann ging es bald die Berge hoch, die wir schon damals mit dem Pickups überquert hatten. Nach dem Hafen wurde es recht flach und gerade, was unsere Reisegeschwindigkeit erhöhte. Irgendwann gaben wir den kleinen Motoren dann aber mal eine Pause und genehmigten uns ein feines Pad Thai und einen Hibiskusblüten Eisteee. Frisch gestärkt ging es immer weiter. Bei einem der Wasserfälle der Insel wollte man 5$ Eintritt, welche wir nicht bereit waren zu zahlen. So umfuhrren wir quasi einmal die ganze Insel bis wir auf der anderen Seite der Sackgasse vom Vormittag waren. Die lag übrigens im Dschungel und da war die Straße weggebrochen. Dumm gelaufen :D 
Wir machten noch mal die Tanks voll, knatterten noch durch das ein oder andere Dorf, bevor wir dann zurückfuhren. Wir kamen dann etwas in Regen, konnten uns aber an einem Schießstand unterstellen. 
Abends gingen wir in einem der amerikanisch angehauchten Schuppen was Essen und dann genossen wir noch die letzten Chang’s an unserem Privatstrand… 





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Donnerstag, 8. Mai 2014

Sihanoukville und Koh Rong


Geschehnisse vom 19.03. - 26.03.2014:

Am nächsten Tag ging es dann in einem 20 Sitzer Minivan nach Sihanoukville. Sihanoukville liegt an der Küste von Kambodscha und ist als Backpackerstadt bekannt. Es gibt schöne Strände, endlos viele Strandbars und billige Unterkünfte. Jedenfalls dachte ich, dass es billige Unterkünfte geben würde. Am Ende war keines der Hostels frei, da diese logischerweise sehr begehrt sind. So endete ich in einem Guesthouse für um die 10 US$ die Nacht, wenn ich mich recht erinnere. 
Ich hatte keine große Lust am gleichen Tag noch irgendwas zu starten, also ließ ich es ruhig angehen. 
In den nächsten zwei, drei Tagen - kriege es nicht mehr komplett auf die Reihe, wie lange ich da war - erkundete ich die Strände, die ganz ok waren, aber letztendlich nicht suuuper toll. Ich verbrachte viel Zeit in den Strandbars und in Restaurants und genoss die Sonne. 
Dann nach ein paar Tagen entschied ich mich nach Koh Rong zu fahren. Das ist eine vorgelagerte Insel, die als „Geheimadresse“ gilt. 
An einem Morgen ging es also los. Ich war pünktlich am Punkt, wo mich der Bus aufsammeln sollte. Aber er kam und kam einfach nicht. Eine gute Stunde verstrich, da kam eine Art kleiner LkW mit zwei Sitzbänken hinten drauf herangetuckert. Die Fahrer schienen beide auch nicht so recht zu wissen, was gerade Sache war, nach ein bisschen telefonieren stellte sich aber heraus, dass das Slow Boat, welches ich gebucht hatte, nicht fahren würde. So bekam ich und die anderen im „Bus“ dann ein Upgrade auf das Schnelle Speedboot. Das brauchte anstatt der zwei Stunden nur 45 Minuten für den Weg. 



Nach einer flotten, aber ruhigen Fahrt war ich dann da. Auf dem Pier stehend, machte ich mir ein erstes Bild. Wasser: leichtes türkis, hier und da Plastikmüll. Strand: schön hell, sah gut aus. Umgebung: Insel hatte in der Mitte einen großen Berg der mit Dschungel bewachsen zu sein schien. Alles in allem erst mal gut!
Ein Italiener machte dann eine Ansage für alle in einer der Strandbars und gab einen kalten Drink aus. Wichtigste Regel war, niemals allein in den wilden Dschungel zu gehen, und seine Wertsachen gut zu verstauen. 
Dann brauchte ich eine Bleibe. Da ich die Fahrt über geschlafen hatte und auch sonst niemand wirklich alleine zu reisen schien, fiel die Bungalow Variante schon einmal weg. Aber das erste Hostel war schnell gesichtet. 
So ziemlich alles auf der Insel ist aus Holz gebaut. Das Zimmer war also recht rustikal, aber hatte seinen Holzschuppencharme. 

Ich ging ein bisschen den Strand ab, bis ich an ein paar Baumhäusern ankam, die das Ende markierten. Danach waren nur noch Felsen zu sehen. Ich drehte also wieder um und warf einen Blick ins Zimmer, ob vielleicht jemand da war, der irgendwas machen wollte. 
So traf ich dann Jack aus England. Er hatte zwar keine Lust irgendwas zu machen, aber später am Abend würde er auf jeden fall was Essen gehen.
So zog ich dann alleine zur eigentlichen Attraktion von der Insel los. Dem Long Beach. 
Nach einer Stunde wandern durch den Dschungel, teilweise nahezu klettern, weil es so steil war, war ich da. Der Strand sah in etwa so aus wie der Whitehaven Beach in Australien. Ich machte es mir an einem schattigen Platz gemütlich und döste erst mal ne Runde. Dann ging es ins Wasser, bevor ich gegen 18 Uhr den Heimweg antrat. So schaffte ich es gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein. 
Dann ging es eine Pizza essen und danach noch einen Cocktail schlürfen. Allerdings war ich ziemlich müde und so ging es gegen 11 Uhr schon ins Bett. Ach ja, unser Zimmer war übrigens direkt über der Bar. Und damit den Lautsprechern die auf voller Leistung bis ca. 2 Uhr durchliefen :D




Am nächsten Tag ging es dann mit Jack noch mal an den Strand. Viel anderes war ja eigentlich auch nicht zu tun. Wir verbrachten den ganzen Tag da, was wir dank eines sehr guten, großen Frühstücks auch locker aushielten. Abends machten wir es uns in den Loungesesseln von unserem Hostel im weichen Sand bequem und lernten schnell noch ein paar duchgeknalle Typen kennen. Am nächsten Tag würden viele von uns abhauen und da passe es ja, dass in einer Bar auf dem Pier eine große Party stieg. Da traf ich dann noch eine Gruppe Berliner und es wurde etwas später...




