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Samstag, 23. November 2013

Cape York - Tag 9, 10


Geschehnisse vom 23.10.2013:

Am Morgen entschieden wir, dass wir noch eine Nacht in Cooktown verbringen. Leight, der schon einmal da war, zeigte uns die besten Plätze der kleinen Stadt und dann fuhren wir an den Hafen. Da uns die Stahlvorfächer fehlten, bekam ich die Ehre und durfte mit dem heiligen Landcruiser diese kaufen fahren. Schon ne geile Kiste ;)
Nach einiger Zeit in der Sonne beim Angeln, hatte Lars die geniale Idee, den Tag mit ein paar kalten Bierchen abzurunden. So konnte er auch noch mal den Landcruiser ausfahren und kam wenig später mit einem Karton Bier wieder. 
Wir hatten einige große Bisse, die wir aber leider nicht landen konnten. Unsere Köderfischrute war jedoch immer gut in Betrieb und sie förderte auch den ein oder andern Fisch zu Tage. Einmal holte ich sie mit Fischen an allen 6 Haken heraus.
Ein großes Ereignis auf dem „Jetty“ (Bootssteg) war dann der Drill und das landen eines gewaltigen Fisches. Der Drill dauerte um die 25 Minuten und es war ein Glück, so einen Fisch auf eine relativ kleine Rute zu fangen. 
Zwischendurch gab es dann mal ne kleine Mittagspause und dann wurde weiter geangelt. Leight‘s Rute wurde dann noch von einem Fachmann, mit angeblich 25 Jahren Berufsfischereierfahrung, verbessert. Das ging so schnell, dass keiner von uns das ganze auch nur annähernd nachvollziehen konnte. Aber der Typ schien Ahnung zu haben. 
Im Endeffekt hat das dann auch nichts geholfen und wir mussten ohne Fisch zurück zum Campingplatz zurück. 
So gab es dann mal wieder Nudeln. Mit Pesto. Und Tunfisch. 







Donnerstag der 24.10.2013:

Am Morgen des nächsten Tages, wurde Leight dann offiziell zum Backpacker gekürt. Ich kann auf die Umstände nicht näher eingehen, aber er hat die Prüfung mit Bravour bestanden. Als kleinen Tipp: es hat was mit dem Campingplatz zu tun. 
Der Rest des Tages war relativ uninteressant. Er bestand nur aus Fahren. Fahren. Und noch mehr Fahren. Gegen zwei Uhr waren wir dann zurück in Cairns. Der Trip war schon zu Ende. Nach 10 tollen, ereignisreichen, spaßigen Tagen.
Als erstes wurde Sarah abgesetzt. Sie machte noch ein bisschen Stress wegen dem halben Tank, der noch über war, was der Verabschiedung dann einen kleinen negativen Touch gab. Hätte man sich auch verkneifen können, angesichts der Tatsache, dass wir alles benutzten konnten und ein Auto generell ja auch teuer ist. 
Da wir noch ein bisschen Schulen bei Leight hatten, setzte er uns kurz bei einem Commonwealth Geldautomaten ab. 
Danach brachte er uns zurück zu Lars‘ Auto. Wir hatten kein Ticket, keine Parkkralle und das Auto stand auch noch an seinem Platz. Wir luden unser zeug um, verabschiedeten uns von Leight der alten Socke und fuhren getrennte Wege. 
Erster Stopp für uns war der Coles. Schnell was eingekauft und dann ab zu unserem Stammhostel in Cairns. Leider war ein anderer Rezeptionist da. Der, der uns schon kannte, hätte sicherlich große Augen gemacht. Aber er war auch ganz cool und gab uns auf Nachfrage ein leeres Vierer Zimmer. So konnten wir erst mal schön chillen und ein paar Sachen organisieren. 
Lars ging in die Stadt ein paar Sachen erledigen und ich konnte mal wieder ausführlich Blog schreiben. 
Da wir wieder Mitfahrer für unseren Trip runter nach Sydney suchten, trafen wir uns am Abend noch mit einer Französin. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie in sechs Tagen bereits bei Hervey Bay sein müsste, was wir nie im Leben geschafft hätten. 
Da wir schon mal im nächtlichen Cairns waren, sind wir noch ein bisschen rum gelaufen. Wir waren versucht in das Casino zu gehen, dachten uns dann aber, dass sie uns da nie im Leben mit Flip Flops reinlassen würden. So fanden wir uns irgendwann im Woolworth wieder, wie wir einen Kuchen kauften, den wir eigentlich gar nicht brauchten. Aber er war reduziert :D
Ansonsten waren die Straßen ziemlich ruhig. Wir sind noch zu der Partymeile gegangen, aber auch dort war keine große Aktion. So hieß es back to the Hostel. 

