Freitag, 25. Oktober 2013

Cape Leveque - Post Nummer 100 !!!


Der 14. und 15.09.:

Was genau führten wir denn jetzt eigentlich im Schilde? 
Lars hatte durch Tyrepower einen guten Kontakt zu der örtlichen Budget Autovermietung. Er bekam die Autos dort kurz gesagt billiger.
Nun gab es über Broome die Region namens Cape Leveque. Das einzige Problem war, dass die Straße dort hin, sagen wir, nicht im besten Zustand ist. Jeff, der Arbeitskollege von Lars hatte zwar bei dem Abschieds BBQ geprahlt, dass er die Tour in seinem 2 WD ( 2 Wheel Drive) gemacht hatte, aber der war ja sowieso n bisschen bekloppt :D
Es musste also ein 4WD ran, um dort hin zu kommen.  
Am Donnerstag stand dann fest, dass zwei Mitsubishi Pajero für uns am Samstag Morgen bereitstehen würden. Neben Sören, Judith, Ariane, Matze, Matthieu, Lars und mir kam auch noch die Cindy mit. Cindy? Ja der Name sagt euch vielleicht noch was. Die Cindy aus dem Planet Inn Hostel in Perth. Sie hatte ich an einem dieser Bierkarton-Vernichtungs-Abende am Strand getroffen. Außerdem hatte sie auf Lars‘ Anzeige in Gumtree geantwortet um mit ihm nach Darwin zu fahren. 
Und da fällt mir gleich die nächste Anekdote ein. Lars hatte ich damals in Perth auch wegen einem Lift nach Broome angeschrieben. Da war sein Auto aber schon voll gewesen. Unsere Wege sollten sich aber anscheinend noch mal kreuzen :)

Am Samstag Morgen checkte ich dann im KK für eine Nacht aus, konnte meine Sachen aber einfach im Zimmer lassen und musste nicht mal mein Bett abziehen. Das sind die Vorteile wenn man so lange in einem Hostel bleibt ;)
Pünktlich um halb acht war ich im Last Resort. Nach einem weiteren sehr sehr guten Frühstück sind Lars und Sören dann die Autos abholen gegangen. Matze und ich machten das, was wir die meiste Zeit taten. Wir spielten Pool :D
Als die Autos wieder da waren und wir unser ganzes Zeug einräumen wollten, standen wir vor dem ersten Problem. Der Kofferraum des einen Pajeros ging nicht auf. Sören also zurück zur Vermietung. Dort sagte man ihm, dass man es einfach nur lange genug versuchen müsse. Irgendwann würde es schon klappen. Aha. Wahre Ingenieurskunst?! 
Als dann irgendwann alles eingeräumt war, ging es los. Erster Stopp? Bottleshop! Blöd nur , dass die Bottleshops an einem Samstag erst um 11 Uhr aufmachen. Wir mussten also noch ein bisschen Zeit vertrödeln. So füllten wir einen Ersatzkannister mit Diesel und holten vom Hostel eine CD die Matze und Lars irgendwann mal gefunden hatten, von der sie aber nicht wussten was drauf war. 
Um kurz vor elf waren wir dann in der Schlange vorm Bottleshop. Es wurden 3 Kartons Emu gekauft und dann konnte die Fahrt endlich losgehen. Matze hatte außerdem noch einiges trinkbares von seiner Zanders Restaurant Abschlussfeier. Samstag und Sonntag waren also gesichert. 
Erst ein paar Kilometer asphaltierte Straße, dann kam endlich der rote Sand. Und ab ging‘s. Wir danken Mitsubishi an dieser Stelle, dass sie an einen Schalter zum Abstellen der Anti-Schlupfregelung gedacht haben. Ohne diesen, wäre es schwer geworden Donoughts zu drehen und zu driften. 
Sören, Judith, Matthieu und Ariane waren in dem etwas anständigeren Auto. Matze, Lars, Cindy und ich waren im grauen Pajero. Dem Spaßmobil :D
Mit gemächlichen 120 - 140 km/h ging es über die Dirt Road. Und wir legten den ein oder anderen Sprung hin.
Nach einer guten Stunde ging es mal links rein. Ein kleiner Weg führte zu einer Art Lichtung. Da hatte dann jeder mal ein bisschen Spaß mit dem Pajero :D
Kurz vor Beagle Bay, einem kleinen Ort, kam wieder asphaltierte Straße. Sehr öde. In Beagle Bay steht eine sehr interessante Kirche. Der Altar ist komplett mit den Schalten von Austern verkleidet. Das ist aber auch das einzige was in dort glänzt und glitzert. Der Rest des Ortes ist trostlos. Sehr, sehr trostlos. Überall kaputte Autos, noch fahrtüchtige Autos werden ohne Türen gefahren und über der ganzen Szene kreisen die Geier. Welcome to Beagle Bay. 
Auf dem Weg nach oben verpassen wir dann die Abbiegung zum Cape Leveque. Stattdessen landen wir erst mal am One Arm Point. Auch nicht gerade ein hässlicher Platz. Matze holte sich dort schon mal die erste Erfrischung und sprang in den Aquamarinfarbenen Ozean.
Als wir zurück fuhren, Richtung Cape Leveque, legten wir dann einen ziemlich bösen Sprung hin. Ich sage euch, ich bin mir sicher, dass alle 4 Reifen den Boden verlassen hatten. Und es fehlte sicherlich nicht viel zum Überschlag :D - das die Dämpfer am Limit und die Reifen im Radkasten anschlugen war ja nichts besonderes, aber das war echt noch mal ne Schippe mehr. Aber definitiv mit einer der besten Momente des Trips, haha.
Auf dem Weg nach Cape Leveque mussten wir dann auch das erste mal von 2WD auf 4WD umstellen. Ansonsten wären wir durch den feinen Sand nicht durchgekommen. 
Um kurz nach vier waren wir dann am eigentlichen Cape Leveque. Da wir nicht mehr viel Zeit hatten, um einen andern Schlafplatz zu finden, bezahlten wir die 20,25$ pro Person und Campten am Cape. 
Über einen kleinen Track kamen wir runter zum Beach. Die Gischt spritze gegen den roten Fels, der durch die tief stehende Sonne nahezu glühte. Es war mal wieder das perfekte Postkartenmotiv. Und wir mitten drin. Jeder schoss seine Fotos und vernichtete ein Emu nach dem anderen. Der Sonnenuntergang enttäuschte etwas, aber die Stimmung war auch so gut ;)
Zum Dinner gab es dann das typischste, was man als Backpacker überhaupt essen kann. Nudeln mit Tomatensauce. Und Käse! 