Nächster Tag sollte für mich dann auch schon wieder Abreise sein. Der letzte Abend war eigentlich relativ spaßig gewesen, aber ich wollte mich noch mit zwei Engländerinnen in Sihanoukville treffen, die ich damals in Fiji kennengelernt hatte.
Dieses Mal gab es dann leider kein Upgrade auf das Speedboot. So wurde es eine lange wacklige Fahrt auf dem Dach des Bootes und die Sonne brutzelte mich und ein paar andere Backpacker. 
Am Pier wurden wir dann wieder mal von den Tuk Tuk Fahrern bedrängt, aber das Ticket enthielt auch einen kostenlosen Bus in die Stadt, von daher war es einfach sie zu ignorieren. Zurück im Zentrum klapperte ich dann ein paar Hostels ab, aber es schien wieder alles voll zu sein. Und es war gerade mal 12 Uhr...
So ging ich dann wieder in mein altes Guesthouse zurück und bekam sogar ein schöneres Zimmer als vorher. Mittags traf ich mich dann noch mal mit Jack, der noch am selben Tag nach Bangkok mit dem Bus fahren würde. Danach war kurz Ausruhen angesagt, bevor es zum nächsten Treffen ging. 
Die zwei Mädels wohnten schon zwei Monate in der Stadt und kannten sich bestens aus. Wir hatten erst ein richtig gutes BBQ bei einem etwas versteckten Restaurant und dann ging es in ihre Stammbar. Man kannte sich und es wurde schnell lustig. Wir unterhielten uns eine Zeit lang mit einem amerikanischen ehemaligen Mormonen, der jetzt in Thailand Englisch unterrichtete. Ist schon lustig was für Charaktere man während der Reise so trifft. Die Zeit verging sehr sehr schnell und dann war es auch schon zwei Uhr oder so. Ich hatte dem Barmann noch ein, zwei neue Cocktails beigebracht, was er sehr cool fand. 
Als wir dann aus der Bar kamen, war die komplette Stadt schon ruhig und besonders für mich Zeit ins Bett zu gehen...
Am nächsten Tag wurde ordentlich ausgeschlafen, dann traf ich mich noch mal mit den Mädels, da eine sich ein Tattoo stechen ließ.
Danach ging es dann daran, den weiteren Trip zu organisieren. Oder vielmehr, sich darüber klar zu werden, wie es weitergehen sollte. Für mich stand schon seit etwas längerer Zeit fest, dass ich auch noch nach Vietnam gehen würde. Die Frage war nur, ob ich noch einen weiteren Halt an der Küste von Kambodscha machen wollte oder nicht. 
Am Ende entschied ich mich dagegen. So wusste ich, was für ein Datum ich bei der Beantragung für das Vietnamvisa angeben konnte. 
Mit dem Scooter ging es zur Botschaft, ich füllte alles aus und übergab meinen Pass. Am nächsten Tag konnte ich ihn dann wieder abholen. 


So tat ich es dann auch und relaxte noch in einer der Strandbars, bevor es am nächsten Tag dann nach Ha Tien, kurz hinter der Grenze von Vietnam, gehen sollte.
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Montag, 3. März 2014

Gili Trawangan und Meno


Geschehnisse vom: 06.02 - 15.02.2014:

Am nächsten Tag machte ich dann erst mal das was der Jonas sehr gerne tut. Ausschlafen! 
Als ich dann schließlich um die frühe Mittagszeit aus dem Bett krabbelte musste ich feststellen, dass es ohne Klimaanlage doch schon ganz schön warm war. Der Tag wurde dann mit vollem Elan weitergeführt. In einer Beachbar. In einem kleinen Häuschen sitzend das Meer beobachten. Und so ging auch der Tag irgendwie ganz schnell rum. 
Wie eigentlich alle Tage auf Gili Trawangan. Ich habe viel Zeit in diversen Beachbars und Beachlounges verbracht, bin mal in die Fluten gehüpft, habe mich dem allabendlichen Joggerwahn angeschlossen, um dann schließlich Abends in eines der Restaurants einzukehren, dass noch auf meiner To-Do-Liste stand. Von dem angeblich abends so lebhaften Partyleben habe ich nicht viel mitbekommen. Eigentlich gab es nur eine Bar in der immer ein bisschen was los war. Und die spielte jeden Abend das gleiche. Und natürlich gab es auch hier ein paar Spaßvögel die Dogen an den Mann bringen wollten. 
Auf den Gili‘s gibt es übrigens keine richtige Polizei. Nur einmal kam mir ein Soldat (?) mit Maschinengewehr entgegen. Ich fragte mich erst was das nun sollte, als ich dann aber den anderen Typen mit schwarzem Geldkoffer sah, war klar das es sich wohl um einen Geldtransport handelte...
Außerderdem gibt es auch keine Auto‘s oder Mopeds auf den Gili‘s, weshalb es relativ ruhig ist. Für lange Strecken werden ausschließlich Kutschen verwendet. Hund sind auch verboten, da die auch zu viel Lärm machen. Deshalb wuseln überall Katzen umher. 

Ansonsten wechselte ich dann nach zwei Nächten das Zimmer. War das Wifi am Anfang noch einbahnfrei, ging in meinem Zimmer dann irgendwann gar nichts mehr. Und da ich die meiste Zeit sowieso der einzige Gast war, war es kein Problem in das Zimmer direkt neben dem Router zu wechseln. Nebenbei bekam ich so noch eine Klimaanlage zum gleichen Preis. Am Anfang wollten die Kollegen die Fernsteuerung für die Anlage aus dem Zimmer nehmen, aber schließlich waren sie so nett und ließen sie drin. Waren echt Korrekt die Typen da. Der eine bot mir sogar an sein Fahrrad kostenlos zu nutzten, sodass ich keins mieten musste. 
Eigentlich hatte ich ja noch überlegt einen Free Diving Kurs zu machen, aber es stellte sich heraus, dass dieser teurer als angenommen war. Verglichen mit dem was man in Thailand bezahlen würde, deutlich teurer. Und da es dort zum Ende der Reise ja auch noch hingeht, mach ich den dann lieber da. 
Abends ging es öfters mal auf den Night Market, der durch sein zauberhaftes Angebot an lokalem Essen bestach. Angesichts der Stände würde sich wahrscheinlich mancher schlagartig umdrehen und schreiend wegrennen, aber da gibt es immer das beste Essen. Und dazu noch so unschlagbar billig.
Nach dem Essen guckte ich in meinem Stammshop vorbei, in dem ich meist eine Flasche Wasser und ab und zu mal ein Bierchen kaufte. Man kannte mich schon und wir plauderten immer mal wieder ein bisschen.