Wo wir dann erst mal schön unseren Kuchen verspeisten. hmmm, und wie der schmeckte :D
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Cape York - Tag 6,7,8


Geschehnisse vom 20.10; 21.10 und 22.10.2013:

Wir waren gerade beim Frühstück gewesen, da fing es auf einmal an zu regnen. Unser Zelt war zu diesem Zeitpunkt schon fast trocken gewesen, was die Sache etwas ärgerlich machte. Was uns dann später noch auffiel war, dass es offen war. So wurde das Wasser dann aus dem Zelt gegossen und wir packten dennoch alles zusammen. 
Das ältere Pärchen war zur selben zeit wie wir fertig und wagte sich zu erst an die Flussüberquerung. Sie machten das ganz easy und Leight fuhr dann den gleichen Weg wie sie. Am Ende verfing sich dann noch der Stahlschutz des Gastanks an irgend einem Stein, was ihn komplett auf der einen Seite abriss. Aber dazu war er ja da. Auch wenn so ein Gastank unter einem 4 WD sicherlich nur halb Offroad geeignet ist. 
Das kleine Problem wurde dann schnell mit einem Spanngurt gelöst und dann konnte es weiter gehen. 
Lustig war der Landcruiser, der vorbei kam, als wir gerade die Schutzwanne reparierten. Er fuhr einfach mal ohne zu zögern durch. Und dabei zog er noch einen Anhänger hinter sich her. Jaja, Landcruiser können so was. 
Nach ein bisschen weiterem leichtem Offroad gefahre, kamen wir zur Abzweigung zum Gunshot. Dies ist quasi DIE berüchtigte Stelle des Tracks und ist als Autozerstörer bekannt. Leute die den Kick suchen und ihr Auto testen wollen, fahren dort lang. Die anderen, uns eingeschlossen, nehmen den Weg drum herum. 
Aber auch der Weg war sehr gut und es war immer noch gutes Offraodfeeling. An einer Stelle fuhren wir aus unerklärliche Gründen dann mal nach rechts, anstatt weiter geradeaus. Wir kamen auf eine Art Campingplatz, auf dem wir erst mal den weiteren Weg suchten, ihn aber logischerweise nicht fanden. 
Zu unserem Glück waren aber gerade zwei Vollbäuchige-Oberkörper-Freie Männer auf dem Campingplatz. Sie waren anscheinend auf Wildschweinjagd. Zu unserem Glück erzählten sie uns, dass der OTT etwas weiter quasi unmöglich zu befahren sei. Selbst sie in ihrem Auto (Diesel, V8 und tausend mal leichter) würden sich an die Stelle nicht ran wagen. Es fielen sogar die Worte „härter als der Gunshot“. Das wäre unser Los gewesen, wären wir geradeaus gefahren. War wohl Schicksal das wir die beiden trafen ;)
Wir sind dann also zurück auf die „Hauptstraße“ gefahren. Wir hatten Spaß und das war ja die Hauptsache. Mit dem letzten viertel Benzin rollten wir dann auf den Hof des Bramwell Roadhouses. Es wäre wohlmöglich knapp geworden, hätten wir die beiden Typen nicht getroffen...
Am Roadhouse entschieden wir dann, dass wir lieber den Chilli Beach und Nationalpark, anstatt von Weipa, einer Stadt, sehen würden. 
Der kürzeste Weg dort hin bestand quasi nur aus zwei Reifenspuren. Aber es war eine Abkürzung und deshalb nahmen wir sie. Wir kamen allerdings nur schleppend voran, da die Beschaffenheit alles andere als gut war. Nach 45 Minuten Fahrzeit kam dann der erste Fluss. Dieser markierte noch nicht einmal die Hälfte des Weges. Noch dazu würden wir es so nie vor Sonnenuntergang schaffen. Und zu allem Überfluss stand dort ein Schild, auf dem stand, dass man einen Genehmigung zur Weiterfahrt brauchte. Eine Telefonnummer stand auch dabei. Lustig nur, dass man dort im Nirgendwo keinen Empfang hatte. Da Leight auch schon seine Erfahrungen mit dem befahren von Aborigine
Land hatte, drehten wir wohl oder übel um. Es gab ja noch einen anderen, besser ausgebauten, Weg zum Ziel. 
Auf der „gut“ ausgebauten Straße ging es dann flott voran. Wir durchfuhren kurz vor Sonnenuntergang einen kleinen Fluss, bei dem man am Ufer entlang nach links fahren konnte. Es war nur ein kleiner Weg und dort fanden wir dann unseren Campspot für die Nacht. 
Es gab leckere Spaghetti Bolongnese (sogar Leight schmeckte es :D) und später mal wieder einen Sternenhimmel der sich sehen lassen konnte.

