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Sonntag, 1. Dezember 2013

Blue Mountains - 2013


Geschehnisse vom 26.11.2013:

Der Tag begann wie der letzte geendet hatte, windig. Geweckt wurde ich zur Hälfte von Lars und Isa und zum anderen durch das Gepiepe eines LKw‘s. Dieser lud gerade neben unserem Camp Erde ab. Ich hörte dann nur wie er kurz mit Isa sprach und ihr sagte, wo es Toiletten und Duschen gibt.
Nach dem Abbauen ging es kurz was frühstücken, dann entdeckte Lars noch eine Schraube in einem seiner Reifen. So musste er erst mal zu Tyrepower. Isa und ich holten derweil schon mal ein paar Info‘s in der Touristeninformation ein. Lars war relativ schnell wieder da und so konnten wir weiter. 
Nach einem Stopp bei Coles ging es weiter nach Blackheath. Dort war die eigentliche Blue Mountains Touristeninformation. Dort wurde uns auch deutlich besser weiter geholfen und unser Programm für den Tag festgelegt. 
Zwei Walk‘s waren geplant. Einer sollte 4 Stunden dauern, der andere zwei. Zwischendurch füllten wir noch Wasser auf, dann gingen wir den ersten Walk an. Der war relativ schön. Er führte durch den „Grand Canyon“ und schlängelte sich dann wieder nach oben. Die meiste Zeit war man im Regenwald oder neben einer Felswand. 
Am Ende brauchten wir für den Walk nur knapp zwei Stunden. Also die Hälfte der Zeit, die angegeben war...
Danach konnten wir uns erst nicht richtig entscheiden, von welcher Seite wir den andern Walk angehen sollten. Wir entschieden uns dann, auf einen anderen Parkplatz zu fahren und von dort aus noch zu Wandern. Von dort konnte man dann auch einen Wasserfall erreichen. Dort saßen wir noch eine Weile in der Sonne, bevor Lars einen Walk sah, der an der Felswand entlang, nach unten führte. Den konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. 
An der Felswand ging es dann also nach unten. Teilweise war es recht rutschig und man bekam die ein oder andere Dusche von oben, da es immer mal wieder kleine Wasserfälle mitten drin gab. Auf dem Weg nach unten wurden wir noch von einem etwas älteren Herrn mit einer Armbinde überholt. Unten angekommen schnackten wir kurz, da stellte sich heraus, dass er den Walk oft mehrere male in der Woche mache. War echt noch ziemlich fit der Typ :D
Als wir nach einer guten Stunde (die Zeit die angegeben war), wieder oben waren, sind wir ins Auto und zu einem Campspot außerhalb der Stadt gefahren. Dieser stellte sich als ziemlich gut heraus. Tisch, Feuerstelle, top Toiletten. Und alles for free! ;)
Isa kochte mal wieder lecker (Reis mit Tomatensuppe und Würstchen, hört sich unglamouröser  an, als es war ;)).
Danach warfen wir unser Lagerfeuer an, für das wir das Holz mühsam besorgt hatten. Ein Baum wurde sogar mit Hilfe des Leatherman gefällt :D 
Und dann erzählten uns noch ein paar Story‘s, bis auch das letzte Holz abgebrannt war :)





Der 27.11.2013:

Spät am Morgen kamen wir aus unseren Bettchen gekrochen. Für den Tag stand die andere Wanderung an, die uns die Frau in der Information angekreuzt hatte. Ein Sehr schwerer Weg, der fünf Stunden dauern sollte. 
Zuvor wollten wir aber noch das Wasserbecken angucken, von dem zwei Mädels am Vortag gesprochen hatten. Dort sollte man angeblich baden können. Und so einen kleine Dusche täte auch mal wieder gut. 
Die Mädels hatten gesagt, dass das Becken bei einem Wasserfall läge. An diesem angekommen, konnten wir weit und breit kein Wasserbecken entdecken. Böse Zungen behaupteten schon, dass die beiden Mädels Mist erzählt hätten. Aber wir gingen noch ein bisschen weiter und dann fanden wir das Becken. Mit einem weiteren kleinen Wasserfall.
Dort machten wir uns erst mal frisch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Wasser hatte bestimmt nicht mehr als 10 Grad. War schön wenn der Schmerz nachließ, nachdem man sein Bein aus dem Wasser gezogen hatte :D
Aber nichts desto trotz, es half ja nichts, tauchten wir kurz unter. Der eine mehr, der andre weniger ;)
Sehr erfrischt, ging es dann zurück zum Auto und ab zum Parkplatz, von dem aus unser Walk starten sollte. Auf diesem Parkplatz war ich vor ca. einem Jahr schon mal. Damals war ich mit einer Tour in den Blue Mountains.
Als wir zum Start unserer Wanderung liefen, fielen uns schon die fielen Rettungswagen auf. Etwas weiter, wurde eine Abzweigung des Weges von einem Polizisten versperrt. Dann kam uns noch ein anderer am Anfang unseres Walk‘s entgegen. Diesen mussten wir dann einfach fragen, was hier los sei. Und wie wir es uns leider schon gedacht hatten, war eine Person von der Klippe gestürzt. Auf dem Weg zum Fuße des Wasserfalls, kam uns dann noch eine Gruppe Jugendlicher entgegen. Diese wiesen uns auch darauf hin, dass jemand nach unten gestürzt sei.
Als wir dann am Fuße des sagenhaften Wasserfalls waren, konnten wir sehen, wie die Leiche gerade von zwei Sanitätern geborgen wurde. Der Rest des Weges war noch ziemlich schön. Es ging ein paar steile Treppen herunter, zu einem anderen Wasserfall. Dann hatten wir erst kurz Schwierigkeiten den richtigen Weg zu finden, sagten uns dann aber einfach, das der den wir wählten schon der richtige sein würde. 
Das war er dann zum Glück auch. Auf unserem Weg zurück nach oben, kamen wir noch an ein paar andern Wasserfällen vorbei. Alle samt ziemlich schön. Auf dem letzten Metern des Wegen machten wir uns schon Gedanken, was wir denn zu Essen machen könnten. Und da kam uns eine ziemlich geile Idee. Gyros mit Zaziki und Reis. Nun ist es wahrscheinlich geradezu unmöglich, in Australien richtiges Gyrosfleisch zu finden, von daher schwenkten wir auf Hühnchengyros um. 
Als alle Sachen im Woolworth besorgt waren, ging es zurück ins Camp. Isa fing sofort an das Essen vorzubereiten, da wir alle ziemlichen Hunger hatten. Lars und ich gingen auf Feuerholzjagd. Dabei stieß ich auf eine kleine Goldader. Zwei ziemlich große, abgestorbene Bäume ließen sich relativ gut mit der kleinen Leathermansäge fällen. Es war der perfekte Brennstoff. Nahezu Staubtrocken. Mit dem Feuer war dann auch das Essen fertig und es schmeckte einfach nur köstlich. Gyros ist schon was ganz feines. 
Der Rest des Abends und der halben Nacht, wurde mit ein paar Bierchen, Wein, natürlichen Pflanzenprodukten und vielen Geschichten herumgebracht. Dabei war Isabel leider so müde, dass sie schon vor dem Ende, um kurz nach zwei, schlappmachte :D