Mein Bungalow auf Meno

Nach einer knappen Woche war es dann schließlich Zeit mal die Insel zu wechseln.
Ich entschied mich für Gili Meno. Die kleinste der drei Inseln. Am Vortag wurde noch in der besten Beachlounge der Insel köstlich diniert (für 7€...), bevor es dann am nächsten Morgen zum Ticketschalter ging. 25k IDR kostete die Überfahrt und würde so um die 15 Minuten dauern. 
Auf Gili Meno noch nicht ganz vom Boot, bereitete ich mich mental schon mal auf das vor was gleich kommen würde: Leute die auf einen einredeten. Aber huch? Nichts dergleichen geschah. Ich setzte einen, dann den nächsten Fuß an Land. Und nichts passierte. Vielleicht nach 10 Schritten? Nö. Aha, aber dann. „Where are you going?“ - Gili Smile aber danke ich laufe. - „Yeah first left and then straight on“. Okay, das war mal was neues.
Kurz darauf kam dann noch ein anderer Mann aus dem Tickethäuschen auf mich zu. Ahhh, aber er jetzt oder? Nope, es stellte sich heraus, dass er der Besitzer vom Gili Smile war und eigentlich noch jemanden von einer Onlinebuchung erwartete, der aber nicht aufgetaucht war. So brachte er mich gleich zu den Bungalows.
Erster Eindruck Gili Meno: Sehr gut. 
Mein Bungalow war quasi riesig. Zwar mit nichts besonderem ausgestattet, außer einer Klimaanlage aber mit so extrem viel Platz. Das ist der kleine Nachteil wenn man alleine reist. Man bezahlt immer den gleichen Preis für ein Doppelzimmer oder Bungalow, wie als wenn man zu zweit wäre. Nicht das man dadurch sonderlich schnell verarmen würde aber es ginge halt noch billiger. 
Dann machte ich mich erst mal auf die Insel zu erkunden. Ich brauchte knapp eine Stunde, es war die meiste Zeit still und ich traf nur vier andere Leute. Ah und einen Eismann auf einem Fahrrad mit einer grausigen Sirene. 
Auf halber Strecke kehrte ich noch kurz in eines der kleinen, von mir so geliebten, kleinen Strandhüttchen ein. Nach einem kalten Lemon Ice Tea wollte ich eine angeblich sagenhafte Pizza im Bi Bi‘s Café probieren. Dumm nur, dass der Steinofen (!!!) erst um sechs Uhr angeworfen wurde. Ich versprach jedoch, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde. 
Und so saß ich um halb acht wieder in Bi Bi‘s Café. Der Besitzer freute sich wie Schmidt‘s Katze und machte sich sogleich an die Pizza. Wie sollte es anders sein, kam danach ein junges deutsches Pärchen in das Restaurant. Unter meinem schwedischen Tarnmantel hatte ich natürlich nichts zu befürchten. Und so freute ich mich mal wieder auf eine gute alte Runde „Lauschen was die Deutschen labern“. Kam dann aber anders, als die zwei erst mal das Wifi Passwort hatten. Da wurden dann noch zwei Worte gewechselt und das war‘s dann :(
Die Pizza war wirklich extrem gut. Komplett aus frischen Zutaten und mit knusprig dünnem Boden. Schade das jeden Tag Pizza irgendwie auch langweilig wäre...

Die nächsten zwei Tage wurde dann noch entspannt und gefuttert. Dann lieh ich mir Schnorchelzeug aus. Das waren mal wieder harte Verhandlungen. Aber am Ende war zumindest ich mit dem Deal zufrieden. Da war es schon später Nachmittag, also nutzte ich noch die letzten Sonnenstrahlen um ein paar Tierchen zu beobachten. Nach nicht mal zwei Minuten schwamm dann auch schon die erste Schildkröte vor mir (weg). Ich ließ mich allerdings nicht so schnell abhängen, bewegte mich sanft, was ihr zu verdeutlichen schien, dass ich erst mal genug Schildkrötensuppe hatte. 
Zusammen ging es etwas weiter raus wo zu meiner Überraschung ganz schön fette Brummer rumschwammen. Ein Paradies für Spearfisher. Ich verließ dann die gute Kröte, aber es dauerte nicht lange da war schon die nächste vor mir. Sie ließ ich aber zufrieden und schnorchelte den Strand runter. Dann drehte ich wieder um. 
Zu Freediving findet man auch relativ viel im Internet, was ich dann gleich mal ausprobieren musste. Und ich muss sagen, mit meinem lächerlichen Wissen, schaffte ich es schon auf gut acht Meter. Das scheint also echt gut zu funktionieren. 
Dann wurde es auch schon langsam dunkel und ich sah zu, dass ich zum Bungalow zurück kam. Das waren vom Strand übrigens so um die 300 Meter :D

Am nächsten Tag wollte ich mich dann voll dem Schnorcheln widmen. Allerdings war die Sicht im Gegensatz zum Vortag eher bescheiden. Als ich den Strand dann runter geschnorchelt war, wollte ich auf die andere Seite der Insel laufen, um es dort zu probieren. Auf dem Weg dahin sah ich dann schon die herrlich schwarzen Wolken über Gili Trawangan, welche sicherlich auch gleich über Meno sein würden. Und so kam es natürlich auch. In einem verlassenen Resort konnte ich mich unterstellen, bis das schlimmste vorbei war. 
Der Strand sah aber nicht so schnorchelfreundlich aus, weshalb ich weiter und weiter lief. Dann irgendwann ging ich wieder rein und fand mich in einem mittelprächtigen Schnorchelrevier wieder. Nach 30 Minuten fing es dann natürlich wieder an zu regnen. Und zu gewittern. Da wollte man mal aktiv sein und dann so was! 
Im Bungalow war natürlich schön Stromausfall. So war ich erst mal etwas planlos. Die meisten Restaurants sind jetzt auch nicht gerade optimal gegen Regen geschützt, ansonsten wäre ich irgendwo eingekehrt. 
Abends war der Regen dann abgeklungen und ich lief ein bisschen durch die Nacht zu einem etwas weiter entfernten Restaurant. 

Der nächste Tag war dann wieder ruhig. Ich aß Mittags im Ya Ya Warung, quatschte mit Andy, einem Local und ansonsten passierte nicht viel.
So langsam musste ich mir dann Gedanken machen wann ich zurück nach Bali fahren würde, um Indonesien zu verlassen. Es gab die Möglichkeit auf den letzten Drücker Gili Meno zu verlassen, dann würde ich aber riskieren, dass ich es evtl. nicht mehr rechtzeitig schaffen würde das Land zu verlassen. Jeder Tag den man sein Visa überzieht kostet dann knappe 25 US$ und ich glaube so gerne sehen die das auch nicht. Also entschloss ich mich, lieber einen Tag eher zu fahren. Allerdings war das Wifi in meinem Homestay mittlerweile komplett ausgefallen. Das veranlasste mich dann dazu, für die letzte Nacht noch mal zu wechseln. Der Besitzer ging nicht auf meine Verhandlungen ein und generell waren die dort sehr unfreundlich. Definitiv die unfreundlichste Unterkunft in der ich bis jetzt war. 
Ein letztes Mal sprang ich noch in die Fluten, bevor ich gut Essen ging, eine letzte Runde um die Insel drehte und mich an die „Arbeit“ machte um mir eine Unterkunft und den Transport nach Bali zu organisieren. Die Mücken freuten sich außerordentlich, dass ich bis um elf Uhr draußen saß. So herrlich und üppig haben sie garantiert lange nicht mehr gespeist gehabt. Ich kann sie heute noch lachen hören...