Kaputte Gaswanne


Montag der 21.10.2013:


Morgens beim Joggen, hatte Leight das ältere Ehepaar ein paar Meter weiter den Fluss runter entdeckt. Sie schliefen allerdings noch. Wir fuhren nach dem Frühstück weiter zum Chilli Beach. Nach ein paar kleineren Flussüberquerungen waren wir dort. Vor uns ragten die Palmen in die Höhe und säumten den kompletten Strand. 
Entgegen der Beschreibung im Lonley Planet musste man sich für den Campingplatz im Internet anmelden. Außerdem reizte uns der Platz nicht so sehr, dass wir den ganzen restlichen Tag dort verbringen wollten. Wir entspannten noch kurz am Strand, knackten eine Kokosnuss und dan ging es weiter. Es gab noch einen kleinen Ort, der am Ende aber auch nichts Besonderes war. Teilweise ziemlich runtergekommen. Es standen mal wieder Autowracks am Straßenrand und was neu war: ein Bootswrack auf der Straße. Manchmal wüsste man gerne die Geschichte zu diesen Objekten :D
Aber auch an diesem Ort wollten wir nicht unnötig viel Zeit verbringen. So schön war es dann doch nicht. Unser Benzin war in der Zwischenzeit auch mal wieder ziemlich zur Neige gegangen und zu unserer Überraschung gab es in dem Ort keine Tankstelle. Aber ein paar Kilometer weiter in einem weiteren kleinen Nest, namens Lombock River, sollte eine sein. 
Und da wir sogar noch etwas im Gastank hatten, sollten die 40 Km kein Problem werden. Auf dem Weg wollten wir noch einem liegen gebliebenen Auto helfen. Leight hatte aber nicht den Richtigen Radschlüssel. Mit Dankbarkeit wurden wir im Anschluss auch nicht gerade Übergossen, aber was soll man machen. 
Ja ne und dann kamen wir nach Lombock River. Ein weiteres angeranztes Loch. Alles heruntergekommen und die üblichen Autowracks überall. 
Zu allem Überfluss hat dann auch noch unser Tank nach dem Tanken geleckt. War am Ende dann aber nicht ganz so schlimm, da es nur der Schlauch zu dem ehemaligen Extratank war. Bei der Aktion das Leck zu finden, galoppierten noch ein paar wilde Pferde durch die Stadt. Alles ganz normal. 
Dann ging es zurpck zur „Hauptstraße“. Wir passierten das Archer River Roadhouse und schussendlich kehrten wir auf einer Rest Area vor Coen ein. 
Leight kümmerte sich provisorisch um das Leck und ich fing schon mal an zu kochen. Kurz vor neun war der Tag dann für alle langsam zu Ende..