Der 28.11.2013:

Wir schliefen wieder alle ganz schön lange. Gegen Elf fingen wir an zu frühstücken. Aber wir waren ja auch ziemlich spät ins Bett gegangen ;)
Dann stand mal wieder die Frage an, was wir denn machen. Irgendwie sträubten wir uns alle noch ein bisschen, schon nach Sydney zu fahren. Deshalb lasen wir den Lonely Planet erst mal rauf und runter. Wir hatten auch ein paar Sachen gefunden, wollten aber noch mal in der Touristeninformation ein paar Dinge erfragen. 
So ging es dann gegen 12 Uhr los, erst mal Wasser an unserer Stammtankstelle auffüllen, dann zu der Information. Isa und Lars checkten alles für den Tag ab und fragten auch gleich, was denn nun am Vortag passiert sei. Allerdings wusste die Frau in der Information auch nicht Genaues. Sie tippte aber auf Selbstmord. 
Für uns ging es als erstes zu einem etwas abgelegenen Lookout. Danach fuhren wir den Blue Mountains Tourist Drive, bis wir schließlich dort angekommen waren, wo unsere eigentliche Wanderung starten sollte. Unser Ziel war das „Ruined Castle“ mit einer angegebenen Zeit von 4,5 - 5 Stunden. Ein paar Australier legten uns noch nahe genug Wasser mit zu nehmen. Auch die Frau in der Information hatte schon gesagt, dass der Walk relativ sonnig ist. 
Erst ging es mal wieder den Berg runter. Dann ziemlich lange grade. Und irgendwann wieder rauf auf einen kleinen Berg. Von der angeblichen Sonne bekamen wir so gut wie nichts mit...
Oben angekommen vermissten wir erst mal das Castle. Es handelte sich nur um einen kleinen Berg. Aber immerhin hatte man einen ziemlich guten Ausblick von ihm. Einige Zeit nach uns kam noch ein kleiner Irrer mit Flip Flops an und kletterte prompt auch auf den Felsen herum. Aber jeder wie er mag :)
Als wir nach knapp drei Stunden total alle wieder auf dem Parkplatz standen, konnten wir es gar nicht mehr erwarten, zu sitzen. Die Waden brannten. Aber wir hatten in den letzten Tagen ja auch gut was weg gelaufen. 
Nach einem kleinen Abstecher beim Woolworth ging es zurück ins Camp. Das hatten wir, wie die Tage zuvor auch schon, einfach stehen gelassen. 
Lars und ich gingen dann mal wieder auf Feuerholzsuche. Neben dem üblichen Zeug was man auf der Erde findet, sprang uns auch wieder ein schön großer Baum in die Augen. Das Fällen dauerte etwas länger, da wir wieder nur die kleine Handsäge vom Leatherman hatten, aber schlussendlich fiel das Ding. 
Isa hatte in der Zwischenzeit schon mal das Essen vorbereitet. Perfekte Arbeitsteilung :D
Als es dunkel wurde konnten wir dann Essen. Für Isa und Lars gab es Garnelen bzw. einen Fisch und ich aß Steak. Dazu gab es selbst gemachtes Pesto. 

Im Hintergrund loderte schon unser Feuer, zu dem wir uns nach dem Essen natürlich wieder hin gesellten. Dann ging es nicht so lange wie am Vortag, aber bis halb eins hielten wir immerhin durch. Und dieses Mal ging Isa sogar nicht schon früher ins Bett :)



P.S.: Das ist wahrscheinlich der vorletzte Post aus Australien. Am 8.12 bin ich damals eingereist. Mein Visa läuft also langsam aber sicher aus. Der Weiterflug nach Fiji ist schon gebucht. Danach werde ich mich dann in die Weiten Asiens wagen. Aber ich denke vorher werde ich noch mal aus Fiji berichten. 
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Newcastle


Der 22.11.2013:

Isa meinte zwar, dass es in der Nacht nicht geregnet hatte, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich kurz durch das trommeln der Tropfen auf meinem Zelt wach geworden bin. Oder ich habe vielleicht einfach nur sehr realitäsnahe Träume :D
Von unserem schönen Spot ging es zurück zur Hauptstraße. War ein ziemlicher Krampf, da sich die Straße in der Nacht leider nicht von selber verbessert hatte. Wieder zurück auf der Hauptstraße, war es erst mal ziemlich langweilig. Ein bisschen Landstraße und Highway. Einen Nationalpark ließen wir links liegen, da es nach Regen aussah und wir keinen Bock hatten :D
Dann kam die Abbiegung nach Port Nelson. Wir sind erst mal einfach durch gefahren und wollten alle schönen Punkte dann auf der Rückfahrt von Port Nelson abklappern. 
In Port Nelson angekommen, spazierten wir dort ein bisschen rum. In der „Delphinhauptstadt“ Australiens gab es allerdings nicht so viel zu tun. Aber immerhin, es gab einen Coles, in dem wir auch ne Weile drin waren und allerhand unnützes Zeug kauften :D
Dann ging es zurück. Eigentlich wollten wir ja alles Punkte abklappern, aber das Wetter war schlecht und die Motivation am Boden. Warum auch immer. Das einzige, wo wir anhielten, war das angeblich größte Hai und Rochen Center der Welt. Dort konnte man beide Arten Füttern. Lars huschte mal kurz durch ohne entdeckt zu werden und kam mit erschreckenden Bildern auf seinem Handy wieder. Schon irgendwo abartig in was für kleinen Becken die Tiere dort leben mussten. 
In Lonely Planet war eine 30 Kilomter große Wanderdüne in der Nähe der Stadt Stockton beschrieben. Als wir jedoch in Stockton waren, war nichts ausgeschildert und wir konnten die Düne leider nicht aufspüren. Ja ich weiß, sie ist 30 Kilometer lang, aber wir konnten sie einfach nicht finden. 
Das einzige andere was wir in Stockton machen konnten, waren Drifts im nassen Gras. Und mal ehrlich. Die haben garantiert mehr Spaß gemacht, als diese blöde Sanddüne :D
Lars rief von Stockton aus dann eine alte WG Mitbewohnerin an. Diese wohnte gerade in Newcastle, was nur noch 20 Kilometer weit weg war. Schon in Port Nelson hatte sie geschrieben, dass sie gerade im Zug von Sydney nach Newcastle sitze. Wir wären jedoch herzlich in die WG eingeladen. Wir könnten dort schlafen und am Abend würde es ein großes Dinner mit 10 Leuten geben. Nu ja, warum nicht? :D
Einziges „Manko“ war, dass wir uns bis um fünf Uhr alleine beschäftigen mussten. Wir parkten das Auto in der Nähe der Wohnung und liefen dann ein bisschen durch die Stadt. Die Bude lag ziemlich zentral, sodass wir es nicht weit hatten. Auf unserem Spaziergang konnte uns Newcastle jedoch nicht gerade überzeugen. Es war trist, fast hässlich, kalt, regnerisch und wenn man am Wasser lief, fiel einem immer auf der linken Seite die ganze Industrie ins Auge. 
Ein bisschen besser war da die große Kirche die auf einem Berg über der Stadt thronte. Auch wenn der blinke Weihnachtsbaum am Eingang irgendwie mal gar nicht ging. 
Als wir wieder aus der Kirche raus waren, deren Turm natürlich geschlossen war, als wir mal da waren, war es schon kurz nach fünf. Lars rief noch mal bei Theresa an und sie verabredeten sich vor der Haustür. 
Das komische war gewesen, dass wir die Hausnummer gar nicht gefunden hatten. Und irgendwie sah in der Straße auch nichts nach Wohnhaus aus. Aber als wir dann vor einem Haus mit abgehangenen Schaufensterscheiben standen, wurde einiges klar. Als Theresa dann noch ihren Kopf aus der passenden Tür steckte war alles klar. Von außen pfui, von innen hui, würde es wohl treffen. Das Haus war schon nicht schlecht. Es war dreistöckig, ganz gut geschnitten, hatte zwei Küchen und eine geniale Terrasse. 
Gordon und Mario waren mit den Vorbereitungen für das Dinner schon voll im Gange. Wir konnten nicht wirklich helfen, also schafften wir erst mal unsere Sachen rein. Danach konnten wir dann ein bisschen beim Tische räumen und decken helfen. Die Zeit verflog und es kamen noch die restlichen Leute. Unter anderem auch der Vermieter. 
Das Essen bestand aus einer „Baconbomb“ (mit Bacon umwickelter und mit Pilzen, Käse und Jalapenos gefüllter Hackbraten) dazu gab es Kartoffelspalten mit Zucchini und Aubergine. Es war köstlich. Außerdem hatte ich endlich mal wieder das Matso‘s Mango Bier gefunden, das in Broome gebraut wird. Dort hatte ich es aus irgend einem Grund nie probiert. Und leider musste ich feststellen, dass es ziemlich gut schmeckte...
Der erste Braten war vernichtet, da waren schon fast alle satt. Und es sollte sogar noch einen Nachtisch geben. Dieser war dann das Tüpfelchen auf dem i. Ein Tiramisu mit in Rum getränkten Spekulatius. Es war ein Traum. Wenn einer von den Köchen das lesen sollte: Noch mal n fettes Danke :)
Nach einer Weile kamen dann noch kurz Freunde des Vermieters, die dann aber schnell wieder gegangen waren. Der Vermieter auch, da er noch ein Ticket für eine Art Zirkus in der Stadt hatte. Das war wohl ein ziemlich großes Ereignis in Newcastle. Bei uns wurden dann noch mehr alkoholische Getränke vernichtet, bis wir schließlich alle in einen der umliegenden Clubs zogen. 
Dort blieb ich mit Gordon, Mario, TimTam und Theresa bis zum Schluss gegen drei Uhr. Wir waren wirklich die letzten und der DJ spielte den letzten Song nur für uns :D
Lars und Isa waren in der Zwischenzeit mal aus Versehen aus dem Club gegangen und kamen dann nicht mehr rein. 
Sie waren dann schon im Bett als wir wieder in der WG waren. Wir saßen noch ein bisschen zusammen, ich tätigte einen Anruf bei meinem ollen Cousin der schon wieder ein Jahr älter geworden war und dann ging es für mich auf die Couch ein bisschen Schlafen :)






Und der 23.11.2013: 

Das ganze Haus schlief erst mal ganz entspannt bis 12 Uhr. Da erwachten dann die ersten. Komplett am Frühstückstisch waren wir aber erst um eins :D
Draußen bot sich ein ernüchterndes Bild. Wolken und Regen. Also hieß es mal wieder Laptoptime. Die Küche verwandelte sich in ein Homeoffice und jeder Brütete über seinem Bildschirm. Als der Regen dann etwas nachließ, ja regelrecht drohte, komplett aufzuhören, entschieden sich Lars, Isa und ich uns mal das Museum of Newcastle anzugucken. 
War ganz ok. Es gab auch ein paar Arbeiten von Kunststudenten, die fast das beste waren. Als wir durch waren, setzten wir uns noch für 20 Minuten an einen Tisch in der Sonne, bis das Museum zu machte und dann ging es an der Promenade wieder Richtung WG. Nach einem kleinen Abstecher zum Hafen, waren wir dann wieder da.
Theresa hatte in der Zwischenzeit alles für das Essen besorgt. Wir warteten noch etwas, beschäftigten uns wieder mit unseren Laptops und dann fingen wir an zu kochen. 
Die Pfandkuchen mit Ruccola, Schinken, Apfel und Käse waren der Hammer und wir aßen mal wieder alle viel zu viel. Am Ende gab es die Rest mit Sherry. 
Ein paar gingen dann noch mal weg, Gordon, Isa und ich blieben aber da und saßen auch so noch bis drei Uhr zusammen. 


Und dazu noch der 24.11.2013:

Entsprechend lange schliefen wir wieder am nächsten Tag. Die Wetterlage sah mal wieder nicht sehr berauschend aus. So hieß es mal wieder Laptoptime. Aber selbst als Lars, Isa und Theresa zu einem Spaziergang zum Leuchtturm aufbrachen, konnte ich mich nicht recht überwinden. Ich schrieb lieber und quatschte ein bisschen mit Gordon.
Gegen halb fünf schoben wir uns dann mal die Rest des großen Dinners in die Mikrowelle. Kurz darauf kamen die andern dann auch wieder. Gordon plante dann, auf einen Berg zu gehen, von dem aus man den Sonnenuntergang perfekt sehen konnte. Da waren dann alle dabei, außer Lars, der sich hingelegt hatte. 
Wir schossen ein paar Fotos und dann ging es wieder zurück. Mit einem kleinen Abstecher bei Coles. 
Zum Dinner gab es dann eine Süßkartoffesuppe, die mal wieder ihresgleichen suchte. In großem Grüppchen saßen wir dann wieder lange zusammen. Ich ging dann noch mal Skypen und nach Flügen gucken. Und dann kam ich auch wieder viel, viel zu spät ins Bett. 




