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Montag, 3. März 2014

Gili Trawangan und Meno


Geschehnisse vom: 06.02 - 15.02.2014:

Am nächsten Tag machte ich dann erst mal das was der Jonas sehr gerne tut. Ausschlafen! 
Als ich dann schließlich um die frühe Mittagszeit aus dem Bett krabbelte musste ich feststellen, dass es ohne Klimaanlage doch schon ganz schön warm war. Der Tag wurde dann mit vollem Elan weitergeführt. In einer Beachbar. In einem kleinen Häuschen sitzend das Meer beobachten. Und so ging auch der Tag irgendwie ganz schnell rum. 
Wie eigentlich alle Tage auf Gili Trawangan. Ich habe viel Zeit in diversen Beachbars und Beachlounges verbracht, bin mal in die Fluten gehüpft, habe mich dem allabendlichen Joggerwahn angeschlossen, um dann schließlich Abends in eines der Restaurants einzukehren, dass noch auf meiner To-Do-Liste stand. Von dem angeblich abends so lebhaften Partyleben habe ich nicht viel mitbekommen. Eigentlich gab es nur eine Bar in der immer ein bisschen was los war. Und die spielte jeden Abend das gleiche. Und natürlich gab es auch hier ein paar Spaßvögel die Dogen an den Mann bringen wollten. 
Auf den Gili‘s gibt es übrigens keine richtige Polizei. Nur einmal kam mir ein Soldat (?) mit Maschinengewehr entgegen. Ich fragte mich erst was das nun sollte, als ich dann aber den anderen Typen mit schwarzem Geldkoffer sah, war klar das es sich wohl um einen Geldtransport handelte...
Außerderdem gibt es auch keine Auto‘s oder Mopeds auf den Gili‘s, weshalb es relativ ruhig ist. Für lange Strecken werden ausschließlich Kutschen verwendet. Hund sind auch verboten, da die auch zu viel Lärm machen. Deshalb wuseln überall Katzen umher. 

Ansonsten wechselte ich dann nach zwei Nächten das Zimmer. War das Wifi am Anfang noch einbahnfrei, ging in meinem Zimmer dann irgendwann gar nichts mehr. Und da ich die meiste Zeit sowieso der einzige Gast war, war es kein Problem in das Zimmer direkt neben dem Router zu wechseln. Nebenbei bekam ich so noch eine Klimaanlage zum gleichen Preis. Am Anfang wollten die Kollegen die Fernsteuerung für die Anlage aus dem Zimmer nehmen, aber schließlich waren sie so nett und ließen sie drin. Waren echt Korrekt die Typen da. Der eine bot mir sogar an sein Fahrrad kostenlos zu nutzten, sodass ich keins mieten musste. 
Eigentlich hatte ich ja noch überlegt einen Free Diving Kurs zu machen, aber es stellte sich heraus, dass dieser teurer als angenommen war. Verglichen mit dem was man in Thailand bezahlen würde, deutlich teurer. Und da es dort zum Ende der Reise ja auch noch hingeht, mach ich den dann lieber da. 
Abends ging es öfters mal auf den Night Market, der durch sein zauberhaftes Angebot an lokalem Essen bestach. Angesichts der Stände würde sich wahrscheinlich mancher schlagartig umdrehen und schreiend wegrennen, aber da gibt es immer das beste Essen. Und dazu noch so unschlagbar billig.
Nach dem Essen guckte ich in meinem Stammshop vorbei, in dem ich meist eine Flasche Wasser und ab und zu mal ein Bierchen kaufte. Man kannte mich schon und wir plauderten immer mal wieder ein bisschen.

Mein Bungalow auf Meno

Nach einer knappen Woche war es dann schließlich Zeit mal die Insel zu wechseln.
Ich entschied mich für Gili Meno. Die kleinste der drei Inseln. Am Vortag wurde noch in der besten Beachlounge der Insel köstlich diniert (für 7€...), bevor es dann am nächsten Morgen zum Ticketschalter ging. 25k IDR kostete die Überfahrt und würde so um die 15 Minuten dauern. 
Auf Gili Meno noch nicht ganz vom Boot, bereitete ich mich mental schon mal auf das vor was gleich kommen würde: Leute die auf einen einredeten. Aber huch? Nichts dergleichen geschah. Ich setzte einen, dann den nächsten Fuß an Land. Und nichts passierte. Vielleicht nach 10 Schritten? Nö. Aha, aber dann. „Where are you going?“ - Gili Smile aber danke ich laufe. - „Yeah first left and then straight on“. Okay, das war mal was neues.
Kurz darauf kam dann noch ein anderer Mann aus dem Tickethäuschen auf mich zu. Ahhh, aber er jetzt oder? Nope, es stellte sich heraus, dass er der Besitzer vom Gili Smile war und eigentlich noch jemanden von einer Onlinebuchung erwartete, der aber nicht aufgetaucht war. So brachte er mich gleich zu den Bungalows.
Erster Eindruck Gili Meno: Sehr gut. 
Mein Bungalow war quasi riesig. Zwar mit nichts besonderem ausgestattet, außer einer Klimaanlage aber mit so extrem viel Platz. Das ist der kleine Nachteil wenn man alleine reist. Man bezahlt immer den gleichen Preis für ein Doppelzimmer oder Bungalow, wie als wenn man zu zweit wäre. Nicht das man dadurch sonderlich schnell verarmen würde aber es ginge halt noch billiger. 
Dann machte ich mich erst mal auf die Insel zu erkunden. Ich brauchte knapp eine Stunde, es war die meiste Zeit still und ich traf nur vier andere Leute. Ah und einen Eismann auf einem Fahrrad mit einer grausigen Sirene. 
Auf halber Strecke kehrte ich noch kurz in eines der kleinen, von mir so geliebten, kleinen Strandhüttchen ein. Nach einem kalten Lemon Ice Tea wollte ich eine angeblich sagenhafte Pizza im Bi Bi‘s Café probieren. Dumm nur, dass der Steinofen (!!!) erst um sechs Uhr angeworfen wurde. Ich versprach jedoch, dass ich auf jeden Fall wieder kommen würde. 
Und so saß ich um halb acht wieder in Bi Bi‘s Café. Der Besitzer freute sich wie Schmidt‘s Katze und machte sich sogleich an die Pizza. Wie sollte es anders sein, kam danach ein junges deutsches Pärchen in das Restaurant. Unter meinem schwedischen Tarnmantel hatte ich natürlich nichts zu befürchten. Und so freute ich mich mal wieder auf eine gute alte Runde „Lauschen was die Deutschen labern“. Kam dann aber anders, als die zwei erst mal das Wifi Passwort hatten. Da wurden dann noch zwei Worte gewechselt und das war‘s dann :(
Die Pizza war wirklich extrem gut. Komplett aus frischen Zutaten und mit knusprig dünnem Boden. Schade das jeden Tag Pizza irgendwie auch langweilig wäre...