Sonntag:

Gegen halb 8 weckte mich das Zirpen der Grillen. Von Matzes Wecker. Aber egal Lars krabbelte auch gerade aus seinem Zelt. Lars, Matthieu, Cindy und ich sind dann erst mal zum Strand. Ein bisschen Morgenschwimmen. Wir wir uns schon gedacht hatten, waren die anderen auch dort. Nach dem erfrischenden Bad liefen Matze, Lars und ich noch am Strand Richtung einer Ansammlung von Felsen. Die anderen gingen schon mal was frühstücken. Wenig später taten auch wir das. Dann stellte sich die große Frage, was wir mit dem Tag anfangen würden. Da man, um am Strand fahren zu können, ein bisschen Luft aus den Reifen lassen müsste, fiel das schon mal weg. Aber es gab einen Schnorchelspot, der auch zu Fuß zu erreichen war. 
Insbesondere die vielen Rochen waren sehr nice. Um elf stellte sich dann jedoch wieder die Frage, was wir machen sollten. Matthieu sagte, dass es in der Nähe von Beagle Bay einen schönen Strand geben sollte. Den fanden wir dann natürlich nicht :D
Da die Willie Creek Pearl Farm noch auf dem Rückweg lag, fuhren wir dort hin. Wie immer legen wir Sprünge hin. Als  die Reifen mal wieder gegen den Radkasten knallten, roch es eine Minute später auf einmal nach Bier...
Da hatte es doch echt eine komplette Büchse Emu zerrissen :( - nach diesem traurigen Ereignis, wurde das übrige Bier in den Esky (Kühlbox) verstaut. 
Als wir uns die Willie Creek Pearl Farm angeguckt hatten, stellte sich erneut die Frage aller Fragen :D
Dieses mal wollten wir zu einem Beach in Broome fahren, der nur mit 4WD‘s befahrbar ist.  Sah Cape Leveque ziemlich ähnlich. Wir schossen ein Abschlussbild und genossen einfach nur den Sonnenuntergang. 

Matze holte sich noch seine Arbeitszeiten vom Zanders, wir fuhren was einkaufen und dann kochten wir. Um kurz nach elf checkte ich wieder im KK ein und fiel ins Bett...





















Die Perlenfarm



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