Als letztes der 25.11.2013:

Auch wenn wir eigentlich früh los wollten. Schliefen wir ziemlich lange. Isa weckte mich auf der Couch gegen kurz nach 10 schätze ich mal. Ein wunder, dass ich nicht vorher wach geworden war. Kurze Zeit später kam Lars dann auch aus dem Bett gekrabbelt. 
Mit Gordon und Mario frühstückten wir dann alle zusammen. Dann ging es langsam ans packen. Irgendwie war Lars und mit noch nicht so wirklich nach abreisen. Als wir Isa dann jedoch damit konfrontierten, war die Hölle los. Jaja, die Isa hat halt ihren eigenen Kopf. 
So packten wir dann alles und machten uns abfahrbereit. Wir verabschiedeten uns von allen und dann sollte es noch zu zwei Galerien in der Stadt gehen. Als wir bei der ersten ankamen, stellten wir fest, dass sie Montags geschlossen hatte. Auf Nachforschung im Internet, stellte sich heraus, dass dies bei der zweiten ebenso der Fall war. Also sind wir angepisst zum Woolworth einkaufen gegangen. Lars und ich brauchten etwas länger, sodass Isa schon vorgelaufen war. Als wir dann jedoch auf dem Weg zum Auto waren, find es an wie aus Eimern zu schütten. Also stellten wir uns erst mal ne Weile lang unter. 
Irgendwann wurde es weniger und wir schafften es mehr oder weniger trocken zum Auto.
Wir nahmen Kurs auf Sydney, da man durch einen der Außenbezirke durch musste, um in die Blue Mountains zu kommen.
Die Fahrt war bis auf das Ende ganz entspannt. Dann kamen wir aber genau zum Feierabendverkehr in dem Suburb an. Da kämpften wir uns dann über ne‘ Stunde durch den Verkehr. Unsere angepeilte Rest Area stellte sich dann auch noch als totaler Reinfall heraus. Wir entschieden uns weiter zu fahren. 
Alle Rest Areas auf dem Weg in die nächste Stadt waren geschlossen. So kamen wir schließlich in Lithow an und hatten immer noch keinen Platz für die Nacht. Aber dann zeigte mir die App, die ich mir noch am Morgen runtergeladen hatte, an, dass es eine Rest Area sechs Kilometer nördlich von der Stadt geben sollte. Wir hatten aber Hunger. So stoppten wir an einer kleinen Grünfläche mit einem Tisch, gegenüber der Touristeninformation und finden bei 10° C (!!!) an zu kochen. Wir waren sehr froh als das Essen dann fertig war und es uns von innen ein bisschen wärmte. Ich glaube so kalt war es seit Perth oder auf der Farm nie wieder gewesen. 
Nach dem Essen haben wir dann alles schnell ins Auto geräumt und Kurs auf die Rest Area genommen. Zum Glück hatte die App recht und die Rest Area existierte. Sie war zwar nur spartanisch eingerichtet, aber wir brauchten ja auch nichts mehr für die Nacht. 

Schnell wurde das Camp errichtet, dann flüchtete ich in den warmen Schlafsack, in dem mit dann gaaaanz langsam wieder warm wurde ;)
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Brisbane - Sydney - Tag 10 und 11


Der 20.11.2013:

Es wurde logischerweise früh aufgestanden, um möglichst viel Zeit zum surfen zu haben. Wir waren uns erst nicht sicher, ob wir auf dem Campingplatz bleiben wollten oder nicht. Uns fehlte irgendwie ein Kühlschrank. Lars ging dann aber mal an der Rezeption fragen. Und siehe da, dort gab es einen Kühlschrank. So verlängerten wir für eine Nacht, was alles deutlich entspannter machte. 
Isa fuhr uns dann zum Strand. Dort suchten wir uns einen Surfboardverleih heraus. Wir landeten als erstes bei einem etwas Planlos erscheinenden Typen. Nach ein bisschen Verhandeln hatten wir uns so halbwegs auf einen Preis geeinigt. Allerdings brauchten wir noch Cash. Isa hatte welches im Auto. Während sie das holen war, ging Lars noch kurz zu einem andern Verleih, der aber deutlich teuerer war. Das gefiel dem ersten Typen natürlich überhaupt nicht. Er zickte kurz rum, fing sich wieder und wir bekamen doch noch unsere Surfboards. Lars zog mit einem Malibu in die Wellen, ich mit einem 7``, welches ein bisschen wendiger, aber auch instabiler war. Am Anfang lief es ganz gut. Dann gab es eine kleine Flaute. Danach zielte ich dann auf die Green Waves etwas weiter draußen ab. Ein zwei von ihnen erwischte ich auch ganz gut und legte ein paar gute Moves hin. Endlich war ich wieder drinnen im Surfen :)
Es machte einfach wieder richtig Spaß die Wellen zu catchen. Ist man einmal eine geritten, hat man den Virus in sich ;)
Nach guten vier Stunden machte ich dann erst mal eine Pause. Ich war ziemlich alle und auch ein wenig unterkühlt. In der Sonne bin ich dann weggedöst und wachte ca. eine Stunde später wieder auf. Nach weiteren 30 Minuten Sonnenbaden, ging es dann noch mal ins Wasser. Aber die Verhältnisse hatten sich zum schlechten hin geändert. Die Wellen waren hart und brachen zu schnell. So kam es, dass es mich ein paar mal ziemlich heftig hinlegte. Durch die Ebbe war das ganze dann auch nicht mehr ganz so angenehm, denn das Wasser war an manchen Stellen nur noch um die 30 Zentimeter tief.
Der Verleihtyp, der gerade eine Surfstunde gab, meinte dann auch zu Lars, dass wir lieber nicht so weit rausgehen sollen, da die Board‘s sonst evtl. brechen würden. Das, und die anhaltende Kälte waren dann Zeichen genug für mich, das Wasser zu verlassen. 
Die Surfstunde war dann auch fast zu Ende und dann mussten wir die Board‘s sowieso wieder abgeben. Isa war sehr pünktlich und stand schon bereit mit dem Auto da, als wir gerade die Board‘s zurückgaben. 
Nach der erfolgreichen Surfsession ging es dann zurück zum Campngplatz. Dort dann schnell unter die Dusche. Isa war in der Zwischenzeit schon im Koalakrankenhaus gewesen, hatte eingekauft und war ein bisschen shoppen. 
Wir kochten wieder zusammen, dann machten Lars und Isa noch einen kleinen Spaziergang, auf den ich aber absolut keine Lust hatte. Stattdessen kümmerte ich mich um den Blog. 