Die nächsten zwei Tage wurde dann noch entspannt und gefuttert. Dann lieh ich mir Schnorchelzeug aus. Das waren mal wieder harte Verhandlungen. Aber am Ende war zumindest ich mit dem Deal zufrieden. Da war es schon später Nachmittag, also nutzte ich noch die letzten Sonnenstrahlen um ein paar Tierchen zu beobachten. Nach nicht mal zwei Minuten schwamm dann auch schon die erste Schildkröte vor mir (weg). Ich ließ mich allerdings nicht so schnell abhängen, bewegte mich sanft, was ihr zu verdeutlichen schien, dass ich erst mal genug Schildkrötensuppe hatte. 
Zusammen ging es etwas weiter raus wo zu meiner Überraschung ganz schön fette Brummer rumschwammen. Ein Paradies für Spearfisher. Ich verließ dann die gute Kröte, aber es dauerte nicht lange da war schon die nächste vor mir. Sie ließ ich aber zufrieden und schnorchelte den Strand runter. Dann drehte ich wieder um. 
Zu Freediving findet man auch relativ viel im Internet, was ich dann gleich mal ausprobieren musste. Und ich muss sagen, mit meinem lächerlichen Wissen, schaffte ich es schon auf gut acht Meter. Das scheint also echt gut zu funktionieren. 
Dann wurde es auch schon langsam dunkel und ich sah zu, dass ich zum Bungalow zurück kam. Das waren vom Strand übrigens so um die 300 Meter :D

Am nächsten Tag wollte ich mich dann voll dem Schnorcheln widmen. Allerdings war die Sicht im Gegensatz zum Vortag eher bescheiden. Als ich den Strand dann runter geschnorchelt war, wollte ich auf die andere Seite der Insel laufen, um es dort zu probieren. Auf dem Weg dahin sah ich dann schon die herrlich schwarzen Wolken über Gili Trawangan, welche sicherlich auch gleich über Meno sein würden. Und so kam es natürlich auch. In einem verlassenen Resort konnte ich mich unterstellen, bis das schlimmste vorbei war. 
Der Strand sah aber nicht so schnorchelfreundlich aus, weshalb ich weiter und weiter lief. Dann irgendwann ging ich wieder rein und fand mich in einem mittelprächtigen Schnorchelrevier wieder. Nach 30 Minuten fing es dann natürlich wieder an zu regnen. Und zu gewittern. Da wollte man mal aktiv sein und dann so was! 
Im Bungalow war natürlich schön Stromausfall. So war ich erst mal etwas planlos. Die meisten Restaurants sind jetzt auch nicht gerade optimal gegen Regen geschützt, ansonsten wäre ich irgendwo eingekehrt. 
Abends war der Regen dann abgeklungen und ich lief ein bisschen durch die Nacht zu einem etwas weiter entfernten Restaurant. 

Der nächste Tag war dann wieder ruhig. Ich aß Mittags im Ya Ya Warung, quatschte mit Andy, einem Local und ansonsten passierte nicht viel.
So langsam musste ich mir dann Gedanken machen wann ich zurück nach Bali fahren würde, um Indonesien zu verlassen. Es gab die Möglichkeit auf den letzten Drücker Gili Meno zu verlassen, dann würde ich aber riskieren, dass ich es evtl. nicht mehr rechtzeitig schaffen würde das Land zu verlassen. Jeder Tag den man sein Visa überzieht kostet dann knappe 25 US$ und ich glaube so gerne sehen die das auch nicht. Also entschloss ich mich, lieber einen Tag eher zu fahren. Allerdings war das Wifi in meinem Homestay mittlerweile komplett ausgefallen. Das veranlasste mich dann dazu, für die letzte Nacht noch mal zu wechseln. Der Besitzer ging nicht auf meine Verhandlungen ein und generell waren die dort sehr unfreundlich. Definitiv die unfreundlichste Unterkunft in der ich bis jetzt war. 
Ein letztes Mal sprang ich noch in die Fluten, bevor ich gut Essen ging, eine letzte Runde um die Insel drehte und mich an die „Arbeit“ machte um mir eine Unterkunft und den Transport nach Bali zu organisieren. Die Mücken freuten sich außerordentlich, dass ich bis um elf Uhr draußen saß. So herrlich und üppig haben sie garantiert lange nicht mehr gespeist gehabt. Ich kann sie heute noch lachen hören...








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Freitag, 10. Januar 2014

Fiji - Weihnachten und Sylvester


Geschehnisse vom 18.12.2013 - 01.01.2014:

Ja, so waren dann nur noch Wolfram, Christine und ich von der ursprünglichen Truppe übrig. Wolf und Christine hatten aber auch entschieden, über Weihnachten noch in Maravu zu bleiben. Die restlichen Tage verstrichen schnell.
Wir planten immer, den Coastal Walk in Lavena zu machen. Am ersten Tag kamen wir allerdings alle zu spät aus dem Bett. Statt dem Coastal Walk relaxten wir so, bastelten Blumenschmuck und gingen Abends in großer Truppe Pizza essen. War ein lustiger Abend, wenn wir auch alle ziemlich lange auf unsere Pizzen warten mussten, da immer nur eine in den Ofen passte. Aber wenigstens hatte sich das Warten am Ende gelohnt. Die Pizza war top!
An diesem Abend waren auch noch eine ganze Menge neue Leute angekommen. Die ersten lernte ich im Zimmer kennen. Einen Afrikaner und eine Israeli. Da alle schon gut dabei waren, aber noch keiner aufhören wollte, tranken wir weiter bis sich die Reihen allmählich lichteten.
Am nächsten Tag kamen dann mal alle rechtzeitig aus den Betten. Allerdings kam der Bus nicht. Dumm gelaufen. Also ein weiterer Tag relaxen, schnorcheln und einfach nur das Paradies auf Erden genießen.
Dann am dritten Tag, schafften wir es. Naja, sagen wir so halb. Wir nahmen uns schlussendlich ein Taxi zu sechst. Hin und zurück waren das 140 FJD für alle zusammen. Ein akzeptabler Preis. Der eigentliche Walk kostete dann noch mal 10 FJD Eintritt. Christine organisierte uns dann noch einen Guide. Zusammen ging es dann los an der Küste Taveuni‘s entlang. Endziel war ein Wasserfall. Diesen erreichten wir nach gut eineinhalb Stunden. Klitschnass, da es in der Zwischenzeit angefangen hatte zu regnen. Im Regen ging es dann auch wieder zurück. Aber zum Glück war es ja warm. 
Am nächsten Tag fuhren wir alle für die letzten Weihnachtsbesorgungen in die Stadt. Diese drohte aus allen Nähten zu platzen. Auch Lizzy, die schon ein Jahr hier ist, meinte, dass sie die Stadt noch nie so voll gesehen hätte. Am Ende kaufte ich nur Vier Flaschen Ginger Ale und ne‘ Ananas. Den Rest würde ich dann in einem der Shop‘s bei uns um die Ecke besorgen. 
Lustig war auch mal wieder die Geldautomaten Situation. Dieser war nun seit mehr als einer Woche kaputt. Es war natürlich der einzige der Insel und so hatte sich mal wieder ein großer Pulk um ihn herum gebildet. Alle wollten Geld für ihr Weihnachtsshopping aber der Automat ging einfach nicht...
Wenig später trafen wir noch Bale‘s (einer der Guides) Mutter und seinen kleinen Bruder und dann ging es zurück.
Insgesamt kennt man schon relativ viele Leute hier. Die ganzen Einheimischen, die in Maravu wohnen. Von denen manche echt gute Kumpels geworden sind. Außerdem ein paar Inder. Unter anderem der, dessen Vater der zweit größte Shop der Insel gehört. Man grüßt sich und macht immer mal ein bisschen Small Talk. Ja, Taveuni ist schon eine kleine Insel. Aber das macht auch irgendwo den Reiz aus. 