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Donnerstag, 27. Februar 2014

Der Trip zu den Gili's


Ja, also es sieht so aus als wolle mir das Wetter sagen, dass ich mal wieder in die Tasten hauen soll. Heute macht sich doch tatsächlich das erste mal die Regenzeit hier bemerkbar. Strom ist auch gerade ausgefallen. Und da es wie aus Eimern schüttet, werde ich auch garantiert nichts essen gehen. Wobei sich da dann auch die Frage stellen würde, welches Restaurant hier auf der Insel überhaupt ein richtiges Dach hat...(Gili Meno)

- knapp 30 Tage später schreibe ich diesen Post endlich mal fertig. Sorry aber ich hatte echt null Bock zu schreiben. In der Zwischenzeit bin ich zurück nach Bali um von dort nach Kuala Lumour zu fliegen, wo ich mich mit Isa getroffen habe. Dann ging es weiter nach Kuching in Borneo. Dort war ich ein paar Tage, bevor ich heute mit einer Fähre nach Sibu gefahren bin. Hier bin ich eine Nacht bevor es morgen weiter tief in den Dschungel geht.

Geschehnisse vom 01.02. - 05.02.2014:

Der 01.02. + 02.02.:

Der Plan auf‘s die Gili‘s zu fahren nahm immer mehr Gestalt an. Allerdings war es natürlich auch schwer Ubud, mit seiner vorzüglichen Gastronomieszene den Rücken zu kehren. Raphaelle war am Vortag spät Nachts noch wiedergekommen, sodass wir uns am nächsten Tag erst mal im Soma trafen. Am Tisch saßen außerdem zwei Mädels aus Kalifornien. Diese mussten dann allerdings auch weiter, es dauerte aber nicht lange da wurden sie von drei anderen australischen Mädels abgelöst. Alles Freundinnen von Raphaelle.
Sie musste dann gegen Mittag zu einem Familienessen. Ich blieb noch kurz mit den anderen im Soma, dann trennten sich unsere Wege. Ich musste ja langsam mal meine Reisepläne konkretisieren. Die Zeit verging und so war es schnell wieder Abends. Während einem sehr, sehr späten Dinner, schrieb mir Raphaelle das die Truppe noch in einen Club ziehen würde. Da war ich gerade allerdings noch mitten drin im Essen.
Ich versuchte sie dann später noch zu finden. Aber wie schon vermutet, waren sie schon wieder weg. Australier halten einfach nicht lange durch...

Am nächsten Tag bestätigte mir Raphaelle dann, dass sie schon um 11 Uhr gegangen waren. Zu der Zeit war ich grade so vom Essen zurück gewesen :D
Jedoch hatte ich jetzt mehr oder minder einen Plan wie es weitergehen würde. Das einzige was fehlte war ein Transportmittel nach Padangbai. Von wo aus dann die meisten Boote zu den Gili‘s ablegten. 
Google Maps spuckte mir zwei mögliche Stellen aus, an der sich das Büro der Busfirma befinden sollte. Ich entschied mich zu erst - na klar - für die falsche. Auch in der „Touristeninformation“ kannte man das Büro nicht. Man bot mir aber natürlich sofort einen anderen Anbieter an. Doch ich blieb hart. 
Es gab ja noch Möglichkeit Nummer 2. 
Nach einem Zwischenstopp im Supermarkt, in dem gerade die Kassen ausgefallen waren und somit alles per Hand verrechnet wurde, sah ich dann endlich das „Perama“ Schild. 
Ich buchte einen Bus für den nächsten Tag um 11 Uhr. 
Zurück im Homestay wurde das Netz nach Unterkünften in Padangbai durchsucht. In der Zwischenzeit trudelte eine Nachricht von Raphaelle ein. Im „Yellow Flower“ gäbe es Abends Buffet und die Crew würde sich wieder versammeln. Ich war dabei!
Das „Yellow Flower“ erst mal zu finden war ne richtige Leistung. Nach gefühlt 2000 Treppenstufen zeigte mir ein kleines Schild den Weg nach rechts. Und dann hatte ich es tatsächlich gefunden. Ein kleiner aber extrem gemütlicher Laden. Er überblickte einen Teil der Stadt und war komplett voll. Die Mädels hatten sich schon den längsten Tisch gesichert an dem wir alle bequem Platz hatten. Das Buffet war göttlich. Leider ist mein Magen all zu große Portionen seit Asien nicht mehr gewohnt, was mich aber nicht davon abhielt, drei Mal das Buffet zu plündern. Obendrein gab es vorab noch eine Suppe und einen Nachtisch. 
Alles in allem ein lustiger und würdiger Abschlussabend für Ubud. Da die drei Mädels sowieso mit einem Taxi nach Hause fuhren, sprang ich dort mit rein und lief dann den restlichen Weg. 

Padangbai:

Am nächsten Morgen stand ich dann für meine Verhältnisse relativ früh auf. Ich genoss mein letztes gutes Frühstück im Homestay, bezahlte und machte mich langsam auf den Weg zu Busbüro.
Dort wartete ich dann noch mal ca. 20 Minuten, bevor der Bus eintraf. Geschätzt um die 60 Jahre alt und ohne Klimaanlage setzte er sich brummend in Gang. Die Koffer und Rucksäcke wurden einfach auf die letzte Bank geschmissen. Am Anfang mit einem Arm aus dem Fenster hängend fuhren wir ein Weilchen, bis ich einsehen musste, dass mein Arm sich in akuter Gefahr befand. Also rein mit ihm und erst mal eine Runde schlafen. 
Wach wurde ich dann so eine Stunde bevor wir in Padangbai ankamen. Die Landschaft war schön grün und es sah nicht mehr so touristisch aus. Hier und da mal ein kleiner Tempel. 
Und dann waren wir auch schon da. Padangbai erschien auf den ersten Blick ziemlich klein. Kaum stand der Bus, stürzten sich etliche Männer auf ihn. Die Türen wurden aufgerissen und man wurde nur noch in einer Tour belatschert. Nachdem ignorieren nicht den erwünschten Effekt erzielte, wurde mein Tonfall etwas aggressiver und die Schritte schneller. Einer von den Onkels verstand auch das nicht so richtig und folgte mir bestimmt 30 Meter. Aber schlussendlich gab er klein bei und kehrte zu den vermeintlich leichteren Opfern am Bus zurück. Ich lief knapp 70 Meter, da war ich auch schon bei meiner Unterkunft. Der Name ist mir gerade entfallen, ist ja auch schon ein wenig her, aber sie lag nah am Hafen.
Zimmer war nichts Bahnbrechendes, aber es gab einen Pool. Und Wifi, dass leider auch nur am Pool funktionierte. So saß ich dort eine Weile bis ich irgendwie mit Axel aus Deutschland ins Gespräch kam. Der erste Deutsche mit dem ich in Indonesien zu tun hatte!
Er war auf dem Sprung zum Mittag, ich war allerdings noch gesättigt genug. Eine Stunde später brach ich dann allerdings auch langsam auf. Ich kehrte in ein ganz kleines „Restaurant“ ein. Ich konnte nur eine Tafel mit sechs Stühlen ausmachen. Neben mir eine quirlige Frau. Aufgrund ihres Akzents eindeutig als Deutsche Staatsbürgerin identifizierbar.  Kurze Zeit später folgte ein knapp 30 jähriger ebenso etwas spezielle Deutsche. Und dann ging das Gelaber auch schon los. Ich gab mich nicht zu erkennen und verbarg mich hinter meinem schwedischen Tarnmantel. Und ohne ins Detail zu gehen, es war wirklich schrecklich.
Ich hielt tapfer durch, aß mein zugegebenermaßen etwas scharfes Essen und verließ die zwei dann so schnell es ging. Ich guckte mir die anderen Läden an und dann war ich auch schon durch in Padangbai.
Der Rest des Tages verlief mit Planungen für ein Boot und schwimmen im Pool. Abends ging es dann mit Axel in ein Tschechisches Restaurant welches ziemlich gutes Cordon Bleu und Bier vom Fass (!!!!!!!) servierte. Auf dem Rückweg noch schnell ne Flasche Wasser gekauft, die mir der Lümmel aus dem Shop erst für 10k verkaufen wollte. Am Ende drückte ich den Preis auf 3k.


Trip zu den Gili's (04.02. + 05.02.):

Da mir die Preise für die Speedboote zu teuer erschienen und ich auch Berichte gehört hatte, dass sie die letzten Tage, aufgrund des Wetters, gar nicht gefahren seinen, kam ich zu der spontanen Entscheidung die öffentliche Fähre zu nehmen. Eine letzte Runde drehte ich noch zu den etlichen Büros der Speedboote aber keiner konnte mich überzeugen. Über den billigsten Anbieter hatte ich schreckliche Bewertungen gelesen. So kam es das ich dann 20 Minuten vor 12 Uhr am Schalter der öffentlichen Fähre nachfragte wann das nächste Boot gehen würde. Um 12 war die Antwort. In 20 Minuten managte ich dann schnell Geld abzuheben, auszuchecken und rechtzeitig wieder am Schalter zu sein. Auf dem Weg dort hin natürlich die üblichen Versuche mir Tickets teurer zu verkaufen. 
Aber daran ist man hier relativ schnell gewöhnt. Und wenn man die Preise ungefähr kennt, läuft man eigentlich keine Gefahr übern Tisch gezogen zu werden. So war ich dann um 12 Uhr auf der Fähre. Kaum hatte sich das Ding in Bewegung gesetzt, nutzte ich eine essentielle Backpacker Fähigkeit: Einschlafen an den komischsten, dreckigsten und ungemütlichsten Plätzen der Welt :D
Muss ziemlich lustig ausgesehen haben wie ich meinen Backpack als Matratze missbrauchte und mich darauf krümmte. Aber hey, ich hab zwei Stunden geschlafen. Die Indonesier waren natürlich schlauer und sicherten sich eine Schlafmatte solange es noch welche gab...
Nach dem zwei Stunden des besten Schlafs meines Lebens (...) wachte ich dann wegen des extremen Schaukelns des Bootes auf. Ich würde sagen wir befanden uns da mal wieder am Rande des physikalisch Machbaren. Aber ja, ich hab‘s ja mal wieder überlebt. 
Mein Plan war eigentlich eine Nacht in Lembar zu verbringen. Das ist die Stadt in der die Fähre ankommt. Stellte sich heraus, dass Lembar ein ziemlich einsames Loch ist. Irgendwann stand ich bei den Shuttles und hatte noch keine Übernachtungsmöglichkeit ausgemacht. Ja, die Entscheidung rüber zu fahren war spontan, aber das macht den Reiz aus. nach sehr, sehr, sehr harten Verhandlungen akzeptierte einer der Fahrer, mich und ein kanadisches Pärchen nach Senggigi zu fahren. Für 100k. Vorher waren es 100k nur bis Mataram. Und da mir ansonsten auch nicht viel anderes übrig blieb, ging es so nach Senggigi. 
Die Fahrt dauerte eine ganze Weile. Wie immer der chaotische Fahrstil, aber Klima. Einmal hatte es einen armen Mopedfahrer fast erwischt. Aber das ist hier ja Alltag...
Der Herr mit dem ich Verhandelt hatte, sprach relativ gutes Englisch und fuhr bei uns auch mit. Er schien so eine Art Chef zu sein. Schwärmte uns die ganze Fahrt lang von irgendwelchen Sachen vor. Wir wurden dann bei der Touristeninformation abgeladen. Da ich dachte ich würde in Lembar bleiben, hatte ich keinen blassen Schimmer was eine Unterkunft anging. Aber man schlug uns ein paar Sachen in der Information vor. Und die Kanadier hatten auch schon mal geguckt gehabt. Wir bekamen noch einen kostenlosen Shuttle zum Homestay unserer Wahl. 
Ich war in meinem Zimmer wie ich nur hörte das Mrs. Kanada mit dem Typen „verhandelte“ - am Preis tat sich natürlich nichts. Es war mehr ein Fragen ihrerseits ob es nicht billiger ginge. Dazu waren die Zimmer jetzt auch nicht gerade der Burner. - Wenn man nicht alles selber macht...
Als sich mein Magen dann bemerkbar machte zog ich los. Senggigi stellte sich als Tourispot Nummer 1 heraus. Hotel an Hotel. Dazwischen mal ein Restaurant. Wie ich so schlenderte fiel mir im Augenwinkel das Wort „Kebab“ auf. Ein kleiner bunter Stand verkaufte da doch wirklich Kebab! Es waren ein Pärchen und ein Mann da, was schonmal heißen sollte, dass man sich keine Lebensmittelvergiftung holten sollte. 
Der „Big Kebab“ stellte sich als kleiner Witz heraus. Selbst ein Kinderdöner bei uns ist größer als das was ich bekam. Fleisch war keinem Tier eindeutig zuzuordnen. Geschmack wurde hauptsächlich von Mayo dominiert. Aber jut, es war ein Versuch wert.
Mein Magen verlangte allerdings nach mehr. Also kehrte ich noch in einem schick aussehenden Laden mit Liveband ein. Ich wollte den „Kuchen des Tages“ bestellen, welchen es aber nicht gab. Stattdessen wies man mich auf die Kuchentheke hin. Da gab es ein paar feine Sachen. Nachdem meine Wahl auf eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte gefallen war, fragte die nette Dame noch mal nach ob es denn wirklich nur en Stück sein sollte. - Ja Mensch was soll der Geiz dacht ich mir da und nahm noch ein Stück „Carrotcake“. 
Zurück an meinem Platz musste ich dann die musternden Blicke vom Nebentisch über meine Auswahl über mich ergehen lassen. Extra langsam und genüsslich schob ich mir also das erste Stück Schwarzwälder in den Mund. Doch was war das? Keine Kirschen? Och nö. Die Schwarzwälder stellte sich als Sahne-Schokokuchen mit sehr wenig Geschmack heraus. Und auch der „Carrotcake“ war nicht besser. Eine herbe Enttäuschung, allerdings war die Band ganz gut. 
Zurück ging es zum Homestay. Die zwei Jungs die dort arbeiteten waren ganz nett und ich organisierte mir noch den Transport auf die Gili‘s. 