Und der 21.11.2013:

Am nächsten Tag verließen wir dann Port Macquarie. Aber nicht bevor Lars und ich auch im Koala Krankenhaus gewesen waren. Dort werden angefahrene oder kranke Koalas abgegeben und wieder aufgepäppelt. In den OP konnte man sogar durch eine große Glasscheibe reingucken. Und als wir da waren, lag auch gerade ein Patient auf dem Tisch. 
Dann ging es mal wieder in das schöne Hinterland. Da war es einfach zu schön zum Fahren.
Anlaufstelle war mal wieder ein Wasserfall. Der gefühlt hundertste. Aber egal. Sie sind doch immer wieder schön. Auch dieser war ziemlich hoch. Wir wanderten natürlich erst mal unerschrocken an den Fuß, chillten da kurz, bevor der leidige Rückweg begann. Dank der Erkältung wurde es für mich eine ganz schöne Tortur. Aber ich musste ja wieder hoch. 
Danach war dann eigentlich nur noch Fahren angesagt. Eingekauft hatten wir in Port Macquarie schon. Aber als wir einen Bottleshop passierten, mussten wir doch noch mal anhalten. 
Das letzte Stück zu unserer Rest Area für die Nacht war etwas holprig und es gab ziemlich viele Schlammlöcher, aber als wir dann da waren, hatte es sich doch gelohnt. Direkt am Fluss gelegen, war es schon ein ziemlich schöner Platz. 
Lars hatte das Auto schon auf dem Hinweg gut dreckig gemacht, aber dann konnte er es sich nicht nehmen lassen, durch eins der tiefen Schlammlöcher zu fahren. Zum Glück ist er nicht stecken geblieben. Aber es war am Ende doch tiefer als gedacht :D
Zum Feierabendbierchen gab es für Isa und Lars Fisch und für mich eine schön scharfe Wurst. Dazu Spaghetti alio olio. Einach, aber lecker :)

Da es nicht allzu kalt war und wir ein massives Feuer gemacht hatten, blieben wir noch eine ganze Weile auf und tanzten um das Feuer :)




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Brisbane - Sydney - Tag 9


Der 19.11.2013:

Isa musste Morgens ja schon früh raus. So sahen wir uns Morgens gar nicht mehr. Aber wir hatten ausgemacht, dass sie anrufen sollte, wenn sie fertig war. 
Lars und ich machten dann n‘ ganz ruhigen. Frühstückten ein bisschen, räumten zusammen und checkten dann um 10 Uhr aus. 
Danach wollten wir nach einem Surfboardverleih gucken. Allerdings kristallisierte sich schnell heraus, dass es keine Surfboards in South West Rocks zum Ausleihen gab. Dumm gelaufen. Aber Lars hatte schnell einen neuen Plan. Sein rechtes Vorderrad benötigte eine Spureinstellung. Also fuhren wir zur nächsten Werkstatt. Das Einstellen dauerte nur 20 Minuten, in denen wir aus Langeweile eine komische SMS an Isa über eine Telefonzelle schickten :D
Nach der Reparatur, wechselten wir noch die Räder, da das Vorderrad schon ordentlich runter war. Danach parkten wir am Wasser, und machten eine kleine Wanderung.  Überraschend früh rief Isa dann an. Wir holten sie ab, da wir sowieso schon auf dem Rückweg unserer Strandwanderung waren, dann ging es via einer kleinen Straße weiter in den nächsten Surfort. Die Wellen sahen nicht spektakulär aus, und wie immer zog es sich auch schon wieder zu. Die einzigen, die Surften waren Leute mit Malibus. Aber im Lonely Planet stand auch, dass Crescent Head der Malibuort Australiens war. (ein Malibu ist ein besonderes Surfboard. Sehr lang und stabil zum surfen)
Gegen fünf Uhr liefen wir dann in Port Macquarie ein. Erster Anlaufpunkt war Die Information, die auch gleichzeitig eine kleine Galerie beinhaltete. Klar, was wir da erst mal machten.
Nachdem wir den Campingplatz in der Nähe des Surfstrands gefunden hatten und unser Camp errichtet war, fuhren wir noch mal los. Wir brauchten noch ein paar Sachen für das Frühstück. Als wir den Aldi, trotz Navi und Handy nicht finden konnte, fuhren wir zum Coles, kauften dort ein. 
Für Abends hatten wir uns schon bei der Reinfahrt in die Stadt entschieden. Es war Dienstag, von daher gingen wir zu Domino‘s. Die Pizza aßen wir in einem anliegenden kleinen Park. Vielleicht einer der besten Plätze, an denen ich je eine Dominos Pizza gegessen habe :D
Auf dem Rückweg zum Auto entdeckte Lars dann eine Dan Murphy‘s Filiale. Das ist so ziemlich der beste Bottelshop in Australien. Dort gibt es zig verschiedene Biere, Weine und Spirituosen. Unter anderem führt der Laden auch Öttinger, Paulaner, Franziskaner, Beck‘s, Löwenbräu etc. 
Lars entschied sich für ein Sixpack Hollandia. Das bot das beste Preis/ Leistungsverhältnis. Isa warte schon auf uns, musste aber sofort lachen, als sie den Sixer in Lars‘ Hand sah. 

Zurück auf dem Campingplatz saßen wir noch eine Weile im Auto und dann gingen wir alle zeitig ins Bett. Am nächsten Tag wollten wir ja fit für die Wellen sein. 