Und schwupps, war schon der 23.12. - nur noch ein Tag bis Weihnachten...
Nun wurde es wirklich Zeit, die letzten Besorgungen zu machen. Die gesamte Truppe zog los und kaufte ordentlich ein. Neben dem üblichen Karton alkoholischem, wurden noch Peanuts, ein Hühnchen und ein Roti auf die Kralle gekauft. Das Essen der Inder ist hier echt ziemlich gut und da die meisten Shops von Indern betrieben werden, mangelt es nie an dem Essen. 
Am zweiten Shop kauften dann die anderen alle ein. Ich machte derweil den schon beschriebenen Smalltalk mit dem Sohn des Besitzers. Der war ganz happy. Aber kein Wunder. Er machte wahrscheinlich gerade den Umsatz des Jahres. 
Am Ende hatten wir unzählbar viele Kartons Bier, ca. 25 Hähnchen und wer weiß wie viel Knabberzeug. Weihnachten war quasi jetzt schon ein voller Erfolg. 
Jetzt stellt sich hier bestimmt einigen die Frage wofür die 25 Hähnchen gut waren. Nun, in Fiji gibt es den traditionellen Erdofen. Genannt „Lovo“. Dieser sollte zu Weihnachten stattfinden. Vor langer, langer, langer Zeit hat man in diesen Erdöfen auch mal Menschen gegart. Denn in Fiji wurde der Kannibalismus sehr aktiv betrieben. Aber diese Zeiten sind vorbei.
Am Ende war es war vielleicht auch eine kleine Misskalkulation, aber nun hatten wir halt diese 25 Hähnchen. 


Dann war Weihnachten. Alle hatten ihre roten Weihnachtsmützen auf (ich hatte meine australische zum Glück aufgehoben). Gegen 10 Uhr machte es das erste mal Plopp. Ab da an ging es dann immer weiter. Und auch der gute Bounty Rum war dabei. Wir halfen alle beim Lovo und guckten nicht schlecht, als sich am Ende zu den 25 Hähnchen noch drei ziemlich große Fische gesellten. Wer sollte das alles Essen?
Nach drei Stunden war der Lovo dann fertig. In der Zwischenzeit hatten die guten Engel aus der Küche noch andere Leckereien gezaubert. Am Ende stand ein ultimatives Fijianisches Buffet, an dem ich mich mehr als satt aß. Es war einfach nur gut. In der in Kokosnussmilch gebackenen Aubergine hätte ich mich wälzen können. Genauso wie im Hühnchen aus dem Lovo. Es war ein purer Gaumenschmaus. 
Ja und der Rest der Nacht zog dann so dahin. Zwei Australier hatten ein Geschenk für alle dabei gehabt. Drin war eine ganze Ladung Feuerwerk. So bekam erst mal jeder so einen Leuchtkugelstab in die Hand gedrückt. Eher ungünstig wenn man unseren Pegel zu dem Zeitpunkt in Betracht zieht. Aber sm Ende ging alles glimpflich über die Bühne :D 
Nach dem Feuerwerk machten dann ein paar Fijijungs einen Feuertanz. Und ich ließ mich auch mal dazu hinreißen. Merke: Stab immer bewegen, sonst wird es ziemlich heiß.
Ansonsten sagen wir einfach ohne weitere genauere Ausführungen: Der Rest der Nacht war ein Heiden Spaß. 
Das war mein Weihnachten 2013 - Mal wieder eine gute Erfahrung. Wie auch 2012 in Australien. 



Was passierte so zwischen Weihnachten und Sylvester? 
Hmmm, also eigentlich hatte ich mir vorgenommen Sylvester nicht noch mal hier im Hostel zu verbringen. Doch wie das immer so ist, kam alles anders. 
Ich wollte eigentlich in ein Dorf gehen und dort auf traditionelle Art Sylvester feiern. Ich hatte eines Morgens auch schon mit Melli gesprochen, welcher mir zugesichert hatte, mit dem Chief in seinem Dorf zu sprechen. Melli tauchte danach dann aber irgendwie nicht mehr auf. Auch am Tag der geplanten Abreise nicht. Und so kam es, dass ich Sylvester doch wieder in Maravu verbringen sollte. Aber das war nur halb so schlimm. In der Zwischenzeit waren wieder ein paar coole Leute angekommen und mit einem Kanadischen Pärchen verstand ich mich auch sehr gut. So gingen die restlichen Tage bis Sylvester halt so rum. Ich las drei Bücher, schwamm etliche Kilometer, schnorchelte usw.. Sagen wir wie es ist. Ich relaxte seeeeehr viel. Böse Zungen würden von Nichts tuen sprechen ;)
Nach Sylvester wollte ich Maravu dann allerdings wirklich verlassen. Aber dann kamen Marie und Phil (das kanadische Pärchen) mit was anderem um die Ecke. Sie wollten nach Sylvester zu einem Dorf auf einer kleinen Insel fahren. So klein, dass man sie nicht mal auf Google Maps sehen kann. Das hörte sich doch nach nem‘ Abenteuer an! 
Ja, und so kam es, dass ich dann doch eher in das Dorf fahren wollte, anstatt Taveuni zu verlassen. Das mit dem Dorf wollte ich sowieso machen, von daher bot sich das an. 

Ich bin mir grad nicht mehr sicher, wann genau wir noch mal in große Runde Essen waren, aber es war wieder super. Dieses mal hatte das Restaurant zu einem Buffet geladen. Zwei verschiedene Gebackene Auberginen, einmal in Kokos und einmal in Würziger Sauce, ließen mit nur so das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und dann erst das Fleisch, Leuuuute, das Fleisch! Es war abgöttisch gut. Am Ende war ich so voll, dass ich halb nach Hause gerollt bin. Ich muss echt sagen, die Fijianische Küche ist echt ziemlich gut. 
Aber zurück im Kurs. Sylvester stand vor der Tür. 
Einen Tag davor ging es wieder zum Shop. Es wurde gefährlich viel eingekauft und die Inder hatten wieder ein großes Grinsen im Gesicht.
Phil entschied dann am Sylvestermorgen um 10 Uhr ganz spontan, das erste Bier zu vernichten. Jimmy fackelte nicht lange und machte gleich mit. Und nach und nach hatte jeder eins in der Hand. Der Tisch vor uns füllte sich mit leeren Flaschen und so hatten wir über den Tag hinweg ein gutes Level erreicht. Gegen neun kochten wir dann schnell was. Spaghetti mit Lamwürstchen und Kokosnusssauce. War echt gut. Und schuf eine gute Basis für mehr :D
Dann saßen alle im Kreis um die Kavaschüssel. Die fand an diesem Abend allerdings nicht so sehr Anklang wie die Glasflaschen. 
Ich spielte mit ein paar neu angekommenen Leuten das lustige „Ich-bin-aus-Schweden“ Spiel und alle glaubten es mir. Ein Deutscher war allerdings so angepisst als ich ihm später die Wahrheit sagte, dass er kein einziges Wort mehr an diesem Abend mit mir sprach. Und wenn ich recht überlege, sprach er bis zu seiner Abreise überhaupt nicht mehr mit mir. Jaja, diese Deutschen. Verstehen keinen Spaß :D
So rückten die Zeiger unermüdlich auf die 12 zu. Lisbeth aus Dänemark hatte dann die Idee um 12 Uhr in den Pool zu springen. Da sie in Dänemark den Brauch haben, von einem Stuhl ins neue Jahr zu springen. Hörte sich gut an. Wobei sich zu diesem Zeitpunkt des Abends jeder Schabernack gut anhörte, haha. Aber in Fiji ist Sylvester das Fest des Wassers, daher passte es besonders gut. 
Eigentlich war ja angedacht, dass wir alle um 12 gemeinsam ins Wasser springen. Als dann manche aber Anstalten machten, blieb mir nichts anderes übrig, als alle nach einander reinzuwerfen :D 
So waren wir dann doch alle am Ende im Pool. Danach ging es weiter. Phil und ich schnappten und zwei Champagnerkühleimer und dann bekam jeder, den wir uns aussuchten erst mal ne schöne Dusche. Nur das hochhalten eines elektronischen Gerätes konnte uns stoppen. Irgendwer fand es glaube ich irgendwann nicht mehr lustig, da ich mich wage erinnere eine O-Saft-Vodka Dusche bekommen zu haben :D
Aber das war an diesem Abend egal. Als Phil keine Lust mehr hatte, machte ich mit einem Fijianer weiter. So ging das eine Weile. Dann gingen die ersten ins Bett. In kleiner Runde quatschte ich dann noch mit nem‘ anderen Deutschen, um uns herum schon überall halb schlafende. Gegen Vier war die Party dann zu Ende. Alle gingen ins Bett. 
Und ich freute mich schon noch an diesem Abend auf den Tag der danach kommen würde. Nicht!