Erster Tag in Gili Trawangan:

Morgens ging es wieder früh raus aus den Federn. Die Kanadier bekamen einen Bus früher als ich und so stieg ich dann gegen 8 Uhr in einen Blauen kleinen Transporter ein. Nach gut 1 1/2 Stunden Fahrt waren wir an einer Zwischenstation. Dort wurden noch einmal unsere Tickets kontrolliert. Da es drei verschiedene Gilis‘s gibt, wurden die Leute in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt. Dann gab es irgendwann den Startschuss für Gruppe „Trawangan“ (größte der drei Gili‘s). Zu dieser gehörte ich. Dummerweise unterlief mir dann ein Anfängerfehler. Ich landete irgendwie in einer der kleinen Pferdekutschen und blieb nicht hart. Der Fahrer wollte auch nicht so richtig mit mir verhandeln weshalb ich einfach einen Preis sagte und es dabei beließ. Außer Gemurmel kam nichts von ihm. So brachte mich der kleine Gangster kanpp einen Kilometer für 10k. Ja, das hätte man auch laufen können. Aber wie ich schon sagte, Anfängerfehler. 
Mit drei Schweden (wie passend) bekam ich ein Ticket. Wir warteten ewig bis wir auf die Fähre konnten.
Knapp 20 Meter Lang und gut fünf breit war das gute Ding. All das Gepäck und anderes Zeug kam in die Mitte. Darunter auch ein paar Dachbalken und Latten. Es wurde ziemlich eng. In solchen Momenten denkt man dann manchmal an überladene Fähren, die langsam untergehen :D
Aber nach 45 Minuten ruhiger Fahrt waren wir da. Mit strammen Schritt schlug ich den Weg nach rechts um die Insel ein. Ich war vorbereitet und wusste ungefähr wo ich hinmusste. Das gab mir schon mal den Bonus das ich nicht wie jeder x-beliebige Tourist planlos durch die Gegend guckte. So konnte ich den meisten der lieben Herrschaften die einem was andrehen wollen aus dem Weg gehen. Ich lief und lief. War mir sicher das ich nach links abbiegen musste, fragte aber trotzdem nach. Und na klar, ihr ahnt es schon, ich hatte recht ;)
Auf dem Weg wurde ich natürlich von etlichen Leuten angequatscht ob ich denn kein Zimmer bräuchte. Einen der Kollegen fauchte ich ganz schön an, was ihn ein bisschen verschreckte. Aber irgendwann ist man es halt einfach leid...
Ich war schon fast da, da tauchte neben mir ein junger Typ auf. Ich dachte schon er wäre so was wie der „Andreher 2.0“ - mit Fahrrad auf der Suche nach Beute. Aber nein, es stellte sich heraus, dass er im „Kia Yazo“ arbeitete. Das war der Homestay zu dem ich wollte. Er erzählte mir, dass er am Hafen auf mich gewartet hatte. Ich hatte keine Ahnung, dass die Gäste abgeholt werden, weshalb ich gleich stramm losgelaufen war.
Er und sein Kumpel die den Homestay managten waren cool drauf und ich bekam mein Zimmer sogar billiger als eigentlich gebucht. 
Da gerade Stromausfall auf der Insel war, fiel das obligatorische Nachrichten checken weg und ich machte mich gleich auf den Weg die Insel zu umrunden. Nach ca. der Hälfte machte ich eine Pause auf der Terrasse eines verlassenen Resorts. Als ich dann schon fast einmal rum war, konnte ich einfach nicht mehr widerstehen und ging zu einer ganz gut aussehenden Beachbar. In einem der kleinen „Beachhuts“ (auf Stelzen gebaut, ca. 3x3m und mit Bambusdach) ließ ich mich in die Kissen sinken und orderte eine kalte Cola.
Am Ende war ich dort knapp 2 1/2 Stunden bevor ich die Runde vollendete. Nach dem Abendessen musste ich feststellen, dass die Wasserpreise auf der Insel untereinander abgesprochen und nicht verhandelbar waren. So kosteten 1,5l - 6k IDR. 

Und der Rest des Abends wurde dann in meinem ziemlich warmen aber astreinen Zimmer verbracht...