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Brisbane - Sydney - Tag 8


Geschehnisse vom 18.11.2013:

Da Isabel in South West Rocks tauchen wollte, ging es als nächstes dort hin. Dort angekommen, tankten wir gerade genug um wieder zurück zu kommen. Aber es war einfach zu teuer. Und zum Trotz, füllten wir dann noch unseren Kanister vor der Tankstelle in das Auto. 
Isabel fragte dann gleich noch bei dem Tauchveranstalter an, wie viel die Tour kosten würde und ob am nächsten Tag überhaupt eine stattfinden würde. Das war der Fall, also würden wir erst mal in South West Rocks bleiben. Der Tauchgang hörte sich ziemlich gut an. Man tauchte in eine Unterwasserhöhle und dort schwammen wohl auch gut viele Haie herum. 
Wir haben dann erst mal am Strand geparkt und sind dann ein bisschen am Strand lang. Wir liefen immer weiter, bis wir schließlich an der Spitze der Bucht ankamen. Dort hockten wir uns noch kurz auf die schön warmen Steine, dann ging es weiter. Das Gefängnis auf dem Berg, war leider ziemlich teuer, somit ließen wir das aus. Aber wir hatten dann ein bisschen Spaß mit ein paar frei lebenden Kängurus. 
Leider zogen hinter uns dann auch wieder Gewitterwolken auf. Im Marschschritt, ging es also zurück zum Auto. Vorbei an hunderten toter Vögel, die in Asien nicht genug Futter gefunden hatten und somit ins Meer stürzten. Jedenfalls erzählte uns das eine ältere Frau.  Und wie sollte es auch anders sein, wir schafften es natürlich nicht mehr trocken zum Auto. Das Wetter mochte uns in den letzten Tagen einfach nicht mehr. 
Dann sind wir noch mal kurz zum Tauchladen, wo Isa ihre Buchung bestätigte. Dann startete die Suche nach einem Coles oder Woolworth. Unter dem Namen „BI LO“ versteckte sich ein Coles in einem kleinen Einkaufscenter. 
Dann ging es zur Information, wo Lars nachfragte, welcher Caravanpark am günstigsten war und wo man surfen konnte. Bezüglich surfen sah es ziemlich schlecht aus. Es gab eigentlich nur eine Bucht, in der man halbwegs gut surfen konnte. 
Die gute Nachricht war, dass es auf dem Campingplatz ein Special für Plätze mit Strom gab. Am Ende brauchten wir den zwar nicht, aber es war so oder so billiger als ein Platz ohne Strom. 
Dummerweise war dann der Brustverschluss meines Rucksacks irgendwo an Lars‘ Auto hängen geblieben. Da hatte ich dann erst mal eine schöne kleine Reparaturarbeit. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, da das Ding einfach nicht wieder auf die Schiene rutschen wollte, wo es normalerweise fest geklippt war. Aber wir wollten sowieso noch die Surfbucht und einen andern Strand angucken. 
Little Bay, dort wo man evtl. surfen konnte, war ganz schön. Da gab es dann auch wieder ziemlich viele Kängurus. Und mit denen mussten wir natürlich ein bisschen Spielen. Wobei sie nicht zu zutraulich waren. 
Der Weg zum nächsten Strand war etwas härter. War hart an der Grenze mit einem normalen Auto dort lang zu fahren. Irgendwann ging es dann nicht mehr weiter. Also mussten wir den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Aber der Weg hatte sich gelohnt. Der Strand, der vor uns lag, war menschenleer und ziemlich idyllisch. 
Da wir schon mal in der Gegend waren, fuhren wir auch gleich noch zum Leuchtturm. Von dort hatte man einen sagenhaften Blick in die Ferne. Vor allem, da die Sonne schon sehr tief stand und alles mit ihrem orangenen Licht bestrahlte. 
Bis die Sonne hinterm Berg verschwunden war, genossen wir die Aussicht. Dann ging es zurück zum Campingplatz. 
Wir kochten Bratkartoffelspalten mit Blumenkohl, Buletten und einer Sahne-Senf Sauce. 

Da es einen Aufenthaltsraum gab, setzten sich Lars und ich dort noch ein bisschen mit den Laptops hin. Wir schrieben beide an unseren Blogs und sortierten Bilder. Das übliche halt. 









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Brisbane - Sydney - Tag 7


Geschehnisse vom 17.11.2013:

Nächster Tag, neues Glück. Das Wetter sah ganz gut aus. Wir hatten also einen guten Start in das Hinterland der Ostküste. Dieses hatte uns ja schon beim letzten Abstecher ganz gut gefallen. Eigentlich kamen wir uns ein bisschen vor, wie in Österreich. Alles war grün, bergig und die Kühe grasten auf den Wiesen. 
Wir machten zur Abwechslung mal eine kleine Wanderung durch den Regenwald und einen Skywalk. War jetzt nichts super geniales, aber ganz schön. Vor allem entdeckte ich da eine ziemlich gute Erfindung. Ein permanentes Stativ, auf das man seine Kamera schrauben konnte. Für den Fall, dass kein anderer da sein sollte, der das Foto von einem selber vor der Kulisse machen konnte. 
Als wir mal wieder bei einem Wasserfall waren, ging es schon wieder los. Der Regen prasselte nur so auf das Autodach. Lars und ich sind dann einfach mit Handtüchern über den Köpfen raus. Mit diesen Verkleidungen ist dann vielleicht das lustigste Foto des Trip‘s entstanden. 
Als wir beim nächsten Wasserfall waren, klarte der Himmel langsam auf. Der dritte Wasserfall an diesem Tag fiel 260 Meter in die Tiefe. Das war schon ziemlich spektakulär. Ist wohl einer der höchsten Wasserfälle in Australien. 
Weiter ging es auf einer Gravelroad zu unserem nächsten Ziel. Zum Glück war Wochenende, ansonsten wäre die Straße wegen Bauarbeiten geschlossen gewesen. Die Piste sollte sich aber noch als eine der geilsten Strecken bis jetzt herausstellen. Es ging meist bergab und es war durchweg kurvig. Das alles direkt am Abhang. Eigentlich die perfekte Ralleystrecke. Irgendwann juckte es Lars zu doll in den Fingern, sodass er das Steuer übernahm. Ich hatte meinen Spaß ja bereits gehabt. 
Zwischendurch tröpfelte es ab und zu mal vom Himmel, aber es schüttete wenigstens nicht. So bekamen wir das Auto auch wieder ein bisschen dreckig. Das war eigentlich immer das Ziel. Seit Lars sein Auto in Broome gewaschen hatte, bereute er es nur. Der Exklusivlack namens „Dreckspritzer“ war einfach zu schön. 
Mit der Dunkelheit kamen wir in Kempsey an. Dort hatte zu unserer Überraschung noch der IGA auf. Wenigstens dazu war er gut. Da kauften wir dann noch schnell für unsere vegetarische Carbonara ein. Dann ging es auf die nicht weit entfernte Rest Area. 

Während wir aufbauten und kochten, fing es mal wieder ein bisschen an zu regnen. Aber zum Glück wieder nicht zu stark. Nach dem Essen ging es dann mal wieder aus den üblichen Gründen schnell ins Bett: Kälte und Erkältung...