Der nächste Tag war, wie zu erwarten, ziemlich scheiße. Ich lag die meiste Zeit reglos am Strand unter einem Baum, trank viel Wasser und ließ mich immer mal wieder von Hundejungen abschlecken die am Strand rumlungerten. 

Ach ja und irgendwann in der Zeit machte ich meine Kamera mal wieder an. Und siehe da...sie ging wieder!!! - Das heißt im nächsten Post gibt es wieder ganz viele schöne Bilder :)



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Freitag, 3. Januar 2014

Fiji - Nanuku Island


Geschehnisse vom 11.12. - 14.11.2013: 

Am nächsten Tag ging es dann erst mal in die Stadt. Natürlich wie immer alles in Fijitime. Es hieß erst 10 Uhr dann wurde es 12...
Aber mein Gott, was soll‘s. Die Sonne scheint und wir haben Zeit. 
Eine der Haupterledigungen in der Stadt sollte eigentlich das Geld abheben werden. Aber als wir am Geldautomaten vorbeifuhren, konnten wir schon eine ziemlich lange Schlange sehen. Es gab schon Gerüchte im Hostel, dass der Geldautomat mal wieder ausgefallen sei. Der einzige auf der kompletten Insel. 
Aber egal noch sah es nicht bedrohlich leer im Portemonnaie aus. Mit Phil, Freddy Luke und seinem Bruder ging es dann erst mal kurz in ein indisches Internetcafe, welches sich im einzigen hohen Haus der Stadt befand. War schon ein wenig urig da drin und als Phil seine Bescheinigung für den Arzt hatten, die er für das Tauchen brauchte, ging es wieder raus an die frische Luft. 
Wir schlenderten die Straße entlang und kamen an Obstständen vorbei. Eigentlich hatte ich ziemlich Lust auf Mango, aber eine der Verkäuferinnen erzählte mir dann, dass es auf ganz Taveuni keine Mangos geben würde. Ich musste also mit einer Ananas und einer Papaya vorlieb nehmen. Für zusammen gut 1€. - Ich werde hier noch richtig zum Vitaminjunkie :D
Weiter ging es in einen der üblichen Shops, die von Indern betrieben wurden, alle innen gleich aussahen und meist auch das gleiche Sortiment hatten. Dieser war etwas anders, da er mit einem extremen internationalen Spirituosen und Weinangebot aufwarten konnte. Aber alles ziemlich teuer. Bei einem Blick in eine der Kühltruhen fiel mir jedoch ein Viererpack Ginger Ale auf. In Australien meist ziemlich enttäuschend (und teuer), wollte ich dem ganzen hier noch mal eine Chance geben. Zwei FJD kostete mich eine 0,5 Liter Flasche. Und ja man kann sagen es war ok. Nicht so gut wie die in Deutschland aber schon nahe am „Original“. Aus irgend einem Grund ist da im Ausland nie richtiger Ingwer drin, sondern nur im Labor angerührter Geschmack. Schade. 
Danach standen wir alle etwas Planlos auf der Straße rum. Phil musste wegen seiner Tauchbescheinigung noch ins Krankenhaus, um sich durchchecken zu lassen. So fuhr die gesamte Truppe da hin und verstopfte das Wartezimmer - Einfall der weißen :D
Das Durchchecken ging schnell und so waren wir nach 30 Minuten schon wieder in der Stadt. Die Frau von der Rezeption musste noch irgendwas machen, sodass wir noch ein bisschen waren mussten. Luke führte uns in einen der indischen Supermärkte. Dort gab es seiner Meinung nach das beste Eis der Stadt (war vielleicht auch der einzige Shop der Eis verkaufte?!).
Luke hatte noch eine zweite Sache im Ärmel. Es war irgendetwas indisches, von dem er mir ein Stück in die Hand drückte. Probiert - und sofort begeistert. So kaufte ich gleich noch zwei Stück um meinen leicht hungrigen Magen zu befriedigen. 
Dann waren alle fertig und wir fuhren in Richtung Hostel. Auf dem Weg lag allerdings noch der größte Supermarkt der Insel. Da hielten wir dann natürlich noch an. Das Sortiment war schon anders. Es gab sogar ein paar Elektroniksachen. Man könnte sagen der „Real“ von Fiji :D
Zurück im Hostel, ging es dann mit ein paar Leuten an den Strand. Wir wollten ein bisschen Schnorchel. Allerdings entdeckten wir „Blue Bottles“ im Wasser. Eine Quallenart, mit der man nicht unbedingt in Berührung kommen will. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Aber uns war warm und wir wollten schnorcheln. Am Ende gingen zwar nicht alle ins Wasser, aber es war immer noch lustig. 



Der 12.12.:

Da wir entschieden hatten am Wochenende nach Nanuku zu fahren, mussten wir noch einen weiteren Tag „rumkriegen“. Das fällt hier im Paradies jetzt nicht sonderlich schwer und so machten wir einfach einen großen Strandtag. 
Mit Schnorchelzeug, Kajaks und Grillzeug sind wir also an den Strand gezogen. Nachdem wir ne Weile geschnorchelt waren, dachte ich mir das man mit der Angel und den Kajaks ja etwas rausfahren könnte. So ging es mit Peter raus ein bisschen Angeln. Nach zwei Würfen der erste Fisch. Noch etwas klein - also zurück mit ihm. Nach ein paar weiteren Würfen ohne Erfolg, kam Luke‘s Bruder mit einem anderen Kajak vorbei. Und na klar - genau in dem Moment der nächste Biss. Wieder der gleiche Fisch. War etwas größer aber immer noch nicht wirklich gut. Dachten wir jedenfalls. Luke‘s Bruder sagte uns allerdings, dass wir einen der leckersten Fische am Haken hatten. Ab da an behielten wir dann alle ;)
Neben die fünf dieser Art gesellte sich noch ein kleiner Red Snapper. Der Magen knurrte und die Bisse ließen auch nach, weshalb wir wieder an Land gefahren sind. Ich hatte am Vortag ja groß Früchte eingekauft, womit ein fruchtiges Mittag gesichert war. 
Aber das Angelfieber ließ mich nicht mehr los. Nach dem Essen ging es wieder raus. Phil und Freddie waren schon mit einem anderen Kajak vorgefahren. Zusammen dümpelten wir auf dem Ozean und versuchten unser Glück. Ich gab irgendwann mal meine Angel ab und versuchte mein Glück mit dem Speer. 
Als ich zehn Minuten später einen Riffhai unter mir hinweggleiten sah, kletterte ich wieder ins Kajak und wechselte wieder zur Angel - ich wollte meine restliche Zeit in Fiji ja noch genießen ;)
Kurz darauf hatten wir dann einen Hänger, aber in Teamarbeit und einem langem Atem konnten wir den Blinker wieder entfernen. 
Allerdings nahm unser Glück dann rapide ab. Keine Bisse mehr und Freddie verlor den anderen Blinker. Es sollte der letzte Wurf werden, bevor wir zurück zum Strand fahren wollten. Also holte ich aus, warf und wartete kurz. Dann ließ ich den Blinker tanzen. Doch der Widerstand war zu groß... Nicht schon wieder ein Hänger...
Doch dann fing die Rute an zu zappeln. Es war eindeutig ein ziehen! Und stärker denn je. Ich spürte wie der Fisch die Oberfläche suchte. Und dann, mit einem großen Platscher sprang er in die Luft. Dann tauchte er wieder ab und der Kampf ging weiter. 
Für gut 10 Minuten ging das so. Der beste Drill den ich je gehabt habe. Dann konnte ich den ziemlich fetten Hornhecht ans Kajak ziehen. Freddie gab ihm dann den Rest mit dem Speer. Danach ging es schnell zurück zum Strand um den Fang zu präsentieren. Der gute war bestimmt um die 1,5 Kilo schwer und etwas über einen Meter lang. Das Abendessen war gerettet!
Danach ging es dann natürlich noch mal raus. Aber unsere Glückssträhne war anscheinend vorbei. Wir hatten nur noch einen Biss. Da es mittlerweile auch halb fünf war und wir schon leichten Sonnenbrand hatten (der eine mehr, der andere weniger), hielten wir es für das beste, zurück zum Hostel zu gehen. 
Nach einer kalten Dusche - wie immer, denn warmes Wasser gibt es hier nicht aus der Leitung - dösten wir alle halb in den Sesseln und Liegen. Und viel mehr passierte an diesem Tag auch nicht mehr...