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Mittwoch, 29. Januar 2014

Welcome to Bali


Geschehnisse vom 21.01. - 23.01.2014: 

So liebe Freunde des gepflegten Reiseberichtes. Ich melde mich mal wieder. Ich schreibe euch aus Bali. Ja am Ende ist es dann doch Bali geworden. War ja so halb geplant aber Shenna hatte mir dann erzählt das die Flüge nach Sri Lanka auch nicht so teuer wären. Stellte sich aber als Falsch heraus. Und so bin ich dann am 21.01 nach Bali aufgebrochen...
Früh Morgens ging es raus aus den Federn. Ich verabschiedete mich von Champ, packte noch ein paar Sachen und dann ging es zum Bus. Dieser brachte mich dann in einer guten Stunde zum Terminal 2 vom Changi Airport. Dort angekommen, marschierte ich zum Jetstar Schalter und gab mein Gepäck auf. Dann begab ich mich erst mal auf die Suche nach einem Geldautomaten. Denn: Wer ein Touristenvisa für Indonesien haben will, muss 25 US$ auf den Tisch legen. Ich hatte dann noch knapp zwei Stunden Zeit bevor das Boarding losging. Also kramte ich erst mal all meine Münzen zusammen und holte mir ein backfrisches Croissant. Dann konnte ich mich selbst davon überzeugen, am Welt besten Flughafen zu sein. Das Wifi funktionierte einbandfrei und ich fand eine Liege (!) in einem kleinen angelegten Dschungel (!) vor meinem Gate (!). Besser hätt‘s ja kaum laufen können.
Da lag ich dann so da, bis ich auf den letzten Drücker durch die Sicherheitskontrolle ging. So umgeht man diese ganze unnötige Hektik ;)
Nach kaum mehr als 10 Minuten war dann auch schon Boarding angesagt. Aufgrund meines Platzes (A1), konnte ich ganz entspannt als einer der Ersten ins Flugzeug und es mir auf meinem Sitz mit extra viel Beinfreiheit gemütlich machen. 
Als der Visa - und Zollbogen ausgefüllt waren, genehmigte ich mir ein kleines Schläfchen. Ich wachte auf, als wir uns schon im Landeanflug befanden. Optimales Ausnutzen eines Fluges: Schlafen!
Am Schalter wo man das Visa kaufen musste, stellte sich dann heraus, dass man auch in anderen Währungen bezahlen kann. Aber egal. Meine 25 US$ ließen die Augen des Zollmannes aufblitzen.
Dann kam der langweiligste Teil. In der Zollschlange anstellen. Diese war bestimmt schon um die 100 - 150m lang und wirklich vorwärts ging es auch nicht. Aber alles kein Problem. Ich bin ja im Urlaub und nebenbei funktionierte auch an diesem Flughafen das Wifi.
Ohne Zögern bekam ich mein Indonesisches 30 Tage Visa in den Pass geklebt und machte mich auf, meinen Rucksack zu holen. Der drehte sich auch schon auf dem Gepäckband und war somit auch schnell aufgesetzt. Einmal wurde noch alles durchleuchtet, dann war ich frei. Welcome to Bali!
In der Empfangshalle schlenderte ich als erstes zum Geldautomaten. Der Indische Geldautomat wollte mir dann leider keine Million geben, aber zum Glück gab es noch einen anderen. Dieser Spuckte die Scheine ohne Murren aus. Ach ja. Hier wird man ganz locker mal zum Millionär. Eine Million Rupiah sind so um die 60€.
Dann war ich mental bereit mich in das Chaos zu stürzen. Sobald ich die weiße Linie übertreten hatte ging es los. „Sir, Sir, Taxi, taxi! Where you going? Taxi, taxi.“ - und ich so „No!“. Aber er ließ sich nicht so leicht abschütteln. Der obrige Satz fiel noch um die fünf Mal, bevor ein anderer sein Glück versuchte. „Sir Taxi! Taxi! Cheap!“. Und da war‘s mir schon zu blöd zu antworten. Blick geradeaus, strammer Schritt und dann kapierten sie es. 
Genau genommen ist Singapur ja auch schon Südostasien, aber erst jetzt fühlte ich mich als wäre ich dort. Die Luftfeuchte, die Temperatur, die Gerüche. Und eben jene lieben, aufdringlichen Fahrer.
Am „offiziellen“ Taxistand angekommen fragte ich nach meinem Ziel und dem Preis. Erst später fiel mir dann auf, das man ja hätte handeln können. Och nööö.
Für 80,000 IDR (4€) brachte mich der gute Taxifahrer dann zu meinem Hotel. Die Fahrt war, sagen wir, interessant. Die Gassen waren teilweise nur so breit, dass ein Auto hineinpasste und überall tauchten Mofas auf. Rechts, Links von hinten vorne. Hupen da hupen dort. Möp, möp, möp. Wuschhhhh. Knatter, knatter. 
Sorry, ich versuche nur das geordnete Chaos zu verdeutlichen ;) Insgesamt lernte ich schnell das drei Regeln meist zutrafen:
  1. - Der größere hat immer Recht und damit Vorfahrt. (Anders kann ich mir nicht erklären wie der Fahrer mit 50 Km/h durch die Gassen bretterte)
  2. - Einfach fahren, die anderen Bremsen schon.
  3. - Hupen! Hupen ist gaaanz wichtig! - Egal ob als Hinweis, dass man gleich überholt oder in nicht einsehbaren Kurven, um deutlich zu machen, dass man da gleich lang kommt. (Man fährt hier gerne auch einfach mal in der Mitte der Straße)
Nun gut. Ich kam also heil an meinem Hotel an. Und hatte schon mal ein paar Eindrücke gewinnen können. Unter anderem auch den, dass diese Stadt verdammt touristisch war. Aber ich war schon vorgewarnt worden. 
Im Hotel lud ich nur kurz meine Sachen ab. Dann machte ich mich auf den Weg, die Kamera über der Schulter baumelnd. Ich ging zwei mal rechts und dann war ich auf der, so wie mir vorkam, Hauptstraße. Kleine Läden mit Klimbim auf beiden Seiten. Einer nach dem anderen. Dann mal Ein Restaurant. Eine Bar. Ein Surfshop, ein weiterer und noch einer. Angeblich hat Kuta die höchste Surfshopdichte der ganzen Welt...
Sagenhaft viel billiger als anderswo sind die Sachen aber dennoch nicht. Ist klar, die Hersteller passen die Preise an. Ansonsten wäre es das Shoppingparadies schlecht hin :D
Wir ich so die Straße hinunterging, wurde mir immer deutlicher bewusst, warum Bali auch das Mallorca von Australien genannt wird. Kuta wäre dann das Äquivalent zum Ballermann. Aber wirklich überall Australier.
Irgendwann kam ich an einen Kreisverkehr und drehte um. Insgesamt zückte ich die Kamera ein Mal. Und auch nur um das Elend fest zu halten. Auf dem Weg zurück flogen mir die immer gleichen Sätze entgegen. „Sir, Sir, Taxi! Taxi!“, „Have a look, cheap cheap!“, „Scooter, Scooter, cheap cheap. No? Maybe tomorrow?“ oder mein all time favorite: „hmmm mushroom? Mariuhana? Cocaine?“. Auf meine Nachfrage, ob ich denn auch ein wenig Heroin bekommen könnte, bekam ich nur große Augen als Antwort. 
Auf halben Weg kehrte ich dann in ein ganz gut aussehendes Restaurant ein. Ich bestellte mir ein Cordon Bleu und ein großes Bintang. Bintang ist das lokale Bier. Und wirklich, wirklich ohne zu übertreiben. Jeder zweite auf der Straße läuft hier mit nem‘ Bintang Singlet rum. Eigentlich kann man nur noch drüber lachen. Zumal das Zeug wie Wasser schmeckt. Aber das ist ja das Ding von den Australiern. 
Als kleine Extrawurst gibt es hier in jedem Restaurant Free Wifi. Das freut den Alleinreisenden natürlich besonders, denn so kann er auf sein Smartphone starren, bis das Essen kommt. Oder auch dann noch, wenn es schon da ist. 
Ich muss sagen, ich wusste nicht, dass die Indonesier bekannt für ihre Cordon Bleus sind, aber es hat echt ziemlich gut gescheckt. Nach meiner harten Anreise und den Schocks die ich verarbeiten musste, bestellte ich mir glatt noch die „Mango Madness“. Am Ende meines kleinen Festmahls stand eine Rechnung von 5€. So lässt‘s sich leben.
Dann ging es zurück ins Hotel. Und das war dann mein erster Tag in Bali. Es konnte quasi nur besser werden...