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Samstag, 30. November 2013

Brisbane - Sydney - Tag 4, 5 und 6


Geschehnisse vom 14., 15., und 16.11.2013:

Der 14.11.2013:

Nachdem all unsere halb nassen Sachen zusammen geräumt waren, hieß es suuuuuurfen. 
In Byron Bay, dem Surferort schlecht hin, mussten wir das einfach machen. Uns es wurde auch mal wieder Zeit.
Wir liehen uns am Morgen zwei Boards aus und dann ging es ab zum Strand! Nach ein paar kurzen Erklärungen und Trockenübungen für Lars und Isabel, ging es dann ins Wasser. 
Es lief sehr durchwachsen. Aber ich hatte ja auch seit einem knappen Jahr auf keinem Board mehr gestanden. Nach vier Stunden Dauersurfen war dann die Luft raus. Dann hatten wir alle erst mal unsere Fressflash‘s. Was wir da wegaßen, war schon nicht mehr lustig. 
Danach saßen wir noch auf einer Bank in Strandnähe, aber wir konnten uns nicht mehr überwinden, ins Wasser zu gehen. Isa wurde noch für ein Surfermagazin fotografiert, dann brachten wir die Boards zurück. 
Und was hatten wir den ganzen Tag schon wieder vermisst? Richtig, die Gewitterwolken. Diese kamen dann aber auch ohne Nachfrage noch zum Vorschein. 
Im Wooli ging es dann wieder einkaufen. Dann hatte Isabel eine Idee. Sie kannte in Byron Bay ein bestimmtes Hostel. Zu diesem fuhren wir dann erst noch. Da es in Nimbin schon nicht geklappt hatte, sollte es dort nun klappen. Und tatsächlich wurden die beiden fündig. Ich war ziemlich alle. Das Surfen, die Erkältung und das Wetter hatten mir den Rest gegeben. So schlief ich einfach mal ne Runde. 
Die Wolken ergossen sich dann auch mal wieder, während ich im Auto vor mich hindöste. Als wir auf der ersten Rest Area vom Vortag ankamen, hatte der Regen dann aber zum Glück aufgehört. So konnten wir alles in Ruhe aufbauen und ein bisschen kochen. Danach war es dann aber zu kalt, um noch länger draußen zu sitzen. Und ich wollte auch schnell die Erkältung auskurieren.  


Der 15.11.2013:

Erster Ort am nächsten Tag war Lennox Head. War ein richtig schnuckeliges Surförtchen. Die Wellen waren zwar gut, aber wir sagten uns, dass wir mal einen Tag Pause bräuchten. 
Kurz waren wir noch am See, der sich auch im Ort befand. Dieser hatte, durch die Teebäume am Ufer, komplett rötliches Wasser. 
Wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort, checkten die beiden Surfshops aus, dann ging es raus aus der Stadt zu einem Lookout über der Stadt. Man konnte an den Klippen entlanglaufen, da entdeckten wir zwei Delphine im seichten Wasser. Denen guckten wir eine Weile zu, dann sind wir zurück zu Isa. Die wartete schon leicht genervt auf uns :D
Die restliche Weiterfahrt habe ich relativ viel geschlafen. Wir hielten an irgendwelchen Lookouts über Städten, die am Ende fast alle gleich aussahen. 
In Yamba waren wir noch kurz am Strand, aber auch da hielt uns nichts so wirklich. Dort machten wir dann auch einen Fahrerwechsel, auch wenn ich eigentlich gar keinen Bock hatte zu fahren :D
Angourie lag nur ein paar Kilometer von Yamba entfernt. Das war schon fast kein Ort mehr. Eher eine Ansammlung von Häusern. Und einem guten Surfspot. Den guckten wir uns natürlich an. Und die Brandung dort war auch ganz cool. Die Gischt spritze nur so in die Höhe. 
Dort wurden Lars dann auch von einem komischen Familienvater total „unauffällig“ auf Gras angesprochen. Er hatte wohl gehört, dass die Klippen ein bekannter Umschlagplatz sein sollten. Naaaja, inwiefern man dem Glauben schenken sollte, steht hier mal außer Frage.
Unser nächstes Ziel war Grafton. Eigentlich wollten wir dort übernachten. Aber den Herrschaften im Auto gefiel die Stadt nicht so. So musste der Chauffeur noch bis nach Coffs Harbor weiterfahren.    
Da wurde dann erst mal schnell beim Aldi eingekauft. Ein kleines Stückchen Heimat in Australien. Sogar der Geruch drinnen ist der gleiche wie in Deutschland. Erst wollte Lars ins Hostel, das lag dann aber noch weiter außerhalb des Centers, als der Caravanpark. So checkten wir dort ein. 
Lars und Isa schreckten dann nicht vor den Temperaturen und dem bewölktem Himmel zurück und sprangen noch mal in die Fluten. Ich blieb Krankheitsbedingt lieber draußen. Am nächsten Tag würden wir noch surfen gehen, da wollte ich mich lieber noch schonen. Als wir danach dann kochen wollten, fing es natürlich mal wieder an zu regnen. Und es war mal wieder so ein richtig schön starker Regen. Die Ablaufrinnen auf dem Campingplatz liefen schon alle über. Aber zum Glück war die Campkitchen geschlossen. Und beheizt. Da Isa keinen großen Hunger hatte, machten Lars und ich ein paar Chicken Nuggets. Die und der Reis dauerten so lange, dass wir erst gegen 10 Uhr mit Essen fertig waren.
Mit großen Erwartungen an den nächsten Tag, gingen wir dann alle ins Bett. Der nächste Tag sollte Surftastisch werden!







Der 16.11.2013:

Am nächsten Morgen wurde dann schnell verlängert, damit wir den ganzen Tag surfen konnten. bei Cooper Surf liehen wir uns dann wieder zwei Boards aus. Dieses Mal waren es Softboards. Ein Malibu und ein 6‘‘. Wir konnten sie für 24 Stunden leihen und da zu einem guten Preis. So hatten wir keinen Druck und konnten es richtig schön genießen. 
Da ich mir in Byron Bay beim Surfen den ganzen Bauch, und die Brust am Wachs auf dem Board aufgeschubbert hatte, zog ich dieses Mal mein Stechshirt an. Das sollte außerdem auch ein bisschen gegen die Kälte helfen. 
Isa hatte schnell keine Lust mehr zu surfen, so übernahm ich ihr Board. Das tauschte ich dann aber mit Lars, da das Malibu leichter zu surfen war. 
Wir hatten sagenhafte Wellen. Teilweise schon ziemlich böse hoch. Einmal bin ich auch ganz ordentlich hingeflogen und dachte mir nach ein paar Sekunden unter Wasser, dass Luft schnappen jetzt doch mal schön wäre :D
Aber die Welle war ja auch bestimmt gut drei Meter hoch. Die Bedingungen wurden immer besser und besser. Irgendwann zog sich der Himmel dann aber komplett zu. Nicht, dass das die Bedingungen verschlechtert hätte, aber es sah schon ein bisschen wie Apokalypse aus. Nach und nach gingen alle aus dem Wasser und dann war außer uns nur noch ein anderer Surfer im Wasser. Und auch er war dann weg, als es anfing zu regnen. 
Wir dachten uns, ach das bisschen Regen. Wir waren ja sowieso schon nass. Dann wurde es zunehmend stürmischer. Wir surften weiter. Doch dann kam der Hagel. Und dann mussten auch wir zugeben, dass es wenig Sinn hatte, weiter zu surfen. Zumal die Hagelkörner nicht gerade klein waren. 
Mit Board über dem Kopf bin ich dann aus dem Wasser raus. Und es machte immer nur dong, dong, klack, klack, klack. 
Zurück auf dem Campingplatz wollten wir nur noch unter eine heiße Dusche. Als wir vor den Toiletten standen, wurden diese natürlich gerade gereinigt. Aber zum Glück gab es noch andere. Das hätten wir sonst schwer durchgehalten. 
Das heiße Wasser war herrlich und wir standen bestimmt ne‘ geschlagene halbe Stunde unter der Dusche. 
Isa und Lars wollten dann einkaufen gehen. Ich hatte mal wieder Lust mich um meinen Blog zu kümmern. Deshalb blieb ich auf dem Campingplatz und setze mich ein bisschen in die Küche, wo es warm und Regengeschützt war. 
Als wir unsere Burger vorbereiten wollten, war schon eine fette Party von irgend einem Sportclub im Gange. Unsere Burger waren awesome. Mit Ei, Bacon, Salat und etlichen Saucen. Wir schlugen uns mal wieder die Bäuche bis zum Anschlag voll. 

Einziges Manko war die Temperatur. Es war einfach bitter kalt. Das, und meine Erkältung veranlassten mich dann auch, den Schlafsack aufzusuchen. Im Gegensatz zu Isa und Lars, die noch auf die Suche nach einer Bar oder ähnlichem loszogen. 
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Brisbane - Sydney - Tag 3


Geschehnisse vom 13.11.2013:

Das mit dem Dach stellte sich als sehr gute Idee heraus. Morgens war alles trocken und ich konnte auch schön lange schlafen, da die Sonne nicht so auf das Zelt knallte. Aber irgendwann musste ich dann halt doch mal aufstehen. Isa und Lars schmissen mich dann endgültig aus den Federn.
Dann guckten wir uns Nimbin bei ein bisschen mehr „Trubel“ an. Zu unserer Überraschung war ziemlich viel Polizei auf den Straßen unterwegs. Wir liefen ein bisschen die Hauptstraße auf und ab und gingen in ein paar Shops und in das Museum rein. Sogar im „Museum“ (war schon ziemlich abgespaced) waren ein paar Polizisten und suchten in den dunklen Ecken nach verbotenen Substanzen. 
Einen Cop konnten wir mit ziemlicher Sicherheit aus Under Cover erkennen. Er passte einfach mal gar nicht in das Stadtbild. Als wir eine Weile auf der Bank vor dem Museum saßen, sprachen wir kurz mit einer Frau, die in Nimbin lebte. Auch sie verwunderte der ganze Polizeiaufmarsch. Eigentlich sei das nur zu Weihnachten und Silvester der Fall, meinte sie. 
Lars drehte dann noch mal eine Extrarunde, aber dann mussten wir uns geschlagen geben. Wir mussten die Schmach auf uns nehmen und Nimbin ohne „Kräuter“ verlassen bzw. ohne die, auf die wir es eigentlich abgesehen hatten. Denn Isa hatte noch ein paar ganz interessante Teemischungen im „Happy Herb Shop“ erstanden. 
Der nächste große Name auf unserer Travelliste, war Byron Bay. Die Wellen sahen schon mal ganz gut aus. Dann ging die Suche nach einem Surfboardverleih los. Da haben wir dann nach kurzer Zeit auch einen kleinen sympathischen gefunden gehabt. Er war so sympathisch, das Lars gleich mal eiskalt noch nach ein paar andern Sachen gefragt hatte. Aber bei diesen konnte der Surferdude im Shop uns leider auch nicht weiterhelfen. 
Wir stellten dann erst mal das Auto ab und machten eine kleine Tour zum Leuchtturm. Isabel war schon mal in Byron Bay gewesen und so übernahm sie die Führung. Auf dem Weg zum Leuchtturm, kamen wir dann auch noch beim östlichsten Punkt Australiens vorbei. Aber das ist ja im Gegensatz zu Cape York schon keine Besonderheit mehr. Den Punkt kann ja quasi jeder erreichen. 
Zurück ging es entlang der Straße. Der Weg war kürzer und in einiger Entfernung waren auch schon wieder die Gewitterwolken zu sehen. 
Nach einem schnellen Einkauf sind wir dann in Richtung unserer Rest Area für die Nacht gefahren. Erst gestaltete sich das finden dieser etwas schwierig. Doch dank der modernen Technik, fanden wir sie dann doch noch. Allerdings stand dann dort ein massives „Camping Verboten“ Schild. Das schreckte uns erst mal ab, sodass wir zur nächsten Rest Area fuhren. Dort stand das gleiche Schild. Dieses Mal fragten wir dann aber mal einen Local. Dieser meinte dann auch zu uns, dass es eigentlich in Ordnung sein sollte. Und da auch noch viele andere Leute da waren, die über die Nacht zu bleiben schienen, entschieden wir uns, auch unser Lager aufzuschlagen. 
Beim Kochen fing es dann natürlich an zu regnen. Da wurde dann schon mal der große Sonnenschirm aufgespannt. Beim Essen wurde der Regen dann stärker. Bis er ziemlich böse war. Da kam er dann nicht mehr nur von oben, sondern auch von der Seite. Und das in dicken Tropfen. So weichten wir zum Ende hin noch etwas auf, verzogen uns dann jedoch auch schnell ins Auto. 

Der Regen prasselte noch einige Zeit mit voller Kraft auf das Dach des Autos, bis er schließlich abschwächte und ich in mein Zelt ging. Das war, was ich nicht gedacht hätte, noch relativ trocken. Ohne Verrenkungen und Sauerstoffmangel, konnten wir so alle friedlich bei leichtem Regengeprassel einschlafen :)








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