13.12. - Nanuku Tag 1:

Am Freitag waren wir dann um die 13 Leute die nach Nanuku Island aufbrechen wollten. So kam es, dass wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Ich war in der ersten und somit brach ich auch als erstes auf. Nach einem kleinen Zwischenstopp beim Shop, um das übliche einzukaufen, fuhren wir mit dem Boot los. Wir fuhren quasi um die Insel herum, um die andere Gruppe dann zu treffen. Die Fahrt dort hin dauerte ca. 30 Minuten. Nach noch einmal 10 Minuten waren die anderen da. Wir fuhren vor, da wir wieder die Speargun und das Schnorchelzeug aus einem Dorf holen mussten. Dieses mal waren wir aber nur sehr kurz da. Wir holten die anderen dann im seichten Wasser zwischen den beiden Inseln ein. Zusammen fuhren wir dann über den offenen Ozean in Richtung Nanuku Island. Die Außenborder grölten für eine weitere gute Stunde. Dann kamen wir in einen Seichten Teil wo das Wasser türkis wurde. Dann wurde es wieder tiefer. Dann noch einmal flach, bevor wir die Insel vor uns sehen konnten. Die perfekte kleine Trauminsel! 
Der Ritt dauerte insgesamt 1 1/2 Stunden und war eigentlich ganz angenehm. Nichts im Vergleich zum ersten Mal. 
Kurz vor der Insel befand sich ein großer Schwarm Tunfische, sodass spontan die Angeln ausgeworfen wurden. Und je näher man der Insel kam, desto blauer und blauer und blauer wurde das Wasser. Dann waren wir nur noch wenige Meter entfernt. Als ich die  Sonnenbrille abnahm, war das Bild noch schöner. Weißer Sand und klarstes Wasser.
Wir gingen alle an Land, halfen beim Entladen der Boote und legten uns alle erst mal irgendwo hin. Nach einer Weile wurde ich dann wieder aktiv. In zehn Minuten umrundete ich die Insel. An der Ostseite waren ein paar kleinere Felsen, der Rest war durchgängig weißer Sand. In der Mitte der Insel befand sich ein Mini-Wald. Und dann waren da noch eine etwas größere Hütte, mit Küche und ein paar Zimmern und eine andere Hütte etwas abseits, mit mehreren Betten. Nachdem also alles erkundet war, ging es schweißgebadet in den Ozean. Im Schatten von einem der Boot erzählte ich eine Weile mit Steward aus Canberra und Roma aus Chile. Dann packte mich meine aktive Ader und ich schnappte mir eine Maske und Flossen vom Boot. Doch die Unterwasserwelt war nicht gerade berauschend. Etwas enttäuscht kehrte ich nach kurzer Zeit zurück an Land und fragte Luke wo man denn gut schnorcheln könnte. Da stellte sich heraus, dass man bis zum Dropoff, etwa 50 Meter von Land aus, hin musste. Da keiner mitkommen wollte, bin ich dann mit nem‘ Kajak, ner‘ Angel und Maske raus gepaddelt. Ein Blick durch die Maske bestätigte was Luke gesagt hatte. Das Riff war genial. Aber ich war ja zum Angeln gekommen. Ich hatte keinen einzigen Biss, aber zum Glück hatten Bale und Wolf beim Spearfishen mehr Glück gehabt. Und dann war da ja auch noch Luke, der schon fleißig am kochen war. 
Peter hatte dann doch noch Lust schnorcheln zu gehen und so schwammen wir beide raus zum Dropoff. Das Riff war wirklich genial. Wir fanden sogar ein kleines versunkenes Boot. Und was wir auch fanden, bzw. was uns fand war mal wieder ein Riffhai. Als erstes schwamm er nur ein bisschen unter uns entlang. Doch dann kam er immer höher. Drehte eine Runde um uns und kam dann auf uns frontal zu. Jo das war es dann also. Doch dann gut zwei Meter vor mir drehte er doch noch ab. Wir schnorchelten noch für eine Weile, sahen einen zweiten Hai, der uns jedoch in Ruhe ließ und drehten dann um. Es wurde langsam dunkel und da wurden die großen Fische bestimmt hungrig ;)
Auf dem Rückweg begegnete uns noch eine Schildkröte, dann waren wir pünktlich zum Sonnenuntergang an Land. 
Bei Kerzenschein gab es dann Dinner. Strom gab es auf dieser einsamen Insel logischerweise nicht. Peter, Freddie, Phil und ich hatten Spaß an unserem kleinen Kindertisch, wechselten dann aber an das massive Lagerfeuer. Und so kam es, dass der goldene Saft wieder in Strömen floss. Um zwei waren nur noch ein paar von uns über, wobei der Großteil auch schon halb schlafend auf der Erde lag :D
Um drei Uhr scheuchte uns der gute Luke dann wegen angeblich anrückendem Regen ins Bett. Aber auf die stickige Hütte hatten wir eher keine Lust, deshalb schnappten wir uns ein Laken und Kissen und ab ging es an den Strand. 