Dienstag der 22.10.2013:


Der Plan für den nächsten wunderschönen Tag war, an den Princess Charlotte Bay Angeln zu fahren. Beim Roadhouse sind wir ganz normal abgebogen und in Richtung Strand gefahren. Irgendwann kam mal eine Übersichtskarte des Nationalparks. Auf dieser war ersichtlich, dass es keinen Zugang mit dem Auto am Strand gibt. Nur mit dem Boot. Auch irgendwie doof. Aus unserer anderen Karte war eigentlich hervorgegangen, dass man zum Strand konnte. Wir konnten es nicht ändern und schmissen also unsere Pläne über den Haufen. Die 40 Kilometer wieder zurück gezuckelt und dann Richtung Cooktown durchgestartet. Wir legten noch in einem kleinen Dorf einen Tank - und Essensstopp ein und dann ging es gleich weiter. 
Gegen halb fünf fuhr unser Kahn dann in Cooktown ein. Die erste Anlaufstelle war der Campingplatz. Für 15$ die Nacht checkten wir dort erst mal für eine ein. Nachdem unser kleines Lager errichtet war, ging es in den Bottleshop und zum IGA. Da es sich höchst wahrscheinlich um unseren letzten Abend handeln würde, musste etwas trinkbares her. Wir entschieden und dann für 5 Flaschen „Traubensaft“. 
Zurück im Camp schmiss ich die Herdplatten an und bereitete eine geniale Satay/Peanut/Bacon/Würstchen Kreation zu. Hört sich wild an, aber auch unser größter Kritiker, Leight, war begeistert. 
Der Rest des Abends ist eigentlich klar. Der Traubensaft floss in Strömen und es wurde viel gelacht. Aber wie es so ist, die Müdigkeit packte uns schlussendlich gegen 12.
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Cape York - Tag 5


Geschehnisse vom 19.10.2013:


Am Morgen fing es ein wenig an zu nieseln. Lars und ich also schnell raus und den Regenschutz über‘s Zelt geworfen. Normalerweise schliefen nur mit dem Mückenschutz. So konnte man Nachts die Sterne besser sehen, und es war schön luftig. Als der Regenschutz dann drauf war, konnten wir noch ein bisschen weiter dösen. Nach dem Frühstück kamen noch ein paar Delphine direkt an den Strand und spielten mit einander. 
Auf unserem Rückweg vom „Tip“ kamen wir wieder am Croc Tent vorbei. Dann waren wir irgendwann in einem kleinen Ort dessen Namen ich schon wieder vergessen habe und der eigentlich auch nichts zur Sache tut. Dort sind wir jedenfalls an einen ziemlich versteckten Strand gefahren. Dieser war ziemlich zugemüllt. Überall waren Überreste von Holzhütten zu sehen. Dazu Flaschen und anderer Müll. Außerdem zahlreiche Aluminiumboote. Zum Teil halb eingegraben. (Wer in Australien mal so ein Aluboot bracht, schreibt mich an ich sage euch wo das war ;))
Wir gingen eine Weile den Strand entlang, das Bild besserte sich allerdings nicht. Wir sahen noch ein paar wilde, ziemlich krank aussehende, Pferde und einen anscheinend noch bewohnte Barracke. 
Wir gehen davon aus, dass die lieben Aborigines für dieses Chaos verantwortlich waren. Zum einen weil da oben viele von ihnen leben und zum andern, da wir welche in einiger Entfernung gesehen hatten. Sie respektieren ihr Land also anscheinend nicht so wie sie es immer behaupten...
Zurück in Bamaga, ging es noch mal in den Supermarkt. Die Preise haben uns logischerweise umgehauen. Aber es ist ja auch ein Remote Place. Abseits jeglicher wirklicher Zivilisation. 
Wir ergatterten ein reduziertes Toast für 3$ und zogen wieder von dannen. Es sollte zurück Richtung Fähre gehen. Mit Leight‘s Orientierungssinn schien es nicht so weit her zu sein, deshalb gab er die Stecke ins Navi ein. Das führte uns dann über eine Dirt Road in eine Sackgasse. Danach fanden wir dann allerdings den richtigen Weg. 
Wie mir der Paramedic schon damals erzählt hatte, kam der Fährmann wie er wollte. Und anscheinend hatten wir solch einen Tag erwischt. Es war weit abseits seiner Mittagspause, aber er war nicht da. Nach 20 Minuten Warten, kam er dann endlich mal. Die Schlange auf  beiden Seiten war schon ziemlich lang. Auch wenn man das an diesem Ort vielleicht nicht glauben mag. Verkehr ist irgendwie schon ein bisschen. 
Lars war in diesen 20 Minuten mal aus dem Auto ausgestiegen und hatte mit den Leuten im Auto vor uns gesprochen. Das waren die Leute, die auch die Nacht zuvor neben uns auf dem Campingplatz waren. Was jedoch viel interessanter war, war das was sie Lars erzählten. Nämlich, dass der südliche Old Telegraph Track befahrbar sei. 
Vor der Abbiegung zum OTT (Old Telegraph Track) kamen allerdings noch die Fruit Bat Falls und die Twin Falls. Diese wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen.
Wir wollten mit den Twin Falls anfangen, sahen uns nach kurzer Zeit jedoch einem ca. 30 Meter langen und unbekannt tiefen Wasserloch gegenüber stehen. Normalerweise läuft bei diesen Löchern dann immer einer rein und guckt wie der Boden und die Tiefe aussehen. Doch wie schon mehr Mals erwähnt, befanden wir uns noch in Krokogebiet. Wir versuchten die Tiefe und Beschaffenheit des Grundes mit Stöcken zu ermitteln, aber das war etwas suboptimal. 
Der Landcruiser hatte zwar einen Schnorchel, war jedoch ein Benziner und hatte leider auch keine Winde. Es war ein ewig langes hin und her Überlege. Am Ende entschieden wir uns dann zu erst zu den Fruit Bat Falls zu fahren. 
Dort konnte man sogar schwimmen. Und es war mal wieder ein herrlicher Platz. Man konnte sich den müden Nacken vom Wasser massieren lassen, dahintreiben, oder durch das klare Wasser tauchen. Lars war etwas übermütig und verlor noch seine Sonnenbrille unter einem der Wasserfälle. Aber dank der Klarheit war das Wiederfinden kein Problem. 
Leider kam kein anderes Auto, das man zu dem Wasserloch befragen hätte können und so wurde entschieden, dass wir es lieber nicht riskierten. 
Die Abzweigung zum OTT kam und Leight bog ab. Allerdings wüteten unmittelbar neben des Tracks Buschbrände. Aber je weiter wir fuhren, desto weniger wurden sie. Der Track war gut, fast besser als die Gravel Road. So kamen wir flott voran. 
Dann kam irgendwann ein Fluss. Und das ältere Ehepaar, mit dem Lars schon gesprochen hatte, war auch da. Wir kamen ins Plaudern und es stellte sich heraus, dass die Frau eiskalt in das 30 Meter Wasserloch gelaufen war. Das Wasser war wohl so Hüfthoch und der Untergrund fest. Es wäre also easy machbar gewesen. Aber man kann nicht alles haben. Und sie hatten einen Diesel, der Wasser ja noch mal ein bisschen besser abkann als ein Benziner. Von unsrem Spot hatten wir eine super Sicht auf den Fluss, den wir am nächsten Tag überqueren würden. Das Licht spielte mit den farbigen Blättern an den Bäumen und es war einfach mal wieder ein perfekter Spot. 
Der Campingplatz (free) war top ausgestattet. Klo, unterstand, Feuerstelle. Alles da. Wir kochten Würstchen mit Kartoffeln und saßen dann noch am Lagerfeuer.

Gegen zwei Uhr Nachts mussten Lars und ich dann wieder raus unser Regending über das Zelt machen. Denn es hatte wieder angefangen. Und dieses mal war es nicht nur ein bisschen Nieselregen...

Was mir gerade noch eingefallen ist:
Am ersten Tag wo ich noch Empfang hatte, hatte mir Isabel geschrieben, dass sie bei der Polizei war, um wegen ihres Führerscheins nachzufragen (Ihr erinnert euch sicherlich noch an die zwei netten Hinterland Polizisten, die nichts zu tun hatten ;)).

Jedenfalls sagte man ihr dort, dass nichts eingetragen sei, und sie ganz normal in Queensland fahren konnte. Wir hatten uns ja schon fast gedacht, dass uns die beiden Onkels damals nur ein bisschen Angst einjagen wollten...