Tag 2:

Gegen 10 Uhr genehmigte ich mir das Frühstück. Man konnte zwischen Amerikanischen, Europäischen und Asiatischen wählen. Ich entschied mich für das Amerikanische. Bacon braucht der Mensch! Danach ging es wieder ins Zimmer, wo ich irgendwie wieder einschlief :D
Zu meinem Entsetzen wachte ich dann erst wieder um kurz nach zwei auf. Naja, war ja anscheinend nötig gewesen. Am Abend zuvor hatte ich das erst nicht funktionierende Wifi noch zum Laufen bekommen. Die Rezeption hatte für diesen Fall schon einen Zettel mit der Überschrift „Fehlerbehebung, eines nicht funktionierenden Wifi‘s“ - wenn das Problem schon bekannt ist, warum zur Hölle löst man es dann nicht mal anders, als dem Gast einen Zettel mit einer statischen IP und und und zu geben? Ohhhne Worte.
Nun gut. Ich guckte mir dann jedenfalls ein paar Restaurants aus, in die ich am Abend einkehren konnte. Zuvor fragte ich aber noch, ob ich vielleicht eine Nacht verlängern könnte, da ich noch nicht wusste wo ich als nächstes hinfahren sollte. Man sagte mir das ich Zimmer wechseln müsste. Außerdem war der Preis auf einmal um einiges teurer. Dann fragte ich nach dem Weg zum Strand. Die nette Dame erklärte mir das ich einfach nur geradeaus gehen musste. Und dann fügte sie noch an: „Und der Strand ist sehr schön!“. So,so na da war ich aber mal gespannt.
Der Weg zum Strand sah in etwa so aus wie der am Vortag die Hauptstraße entlang. Nur das mir dieses mal nur drei Leute Drogen andrehen wollten. 
Und dann war ich am wunderschönen Strand. Jo, wenn man Plastikmüll, Menschenmassen und Strandliegen, sowie Schirme, als schön empfindet, willkommen im Paradies. Für alle anderen würde die Beschreibung: „Absolut hässlich!“ - wohl eher passen. Schon merkwürdig wenn wirklich überall Plastikmüll liegt. An manchen Stellen zu Haufen aufgetürmt. Ich entschied mich dann für den Gehweg an der Straße, parallel zum Strand. War nur unwesentlich glamouröser, aber immer noch besser als dieser Strand. Gott, wie ich Kuta hasse.
Ich ging zur Hauptstraße und bog dann nach einer Weile nach links in eine kleine Gasse. Hier wurde man dann wenigstens nicht mehr so viel belatschert. Das erste Restaurant auf meiner Liste sagte mir dann doch nicht so zu, also ging ich weiter zum nächsten. Immer tiefer in die verschlungenen Gassen hinein. Das nächste Restaurant auf meiner Liste war ein Steakhouse. Das Angebot sagte mir zu und nebenbei war die Kellnerin, die mich begrüßte, auch noch nett. 
Nach einer Gemischten Grillplatte die vorzüglich war, ging ich im Dunklen zurück zum Hotel. Auf dem Weg schnappte ich mir noch einen Drink in einem der kleinen 24 Stunden Läden. Weitere zwei Leute wollten mir die üblichen Drogen anbieten, aber ansonsten kam ich heil im Hotel an. 




Tag 3:

Nach einem weiteren Amerikanischen Frühstück, packte ich meine Sachen und ging zum Hotel nebenan. Dort hatte ich mich am Vorabend noch zu einem deutlich besseren Preis eingebucht. Da Check In Zeit erst 14 Uhr war, gab ich mich mit einem Zimmer mit zwei Einzelbetten zufrieden, die aber für mich zusammengeschoben wurden. Das Hotel gefiel mir deutlich besser als das vorherige. Es gab zwar keine Minibar, aber dafür sag das Zimmer freundlicher aus, es roch gut, war sauber und hatte nicht so viele Macken wie das zuvor. Ach ja, und das Wifi funktionierte von Anfang an ;)
Ich machte mich dann erst mal daran, herauszusuchen, wo ich als nächstes hingurken könnte. Die Wahl fiel auf Ubud. Im Landesinneren, wurde mir dieser Ort von zwei anderen Personen empfohlen. Da dacht ich versuch ich das mal. Hörte sich ganz gut an und sah auch gut aus. Nicht so touristisch und schön Grün. Von Strand hatte ich sowieso erst mal genug...
Meinen restlichen Tag in Kuta verbrachte ich dann hauptsächlich drinnen. Sorry, aber nach draußen zog mich in diesem Loch echt nichts. Nur zum Essen musste ich mich dann mal bewegen. Beim Italiener gab es eine Quattro Fromaggi. Bruschetta als Vorspeise. War beides ganz ok. Ok, die Pizza war wirklich schwer in Ordnung.
Voll bis zum Rand, trat ich den Heimweg an. Der Tägliche Drogen-Leute-Zähler sprach am Ende eine mickrige zwei. Hatte sich wohl rumgesprochen das dieser eine Typ außer Heroin nichts kaufen wollte :D
Und so verbrachte ich die letzten Stunden in Kuta im Zimmer. Immer mit der Aussicht, dass Morgen alles besser werden würde...




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