14.12. - Nanuku Tag 2:

In der Nacht krabbelten ab und zu mal ein paar Einsiedlerkrebse auf uns rum, um die wir uns aber herzlich wenig scherten. Morgens gab es ein nahezu perfektes Frühstück. Was wollte man mehr als ein paar frische Früchte, Pfandkuchen und Toast?
Nach dem Frühstück ging es direkt in die Hängematte. Doch dann wurde vorgeschlagen schnorcheln zu gehen. Angesichts dessen, dass man uns mit dem Boot rausfahren würde, konnte ich nicht widerstehen. Das Wasser war dann auch das richtige um mich richtig wach zu kriegen. Nach zwei Stunden waren wir wieder zurück am Strand. Dann wurde weiter Relaxed. Dann gab es Mittag und die erste Gruppe verließ dann schon bald die Insel, da manche einen Flug kriegen mussten.
Die restliche Zeit auf der Insel verbrachten wir einfach nur mit dem betrachten der Kulisse und mit dösen. Eins war klar: Wir würden an keinem anderen Strand mehr glücklich werden. Die Malediven, Seychellen und andere Traumziele mal ausgeschlossen. 
Dann war auch für uns der Zeitpunkt gekommen, an dem es zurück ging. 
Die Insel war noch in Sichtweite, als neben uns Delphine auftauchten. Sie hatten sichtlich Spaß, sprangen, drehten sich und kamen immer wieder. Melli (der Captain) scheuchte uns ins Wasser und so kam es das wir kurz mit Delphinen schwimmen konnten. Wir drehten noch ein paar Runden, konnte sie noch ein weiteres Mal anlocken, dann waren sie jedoch verschwunden. 
Wir kamen wieder am sieben Sterne Resort Laucala Island vorbei, das gerade jedoch keine Gäste hatte, was man an der geschlossenen Bar erkennen konnte - wie uns Melli erzählte. Und er musste es wissen. Viele Leute aus seinem Dorf arbeiteten dort. 
Dann wollten wir noch Hiro aus einem anderen Dorf abholen. Doch er war nicht mehr da. Wir kamen gleichzeitig mit unserem Minibus am Strand an. Und da war auch der Hiro. Komplett hacke machte er die Fahrt zurück zum Hostel zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit.
Am Abend gab es dann wie immer Kava. Wenn auch in etwas größerer Runde als normalerweise. 


Danke an Christine und Phil für die Bilder - Meine Kamera wollte auch nach 5 Tagen im Reis noch nicht so richtig :(




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Samstag, 23. November 2013

Whitsundays Segeltrip


Der Trip vom 28.10.2013 - 30.10.2013:

Gegen sieben wurden wir wach. Barren und Tobi waren schon mit einigen Vorbereitungen zu Gange. Ich hatte Barren am Vortag schon gefragt, ob er wüsste ob noch ein Platz frei sei, aber er war sich nicht sicher. 
Am Morgen hatte er jedoch mit Mal, dem Captain und Bootseigner, gesprochen. Er meinte am Telefon wohl nur, dass sich das irgendwie schon einrichten ließe. Das war doch mal eine gute Nachricht am Morgen. Inzwischen war ich richtig heiß auf dem Trip. Nicht nur wegen den Whitsundays, sonder auch wegen des Segelns. Denn das Boot ist schon bei der Sydney-Hobart Regatta mitgefahren. Mal weiß also was er tut. 
Wir konnten dann sogar noch ein bisschen von den Sachen auf dem Boot frühstücken. Dann warteten wir erst mal. Mal kam gegen halb neun und die andern Tourenteilnehmer gegen kurz nach neun. Dann ging es ganz schnell und wir legten ab. Wir mussten dem obligatorischen Sicherheitsbriefing lauschen, während wir langsam den Hafen hinter uns ließen. 
Dann wurde der Motor ausgeschaltet und die Segel gehisst. Dabei konnten wir gleich mal unsere Muskeln spielen lassen. Denn die Segel zogen sich ja nicht von selber nach oben. Das gute am Segelboot ist, dass man in den seltensten Fällen Seekrank wird. Denn das Boot bewegt sich mit dem Wasser. So ist die Sache schön sanft. 
Nach der ersten Segelaktion, teilweise mit deutlicher Schräglage, kamen wir zum ersten Schnorchelspot. Bevor wir ins Wasser hüpften, gab es aber noch Lunch. Sandwiches mit allem möglichen zum selber belegen. 
Nach dem Essen zwängten wir uns in die Quallenanzüge, welche leider zu dieser Jahreszeit notwendig waren. So wurde Team Ninja dann mit dem Beiboot beim Riff abgesetzt und dann konnten wir mal wieder in die herrliche Unterwasserwelt abtauchen. Es war erstaunlich wie gut das Riff war. Deutlich besser, als das Great Barrier Reef damals in Cairns. Wobei ich glaube, dass der Teil um die Whitsundays auch noch zum Great Barrier Reef dazugehört. 
Als ich mal wieder runter tauchte und unter die Korallenbänke lugte, blickte ich einem guten zwei Meter Riffhai in die Augen. Er hatte aber anscheinend mehr Angst vor mir, als ich vor ihm, denn er zog schnell von dannen. - Erster Hai für mich in Australien. Das Datum muss ich mir im Kalender einkreisen :D
Nach dem Schnorcheln segelten wir zu einem kleinen einsamen Strand, zu dem wir mit dem Beiboot übersetzten. Dann wurden noch Snacks gebracht und wir guckten uns den Sonnenuntergang an. Lars und ich genossen unsere zwei Victoria Bitter, die Isabel uns da gelassen hatte. 
Zum Dinner wurden wir wieder auf das Boot gebracht. Es gab Hühnchenbrust und Schenkel mit Kartoffeln, Brot und all möglichen Saucen. 
Wir saßen immer unten im Schiff, am Tisch mit der Crew. So bekam man immer die besten Storys mit ;)
Als Lars und ich die letzten Rest weggemampft hatten, die keiner mehr haben wollte, haben wir uns auf das Deck gelegt und den sagenhaften Sternenhimmel angeguckt. Der Himmel war komplett klar und auch wenn ich das bestimmt schon ein paar mal geschrieben habe, es war einer oder der beste Sternenhimmel in Australien. Ich döste auf Deck dann noch kurz weg, wechselte dann aber in der Nacht noch in die Koje. Barren schlief ebenfalls auf Deck in seinem Schlafsack. Das machte er wohl öfters. 
Und mit dem sanften Schaukeln des Bootes schlief ich dann langsam in der Koje wieder ein. 







Dienstag der 29.10.2013:

Gegen halb sieben herrschte die erste Unruhe auf dem Boot, die mich wach werden ließ. Nach einem reichhaltigen Frühstück, ging es an Deck. Dort nahm ich die ersten Sonnenstrahlen des Tages in Empfang und Lars und Camille taten mir es schnell gleich. 
Wir hatten schon beim Frühstück Kurs auf unser Hauptziel für diesen Tag genommen. Whitehaven Beach. Bzw. den Whitsunday Island Nationalpark. 
Wir waren schnell da, gingen vor Anker, dann ging es mit dem Beiboot rüber an Land. Als erstes gingen wir zum Lookout. Es herrschte noch Flut, und der Beach würde bei Ebbe später komplett anders aussehen. 
Das Bild war atemberaubend schön. Alle möglichen Blautöne, hervorgerufen durch die Sandbänke, sprangen einem ins Auge. Die Bucht war einfach nur schön. Guckt euch die Bilder an, mehr sage ich an dieser Stelle nicht. 
Nachdem wir unsere Bilder geschossen hatten, sind wir runter an den Strand. Wir sahen die Rochen und Zitronenhaie umherflitzen und ich konnte mich an einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr halten und sprang ins Wasser. Ist alles gut gegangen. Weder Hai noch Qualle haben mich attackiert.
Nach einiger Zeit sah man, was Mal damit meinte, als er meinte, dass er am längsten am Whitehaven Beach bleibt. Die andern Grüppchen zogen alle nach einander ab. Irgendwann waren wir ganz alleine. Wir hatten reichlich Zeit, konnten die Zeit genießen und mussten nicht immer auf die Uhr gucken. 
Wir schossen alle noch viele Fotos, wobei die Kamera der armen Camille dann den Geist aufgab. Oder besser, die Speicherkarte. Alle Bilder vom Tag waren auf einmal nicht mehr lesbar. Einfach weg. :(
Gegen 12 Uhr sind wir dann noch mal hoch auf den Lookout. Und wir Tobi schon gesagt hatte, sah die Bucht jetzt ganz anders aus. Wobei mir das ganze bei Flut besser gefallen hat. 
Um halb eins waren wir dann zurück auf dem Boot. Es gab wieder Sandwiches und langsam kristallisierten sich Lars und ich als Reste Esser heraus :D
Dann wurde wieder gesegelt. Bis wir am nächsten Schnorchelspot waren verging ein bisschen Zeit. Wir wurden wieder zum Riff gebracht und konnten des Riff entlang abschwimmen. 
Und wenn man dachte, der Schnorchelspot vom Vortag wäre schon die Créme de la Créme gewesen, der irrte. Dieser Spot war geradezu perfekt. Die Sonne stand im perfekten Winkel, es war nicht zu tief, aber an manchen Stellen konnte man immer noch auf 4-5 Meter runter tauchen. Und vor allem war das Wasser wieder schön klar. 
Außerdem waren wir die einzigen, die dort schnorchelten. Mal ist wohl der einzige, der diesen Spot anfährt, da es dort, aufgrund von Strömungen, schwer ist zu ankern. Aber er hatte ja 35 Jahre Segelerfahrung. Wenn er es also nicht kann, wer dann?
Wir sahen wirklich alles. Die schönsten Korallen, einen weiteren Hai, Clownfische, und, und, und. Aber alles muss auch mal ein Ende haben und so mussten wir nach etwas mehr als einer Stunde zurück auf‘s Boot. 
Dann ging es zum Sunset Bay. Die Segelaktionen war wieder sehr spaßig. Als ich mal ein bisschen mit Mal geschnackt hatte, sagte er mir, dass der maximalste Winkel, den er mit dem Boot fahren kann, 45° Schräglage ist. Wir waren manchmal wohl so bei 30. Aber das kommt auf den Bildern leider nicht so rüber. Um es kurz zu machen: es war Spaß pur. 
Zum Sonnenuntergang wurden wieder die Snacks gereicht. Dieses mal waren alle 16 Leute an Deck. 
Zum Dinner gab es Lasange und Pesto/Käse Tortellini. Wir aßen wie immer bei der Crew und kümmerten uns am Ende wieder um das, was keiner mehr wollte ;)
Aber wir bewegten uns ja auch immer viel, da konnte man ja mal ordentlich zulangen. 
Es kam noch ein anderer Captain auf unser Boot, der dann eine Weile mit Mal quatschte, wir nahmen unseren Stammplatz auf Deck ein und genossen die tausenden Sterne, die am Himmel blitzen und funkelten. 
Lars leerte noch eine Flasche Bundy, die von einem Tourteilnehmer in die Runde geworfen  worden war und ich zog das auf Deck schlafen fast durch, am Ende gewann dann aber der Gedanke an eine weiche Matratze. 







Mittwoch der 30.10.2013:

Dann war schon der letzte Tag angebrochen. Da wir in der Nähe der Hayman Insel geankert hatten, hatten wir es nicht weit bis zu unserem letzten Schnorchelspot. Auf der Rückseite der Insel befand sich eine kleine Bucht, die wir dann nach dem Frühstück ansteuerten. Es war leicht bewölkt und es dauerte ein bisschen bis die Sonne durchkam. 
So war es relativ frisch als wir ins Wasser gingen. Dafür fanden wir uns aber sofort zwischen mehreren Fischschwärmen wieder. Außerdem war ein etwas größerer zahmer Fisch da, von der gleichen Rasse, wie der damals im Great Barrier Reef. 
Den Schnorchelspot vom Vortag konnte zwar nichts mehr toppen, aber er war schon ganz in Ordnung. Aber immer noch hinter dem vom ersten Tag. Nach dem Schnorcheln ging es dann wieder ans Segeln. Wir ankerten noch mal vor einem einsamen Strand, wurden übergesetzt und konnten dort in der Sonne brutzeln und ein bisschen rumlaufen. 
Die Rückkehr war dann ein kleines Abenteuer. Die Ebbe war zu diesem Zeitpunkt schon so weit fortgeschritten, sodass das Beiboot anfing auf den Korallen zu schaben. So mussten wir erst mal ein Stück durch das seichte Wasser waten, damit das Wasser tief genug war. So kamen wir etwas später auf das Boot zurück, wo das Mittagessen schon voll im Gange war. 
Der Trip neigte sich dem Ende, womit das letzte Segeln begann. Wir liefen langsam in den Hafen ein, wo gerade ein paar Leute dabei waren, einen Yacht zu waschen. Zur „Show“ spritzten sie sich gegenseitig mit den Gartenschläuchen voll. Mal bedankte sich bei allen, wies auf einen Deal in der Down Under Bar hin, bei dem man sich ja wieder treffen könne, und dann gingen alle von Bord. Wir waren die letzten, bezahlten noch, verabschiedeten uns und dann waren wir auch schon auf dem Weg zum Auto. Mal hatte Camille noch gefragt, ob wir schon einen Platz zum schlafen hätten, aber wir gingen davon aus, dass wir Airlie Beach noch am gleichen Tag verlassen würden. 
Am Auto angekommen waren wir etwas traurig gestimmt, dass der Trip schon wieder zu Ende war. Dummerweise fanden wir dann noch einen Strafzettel am Auto, der nicht mal berechtigt war...
Da Camille in den Tagen auf See Geld überwiesen bekommen hatte, sind wir dann erst mal zum ATM, damit sie ihre Schulden bei Lars bezahlen konnte. Dann ging es raus aus der Stadt, was einkaufen und nach langer Zeit mal wieder die Hungry Jack‘s App benutzen. Da gab es dann erst mal schön ne große Pommes für uns :D
Dann erst guckten wir in den Camp6 und sahen, dass die nächste Rest Area viel zu weit weg war, als das wir sie noch bei Helligkeit erreicht hätten. 
So checkten wir dann im billigsten Hostel der Stadt ein. Dem Beaches. Dort war auch Ariane. Sie war nicht gerade begeistert, aber es war ja nur für eine Nacht. Wir bekamen ein 8ter Zimmer, das bei unser Ankunft noch komplett leer war. Als ich aus der Dusche kam, war aber noch eine Gruppe Engländer angekommen, die ganz nett waren. 
Katja war schon abgereist, so konnten wir nur ein bisschen mit Ariane chillen. Lars, Ariane und eine Niederländerin sind dann runter in die Hostelbar und haben den 6,50$ Mealvoucher genutzt. 
Camille und ich hatten noch nicht wirklich Hunger, sodass ich noch ein bisschen Blog schrieb. Dann kochten wir zusammen und wurden gerade so auf den letzten Drücker fertig. Denn die Küche machte schon um 9 Uhr zu. Totale verarsche. 