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Cape York - Tag 4


Geschehnisse vom 18.10.2013:

Morgens wachten wir unversehrt wieder auf. Man sollte ja immer bedenken, dass es auch im Norden von Queensland noch Krokodile gibt. Die sind zwar nicht so aggressiv wie die Krokodile im Northern Territory, aber Kroko ist Kroko. 
Nach einem schnellen Frühstück und ein paar Gruppenbildern an diesem herrlichen Spot, ging es weiter. Wir wollten als nächstes zum Somerset Beach. Auf dem Weg dort hin, gab es allerdings auch einen 4 WD Track. Also machten wir diesen zu erst. Er versprach deutlich mehr Spaß als die normale Dirt Road. 
Schon am Anfang wurde es ziemlich sandig. Der Luftdruck wurde verringert, auf niedrige Übersetzung umgeschaltet und dann ging es rein in den Sand. Der gute Landcruiser hatte keine Probleme sich dort durch zu kämpfen. Die Strecke war holprig. Es ging auf und ab von rechts nach links. Dann führte der Weg runter zum Strand. Da sind wir ein wenig rumgeheizt, sodass das Meerwasser nur so gegen die Frontscheibe spritze. 
Der Track schlängelte sich am Strand entlang und dann wieder in bewaldetes Gebiet. Der Übergang sah erst heikel aus. War dann am Ende aber ein Klacks. Ziemlich beeindruckend was so ein Landcruiser alles kann. 
Dann kam eine weitere ziemlich knifflige Stelle. Ich würde schätzen es ging in einem guten  30 - 40° Winkel nach unten. Das in feinstem Sand und mit mehreren Felsbrocken. Erst sagten wir zu uns, dass das doch nichts werden könne. Aber Leight hatte keine Bedenken. Auf den Fotos kommt es leider nicht so rüber. Es ist schwer die extremen Steigungen und Hindernisse rüber zu bringen. 
Wir hatten den ersten Felsbrocken gut überwunden, als wir uns dann dem nächsten Problem gegenübersahen. Wir manövrierten sehr sehr sehr nah am Abgrund. Und wenn ich sehr nah sage, dann meine ich 5 Zentimeter von Reifenaußenkante zu Abgrund. Rückwärts ging es nicht, da sich der Reifen immer tiefer in den feinen Sand fraß. Also kräftig nach links eingeschlagen und dann aufs Gas getreten. Und schwupps, waren wir dem Abgrund gerade noch mal so entgangen. 
Der Rest des Weges war dann ohne weitere extreme Stellen. Auch wenn man das sicherlich immer in Relation sehen muss ;)
Wir kamen jedenfalls zum Somerset Beach. Und er war traumhaft schön. Ich hätte nicht gedacht, dass ich an der Ostküste noch mal türkises Wasser sehen würde. 
Die Palmen und andere Bäume ragten wieder bis an den Strand und das Kristall klare Wasser rauschte sanft an den herrlich gelben Strand. 
Und es gab sogar eine kleine Schaukel :D - manche werden sie von Facebook kennen...
Irgend ein Australier, der auch schon ein paar Bier intus hatte und gerade Angelte, laberte uns dann noch ein bisschen voll. Er versuchte Sarah beizubringen, wie man ein Wurfnetz richtig auswirft. Hat dann allerdings nicht so geklappt und er übernahm das fangen der Köderfische lieber wieder selber ;)
Der Spot war zwar sehr schön und man hätte sogar kostenlos campen können, uns stand der Sinn jedoch nach weiter fahren und einer Dusche. Gut das es auch an einem der entlegensten Punkte einen Campingplatz mit Duschen und Pool gab. 
Und dort konnten wir für schlappe 12$ pro Person übernachten. Es gab außerdem Holzofenpizza, Bier von Fass und einen Pool. - Baden im Meer ist wegen besagten Krokos nicht zu empfehlen. 
Die Männers sind dann ne Runde Angeln gegangen. Sarah hat sich im Sand gewälzt und ist später noch Laufen gegangen. 
Wir hatte nicht wirklich Glück mit den Fischen und irgendwann lagen wir alle im Sand und hielten die Ruten nur noch Lustlos in den Händen. Leight gab dabei noch früher auf als Lars und ich. Wir angelten bis zur Dämmerung und hatten am Ende sogar noch einige Bisse.
Leight war dann einen Ofenpizza essen gegangen. Aber er ist ja auch kein Backpacker ;)
Angesichts des Preises der Pizza (26$!!!) gab es bei Sarah, Lars und mir Spaghetti mit Tomatensauce und Mais. Konnte sicherlich mithalten :D

Unser Camp konnten wir, wie die Nacht zuvor, direkt hinterm Strand aufschlagen. Als Leight wieder da war, saßen und lagen wir noch da und bewunderten den schönsten Vollmond, den ich je gesehen habe und vielleicht auch sehen werde. Aber man weiß ja nie...