Camille war dann noch n‘ bissl um die Häuser ziehen. Sie war wohl noch bei dem Bootstreffen gewesen. Lars kam relativ früh wieder, im Gegensatz zu Camille, die erst Morgens um 6 Uhr in ihr Bett fiel :D


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Mittwoch, 6. November 2013

Das Great Barrier Reef


Geschehnisse vom 10.10.2013:

Gegen 6:30 Uhr mussten wir raus aus den Federn. Denn kurz vor acht sollten wir am Hafen sein. Lee, der Engländer, stand pünktlich um 7:15 Uhr auf dem Parkplatz des Hostels. Da wir das Zimmer wechseln mussten, checkten wir aus und schmissen alle unsere Sachen ins Auto. 
Dann ging es zum Hafen. Wir waren 7:45 Uhr da, wollten schon auf‘s Boot gehen, da wurde uns gesagt, das „Boarding“ erst um 8 Uhr sei. Also standen wir noch ein bisschen rum, bis wir dann auf‘s Boot konnten. 
Als erstes bezahlten wir noch die Riffsteuer und füllten den üblichen Ich-Verklage-euch-nicht-wenn-mir-was-passiert-Wisch aus. 
Dann bekamen wir eine Nummer, mit der wir identifizierbar waren, und wurden gefragt ob wir schwimmen konnten. Dann konnten wir uns einen Platz auf dem Boot suchen. Unsere Wahl fiel eindeutig auf das Oberdeck im Freien. Gegen 9 Uhr, ziemlich spät, ging es dann raus auf den offenen Ozean. 
Die Schnuppertaucher, also wir, wurden dann nach unten ins Schiff gerufen, um das Briefing zu absolvieren. Ich kannte das ganze ja schon vom Ningaloo Reef. Wir mussten unserem Tauchlehrer, der irgendwie einen östlichen Akzent hatte, unter Wasser wieder die zwei Sachen vorführen. Maske ausblasen und Mundstück wieder finden. 
Lee, Lars und ich stellten dann die erste Gruppe dar. Das hieß, wir durften auch als erste ins Wasser :D
Ich verbrachte die restliche Fahrt dann unten im Schiff, was vielleicht nicht ganz so gut war. Der Seegang war hart und nahm mich ein bisschen mit. Auf der Rückfahrt würde ich dann definitiv draußen sitzen. Immerhin erging es mir nicht wie den meisten Asiaten, die fast alle eine Tüte vorm Gesicht hatten...
Dann kamen wir ans Riff. Es gab sogar eine ziemlich große schwimmende Plattform. Außerdem lag ein anderes Schiff der Firma etwas abseits vor Anker. Ich denke mal, eines der Tauchschein Boote. 
Dann mussten wir uns fertig machen. Wetsuit an, Jacket, Blei, Maske und Flossen. Dann ging es an hintere Kante und wir ließen uns einfach nach vorne über ins Wasser fallen. 
Hmm, der erste Blick nach unten viel etwas ernüchternd aus. Das war das berühmte Great Barrier Reef? - Nun ja, warten wir mal ab was noch kommt. 
Am Boot waren wieder Seile festgemacht, die nach unten führten. In ca. 2 Metern Tiefe war dann eine Stahlstange, an der wir unsere Übungen vormachen mussten. Dann ging es langsam runter. Leider, leider ist es in Queensland Gesetz, dass der Tauchlehrer mit seinen Schülern in Kontakt steht. Heißt im Klartext - einhaken. Bzw. Händchen halten. War etwas schade, da so der Bewegungsspielraum doch schon eingeengt wurde. - Ein hoch auf Western Australia, wo man sich frei bewegen durfte :)
Auf dem Grund nahmen wir dann die gespreizte Knieposition ein. Dann kam der Fotograf, drückte uns ein Schild und danach eine Seegurke in die Hand und machte ein paar Fotos. 
Danach wurde dann ein ziemlich großer Fisch, der die Prozedur eindeutig schon kannte, zu einem geschoben. Das ganze wurde dann auch wieder geknipst. Und als letztes, konnte jeder Einzelne mit Nemo posieren. Der Rest der Gruppe musste auf dem Grund warten. 
Nachdem alle Fotos gemacht waren, ging es noch ein bisschen rumtauchen. Und dann waren 25 Minuten auch schon um. Die Flasche war noch halb voll mit Luft... 
Nachdem wir unser Tauchzeug abgelegt hatten, gingen wir sofort schnorcheln. Es war keine Zeit zu verlieren. 
Und die anfängliche Vermutung verhärtete sich. Das Riff war nicht besser als das Ningaloo  Reef. Wenn nicht sogar schlechter. 
Dann gab es Mittag. Das war reichhaltig und gut. Mit Nudelsalat, Coleslaw, Wurst, Brötchen und Salat. 
Am zweiten Spot war es etwas besser, aber nichts was einen vom Hocker hauen würde. Ich und Lars sind relativ weit weg geschnorchelt, um zu dem sandigen Gebiet zu kommen.  Allerdings konnten wir dort auch keinen Hai finden. Was wir aber gesehen haben, war die Beschädigung am Riff. Die Krönung war dann eine Taucherflasche die zwischen den Korallen lag. 
Die Zeit ging trotzdem schnell rum. Wir waren natürlich die letzten, die aus dem Wasser kamen. Man muss seine Zeit ja effektiv ausnutzen ;)
Ein paar Leute wurden noch zu dem besagten anderen Boot übergesetzt, dann ging es zurück. 
Auf dem Oberdeck war die Fahrt deutlich angenehmer, allerdings spritze ständig Wasser nach oben. 
Als wir in den Hafen einliefen, konnten wir die Superyacht „VAVA II“ und einen riesigen Tanker aus der Nähe beobachten. Vom Pier aus gingen wir zu Woolworth. Dort wurde unter anderem ein Kuchen für 1,20$ eingekauft.
Im Hostel fackelten wir nicht lange und fingen sofort an zu kochen. Es gab Bratkartoffeln, Gemüsepfanne, Fisch und für mich ein schönes Schnitzel. 
Lars tauchte während des Kochvorgangs auf einmal mit einem Karton Victoria Bitter auf. Und wie wir alle Wissen, haben wir eine Vergangenheit mit diesem Bier. Dennis aus Broome schrieb mir dann noch, ob wir nicht auch in den Laden kommen, in dem er gerade ist. Allerdings waren wir da gerade dabei, Isabel in den Pool zu werfen. Sie wehrte sich aber mit allen Kräften und so ließen wir es am Ende bleiben. 
Ich war zwar ziemlich müde, aber ich konnte mir das Nachtleben in Cairns auch irgendwie nicht durch die Lappen gehen lassen. Matze würde später auch noch kommen. Und das war seine letzte Nacht in Cairns, bevor er nach Adelaide fliegen würde. 
Ariane, ein Australier, Isabel, Lars und ich saßen dann ne Weile im Northern Greenhouse. Dann kam Matze und wir gingen zum Gilligan‘s. Der berühmteste Schuppen in ganz Cairns. Jeder Backpacker hat schon von ihm gehört :D
Die 5$ Eintritt waren es wohl wert, diese Legende einmal mit zu erleben. Naja, am Ende war es jetzt nicht so der Brüller. Wie immer die grottige Musik die hier überall läuft. Dazu war es komisch hell, und das schlimmste war der DJ. In Cairns nennt man ihn den „30 Seconds DJ“ - weil er Songs nach 30 Sekunden wechselt. Und dabei schreckt er auch nicht vor Sprüngen von Electro zu Rock zu Schnulze zurück. 
Matze hatte um halb 2 auch keine Lust mehr. Da er noch irgendwie nach Hause kommen musste, fragte er mich, ob ich ihn fahren würde. Das machte ich natürlich gerne. Lars und Isabel blieben noch im Club. 
Dann hieß es erst mal Bye, bye Matze. Das frühste, wo wir uns hoffentlich wieder sehen werden, ist wohl in Deutschland. 

Um halb drei war ich dann im Hostel. Da kam eine Nachricht von Lars bei Whats App rein. Er war aus dem Club geflogen :D




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