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Samstag, 16. November 2013

Cape York - Tag 3


Geschehnisse vom 17.10.2013:

Weiter auf der normalen Dirt Road, kamen wir irgendwann zu einer kleinen Fähre. Diese musste man zum überqueren des Flusses nehmen. Es gab keine Alternative. Früher gab es mal einen „Weg“ durch den Fluss, der wurde aber wegen zu großer Gefahr zu gemacht. Der Preis für die Fähre betrug 120$. Für sieben Meter hin und später sieben Meter zurück. Das nennt man dann wohl gutes Preis/ Leistungsverhältnis :D
Als wir auf den Fährmann warteten, quatschte ich ein wenig mit einem Paramedic, der in Cape York wohnt und arbeitet. Er berichtete mir dann auch, dass der gute Fährmann nicht immer auftauchen würde. Er kam so wie er Lust hatte. 
Nach seiner Mittagspause von 12 - 1 Uhr kam der gute dann irgendwann mal. Auch wir hatten die Wartezeit dazu genutzt, etwas zu essen. 
Wir kamen durch zwei kleine Nester, die vom roten Staub geprägt waren. In Bamaga, dem Hauptort da oben, sind wir dann noch mal an die Zapfsäule. 
Weiter ging es zum „Croc Tent“ einer inoffiziellen Besucher Information. Da fiel Leight dann auch ein, dass er noch gar keine Köder hatte. Also wieder zurück zur BP in Bamaga. 
Mit ordentlich viel Ködern konnten wir dann die weitere Reise nach Cape York bzw. dem „Tip“ angehen. 
Dort angekommen, wurden wir von Palmen und einem schönen Strand dahinter begrüßt. Wir waren da. Nur noch ein paar Meter zu Fuß, dann standen wir offiziell an dem nördlichsten Punkt Australiens. Eine Trophäe, mit der sich nur die wenigsten Backpacker schmücken können :)
Als wir mit unser Knippserei fertig waren, holten wir die Angeln vom Auto und versuchten unser Glück zu erst direkt am nördlichsten Punkt. Da verloren wir aber fast alle unser Vorfach, was uns zum Wechsel an den Strand bewegte. 
Da tat sich schon nach ein paar Minuten was. Wir hatten mehrere Bisse, Lars konnte einen kleinen Fisch landen und Leight holte einen Red Throat Emperor aus dem Wasser.
Wir campten direkt unter den Palmen am Strand. Es gab kein Schild, was dies untersagte, von daher sollte alles in Ordnung gehen. 

Wir wurden noch kurz von ein paar Sandflies genervt, dann konnten wir aber in Ruhe unsere Pasta und den Fisch verspeisen. 











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Cape York - Tag 1 und 2


Geschehnisse vom 15.10.2013 und 16.10.2013:

Am Dienstag Morgen kam dann die Nachricht, mit der keiner mehr so richtig gerechnet hatte. Leight hatte das Teil für sein Auto bekommen. Isabel hatte für sich allerdings entschieden, dass sie nicht mehr mitfahren würde. Ihr Bauchgefühl war dagegen. Lars und ich waren dagegen bereit. Nach einem letzten Frühstück zusammen, packten wir unsere Sachen. Dann hieß es sich von Matthieu verabschieden. Ich denke man trifft sich in Frankreich oder sonst wo auf der Welt wieder. 
Isabel wurde dann zum Highway gebracht. Sie wollte nach Townsville trampen. Und 10 Minuten, nachdem wir sie abgesetzt hatten, schickte sie uns auch schon eine Nachricht, dass sie nun auf dem Weg nach Townsville sei. - Das Trampen klappt hier an der Ostküste anscheinend noch einfacher als drüben in Western Australia. 
Wir standen nun vor einem kleinen Problem. Wo konnten wir das Auto bis zu 14 Tagen abstellen? Erst fuhren wir in ein Industriegebiet außerhalb der Stadt. Lars fragte in einem Shop für Badfließen nach ob es ein Problem sei, dass Auto einfach dort abzustellen. Man sagte ihm, dass in der Nähe wohl en Pub sei und deshalb öfters mal Betrunkene vorbei kämen. Naja. Aber es war sowieso ziemlich außerhalb was auch nicht so toll war. 
Da wir schon in der Nähe von einem K-Mart waren, fuhren wir dort gleich hin und guckten nach einer Isomatte für Lars. Aber das Angebot konnte nicht so recht überzeugen. 
Zurück in der Stadt, haben wir einen Parkplatz vor dem Convention Center gefunden. Dort standen keinerlei Schilder. Es sollte also sicher sein. Auch hier fragte Lars wieder bei einem Mann nach, der gerade auch in der Nähe parkte. Und auch er versicherte ihm, dass es funktionieren sollte. 
Leight hatte uns gesagt, dass er um 12 Uhr fertig sei. Für zwei Uhr hatten wir uns selber eine Deadline gesetzt. Wenn er bis dahin nicht auftauchte, würden wir absagen. Aber er kam 15 vor zwei in seinem weißen Toyota Landcruiser um die Ecke gefahren. 
So packten wir alle Sachen ins Auto, bzw. unsere großen Rucksäcke auf den Dachgepäckträger. Danach ging es erst mal shoppen. Das stellte sich dann als relativ entspannt heraus. Wenn man bedenkt das wir vier Personen waren und für knapp zwei Wochen einkaufen mussten, eine ziemliche Leistung. 
Dann holten wir alle noch Bargeld, da wir nicht wussten, wie es da oben mit Kreditkarten aussehen würde. 
Dann wurde getankt. Dann fiel Leight ein, dass er gar nicht genug Schüsseln und Becher für alle hatte. Also sind wir noch mal zu Lars‘ Auto und haben ein paar Schüsseln und Becher eingepackt. 
Nach viel hin und her befanden wir uns dann also endlich auf dem Weg raus aus Cairns und Richtung Cape York. Den ersten Abend kehrten wir auf einer Rest Area mit Duschen ein. Zu Essen gab es Kartoffeln mit Steak. 

Ein letztes gutes Mahl und ein bisschen „Luxus“ bevor das Abendteuer beginnen sollte...

Mittwoch - 16.10.:

Auch wenn die Dusche am Morgen kalt war, sie war angenehm erfrischend. Dann ging es rein in den guten Landcruiser und Kilometer kloppen. 
Bei unserer Mittagspause kam eine Art Papagei und spielte mit uns. Am Ende konnte er dann ein Stück Apfel abgreifen ;)
Ganz komisch war, dass es keine durchgehende Dirt Road war, sondern immer mal wieder asphaltierte Abschnitte kamen. Vielleicht zum sicheren Überholen. Wer weiß. 
Beim Archer River Roadhouse gab es dann zwei Möglichkeiten. 
Nummer 1: The Old Telegraph Track. Einer der härtesten Off Road Strecken Australiens. Auf Nachfrage am Roadhouse stellte sich heraus, dass die Army die Strecke für Trainingszwecke benutzt hatte und sie deshalb ziemlich unpassierbar war. Es sei denn man hätte eine Winde am Auto. So und nun raten wir mal alle was das einzige war, dass an Leight‘s geilem Auto fehlte? Genau. Eine Winde. 
Nummer 2: Weiter die Dirt Road nehmen. Auch sie sollte rauer werden. Aber trotzdem immer gut befahrbar. 
Leigh hatte den Plan, so schnell wie möglich zu der Spitze zu kommen, um sich dann Schritt für Schritt nach unten zu arbeiten. Also nahmen wir natürlich Option 2. Die gut ausgebaute Dirt Road. Wir sollten auch so noch genug Spaß auf dem Telegraph Track haben.
Nachdem uns ein ausgetrocknetes Flussbett nicht ganz so als Campspot zusagte, sind wir noch ein bisschen weiter gefahren. Nach der Abbiegung nach Weipa/ Cape York, haben wir dann was an einem Wasserloch gefunden. War ganz schön da und es sah nicht nach Krokodilen aus ;)
Als krönenden Abschluss des Tages gab es dann Spaghetti mit Tomatensauce und Würstchen. Leight fand das nicht ganz so lustig, aber im Endeffekt schmeckte es ihm wohl auch ;)



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